Ergänzend zu Streicher:
Der Software-Mixer bei einem Interface ist eigentlich immer nur als MonitorMixer gedacht, es geht da also ausschließlich um die Wiedergabe. Die Kanäle dieses Softwaremixers sind zum einen die Eingangskanäle des Interfaces, zum anderen die von der Software kommenden Signale. So kann sich dann eben der Musiker während er aufnimmt einen passenden Monitormix auf den Kopfhörer geben. Bei einigen Interfaces kann man auch mehrere Mixe erstellen und die auf die unterschiedlichen Ausgänge des Interfaces schicken. Es ist also letztlich einfach die Umsetzung des "Direct Monitorings", und zwar eine sehr komfortable. Und man hat also maximal zwischen Software-Ausgang und Hardware-Lautstärkeregler am Interface zusätzliche Lautstärkeregler durch den Softwaremixer. Aber normalerweise kann man das Routing auch so einstellen, dass das Software-Signal eben direkt aus dem Ausgang rauskommt. Hier z.B. mal ein Screenshot von der Oberfläche des Mixers bei den
Focusrite Saffire Pro Interfaces:
http://www.soundonsound.com/sos/jan09/images/FocusriteSaffirePro40_02.jpg
Unten stellt man ein, was auf den Ausgängen zu hören sein soll. An MonitorOutput 1/2 liegt dort gerade DAW 1/2 an (also ein vom PC kommendes Signal an), da wird der Software Mixer umgangen. An den anderen Outputs liegt auch überall das gleiche Signal an, nur an Output 7/8 (dem Kopfhörerausgang) hört man eben das, was oben als "Phone Mix" eingestellt ist. Und wie du siehst kann man da auch noch weitere Mixe erstellen, und die dann auch beliebig für die Ausgänge auswählen.
Beim Aufnehmen dagegen pegelt man nur mit dem GainRegler am PreAmp ein, und sonst nirgends. Da geht es halt darum, dass das Signal nicht digital übersteuert. Das macht man aber eben nur an einer Stelle. In der Tat bietet dann vielleicht Logic noch eine Möglichkeit da was einzustellen, aber das sollte man sein lassen, weil das ist dann eine digitale Veränderung, da ist es im Grunde eh zu spät.
In Logic Mixst du dann nur normal ab, also nach der Aufnahme, um eben deinen fertigen Song zu erstellen. Aber das hat ja mit der Aufnahme nichts zu tun.
Und der Mixer des Interfaces hat wie gesagt nur was mit der Wiedergabe zu tun, und hat weder Einfluss auf die Aufnahme, noch auf den Mix. Und falls man da doch irgendwelche Eingangsoptionen hat: Die sind dann entweder identisch mit dem Gainregler am Interface bzw. benutzt man ihn stattdessen, oder aber es ist ein sinnloser digitaler Lautstärkeregler, der zwischen Wandler und Treiber sitzt, dann sollte man ihn einfach nicht anfassen.
Unabhängig davon, ob man überhaupt einen Unterschied zwischen einer 96Khz und einer 44,1KHz Aufnahme hört (erst recht, wenn am Ende wieder auf 44,1KHz runtergerechnet wird), sagt die maximale Abtastrate auch nichts über die Qualität der Wandler aus. Eine 44,1KHz-Aufnahme mit
diesem Wandler wird besser klingen als eine 96KHz-Aufnahme mit
diesem Interface. Ebenso wie ein 12 Megapixel Foto mit
dieser Kamera eine bessere Bildqualität liefert als ein 14 MegaPixel Foto mit
dieser Kamera.
Und ich sehe jetzt erst, dass das M-Audio Quattro ja sogar 96KHz-Wandler hat. Wie hast du denn bisher aufgenommen? Hast du damit wirklich einen Unterschied zwischen 96KHz und 44,1KHz-Aufnahmen gehört? Oder kann man 96KHz nur mit Omni I/O nutzen, bei Anschluss mittels USB aber nur max. 48KHz?
Und du sagst jetzt, du willst Line- und Mikrofoneingänge. Heißt: Es müssen Mikrofoneingänge sein, weil du da wirklich vier Mikrofone anschließen willst? Hast du das bisher am Quattro auch getan? Was nimmst du überhaupt auf, wie sieht dein sonstiges Equipment aus?
Und ein ungefähres Budget hast du immer noch nicht genannt.