Auch wenn ich damit heute nie mehr auch nur ein Foto machen würde, ich bereue es.
Manchmal trauere ich auch meinem alten Dreieinhalbfach-Zoom mit durchgehender Lichtstärke von 1:4,5 nach. Normal für dieses Baujahr waren eher Zweieinhalb- und Dreifachzooms. Wie man sich denken kann, war das Ding aber auch ungewöhnlich groß. Ich hatte mir damals nach und nach auf dem Gebrauchtmarkt eine Fotoausrüstung mit Minoltas schon damals veraltetem MC-Anschluss zusammengekauft.
Später wurde mir klar, dass sich das Pentax-System am ehesten für meine Zwecke eignete. Als mir dann an der Kamera ein Totalschaden passierte, verkaufte ich alle Objektive. Das niedrige Preisniveau für ältere Praktica-Ausrüstungen bewegte mich dazu, eine solche zu kaufen sowie einen Adapter, der die Weiterverwendung der Objektive an einer Pentax-Kamera ermöglicht. Fortan fotografierte ich nach alter Väter Sitte mit eng gestuften Festbrennweiten (die Lücke zwischen 55 und 135 mm füllt ein 90er) und Selen-Außenmessung.
Irgendwann kam dann die Pentax ins Haus, und nach und nach trudelten 2 Zooms (19-35 und 60-300 mm) ein, die den gesamten von den alten Objektiven gebotenen Brennweitenbereich mit vertretbarer Lücke abdecken. Für bestimmte Fälle kommen noch 2 Festbrennweiten zum Einsatz. Die alten Objektive habe ich behalten.
Jaja, der ideelle Wert. Meine erste Kamera überhaupt war auch ein Gebrauchtkauf. Sie stammte offenbar von einem Werbegeschenk-Hersteller und hatte nicht mal einen Blitzanschluss. Das Gehäuse war komplett aus nicht sonderlich robustem Kunststoff. 3 Mark, glaube ich, hatte mich das Ding gekostet. Eines Tages fiel sie runter und war kaputt. Seitdem bin ich dreimal umgezogen. Mittlerweile habe ich bei Ebay wieder so ein Ding ergattert, diesmal mit Originalverpackung. Inzwischen ist das unter Sammlern rund 10 Euro wert, aber ich musste noch etwas mehr zahlen. Es hat mir nichts ausgemacht, obwohl ich diese Kamara nie benutze, nicht einmal als Reisekamera. Gerade für diesen Zweck habe ich schon bessere Kameras für weniger Geld bekommen.
Mit Gitarren und Bässen geht es mir da auch nicht viel anders. Vor langer Zeit kaufte ich mir vom Taschengeld die billigste Markengitarre, die ich überhaupt ausfindig machen konnte, obwohl sie (leider) nur grobe Ähnlichkeit mit der 2-tone-sunburst-Strat von Bryan Adams (auf den ich zu "Cuts Like A Knife"-Zeiten voll abfuhr) hatte. Nach und nach habe ich sie optisch und technisch so aufgemotzt, dass sie möglichst Fender-mäßig rüberkommt. Inzwischen habe ich aber eine Handvoll reizvolle Gitarren gesehen, die an frühe Modifikationsstadien meiner Gitarre erinnern. Nun will ich mir etwas bauen, was optisch in diese Richtung geht (technisch eher nicht, weil sich sonst die Klangoptionen meiner Gitarren zu sehr ähneln würden). Scheitert allerdings vorerst am Geld.