Die Sache mit dem Live-Sound im Hobby/Amateur-Bereich

  • Ersteller dogfish
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Das ist wohl genau der Punkt: Musiker, die dem Toni erzählen, wie er am besten seine Anlage fährt. "Wenn ich als Mischer den Kompressor als Schutz einsetzen muss, ist meine Anlage falsch dimensioniert oder das Systemsetup passt nicht". Nach so einem Satz zuckt der Toni mit den Schultern und wendet sich wichtigeren Sachen als dem Band-Sound zu - z.B. die Juz-Praktikantin anbaggern...
 
Ich denke mal Flix wird das auch nicht machen. Oft ist es besser den Mund zu halten, auch wenn man es besser weiß.

"z.B. die Juz-Praktikantin anbaggern..."

Jupp, deshalb isser ja da. :D
 
Das ist wohl genau der Punkt: Musiker, die dem Toni erzählen, wie er am besten seine Anlage fährt. "Wenn ich als Mischer den Kompressor als Schutz einsetzen muss, ist meine Anlage falsch dimensioniert oder das Systemsetup passt nicht". Nach so einem Satz zuckt der Toni mit den Schultern und wendet sich wichtigeren Sachen als dem Band-Sound zu - z.B. die Juz-Praktikantin anbaggern...

Genau so sieht es aus.... viele Bassisten nehmen sich und "ihren ganz speziellen Sound" viel zu wichtig. Und wenn es schon den Luxus eines Tonis gibt, dann sollte man ihm auch vertrauen, denn er hat mit Sicherheit schon mehr Bands abgemischt, als ihr Gigs gespielt habt. Das letzte was so ein Profi will, sind Diskussionen über irgendwelche Effekte.

Und wer wissen will, wie es unten klingt, der geht halt mit Funk oder einem langen Kabel beim Soundcheck mal in den Zuschauerbereich und hört sich das ganze an. Aber haltet euch mit dann Kritik zurück und schluckt sie runter. Er meckert auch nicht jeden falschen Ton von euch an.

Um noch mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Der E-Bass geht bei mir immer direkt nach dem Funkempfänger per passiver DI-Box in's Pult. An der DI-Box zweige ich dann auch das Signal für meinen Bassverstärker ab, welcher aber nur als Monitor für mich da ist und nur so laut sein sollte, dass ich und der Drummer mich gut auf der Bühne hört. Spiele ich mit dem Kontrabass kommt noch ein EQ dazwischen, um die Bässe abzusenken (Rückkoplungsgefahr durch den großen Korpus der wie ein Mikrofon alles auffängt) und die Höhen anzuheben (für das Rockabilly-Geklicker). Mehr braucht kein Toni und alles was ihr noch macht, vermatscht den Sound nur. Die harten Metall-Jungs können vielleicht noch, wenn's denn unbedingt sein muss, einen Verzerrer dazwischenschalten, aber das war's dann bitteschön. Der Sound kommt aus den Fingern und nicht aus dem Pedalboard... wer das braucht, soll Gitarre oder Keyboard spielen.

keep on rockin....
 
Der Sound kommt ganz eindeutig aus den Fingern, aber gegen Effektboards sollte man als Toni trotzdem nichts haben, wenn sie den Sound aufwerten,
beispielsweise ein Booster oder ein simpler Verzerrer, aber auch Flanger, Chorus und Envelope Filter sind bei Bassisten ja keine Minderheit mehr, damit muss jeder Tontechniker zurechtkommen, aber letztendlich bin ich dafür, Pre EQ zu nehmen.

Warum?

Dem Publikum ist dein Sound sowas von schnuppe! Hauptsache Bass sozusagen, niemand will den Bassisten aufgrund seines tollen Rickenbacker-Tones hören, da macht es keinen Unterschied, ob Squier oder Fender Custom Shop.
Du hörst dich ja durch deine Box, oder? Dann hörst du dich so, wie du willst und das Publikum wird gleichmäßig beschallt..

Mit jedem Tontechniker sollte man sich Anfreunden, aber das ist jedem erfahrenen Musiker klar. Er ist bei deinem Auftritt gottgleich (Christen können das überlesen)

Gruß, Victor
 
Das mit dem Live-Sound ist so 'ne Sache - 'n Patentrezept gibt es da, glaub' ich, nicht ... Generell find' ich immer - auch aus der Sicht als Gelegenheits-Livetechniker & Freizeitmischer ;) - dass man der Kolleg_In (hoffentlich richtig gegendert? ;)) am Pult so viel Möglichkeiten wie möglich offen halten sollte. Also das Signal so früh wie möglich zum Pult schicken. Bei 'nem eher neutralen Bass-Sound pre-EQ direkt aus'm Bass von der DI in's Pult - da hat der Mischer - ähm, das Mischende(? - sorry, das macht die Arbeit an 'ner Hochschule :D) - dann alle Möglichkeiten, das Signal gut in den Gesamtsound zu integrieren.

Aaaaber das gilt nur, so lange nicht weitere Elemente grundsätzlich am Bass-Sound beteiligt sind. Ob 'ne Bass-Zerre, ein heiß gefahrener Röhren-Preamp, andere Effekte aller Art - dann setzt man halt da mit dem Signal an. Entweder nach den Effekten, oder bei entsprechendem Preamp-Eigensound halt auch post-EQ zum Meister des FOH-Tons ...

Arbeitet man mit Endstufenzerre oder 'ner sehr charakteristischen Box, dann mikrofoniert man halt. Erlaubt ist, was funktioneirt :) Am besten vorher mit dem Mischer absprechen, der kann i.d.R. am besten einschätzen, wie man den gewünschten Sound auf die PA bringt. Lässt sich pauschal einfach nicht sagen ...

Weil ich hier so Sachen wie "Kontrolle aus der Hand geben" und "dem Tonmenschen ausgeliefert" lese - najut, da ist mitunter schon was dran ;) Aber i.d.R. ist es doch eher so, dass man gemeinsam zusammenarbeitet. Haben ja alle Beteiligten ein Interesse dran, dass das Ergebnis stimmt :)

Insofern - einfach miteinander reden, da findet sich meist doch die optimale Lösung ... Und, was oben schon ganz richtig anklang: Es ist nie verkehrt, vorbereitet zu sein ;) Also entweder vorab mit dem Mischer klären, was da ist und was benötigt wird, oder am besten noch 'ne DI zusätzlich und 'n geeignetes Mikro mit in die Kiste packen für'n Auftritt. Dann kann nix mehr schief gehen.
 
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Hi,

wurde eigentlich schon erwähnt, dass das Wichtigste am Bass-Sound, den ich als Bassist liefere, ist (zumindest solange wir nicht von riesigen Hallen mit riesigen Bühnen oder Open Air-Gigs reden),
dass ich nur extrem leise von der Bühne runter ins Publikum schalle.

Bin ich mit meiner Backline nämlich schon zu laut, macht der gute Mann am Mixer gar nichts mehr - weil er nichts machen kann.

Wenn ich also leise bin (ich drehe mich immer so leise, dass ich gerade noch so minimalst höre, was ich spiele) und dann noch ein halbwegs ausgewogenes Signal liefere (kein Frequenzbereich total überbetont oder total unterbelichtet), ist der Mann am Mixer meistens ziemlich glücklich und macht was aus meinem Sound.
Nur dann kann er auch was draus machen!

btw: Von mir bekommen sie ein DI-Signal, das bereits meine ganze Bodeneffektkette durchlaufen hat und mitunter ziemlich viel Effektanteil hat. Aber das hat noch keinen Tontechniker gestört, Hauptsache ich war leise auf der Bühne.

Gruß
Ulrich
 
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Ich finde Ratking hat das ganze richtig erfasst. Man muss schlicht und ergreifend mit dem FOH zusammenarbeiten bzw. der FOH mit dem Basser damit das Ergebnis stimmt. Es gibt dafür eine Vielzahl von Lösungen die je nach Set-Up etc. zum gewünschten Ergebnis führen.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen das zwar häufig der Bass Stiefmütterlich behandelt wird aber dies hat häufig mit dem gelieferten Signal des Bassisten zu tun. Häufig wünschen sich die Mischer ein Pre EQ Signal vom Bass da die meisten Signale die angeboten werden einfach nicht funktionieren. Meist gibt es Probleme dadurch das viele äußerst wilde Einstellungen an ihrem EQ etc. vornehmen die einfach nicht funktionieren. Von daher kommen viele Mischer auf einen zu und drücken einem ne DI Box in die Hand und verlangen einfach nur das Signal aus dem Bass selbst welches dann häufig zu Tode komprimiert wird. Für mich ein absolutes No Go. Von mir bekommt der FOH ein Post EQ Signal aus meinem DI Out am Amp bzw. das ganze über eine DI Box. Da ich einen eher angeschmutzten mittigeren Rocksound habe welcher eher in den Mitten betont wird gab es bisher keinerlei Probleme und jeder war bisher sehr zufrieden. Falls ich jedoch mal gebeten werde etwas am EQ zu verändern (meist weiß der FOH genau was in den Räumlichkeiten möglich ist) mach ich das auch. Das war aber bisher nicht der Fall.:)
 
Ich für meinen Teil habe eine bevorzugte Variante und eine Alternative:

A) Bässe direkt über DI-Boxen in den digitalen Mischer und mit dem Techniker beim Soundcheck die EQ-Einstellungen am digitalen Mischer besprechen. Sound an meinem Monitor = Sound im Publikum. Klingt sehr gut und ist meine bevorzugte Variante. Publikum happy, Techniker happy, Band happy, ich happy. Gebe ich die Kontrolle meines Sounds aus der Hand? :gruebel: Für mein Gefühl auch nicht mehr als beim Gesang. :whistle: Tontechniker sind professionelle Freunde und keine stümperhaften Feinde. Sie verstehen in der Regel wesentlich mehr vom Bandsound als ein Bassist.

B) Bass -> Effekte -> Amp In -> DI-Out => Übergabe an Mischer. Nachdem ich keine Effekte spiele, nur einen EQ zum Ausgleich der Soundunterschiede meiner beiden Bässe befindet sich der EQ bei mir als einziger Effekt zwischen Instrument und Vorstufe. Der Amp dient gleichzeitig als Monitor. Amplitudenverändernde Effekte wie Wah, Distortion & alle Arten von Verzerrer oder Kompressoren gehören ohnedies vor die Vorstufe. Insbesondere bei Röhrenamps, um den Grad der Vorstufenverzerrung regeln zu können. Endstufenverzerrung empfinde ich ... nennen wir es mal ... exotisch. :mampf:

Variante B spiele ich auch im Proberaum, da über die eigene PA, die jedoch nur für kleinere Veranstaltungen ausgelegt ist. Bei großen Events greift Variante A und ich genieße die Vorteile einer coolen PA und professioneller Tontechnik, reise lediglich mit meinen beiden Bässen an und beobachte das bunte Treiben des Geschleppes der Ampspiel-Hardliner.

Mich überrascht bei dieser Diskussion, dass hier noch niemand aufgeschrien hat, wie der zwischen "DI aus dem Amp, Post-EQ" und "DI aus dem Amp, Pre-EQ" flexibel schalten soll. :gruebel: Mein Amp kennt lediglich DI-Out. Wollte ich da etwas manipulieren, müßte ich das Signal an der Platine abgreifen. Na Prost! :gutenmorgen:

Was ist eigentlich mit dem TE? Ist der im Sommerloch verschwunden? Er war ja nicht mal online, um sich die Antworten auf seine Frage zumindest durchzulesen. :D
 
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Endstufenverzerrung empfinde ich ... nennen wir es mal ... exotisch. :mampf:

Gar nicht mal so ... Gibt ja zunehmend handliche Röhrenzwerge der 15-50W-Klasse, nicht zuletzt (aber auch nicht ausschließlich) die aktuellen Handtaschen-Röhren von Ashdown. Da ist fette Endstufenzerre nicht exotisch, sondern durchaus machbar, da sehe ich auch den Haupt-Sinn dieser Geräte :)

Und es ist kein sooo neues Konzept, vgl. die alten Ampeg VB4H Tops, oder meinen SWR IOD Preamp, der den Dreck ja auch aus 'ner integrierten Mini-Röhrenendstufe holt und dann wieder auf Preamp-Pegel einbremst. Auch da würde z.B. die Pre-EQ- bzw. vielmehr die Pre-Powerstage-Abnahme wenig Sinn machen.

Mich überrascht bei dieser Diskussion, dass hier noch niemand aufgeschrien hat, wie der zwischen "DI aus dem Amp, Post-EQ" und "DI aus dem Amp, Pre-EQ" flexibel schalten soll. :gruebel: Mein Amp kennt lediglich DI-Out. Wollte ich da etwas manipulieren, müßte ich das Signal an der Platine abgreifen. Na Prost! :gutenmorgen:

Nuja, gar nicht mal wenige Amp-Hersteller denken hier schon so weit mit, dass sie den Amp-DI pre- oder post-EQ schaltbar machen ;) Ansonsten halt einfach 'ne preiswerte DI-Box vor den Amp, und gut iss' ...
 
Der schon genannte Workshop zum Thema deckt eigentlich alles ab: https://www.musiker-board.de/faq-wo...elen-diesen-richtig-abnehmen.html#post4180757

Es heist ja nicht, das man nichts anderes machen darf. Ich hab in der Musik bislang nur eine Regel feststellen können: "Erlaubt ist, was klingt",
und das trifft auf alles zu :) Also DIE lösung gibt es nicht. Jede Band, jeder Bassist und jeder Techniker ist anders. Allein das man sich gedanken
darüber macht ist schon viel wert. Manchmal hat man auch mal einen fehlkauf gemacht und muss jetzt irgendwie damit zurecht kommen,
da gilt auch manchmal einfach das kleinere Übel. Ein Post-DI oder/und ein Mikrossignal sind natürlich erlaubt, ABER - und das ist immer der punkt -
man sollte wissen was man da macht, und wieso man es macht. Ich wage zu behaupten ein sehr gutes DI Signal zu haben, aber das war auch viel arbeit ;)
Solange man die Arbeit nicht darein steckt, und für feedback offen ist, ist ein pre-eq signal nun mal das einfachste. Aber leider nciht immer das beste.
Damit ein Pre-EQ Signal wirklich gut ist, muss zumindest der Mischer halbwegs wissen was er da tut. Und da hab ich in der Vergangenheit auch schon leute erlebt,
die es nicht wussten ;) Dennoch hab ich leider weitaus mehr bands live gesehen, deren soundprobleme auf "ihrer" Seite waren, und nicht auf der des Technikers.

Das Problem ist oft, der hier auch schon gefallene Satz: "Wenn es im PR klingt, klingt es auch live".
Das wäre traumhaft, ist aber leider selten so. Gitarren gut abnehmen, dass die PR auch so klingt wie die Gitarrenbox ist eine kunst für sich (und meiner meinung nach sollte
jeder Gitarrist da auch ein paar gedanken rein stecken... Oder vllt sogar geld für ein eigenes Mikro). Drums wirken über PA ganz anders als im PR, und Bass ist
ein sehr raum-abhängiges Instrument. Im Proberaum dick und knackig, kann es live sehr schnell dröhnen. Dazu kommen feedback und übersprechungseffekte über Drum und Gesangsmikro die im PR nicht so auffallen.

Egal was man macht, ich gebe mal den wichtigsten Tipp, den ich nur geben kann:
Geht nach dem Gig zum Techniker, und fragt wie euer Signal war, und was er daran machen musste.
Kein rechtfertigen, keine Erklärungen, holt euch nur infos ein. Dann wisst ihr entweder was ihr am Sound ändern musst, oder was ihr dem Techniker am Anfang sagen müsst.
Essentiell bei mir z.B.: "Keinen zusatz Kompressor auf dem Bass! Im Summenkompressor kann ich natürlich mit rein, aber auf meinem Kanal darf nichts drauf".
So Infos gibt es meist für jedes instrument, und die sind wirklich wichtig. Super gute sachen wie "Ich hab gute erfahrungen gemacht, wenn ich bei meiner snare die 1200hz etwas anhebe".
Das sind Erfahrungswerte mit eurem instrument, die der beste techniker der welt nicht haben kann, mit denen er aber danach zu arbeiten weiß :)

Ich hole mir nach wie vor nach jedem Gig ein Feedback vom Techniker, und die wurden um laufe der Jahre immer besser :D
Es gab auch immer ein paar Rückschläge, die ich dann irgendwie einarbeiten musste (hatte mal ein riesen problem mit einer ampeg 810 die gestellt wurde... klang einfach scheisse :p
Mittlerweile ist der fehler behoben, und die Störfrequenz aus dem signal raus. ist vorher aber nie aufgefallen).
Und nach so viel arbeit, ist es einfach nur geil, wenn nach dem gig gestandene Techniker auf euch zu kommen und sagen, dass sie in ihrem leben noch nie so einen Basssound mixen durften,
der sich einfach perfekt einbettet. Dann weiß man auch, das man auf dem richtigen weg ist :D

Je nach Sound wird es immer sachen geben, die einige Techniker nicht kennen. Zerrbässe sind oft eher speziell, und werden von manch einem techniker nicht verstanden.
Im Linecheck klingt ein Bass mit Zerre einfach oft richtig furchtbar. Völlig überzogen, kreischig oder sonst was. Im Kontext kann aber genau dieser sound passen. Damit muss man
dann einfach leben können, wenn der Techniker den Sound entschäft. Oder man warnt ihn vorher vor ;)

(übrigens kann das auch echt spaß machen :) Alle unsere neuen songs haben auch einen völlig anderen Basssound. Um den dahin zu bekommen, wo er hin soll, werd ich auch wieder erst mal einige Gigs brauchen ^^)

In einem Satz: Von alleine wird der Sound nie besser, und sucht die die Schuld nicht bei andern! Wenn was nicht funktioniert (hat), ändert es!
 
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Ich kann da Cervin nur beipflichten:
Egal auf welchem Weg man ein Signal zum FOH gebt (Pre DI, Post DI, Mikro...): Hört euch mal an was ihr da abliefert! Selbst über ein super gutes Mikro wird das Signal nicht so klingen wie ihr's ausm Proberaum kennt (Raumakustik!). Klingt meist roh erstmal sehr mittig und unschön. Auf jeden Fall nicht der wowbinichgeil-Sound den man im Proberaum gewohnt ist. Irgendwie nicht wiederzuerkennen!
So manches Post-EQ DI Signal ist auch völlig unbrauchbar, zuviel Bass und meist auch viel zu viele Höhen, da die jemand mit aller Kraft am Amp reindreht um mausetote Saiten wiederzubeleben....
Also einfach mal ne Stunde früher in den Proberaum fahren, Amp entsprechend verkabeln und mal auf die Gesangsanlage geben... hört ruhig mal per Kopfhörer rein um den Raumeinfluss (und PA Boxen) aus der Gleichung zu nehmen. Danach könnt ihr dann euren Sound bzw eure Art der Abnahme dahin anpassen, das ihr keine absolute Katastrophe abliefert....

Das (ehrliche) Feedback vom Tontechniker ist am Ende natürlich Gold wert. Dabei geht es nicht um Lobhuddelei und Honig-um-den-Bart-Geschmiere, sondern um puren Informationsaustausch. Wenn der Mischer euren Sound lobt, dürft' ihr das natürlich ins Forum schreiben. Schließlich war das Equipment ja teuer und diese Ausgabe will gerechtfertigt sein.
 
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Was ist eigentlich mit dem TE? Ist der im Sommerloch verschwunden? Er war ja nicht mal online, um sich die Antworten auf seine Frage zumindest durchzulesen. :D

Ich weiß ja nicht, wie's bei Dir so aussieht, aber ich bin unter der Woche durchaus beruflich unterwegs und dann auch mal zwei bis drei Tage nicht im Forum ;)

Spannend finde ich auch, dass beinahe grundsätzlich erstmal unterstellt wird, man nehme sich als Bassist zu wichtig, wenn man sich dann wirklich mal Gedanken darum macht, wie man den benötigten Sound auch Live realisieren kann. Ich freue mich für jeden, der den Bass einfach per DI ins Pult spielen kann und auch nicht mehr als einen Sound benötigt - ich hingegen spiele in einer Band, bei der der Bass nicht selten in den Vordergrund rückt und dementsprechend mal mehr / mal weniger Effekte benötigt. Pseudo-Elitäres-Gedankengut im Sinne von "Dann spielt halt Gitarre oder Keyboard" kann man sich also an dieser Stelle sparen.

An diejenigen, die Konstruktiv zum Thema beigetragen haben, ein großes Danke für die teils ausführlichen Beiträge.
 
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ich bin unter der Woche durchaus beruflich unterwegs und dann auch mal zwei bis drei Tage nicht im Forum ;)

Hmm, ich weiß nicht. Wird so ein Verhalten von der Forums-Admin toleriert? :rofl:

ich hingegen spiele in einer Band, bei der der Bass nicht selten in den Vordergrund rückt und dementsprechend mal mehr / mal weniger Effekte benötigt.

Klingt interessant, hast Du was zum Anhören? Dein Profil ist so aussagekräftig wie ein weißes Blatt Papier! :whistle:
 
Ich weiß ja nicht, wie's bei Dir so aussieht, aber ich bin unter der Woche durchaus beruflich unterwegs und dann auch mal zwei bis drei Tage nicht im Forum ;)

Spannend finde ich auch, dass beinahe grundsätzlich erstmal unterstellt wird, man nehme sich als Bassist zu wichtig, wenn man sich dann wirklich mal Gedanken darum macht, wie man den benötigten Sound auch Live realisieren kann. Ich freue mich für jeden, der den Bass einfach per DI ins Pult spielen kann und auch nicht mehr als einen Sound benötigt - ich hingegen spiele in einer Band, bei der der Bass nicht selten in den Vordergrund rückt und dementsprechend mal mehr / mal weniger Effekte benötigt. Pseudo-Elitäres-Gedankengut im Sinne von "Dann spielt halt Gitarre oder Keyboard" kann man sich also an dieser Stelle sparen.

An diejenigen, die Konstruktiv zum Thema beigetragen haben, ein großes Danke für die teils ausführlichen Beiträge.

Mal wirklich produktiv gemeintes feedback zu dem Post. Das ist auch eher eine typische Foren sache, aber man darf es mal erwähnen :D

5 Zeilen Rechtfertigung bzw (durchaus verständliche) "Aufreger" über teilweise nicht hilfreiche post,
1 Zeile an die hilfreichen Beiträge.


Aber zum Thema "zu wichtig nehmen". Also so ganz falsch ist die Aussage ja wirklich nicht. Im gesamtbild ist der Bass meist relativ unspektakulär, was die Soundformung der Band angeht.
Daher sollte man das auch entsprechend einschätzen. Hier kommt es eben auf das level an, auf dem man spielt. Bei 15min Ab- und aufbau ist jede minute die in Gesangsmonitoring und Gitarrensound geht
wichtig. Daher sollte in dem fall der Bass auch fix fertig sein. Ein gutes DI signal ist da eben das schnellste. Mit Mikro sollte man dann eben auch selber schon die vorarbeit leisten, sprich positionieren und co.
Aber nur weil man nicht so "wichtig" ist wie der rest, heist das ja nicht, dass man nicht alles geben kann um so gut wie möglich zu klingen ;) Was man aber selber da rein steckt, ist jedem selber überlassen.

Das gute alte "der sound kommt aus den fingern " ist durchaus richtig, hat aber nichts mit dem Live Sound zu tun, es sei denn man hat gelernt mit den fingern den sound so zu kontrollieren dass er über die PA perfekt klingt... dafür muss man aber ewig über PA und co geübt haben, um das überhaupt zu wissen. Auch hier muss alles angepasst werden. Der Sound kommt auch nicht nur aus den fingern, so gern das die jazzer auch sagen :D Es hat viel mit dem musikstil und den lines zu tun, die man spielt. Es gibt durchaus Stile wo es deutlich mehr oder deutlich weniger zutrifft. Aber es ist nicht die Antwort auf alles, auch mit den besten fingern klingt ein Jazzbass nicht wie ein Musicman, und ein Behringer amp nicht wie ein Ampeg. Es ist durchaus sinvoll seinen "eigenen" sound bei der soundfinden genau auszuloten, was dann aber die umsetzung live betrifft, ist eben doch eher die technik im spil, und sei es nur der EQ vom Mischpult :)

//Funfact zum Thema "Di Sound vor dem amp klingt nicht". Trotz meiner durch affinität zu Sound ist der Bass auf unserem kompletten Album OHNE amp eingespielt!
Pult, Multibandkompressor und mal ein digitale zerre drüber gelegt. Kein Amp ;)
 
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An diejenigen, die Konstruktiv zum Thema beigetragen haben, ein großes Danke für die teils ausführlichen Beiträge.
Bitte detailiert auflisten, sonst weiß ja keiner wer (teils) ein Danke bekommt.
 
Es ist durchaus sinvoll seinen "eigenen" sound bei der soundfinden genau auszuloten, was dann aber die umsetzung live betrifft, ist eben doch eher die technik im spil, und sei es nur der EQ vom Mischpult :)

Wahre Worte :great:. Wir haben das Glück, einen eigenen Toni zu haben. Der bekommt das Signal aus meinem B3 per DI post, also nach dem Effektweg. Mein Hartke Full Stack ist auf der Bühne ist daher eher dezent und dient zur eigenen Kontrolle.
 
Sorry, ich kann dieses Kleinreden unseres Können und Instruments in keiner Weise nachvollziehen. Jedes Instrument ist für den Bandsound wichtig. Was ich dann gar nicht mehr verstehe ist, dass dem Gitarristen zugestanden wird "Soundexperimente" bei einer Aufbauzeit von 15 Min. durchzuführen, ich aber als Bassist schon fix und fertig sein soll? Nein danke! Hier geht's doch um den Sound der ganzen Band.
 
Hier geht's doch um den Sound der ganzen Band.

Genau! Genau darum geht es, es geht darum das die Band gut klingt, und nicht nur der Bass. Das hat nichts mit kleinreden zu tun, wir sind alles Bassisten weil wir das Instrument doch irgendwie mögen.
Und es ist durchaus wünschenswert einen entsprechend guten sound zu liefern. Jedes instrument ist für den Bandsound wichtig, hast du selber gesagt. Es ging bei der zeit aussage nicht um ob bass, oder wie laut bass oder sonst was, sondern wie viel Zeit man beim line check in den Bass investieren sollten. Es ist einfach so, die Band klingt auch mit einem Basssound der nicht "unseren" Vorstellungen entspricht gut, da gerade in den tiefen Frequenzen der Soundcharakter schwer zu orten ist. Mit den anderen darüber noch etwas weniger. Das hat nichts damit zu tun, ob der Bassist wichtig ist oder das instrument. Noch hat es irgendwas mit dem können des Bassisten zu tun. Bei uns ist das aller wichtigste erst mal, dass das Signal sauber genug ankommt. Die feinheiten kann und sollte der Mischer dann während des Sets einstellen können. Aber hier (line-check) zeit rein zu stecken empfiehlt sich zugunsten des Bandssounds einfach nicht, denn hier ist durchaus entscheidender dass der Gersang sich sehr gut hört! Danach eben die - je nach musikart - vordergründigen Instrumente (meinst Gitarre).
Auch hier wird beim Set weiter dran gedreht, aber für das Gesamtbild ist das erst mal eben entscheidender. Die Mikroposition etc. lässt sich im Nachgang noch schwerer verändern. Man muss dann natürlich davon ausgehen, dass alle Musiker mit der best möglichen Einstellung kommen. Also wenn der Bass Di Sound schon vernünftig eingestellt ist, dann braucht es hier auch nur ein paar Sekunden! Mehr Zeit ist einfach unnötig (Problemfälle wie "kein signal" oder "mega rauschen" mal aussen vor).

Jeder der ein mal einen Song gemischt hat kennt das phänomen am Bass: Solang er an und laut genug ist, macht er schon seinen Job.
Ein Sänger der sich nicht höt klingt furchtbar, und eine Gitarre nicht nicht präsent genug ist wird vom besten bassound nicht aufgefangen.

Das heist aber nicht, das man sich den larry schieben sollte, weil der Bass ja eh immer gleich klingt! Denn das tut er nicht, aber den anteil am "eigenen" sound, sollte man (soweit möglich) vor dem gig schon geregelt haben. Ich kann Tage damit verbringen meinen Sound zu optimieren :p Also ich bin der letzte der nicht die arbeit, leidenschaft und auch liebe hinter einem guten sound erkennt.

ABER, und genau das ist der Grund weswegen ich u.A. den großen Workshop geschrieben hatte, hab ich in meiner Musiker-laufbahn viel zu viele Bands gesehen, die mit der
falschen Einstellung (im doppelten sinne) an Gigs ran gegangen sind. Mein Ziel ist es einfach, die Welt etwas besser klingen zu lassen :p
Und der Bass als Fundament einer Band ist eine lohnenswerter Ansatz, da anzufangen ;)
 
Ist wohl falsch bei mir angekommen. Deine Hinweise sind gut und zwar für alle Instrumente. Auch ein Gitarrist und Keyboarder darf seine Sounds schon vor dem Gig geregelt haben. Für eine Band ist es wichtig alle Hausaufgaben vor dem Gig erledigt zu haben. Ich habe einfach keine Lust mehr nach Kabeln, Stecker, Batterien, etc. gefragt zu werden.

Sätze wie

"Jeder der ein mal einen Song gemischt hat kennt das phänomen am Bass: Solang er an und laut genug ist, macht er schon seinen Job."

stoßen bei mir negativ auf. Derartige Aussagen habe ich leider schon zu oft gehört. Da gehört schon ein bisschen mehr dazu.
 
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Bei uns in der Band ist es auch so wie Tom es beschrieben hat, erst schreien unsere Herren Paulistas hinter den Kabeln für Strom, etc., her und dann muss man ihnen noch eine Vorlesung über die Lautstärke auf der Bühne halten (sowas von "Beratungsresistent").

Der Tastenmann braucht 5- 10 Anläufe bis alles an seinem "Gedöns" (Laptopkabel oder sonstiges Kabel im Proberaum liegengelassen, usw.) funktioniert.

In der Zeit hab ich mein Graffel hingestellt, die Voreinstellung überprüft, und den FOH gefragt wie Er es denn gerne hätte, das Signal.
 

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