E-Gitarre gekauft und gleich mal Fragen dazu

von Bentley, 17.06.08.

  1. Bentley

    Bentley Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #1
    Hallo miteinander,

    hab mich jetzt hier registriert, weil ich mir eine Epiphone Les Paul und einen 15 Watt Marshall dazu gekauft habe und erstmal ein paar Fragen habe. Ich habe vorher zwar schon Instrumente gespielt, jedoch keine Gitarren. Die Epiphone ist meine erste.

    1. Ich kann zwar Noten lesen, aber mir gefällt die Methode, wie sie auch im Buch von Peter Bursch benutzt wird, am besten. Also nur nach Tabs. Doch wie lese ich die Zahlen in diesem Video hier? http://youtube.com/watch?v=Pkxlz0EoOuY
    Jede Zahl zeigt den so vielten Bund der Gitarre von oben an, richtig? Was ist mit 0 und x?

    2. Ich spiele auf Rat ohne Plektrum, da ich ein Gefühl entwickeln soll. Selbst wenn ich die Melodie von "Smoke on the water" spiele, die ja nur einen Finger benötigt, haue ich aber regelmäßig auch andere Saiten an, was dann sehr hässlich klingt. Wie vermeide ich das?

    3. Bereits beim Einstecken der Gitarre an den Verstärker hört man leise alle Seiten erklingen. Ist sowas normal/vermeidbar?

    4. Wie oft sollte man das Teil stimmen?

    5. Siehe obigen Song: Warum hört sich der Sound von dem Ding so schön dreckig an, während er bei mir eher noch zu "sauber" klingt?

    6. Für was sind beim Marshall die Regler "Bass", "Contour" und "Treble" gut? Ich hör da keinen Unterschied.

    7. Wo ist der Unterschied bei des Les Paul wenn ich von Rhythm auf Treble umschalte?
    Man hört zwar was anderes aber was genau passiert da bzw. ist das?

    Danke für eure Hilfe!
     
  2. h4x0r

    h4x0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #2
    1: x bedeutet, dass die Saite abgedämpft wird, das heißt nur so n "perkussives" Klacken oder Kratzen ertönt, wenn du sie anschlägst, 0 bedeutet, dass die Saite leer angeschlagen wird.

    2: Du muss versuchen mit den Fingern, die du nicht zum Greifen benutzt, die Saiten die nicht klingen sollen abzudämpfen. Außerdem würde ich möglichst nur gezupfte Sachen mit den Fingern spielen, oder wenn du Clean (unverzerrt spielst); wenn du verzerrt spielst wirst du früher oder später aufs Plektrum zurückkommen müssen, da gerade schnelle Soli ohne Plek fast nicht zu spielen sind.

    3: Wie gesagt abdämpfen, die Saiten regen sich sonst gegensaitig :-)D) zum schwingen an und das gibt unangenehme Nebengeräusche, ist aber normal, ja.

    4: Du solltest immer dann stimmen, wenn die Gitarre verstimmt ist, also möglichst jedes Mal wenn du sie in die Hand nimmst um zu spielen kurz überprüfen ob sie stimmt, ein Tipp von mir ist es nach dem Stimmen die Saiten ein wenig vom Griffbrett wegzuziehen und danach gaanz vorsichtig nochmal nachzustimmen, aber so, dass der Ton nicht zu hoch wird, auf diese Weise ist die Gitarre um ein vielfaches stimmstabiler.

    5: Hast du die Verzerrung an ? Wenn nicht drück mal den "Overdrive" Knopf, wenn du sie schon anhast, spiel ein wenig mit dem Gain Knopf herum.

    6: Damit bestimmst du die Anteile an Bass, Höhen usw. keine Sorge mit der Zeit wirst du den Unterschied hören ;)

    7: Damit wählst du die einzelnen Tonabnehmer an Rythm steht für den Halstonabnehmer und ist etwas bassiger und wärmer, Treble für den Stegtonabnehmer und ist etwas klirriger und höhenreicher, die Mittelstellung wählt beide an. Hoffe ich konnte helfen

    Gruß Jan
     
  3. Rosenfrfeund

    Rosenfrfeund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #3
    Hallo h4xOr,
    klasse erklärt - und das mit wenigen Worten.

    Hallo Bentley,
    Ich komme eigentlich aus dem A-Gitarren-Bereich und bin vor 3 Jahren auf die E umgestiegen. Mein Tipp: man kann zwar auch E ohne Plek spielen, aber es ist enorm schwieriger. Da frage ich mich, warum tust du dir das an, gerade als Anfänger. Klar, auch mit einem Plek ist es zu Beginn Übungssache, die richtige Saite zu treffen - nur - wenn du sie triffst, dann mußt du nicht die anderen abdämpfen. Wie h4xOr auch schon schreibt, Soli - zumal schnelle - sind ohne Plek kaum möglich.
    Aber erstmal willkommen hier im Board und viel Spass beim musizieren.
    Gruß Rosenfrfeund
     
  4. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #4
    Ganz kleiner Nachtrag:

    3. Du könntest das Lautstärkepoti der Gitarre in den Spielpausen zurückdrehen.

    4. @h4x0r Die Methode mit dem ziehen klappt zwar ganz gut, aber man kann sich auch gleich beim Stimmen von unten dem Ton annähern;)

    5. https://www.musiker-board.de/vb/amps-boxen/160859-contour-regler.html#post1819360

    PS. Mein Lieblingsgitarrist Dan Auerbach von den Black Keys spielt auch ohne Plektrum und der macht seinen Job mehr als nur gut;)
     
  5. smello

    smello Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #5
    ja oben ist ja schon eig alles erklärt, aber ich würde e-gitarre auch mit dem plek spielen, außer sachen dir dafür geschrieben sind gezupft zu werden, z.b. bei smoke on the water oder was auch immer klingts einfach besser ;)

    greeetz
     
  6. h4x0r

    h4x0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #6
    Jaa klar so stimm ich auch trotzdem hab ich die Erfahrung gemacht, dass sich trotz des "von unten Stimmens" in den Mechaniken, sowie im Bereich hinterm Sattel noch ein kleiner Schlupf verbirgt (liegt warscheinlich einfach an meiner Klampfe ^^) und damit ich nicht nach jedem Bending nachstimmmen muss, mach ichs direk auf die rabiate Methode ;)
    Gruß Jan
     
  7. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.06.08   #7
    Hallo,

    zu 1: http://www.griffbrett.de/songs/tabinfo/index.html
    zu 2: Finger nehmen etwas mehr Paltz weg beim Spielen ein als ein Plektrum. Ich sage aber einfach mal, Du solltest beides können. Früher oder später machst Du es von ganz alleine. Das bekommst Du alleine durch Übung weg. Also immer schön spielen.
    zu 3: Lege mal Deine Hand über die Saiten, wenn Du den Klinkenstecker rein steckst oder mache es am besten vorher schon. ;)
    zu 4: Sobald Du hört, das die Gitarre nicht mehr in *Stimmung* ist, dann stimmst Du sie wieder. Am Anfang ein zwei Akkorde spielen udn Du hörst dann ob sie in Stimmung ist oder nicht. Am Anfang macht man es aber öfter, weil man die Töne noch nicht so gut kennt.
    zu 5: Das ist eine Sache der Einstellung oder auch eine Sache des Equipments. Ich sage noch mal dazu, Du kannst einen Sound nicht 100 % kopieren, aber Du kannst Ihn ähnlich klingen lassen.
    zu 6: Die Regler sind praktisch ein kleiner Equalizer und mit denen stellst Du im Prinzip den Grundsound ein. Bass, Mitten Höhen sind die Frequenzen die Du einstellen kannst. Die Gitarre hat eher Ihren Platz in den Mtten, weil z.B. in einer Band die Bässe eher vom Bass gespielt werden usw. Beschäftige Dich mal intensiv mit den drei Reglern und Du wirst den Unterschied mit der Zeit merken.

    Grüße

    -Silence-
     
  8. Rosenfrfeund

    Rosenfrfeund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #8
    mit oder ohne Plek?
    Es ist nur meine Meinung, meine pers. Erfahrung oder besser gesagt mein Können, was ich hier wiedergebe.
    16-tel Noten auf ner Neylon, da komm ich schon ins schwitzen, auf ner E bekomm ichs ohne Plek nicht hin. Klar, es gibt immer Profis, dies können, nur - sind wir hier Profis, wollen wir uns das Spielen unnötig schwer machen? Probieren kann mans so und so und dann sich raussuchen, was einem besser liegt. Mir kams in meinem Beitrag darauf an etwas dagegen zu setzen, weil geschrieben steht, es soll erstmal gezupft werden und kein Plek genommen werden.
    Aber - das ist hier nur meine Meinung und selbstverständlich sei es jedem unbenommen eine andere zu dem Thema zu haben -nur - die Vergleiche mit irgendwelchen Profis, die hinken und sollten unterlassen werden. Es hackt scih ja auch niemand die Finger ab, nur um so sie Django Reinhard zu spielen.
    Ganz lieben und freundschaftlichen Gruß an alle
    Rosenfrfeund
     
  9. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #9
    Niemand hat gesagt, dass ohne Plek=Zupfen. Ich bin gelernter klassischer Gitarrist und hab mir angewöhnt, ohne Plek zu spielen, eine Technik mit dem Fingernagel.. Einfach weil ich gern mitten im Spiel auch mal Techniken benutze, die nun mal mit Plektrum nich gehen...
     
  10. Saitenstechen

    Saitenstechen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.08   #10
    Naja, Rosenfreund, die Profis sind eben Vorbilder und wirken sich entsprechend auf die eigene Motivation aus. Da sehe ich kein Problem, wenn man sich an den Stars orientiert (mache ich selbst auch öfter:p). Allerdings liegst du mit der Aussage, dass früher oder später jeder seinen eigenen Weg finden sollte, mit Sicherheit richtig.

    Fazit: Ein wenig Fingerpicking ist selbst für eingefleischte Plek-Spieler eine willkommene Abwechslung. :cool:

    Gruß

    Andreas
     
  11. h4x0r

    h4x0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.08   #11
    Aber hier ging es ja nicht um Fingerpicking sondern darum, dass ihm Empfohlen wurde, ohne Plek anzuschlagen, was iMo eher für die Akustikgitarre sinnvoll ist, da es dort einen schön runden Ton gibt, aber bei der E-Gitarre (grade wenn verzerrt gespielt wird) empfiehlt sich doch eher das Plektrum, da man damit genauer und fokussierter spielt ;)
    Gruß Jan
     
  12. fbx

    fbx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.08   #12
    nur am Rande

    Mark Knopfler spielt auch ohne Plek:)
     
  13. GEH

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    Erstellt: 18.06.08   #13
    Der Kommentar musste ja kommen. :rolleyes:
    Die Leute haben sich bemüht die Fragen allgemein zu beantworten und da stimmen die Aussagen zum Plektrum auch.
    Mark Knopfler ist ein Ausnahmegitarrist was den individuellen Sound angeht, dessen Ton bekommen nur wenige Gitarristen hin, ganz egal ob sie mit oder ohne Plektrum spielen.
     
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