Fantom G6 oder Motif XS 6 - Kaufberatung

von bop, 26.07.08.

  1. bop

    bop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #1
    Hi Leute,
    hier erst mal der Fragebogen:

    (1) Welches Budget steht dir zur Verfügung?
    ___ bis 2500 €
    [ ] Gebrauchtkauf möglich
    (2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
    [x] ja: Kawai Mp 5
    ..habe auch noch das Yamaha PSR-3000 werde es aber nicht weiterbenutzen.
    (3) Wie schätzt du dich spieltechnisch ein?
    [ ] Anfänger
    [ ] Fortgeschrittener
    [x] ambitionierter Fortgeschrittener[ ] Profi (Berufsmusiker)

    (4) Wo setzt du das Instrument ein? (nur zuhause, auf der Bühne, im Studio...) Wie oft wird es bewegt? Wie viel Gewicht willst du maximal schleppen?
    auf der bühne, sehr oft live, mehrmals in der woche muss ich das zeug schleppen^^

    (5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (Klavierersatz, als Workstation für die Band/für Musikproduktion, als Alleinunterhalter-Board...)

    hauptsächlich für meine Bands..
    Ich benötige es als Ergänzung zum Kawai Mp-5, desweiteren um ab und zu (eher selten) paar eigene Stücke aufzunehmen...

    (6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
    Funk, Pop , Soul, groovige Nummern aus den 70, sowie 80ern

    (7) Welche Sounds benötigst du? Welche davon besonders wichtig? Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?

    Piano-Sound brauch ich nicht, bin mit meinem Kawai voll und ganz zufrieden.
    Schöne Streicher+Bläser, Synth-Sounds (auch live veränderbar)

    Die E-pianos und Orgeln werden in der Preisklasse auch besser als die Sounds vom Kawai sein....

    (8) Welche Erwartungen stellst du an die Soundqualität?
    [ ] Naja, man soll schon das Klavier vom Banjo unterscheiden können...
    [ ] Gute Sounds
    [x] Nur das Allerbeste!
    [ ] Besonders wichtige Aspekte: ___________________

    (9) Welche Instrumenttypen suchst du / kommen für dich infrage?
    [x] Hardware-Klangerzeuger mit Tastatur
    [ ] Hardware-Klangerzeuger ohne Tastatur (Rack)
    [ ] MIDI-Masterkeyboard
    [ ] Software-Klangerzeuger

    (10) Welche Features sind die besonders wichtig?
    [ ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser)
    [ ] Synthese / Soundbearbeitung
    [ ] Sampling
    [ ] Sequencing
    [ ] Begleitautomatik
    [ ] Masterkeyboardeigenschaften
    [ ] Orgeldrawbars
    [ ] Lesliesimulation
    [ ] Eingebaute Lautsprecher
    [ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
    [ ] sonstiges:
    (11) Welche Tastaturgrößen kommen für die infrage?
    [ ] 25
    [ ] 37
    [ ] 49
    [ x] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
    |x] 73/76
    [ ] 88 (Standardgröße Klavier)

    (12) Welche Tastaturgewichtungen- und Typen kommen für dich infrage?
    [x] ungewichtet
    [x] (leicht-)gewichtet
    [x] Waterfall
    [ ] Hammermechanik (eher schwer oder leicht gewichtet? ___________)


    Im Laden habe ich bereits das Fantom G8 und das Motif XS 8 angetestet. Hab aber nur die Sounds mir voreilig angeschaut, da ich nicht so viel Zeit hatte. Rein klanglich fand ich das Fantom G 8 besser. Welche Vor-/Nachteile habe ich? Worauf sollte ich achten?
    Mir geht es hauptsächlich darum ein Gerät zu finden, das sich gut zu meinem Mp-5 ergänzt.
    Ich spiele meistens Funk, Soul und Pop mit meinen Bands.

    Abgesehen von den beiden Modellen, ist vielleicht auch nen Synthie oder ne Workstation von Korg empfehlenswert?

    Gruß Flo ;)
     
  2. derL0rs

    derL0rs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #2
    Oh, das alte Thema. Yamaha, Roland, oder doch lieber Korg ? :)

    In der Preisklasse wirst du bei allen genannten Herstellern fündig und sehr gute Klangresultate erhalten. Welcher Sound zu bevorzugen ist kann dir hier wohl niemand ganz klar sagen, denn das ist mehr oder weniger eine reine Geschmacksfrage bei diesen Geräten.

    Ein paar Punkte trotzdem, die für dich relevant sein könnten:

    - Korg: Sehr gute Controllermöglichkeiten, um z.B. live in den Sound einzugreifen. xy Achsen Joystick für Pitchbend etc. und das Display kann als XY Pad genutzt werden. Außerdem Touchpads mit denen du auch komplette Akkorde triggern kannst. Lässt sich über ein Radiasboard um einen interessanten VA Synthesizer erweitern. Design und Aufbau der Verarbeitung vielleicht ein Kritikpunkt. Soudntechnisch wird alles gut abgedeckt.

    - Yamaha: Starke Natursounds und EPs, sehr ordentlicher Synthesizerkram, auch im Pop-Bereich ab Werk. Strings leider öfter mal mit Vibrato im Sample. In Punkto Echtzeitkontrolle nichts weltbewegend Neues, aber alles was man braucht, siehe Fader, Pitch- und Modwheel. Keine Erweiterungsmöglichkeiten.

    - Roland: Guter Allrounder mit einem riesen Soundfundus, auch hier wird alles abgedeckt. Ebenfalls alle gängigen, nötigen Controller vorhanden. Hinzu kommt der D-Beam, ob der dir wirklich nützt ist eine andere Frage. Ein echter Pluspunkt ist der Livemode mit seinen nahezu unhörbaren Soundwechseln. Dort jedoch "nur" acht Elemente pro Sound. Reicht aber völlig. Außerdem zwei Slots für ARX Karten zur Klang- und Polyphonieerweiterung, wobei das Angebot bisher eher dürftig ist.


    Beachte bitte dass das meine eigene Meinung ist und andere durchaus davon abweichen können. :)

    Und das wichtigeste zum Schluss: Geh zum Musikhändler deines Vertrauens und spiel die Teile mal ordentlich an, bring viel Zeit mit und eine Liste im Kopf, auf welche Klänge du Wert legst. Wie gesagt, gut sind die Workstations alle, der Rest hängt von deinen Vorstellungen ab, worauf es ankommt.
     
  3. dizmac

    dizmac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.08   #3
    Hatte gerade die gleiche Entscheidung zu treffen, brauchte eine neue Geht-Für-Alles-Taste. Sound und Bedienung mussten stimmig sein, also habe ich die Geräte daraufhin getestet, was ich bei meinem Händler ausgiebig machen konnte.

    Bedienung:
    Ich kann es nicht genau erklären, aber ich komme deutlich besser mit der Bedienung beim Roland zurecht. Kommt mir intuitiver vor. Ich kenne aber auch viele Leute, die mich fragend angucken und meinen, sie hätten mit der Yamaha Bedienung keine Probleme.

    Sound:
    Unterschiedlich, gut bis ernüchternd. Was ich damit meine: die Sounds sind gut. Auf allen Geräten, das kann man nicht anders sagen. Hier und da hat jedes Gerät seine Stärken und Schwächen. Einigermaßen ernüchternd fand ich die Tatsache, das ich mittlerweile durch Plugs eine extrem hohe Klangqualität gewohnt bin. Als ich dann die ersten Sounds vom neuen Motif und den neuen Fantoms hörte, dachte ich: oha, das haut mich jetzt nicht um. Das war früher anders.

    Alternativen?
    Ich hab lange gerungen, wollte schon mit Notebook und Software auf die Bühne. Wenn ich dann aber bedenke, das die Hälfte meiner Jobs im Freien stattfindet und davon die Hälfte unter schwierigen Wetterbedingungen (Regen oder starke Sonne) und wenn ich mir dann noch anschaue, was meine Hardware auf der Bühne in den letzten 10 Jahren alles ausgehalten hat, hab ich mich schnell von dieser Lösung verabschiedet. Für einen feinen Clubgig werde ich als Rhodes definitiv Scarbee-Samples verwenden, derzeit unübertroffen nach meinem Geschmack. Aber auf diesen Schlechtwetter-Bühnen muß Hardware stehen.

    Zuguterletzt:
    Mein Tipp wäre, die Dinger wirklich mal lange anzuspielen. Jedes Teil ne Stunde oder so. Alles ausprobiere. Danach weggehen, eine Nacht drüber schlafen und dich am nächsten Morgen fragen: welches hat sich besser angehört, welche Bedienung hat mir besser gefallen?

    Dann wirst du es wissen.
     
  4. FantomXS

    FantomXS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.08   #4
    Hallo,

    hatte für 8 Wochen einen Fantom G8, war aber enttäuscht vom Sound. Für Live kann ich Dir dennoch einen Roland empfehlen, schau mal nach dem X7 oder X8 (je nach Vorliebe), hier bekommst Du einen schönen Rundumschlag aus allen Bereichen.

    Verwende mittlerweile den XS als Rackversion (und den S90ES als Keys) - auch hier kann ich Dir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben. Der Preisunterschied zwischen der X-Serie von Roland und dem XS voin Yamaha ist halt mit 1000,00 Euro heftig.

    Die Yamaha Sounds (mein persönlicher Eindruck!) paßt sich aber besser in den Sound einer Live-Band ein, dies trifft vor allem beim Klavier und bei den Streichern zu. Der Roland klingt zwar wärmer und voller, aber das "übertüncht" oft den Gesamtsound.

    Last but not least: KORG M3... meiner Ansicht nach nicht das Live-Gerät, ist eher was für's Studio und klingt irgendwie....ich weiß nicht... nach Plastik? Ist schon geil von den Sounds her, aber die klingen einfach nicht so professionell wie bei Roland oder Yamaha.

    Noch eine Sache: Roland ist super bei den E-Piano's und den Bläsern, Yamaha hat die besseren Synthesizersounds und die besseren "bewegenden" Sounds, da ein 4facher Arpeggiator eingebaut ist. Zudem kann man mit dem Yamaha noch super Gitarren nachspielen, was - je nach Bandbesetzung- durch ein Vorteil sein kann.

    Geil sind beide: Roland UND Yamaha. Beim Roland allerdings ist der Aufpreis von der X-Serie zur neueren G-Serie nicht gerechtfertigt, diese ist eigentlich nur für's Studio interessant mit seinen 22 Effekten gleichzeitig.

    Gruß´
    Tom
     
  5. dizmac

    dizmac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #5
    ...noch einige Eindrücke hinterher:

    Ich hab auch noch einen Korg X50. Den hab ich zu einigen Jobs als einzigen Soundlieferanten mitgenommen. Wenn man sich die Sounds etwas zurechtschraubt, behaupte ich, das sich damit nahezu alle Kommerz-Partyband Jobs spielen lassen. Beim Piano müssen Höhen drauf, bei den Streichern der Attack auf einen Controller, bei Bläsern einige Stacks gebaut werden, usw.

    Das Teil wiegt irgendwas bei 3 Kg und kostet 666,- Euro. Das ist dann mein Minimal-Setup.

    Wenn ich einen Backliner hätte und Zeit bei Auf- und Abbau eine geringere Rolle spielen würde, hätte ich ein anderes Setup:

    - Fender Rhodes mit Fender Twin Amp und Electroharmonix Phaser
    - Hohner D6 mit Morley Wahpedal
    - Clavia Nord Stage 88
    - Clavia Nord Wave
    - Moog
    - Korg Kontrol49
    - Macbook Pro mit div. Plugs
    - Korg Kaoss Pad

    So als Beispiel. Ein Maximal-Setup zu basteln, fällt nicht schwer. Aber ich bin ein Freund von Ökonomie. Darum finde ich Minimal-Setups interessanter.

    Werde demnächst mehr am X50 programmieren und damit experimentieren, den zusammen mit einer weiteren Tastatur noch mehr einzusetzen.

    Das Rhodes hier etwas runder, die Bläser da etwas knackiger, die Streicher etwas zu dünn dort - das sind Aussagen, die meistens differenziert werden müssen. Das X50 Piano ist an sich für eine Rockband-Performance nicht geeignet. Nehme ich den fetten Hall raus, lege einen Exciter oder EQ mit Höhen drüber, reduziere die Anschlagdynamik ein wenig - schon funktioniert es.

    Es müssen nicht immer die vorgekauten Lösungen einiger Hersteller sein, die funktionieren.
     
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