Der Resonator-Gitarren-User-Thread

  • Ersteller peter55
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Kann es sein, dass der 12. Bund einfach etwas zu niedrig oder eher der 13. Bund etwas zu hoch ist, so dass beim Greifen tatsächlich die Seite auf dem 13. zu liegen kommt? So etwas habe ich bei einer Archedtop aus den 1950er/60ern, je nach Wetter mehr oder weniger. Es geht da um Zehntelmillimeter.
 
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...das kann in der Tat auch der Grund sein, warum beim sehr festen Druck der Ton wieder stimmt - die Saite kommt tiefer in den Raum zwischen Bund 11 und 12, damit wird der Winkel ein wenig steiler, damit kommt sie gerade so (mehr schlecht als recht) am 13. Bund vorbei...
 
Hmmm ... das klingt plausibel. Wie kann ich das denn erkennen? Obwohl: Müssten dann nicht die Töne oberhalb des 12./13. Bundes auch zu hoch sein? Oder lieg ich da falsch?
 
Ich hatte so einen Fall mal bei einer Ovation, da war der 13. Bund etwas aus seinem Schlitz herausgekommen ...

Abhilfe: Vorsichtig mit einem festen Stück Holz auf den Bund klopfen oder besser noch: das Stück Holz auf den Bund auflegen und dann ein paar vorsichtige
Schläge mit dem Hammer auf das Stück Holz ...
 
@peter55 Ah, ok, das könnte natürlich sein. Konntest Du denn mit bloßem Auge erkennen, dass das Bundstäbchen aus dem Schlitz herausstand?
 
Nein, ich bin mit meinem Problem damals (mittlerweile 15 Jahre her ... ) zu meinem Händler gegangen und der hat das wohl gleich vermutet oder gesehen und die "Operation" durchgeführt.

Danach war alles ok ... und das Problem ist auch bis heute nicht wieder aufgetaucht.
 
Das klingt auch wirklich absolut logisch, das ist es bestimmt - danke Euch für die Hinweise. Und dann gehe ich in der Tat nochmal zum Händler, bevor ich da irgendwas kaputt mache ... das wäre sehr schade um das gute Stück.
 
Wenn du das mit dem Holzstück vorsichtig machst, kann eigentlcih nichts passieren - aber der Weg zum Händler ist natürlich auch gut.
Ich habs ja damals ebenso gemacht :D
 
Für mich hört sich das nach dem nächsten Bund an, also dass die Saite, wenn du den 12. greifst, nur ab dem 13. Bund frei klingt - auch das "Absterben" des Tons sprich dafür. Mal schauen, was der Tech sagt.
Remedies? Brücke hoch/Hals einrichten/Bünde abschleifen... Unzutreffendes bitte streichen

Edith sagt: ich bin eine Pennbacke.
 
Volltreffer, Ihr habt genau richtig gelegen: Ich habe den 13. Bund gaaaaaanz vorsichtig mit Gummihammer und Holzstück ein Stückchen weiter ins Griffbrett gehämmert - und jetzt klingt alles so, wie es soll. Mit bloßem Auge war da in der Tat nichts zu erkennen, das muss sich um Millimeter-Bruchteile gehandelt haben. Jetzt ist die Dobro jedenfalls perfekt. Danke an die Helfer!
 
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Da kriegt man ja wirklich ein "warm&fuzzy" Feeling, dass man hier im Forum als Ferndiagnose sogar das richtige Problem findet und behebt. Coole Sache das! High-five für alle!
 
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Hallo liebe Reso Freunde,

ich bin Andreas 47 Jahre alt und neu hier im Forum, ich bin ebenfalls dem Reso-Virus verfallen. Vor ca. 1 Jahr habe ich mich dazu entschlossen das Gitarrespielen zu erlernen. Der Sound einer Reso hat mich schon immer begeister und deshalb
habe ich mir eine Regal RC55 Single Cone gekauft. Neulich habe ich mich daran gemacht das gute Teil mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und habe im Zuge eines Saitenwechsels mal die Coverplate ab montiert und den Cone raus
genommen. Da ich schon seit einiger Zeit einen National Hot Rod Cone hier liegen hatte, wollte ich den gleich bei dieser Gelegenheit tauschen. Nun haben sich hier ein paar Fragen ergeben bei denen ich über die Suche im Forum keine zufriedenstellende
Antwort gefunden habe. Der neue National Cone kommt mit samt neuem Biscuit und Steg. Nun meine Frgae an Euch Reso Profis, sollte ich den Biscuit u. Steg von dem alten Cone verwenden, oder den neuen National? Der Unterschied zwischen beiden ist,
das der originale Buiscuit, genauer gesagt der Steg, die Rundung des Griffbrettes hat und der National Steg gerade ist und auch keine Kerben hat. Irgendwo im Netz habe ich gelesen, das bei Resos bzw. bei den Nationals das so gewünscht ist das der Steg gerade ist, damit die Saiten gleich hoch sind um besser mit dem Slide spielen zu können. Wie ist das bei Euren Resos bzw. was würdet Ihr hier bevorzugen? Im Moment spiele ich haupstsächlich mit dem Slide in Open D u. Open G bzw. zupfe ich mit den Fingern oder mit Pics.
 
Ich habe bei fast allen meinen Resos inzwischen die Stege oben grad, so dass die Saiten hier auf einer Ebene liegen, auch bei gewölbten Griffbrettern. Ich sehe da hauptsächlich Vorteile, speziell bei Slide über alle oder viele Saiten und nicht sehr hoher Saitenlage. Spielt man viel Melodielinien auf Einzelsaiten auch auf den nicht außen liegenden Saiten, hat ein gewölbter Steg leichte Vorteile, da man beim Spiel mit der Slidespitze etwas weiter von der Nachbarsaite entfernt ist. Ist aber bei sauberer Spielweise auch bei gradem Steg und flachem Griffbrett nicht wirklich ein Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die schnelle Antwort, das kann ich nachvollziehen. Die Position der Kerben für die Saiten kann ich ja von dem alten Steg ohne weiteres übernehmen. Sollte ich bei einem Cone Wechsel sonst noch was beachten? Habe da auch mal was von einem dünnem Filz gehört, der an der Auflagefläche zwischen dem Cone und dem Korpus angebracht wird, was hat es damit auf sich? Oder ist das nur zur Vermeidung von scheppern wenn der Cone nicht sauber aufliegt?
 
Hauptsächlich letzteres.
Die Meinungen zu der Dämpferei gehen da stark auseinander, die einen schwören drauf, andere lehnen es ab ...
Ohne Grund (und ohne Erfahrung) sollte man erst mal auf Unterlagen verzichten, die Dämpferei kann je nach Art und Dicke des Filzes im einen Fall klanglich nützen, im anderen schaden ... da ist Geduld und Experimentierfreude angesagt, wenn man da ran will. Der Filz sollte auf jeden Fall sehr dünn sein.
Ich habe in einigen meiner Resos solche Filzunterlagen, ursprünglich auch weil es Nebengeräusche gab - nach einigen Experimenten habe ich da inzwischen zusätzlich auch leichte Klangverbesserungen festgestellt in Richtung klarer und homogener. Ist letztendlich Geschmackssache ... und kommt auch auf die Spielweise und die Art der Musik an.
 
OK danke, dann werde ich erstmal nur den Cone tauschen und hören was passiert. Das mit dem Filz werde ich natürlich auch irgendwann mal testen.
Hast Du Deinen Buiscuit eigentlich nur mit dem Cone verschraubt oder noch zusätzlich verklebt?
 
Nur geschraubt. Muss an mit Gefühl machen, im elastischen Bereich ... nicht zu lose, nicht zu fest, damit der Cone nicht beschädigt wird.

(Zur Sicherheit, falls es nicht bekannt ist ... beim Aufziehen von Saiten bei Resos immer darauf achten dass der Cone nicht zu sehr einseitig belastet wird. Am besten Saiten normalerweise einzeln wechseln, und wenn doch mal ein ganzer Satz aufgezogen werden muss die Saiten von außen nach innen gleichmäßig immer nur ein bisschen mehr spannen biss die volle Spannung erreicht ist).
 
OK danke für den Tipp!
 

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