Braucht man wirklich noch irgendwelche "Boutique Pickups" oder sonst noch so etwas

  • Ersteller Ersteller yxyxyx
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  • #141
Abgesehen davon, dass man ja bloß sein Equalizer-Pedal "mitschleppen" müsste, gibt es doch wohl auch parametrische Equalizer-Pedale mit schmalem Frequenzbandfaktor...?
Was konkret wäre das Problem...?

Grüße
Kein Problem, nur keinen Bock mir noch ein Pedal auf das Board zu schrauben damit die Gitarre ordentlich klingt. Das muss sie auch können wenn sie eifach nur in den Amp eingestöpselt wird.
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Da meist primär der Neck PU den Muff bringt, würde es z.B. reichen den Tone Poti des Neck PU zum Low Cut zu machen, oder wenn insgesamt muffig die Tone Potis nach dem Schalter zu verlöten und jeweils einen Master High und Low Cut einzulöten (siehe G&L oder Reverend Wiring) - bringt erstaunlich viele Klangvariationen und kostet ausser Arbeitszeit keine 5 Öre.
a). brauche ich keine Klangvariationen sondern einfach nur einen Klang der keine spitze Höhen oder Muff hat
b). will ich keinen Kurs in Gitarrenelektronik belegen müssen wenns auch einfacher geht, sprich alte Pickups raus und neue rein
 
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  • #142
Wie entmufft man denn mit deinen 1-2 Mittelchen eine vermuffte Gibson?
Gescheite Potis einbauen, für den Halspickup ein Poti größer 550K, für den Stegpickup eines um 500 K. Dazu die Pickups gescheit in der Höhe einstellen.
 
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  • #143
Welche 1-2 Mittelchen wären das denn?

Wie entmufft man denn mit deinen 1-2 Mittelchen eine vermuffte Gibson?
Von Humbucker entmuffen hab ich keine Ahnung und lass deshalb meist die Finger von Gibson. HB in einer Fender* Style Gitarre sind, solange man die Finger von high Output PUs lässt, für mich problemlos.

Single coils weniger spitz klingen lassen:

a) Tonepoti benutzen
b) Kondensator mit anderem Wert benutzen
c) Tonepoti für alle 3 PUs nutzbar machen
d) Alushielding fürs Pickguard einbauen
e) von vornherein Finger weg von eher mittenschwachen Single coils, z.B. oft 69er Hendrix Grey bottoms .....
f) Kondensator im pF Bereich zwischen Volumepot und Buchse löten

Wenn man unter den normalen Nebengerauschen leidet kann kann auch mit g) Kupfershielding oder h) einer Dummy Spule PUs weniger spitz machen. Dummy Spule möglichst schaltbar.
 
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  • #144
Kein Problem, nur keinen Bock mir noch ein Pedal auf das Board zu schrauben damit die Gitarre ordentlich klingt. Das muss sie auch können wenn sie eifach nur in den Amp eingestöpselt wird.
Du spielst ganz ohne Pedale, direkt in den Amp?

Nun habe ich ja auch ein Verzerrer-Pedal, da bin ich gewissermaßen vom Verzerrer-Pedal abhängig, damit die Gitarre ordentlich klingt.
Und wenn ich eh schon ein Pedalboard habe und darüber spiele, sehe ich ein Equalizer-Pedal nicht als "problematisch" an.

Wenn man die ganze Tretminen- und Röhrenverstärker-Technik eh schon zugunsten von Modeling- und NAM-Technik wegrationalisiert hat, könnte man sich doch in den Modeling-Amps doch einfach einen Equalizer-Effekt als erstes in den Signalweg legen, um für jede seiner Gitarren den richtigen entmufften Sound ohne zu scharfe Höhen einzustellen, oder nicht?

Dann spart man sich die ganze Arbeit mit der Tonabnehmer-Tauscherei doch gleich im Ansatz...?

Grüße
 
  • #145
Wenn man die ganze Tretminen- und Röhrenverstärker-Technik eh schon zugunsten von Modeling- und NAM-Technik wegrationalisiert hat, könnte man sich doch in den Modeling-Amps doch einfach einen Equalizer-Effekt als erstes in den Signalweg legen, um für jede seiner Gitarren den richtigen entmufften Sound ohne zu scharfe Höhen einzustellen, oder?
Digital habe ich in der Regel einfach ein gut passendes Capture und den EQ fast immer nach dem Amp. Das passende Cab (IR) ist natürlich auch extrem wichtig. Danach habe ich ja noch Volume und Tone an er Gitarre, sowie die unterschiedlichen Pickups und Kombinationen.

Manchmal habe ich noch einen Kompressor vor dem Amp. Auch relativ egal, ob analog oder digital. Mehr eigentlich nicht. Oft spiele ich das passende Amp-Capture auch gänzlich ohne weitere virtuelle oder echte Zerren.

Wenn da alles gut zusammen passt, dann klingt das wunderbar.
Wobei das jetzt auch nicht wirklich so sehr viel mit "Boutique, oder nicht Boutique" zu tun hat.

Bei guten Amps ist das nicht viel anders, nur bin ich da je nach Amp ggf. deutlich eingeschränkter unterwegs. Mein einkanaliger Röhrenamp klingt auch ohne weiteren Schnickschnack sehr gut, ist aber völlig "nackt" natürlich klanglich nicht vergleichbar flexibel und erst recht nicht während des Spielens. ;-)
 
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  • #146
...weil die Frage kam "Humbucker entmuffen" mein Tipp dahingehend: 1.)optimale Höhe ausprobieren ... die ist bei jedem Pickup leicht anders und dann wenn der Klang "einrastet" dh, alles schön übertragen wird - zu nah dran brizzelt und "furzt" der Sound, zu weit weg tauchen die Töne nach Anschlag dumpf weg.
2.) dann Pickup ca. 1,5 mm runter
3.) die verstellbaren Polepieces (nur eine Spule) wieder die 1,5 mm hoch.

Schon "zischt's" mehr, weil eine Spule lauter ist wodurch mehr "Single Coil" in's Spiel kommt.

Gruß,
Bernie
 
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  • #147
Wie entmufft man denn mit deinen 1-2 Mittelchen eine vermuffte Gibson?
Indem man mal neue Saiten aufzieht oder am EQ am Verstärker dreht. Ansonsten kann man noch mit: Kabelkapazität, Tonabnehmerhöhe, Potis*, Tonabnehmerkappe abnehmen, Schaltung rumspielen.

Da gibt es also einige Optionen bevor man Tonabnehmer tauscht. Welche am geeignetsten ist müsste im Einzelfall dann geschaut werden. Aber die Dinge sind günstiger als 400 Euro Tonabnehmer.

*Gibson verbaute eine Zeit lang 300k Lautstärkepotentiometer.
 
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  • #148
... oder am EQ am Verstärker dreht.
Hmmm.
Es kommt ja darauf an, wo im Verstärker der EQ im Signalpfad sitzt, und wie schmalbandig man den Sound einstellen könnte.

Es macht u.U. klanglich durchaus einen sehr deutlichen Unterschied, ob man z.B. Höhen vor der Verzerrer/Gain-Stufe hinzugibt oder entfernt, oder erst danach.

Wenn man z.B. einen zu "spitz" klingenden strat-artigen Single-Coil vor der Gain/Verzerrer-Stufe mittels EQ entzerrt um die spitzen Höhen zu entschärfen, so klingt es angenehm satt verzerrt.

Schaltet man den EQ erst nach der Verzerrerstufe in den Signalpfad, und dreht dann ein wenig oder etwas stärker die Höhen zurück, so klingt es eher wie ein aggressives (durch nachträgliche Klangregelung) vermumpftes Kreischen...

Das liegt daran, dass im zweiten Fall die ganzen spitzen Höhen mit-verzerrt werden, im ersten Fall aber nicht (da sie schon vor der Verzerrung gebändigt werden).

Von daher kann ich durchaus nachvollziehen, wenn Leute z.B. zu spitz klingenden Pickups tauschen wollen gegen etwas "dumpfere" weniger spitz klingenden Pickups...

Wobei allerdings die zielgerichtete Auswahl eines Tausch-Pickups, der dann ja den "richtigen" Sound (in Verbindung mit der jeweiligen Gitarre) machen soll, durchaus gar nicht so zielgerichtet möglich sein soll...

Von daher finde ich den Einsatz eines Equalizer-Pedals zur klanglichen Abstimmung der Pickups die einfachere und effektivere Maßnahme, weil man damit ja auch die jeweiligen "Nerv-Frequenzen" gezielt und u.U. auch recht schmalbandig entfernen/bändigen kann. (Wohingegen Kondensatoren oder andere Potis doch eher breitbandig eingreifen..)

Der Tipp, die Pickups erst einmal richtig einzustellen (im Beispiel für Humbucker)
1.)optimale Höhe ausprobieren ... die ist bei jedem Pickup leicht anders und dann wenn der Klang "einrastet" dh, alles schön übertragen wird - zu nah dran brizzelt und "furzt" der Sound, zu weit weg tauchen die Töne nach Anschlag dumpf weg.
2.) dann Pickup ca. 1,5 mm runter
3.) die verstellbaren Polepieces (nur eine Spule) wieder die 1,5 mm hoch.
ist eine sehr gute Idee: Erst mal das vorhandene Equipment richtig bedienen, einstellen und richtig verwenden bevor man "wild" zu tauschen beginnt.

Grüße
 
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  • #149
Von daher finde ich den Einsatz eines Equalizer-Pedals zur klanglichen Abstimmung der Pickups die einfachere und effektivere Maßnahme, weil man damit ja auch die jeweiligen "Nerv-Frequenzen" gezielt und u.U. auch recht schmalbandig entfernen/bändigen kann. (Wohingegen Kondensatoren oder andere Potis doch eher breitbandig eingreifen..)
Wenn du die Frequenzen dauerhaft bändigen willst, musst du mit der Kapazität arbeiten. Das bedeutet wie hier schon genannt: Einen Kondensator zwischenschalten, bei Bedarf auch mehrere, z.B. in Form eines C-Switch, oder andere Gitarrenkabel (mit unterschiedlicher Kapazität oder bei gleicher Kapazität mit unterschiedlichen Längen) verwenden und schon kann man die Resonanzfrequenz eines Pickups verschieben. Was konkret bedeutet, man kann auch billige Pickups mit einer Investition von wenigen Cent bis Euro so klingen lassen, wie die 500€+ Boutiquevariante, solange die Bauart gleich ist. Mit der Kapazitätsänderung kann man die Unterschiede der Induktivität der Tonabnehmer, die wegen unterschiedlicher Magnete, Spulenwindungen etc. gegeben ist, ausgleichen. Mit Tonepoti oder EQ dämpfst du die Resonanzfrequenz insgesamt, dadurch bekommst du die übermäßigen Höhen auch weg, klingt aber leider anders als eine Verschiebung derselben. Ansonsten stimme ich dir voll zu, erst einmal das Vorhandene richtig einstellen lernen und verstehen was man da eigentlich macht. Wer wirklich den Supersound will, sollte sich mit mehr mit Elektrotechnik als mit Marketing von Anbietern beschäftigen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass sich jeder von uns Pickups selber wickeln kann, man muss eben Bauteile und eine Spule Kupferdraht ordern und eine Wickelaparatur basteln, das ist aber kein Hexenwerk. Zählwerke gibt's für wenige Euro in China, auf Wunsch auch digital.
 
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  • #150
Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass sich jeder von uns Pickups selber wickeln kann,
Klar würden das viele hinbekommen, fragt sich nur warum ich die Zeit dafür investieren sollte. Wer Spaß daran hat bitte schön ,aber ich mache in der Zeit lieber Musik. Auch wenn dann ab und zu mal einen PU kaufe, der meist weit entfernt von Boutique Preisen liegt ......
 
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  • #151
...
Mir wäre das auch egal, soll jeder das bezahlen, was er will, aber seit mich diese koreanische "Macled" Gitarre mit ihren billigen Noname Humbucker derartig packt, komme ich doch ins Grübeln....

Oma pflegte immer zu sagen, alles vor dem ABER ist gelogen.

Machen wir uns nicht irgendetwas vor? Brauchen wir wirklich die teuersten Edelteile mit den feinsten (von Mdme Ibarra) "handgewickelte" Tonabnehmer?
Viele sogar 100€ Klampfen und Bässe haben heute eine derartig gute Qualität und die Verstärkertechnologie ist einstweilen so gut geworden, dass es heute eigentlich wurscht ist, mit welcher Preisklasse man spielt
Was sind eure Erfahrungen mit billig vs sündteuer?
...
Das kann ich mit einem klaren Ja beantworten. ich brauche meine CS Fender* Strat mit Abigail Ybarra Pickups, weil mich das näher an Santana, Clapton und Co heranführt als alles andere. Wo sonst bekomme ich Pickups aus den selben Händen, die auch die Pickups für meine Helden gemacht haben. Die Mama von Claptons Pickups ist die Mama meiner Pickups. Sowas brauche ich :).

Und es geht nicht nur um den Sound. Es geht um alles, edle Materialen, seltene Dinge, die Haptik und der Geruch, um das Besondere. Die Qualität ist mir egal, solange sie gut ist. Aber ich bezahle gerne für den 1-Piece Swamp Ash Wood Body (meine Haar Telecaster), die mundgewickelten Pickups, das Voodoo, den Nitrolack aufgetragen mit einem Büschel lockiger Haare (ihr wisst welche ich meine).
 
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  • #152
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  • #153
Da rede ich und rede, dass man doch Boutique Pickups gar nicht wirklich braucht ( Ausnahmen best. d. R.)......
und dann laufen mir 2 SSS-Sets von Alan Entwistle ( leider Anfang diesen Jahres von uns gegangen R.I.P. ) vor die Füße, und zwar die Jack White Signature.
Kommen am Wochenende in meine Bastelcaster rein. Bin gespannt wie die klingen.
Danach werde ich wissen ob Boutique doch interessant sein kann.
 
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  • #154
Wo sonst bekomme ich Pickups aus den selben Händen, die auch die Pickups für meine Helden gemacht haben. Die Mama von Claptons Pickups ist die Mama meiner Pickups. Sowas brauche ich :).
Da würde ich gerne Belege dazu haben: Clapton spielt seit fast 40 Jahren Noiseless Tonabnehmer. Zu Beginn dieser "Noiseless" Tonabnehmer setzt Fender* Lance Sensor Tonabnehmer ein. Soweit mir bekannt, man darf mich hier aber auch korrigieren, werden die Noiseless auf CNC-Wickelmaschinen gewickelt. Ob die Original Blackie Stratocaster Tonabnehmer von ihr drinnen hatte und woran man das erkannt haben möchte, das genau Sie die Tonabnehmer gewickelt hat, soweit mir bekannt steht das auf den alten Tonabnehmern nicht drauf, würde ich gerne wissen.

Es gab mal 2006 eine Tribut Blackie aus dem Custom Shop, das scheint mir logischer zu sein, das sie eventuell für die Gitarre die Tonabnehmer herstellte. Aber Funfact: Eric Clapton sieht man nur mit seinen Noiseless Custom Shop Strats. Und wenn man sich das Video ansieht:


View: https://youtu.be/csQapoNpd5g?si=8x_sq2bj9r0X9GGQ

Stellt man noch etwas fest: Eric möchte den Midboost haben. Ich hoffe deine Gitarre hat neben den Tonabnehmern auch den berühmten Mid-Boost drinnen, sonst klingt es halt nicht nach Eric seit 40 Jahren :nix: .

Und laut 12fret, wurde von Abigail Ybarra das Prototypen Set für die Gitarre gefertigt, alle weiteren Tonabnehmern (275 Stück) wurden von ihr "beausichtigt". So viel zu dem Thema.
 
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  • #155
Wer Spaß daran hat bitte schön ,aber ich mache in der Zeit lieber Musik. Auch wenn dann ab und zu mal einen PU kaufe, der meist weit entfernt von Boutique Preisen liegt ......
Ich habe auch noch nie einen gewickelt, wozu? Allerdings kaufe ich auch keine. Einmal gemacht und für sinnlos empfunden. Wie gesagt, wenn man den Sound ändern will, verändert man die Kapazität und erspart sich Pickuptauschaktionen. Der einzig wirkliche Grund einen Pickup zu tauschen, jenseits der Billigstdinger (die verbaut Epiphone inzwischen noch nicht einmal mehr im untersten Segment), ist die Änderung des Typs. Wenn der Single Coil ein Humbucker werden soll oder umgekehrt, man vielleicht einen passiven oder aktiven PU will, dann muss man zwangsläufig tauschen, aber doch nicht wegen einem etwas anderem Klangbild, was man auch für wenige Euro mit einem Kondensator oder einem anderen Kabel passend machen könnte.
 
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  • #156
Da es sich schon wieder einer ausschliesslichen PU-Diskussion nähert, und das "...oder sonst noch so etwas" im Thementitel wohl überlesen wird, erinnere ich nochmal an den Zwischenruf aus gleichem Grund in #99 und die Kernfrage des Themas
Viele sogar 100€ Klampfen und Bässe haben heute eine derartig gute Qualität und die Verstärkertechnologie ist einstweilen so gut geworden, dass es heute eigentlich wurscht ist, mit welcher Preisklasse man spielt
Was sind eure Erfahrungen mit billig vs sündteuer?
. LG Lenny (für die Moderation)
 
  • #157
Ich denke, die eigentliche Frage ist, "Was kann und will ich mir leisten?"

Bei fertigen Instrumenten sehe ich es noch eher ein. Wenn auch hauptsächlich wegen der Optik und Form. Wobei ich aber zum Beispiel auch sowas wie Hals-Korpus-Übergänge dazu zähle. Also Sachen, die haptisch ins Gewicht fallen könnten. Aber ich glaube nicht, dass eine Boutique-Gitarre "besser" klingt als eine von der Stange, bei der man ja auch noch an der Elektronik herumbasteln kann. Insgesamt würde man wahrscheinlich trotzdem günstiger wegkommen.

Bei Tonabnehmern... schwierig. Es gibt so viele verschiedene und man kann sie eigentlich nur kaufen, dann testen und geht damit trotzdem das Risiko ein, "auf die Schnauze zu fliegen", weil´s dann doch nicht das gesuchte ist. Ja, es soll jeder herstellen können was er möchte, aber am Ende sind sie doch fast alle irgendwo gleich aufgebaut, weswegen ich die Teils massiven Preis-Unterschiede nicht verstehe.

Pedale nutze ich selbst kaum, aber da verstehe ich es durchaus, da man da als Hersteller schon sehr viel experimentieren, kombinieren und einstellen kann.
 
  • #158
Bei den Pickups höre ich schon Unterschiede, die teureren haben meist einen volleren, ausgewogeneren Klang (kommt natürlich auch auf die Art der Pickups an...).
Wie so oft geht die "Klangverbesserung" mit einer exponentiellen Preiserhöhung einher. Für "etwas besser" muss man dann schon sehr tief in die Tasche greifen.
Wobei "von Hand gewickelt" für mich kein Qualitätsmerkmal ist 🙈.

Ich bin jedenfalls immer wieder überrascht, wie gut selbst günstige Pickups sein können.
 
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  • #159
Es gibt bei Pickups für mich nur ein einziges Kriterium.

Ich muss beim Spielen diese dämlich grinsen ins Gesicht bekommen.
Dann ist der Pickup für mich ok. So einfach ist das. ;-)

Da gibt es für mich mitunter auch echt günstige Pickups, die wirklich gut zu meinen Vorstellungen passen.


Und jetzt kommt mir jetzt bitte nicht damit, dass ich dieses dämliches Grinsen auch so schon hätte. :ROFLMAO:
 
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  • #160
Ordentlich gebaute Gitarre (vom Gitarrenbauer oder Markenhersteller), optisch schön, technisch perfekt, handwerklich gebaut in einem Hochlohnland, warum sollte man dafür kein Geld in die Hand nehmen? Das kann man machen, das ist völlig legitim, selbst wenn es in die Tausender geht. Den guten Sound alleine bekommt man bei E-Gitarren sehr viel billiger hin, ist nun einmal leider so. Den Boutiquesektor sehe ich trotzdem kritischer als die hochpreisigen Gitarren, wo Pots, Pickups, die 1000ste modifizierte Tubescreamerschaltung, das sündhaft teure Gitarrenkabel mit Geschichten verkauft werden, die der Realität nicht standhalten. Da kann man natürlich immer argumentieren, dass der Kopf mitspielt und es um ein Gefühl geht, man kann das Marketinggerede aber auch ignorieren und einfach nur (hoffentlich gute) Musik machen. Das spart wertvolle Zeit, die man mit Sinnvollerem verbringen kann...
 
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