Fehlende Höhen und Poti Frage

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Kim N
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Hallo,
ich habe ein Problem bei meiner Gibson SG Spezial, und zwar dass diese kaum höhen liefert. Statt den serienmäßigen 490R/490T sind jetzt 490R/498T mit Chromkappen drin, damit ist es zwar besser geworden aber zufrieden bin ich noch nicht. Jetzt hab ich hier schon öfters gelesen dass man die Potis tauschen kann/sollte. Nur schreibt der eine dass mit 250 statt 500ohm mehr Höhen kommen, und der nächste schreibt das Gegenteil. Was stimmt jetzt wirklich? Mein Amp ist ein Marshall JTM 60, Saiten hab ich 0,9er drauf. Ich habs schonmal an einem Fender Superchamp X2 versucht, da wars zwar besser aber immer noch alles sehr dumpf. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Ich danke schonmal für eine Antwort

Gruß Kim
 
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Welchen Abstand haben deine Pickups von der hohen E Saite wenn die Saite im letzten Bund gegriffen wird?
 
Moin! Je Höher der Nennwiderstand vom Poti ist, desto mehr Höhen hast du bei voll aufgedrehtem Poti. Für dich wären also die 500k die bessere Wahl. Dann solltest du allerdings aber auch erst mal die aktuellen Potis durchmessen. Wenn da schon 500k-Pots verbaut sind, dann liegt's an was anderem. Was für ein Kabel benutzt du? Ein sehr langes, sehr günstiges? Daran könnte es zB auch liegen.

MfG
 
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Abstand hab ich knapp drei Millimeter. zum durchmessen hab ich grad nix, wird ich heut noch machen, und des kabel, des is so ein spiralkabel aber jetzt ned so übermäßig lang, vielleicht 4 meter eher weniger
 
Gibson verbaut oft 300K-Volume-Potis. Ich würde die gegen 500K austauschen.
Eigentlich nimmt man 250K für Singlecoils und 500K für Humbucker. Je nach Modell kann das aber auch anders sein. Es gibt sogar 1000K-Potis.
 
Moin! Je Höher der Nennwiderstand vom Poti ist, desto mehr Höhen hast du bei voll aufgedrehtem Poti. Für dich wären also die 500k die bessere Wahl. Dann solltest du allerdings aber auch erst mal die aktuellen Potis durchmessen. Wenn da schon 500k-Pots verbaut sind, dann liegt's an was anderem. Was für ein Kabel benutzt du? Ein sehr langes, sehr günstiges? Daran könnte es zB auch liegen.

MfG

Bei "Spiralkabel" klingelt es bei mir - einfach mal ein ganz normales Kabel verwenden - vor allem die günstigen Spiralkabel fressen Höhen aufgrund der Kabelkapazität.
 
Das hängt aber auch vom Spiralkabel ab - ich nutze ein Core One Bullet Cable und das "frisst" keine Höhen. Und ich habe schon viel mit Kabeln verschiedener Kapazitäten experimentiert. So ein Niedrigkapazitätskabel wie es das z.B. mal von Elixir gab, klingt nicht unbedingt super toll, weil unter Umständen die Resonanzfrequenz in Bereiche geschoben wird, wo die Gitarre an sich nicht "liefert".

Potitausch auf 500 kOhm log-Potis macht viel aus. Meine Paula war vor dem Tausch auch ein wenig zu langweilig und zahm. :)
 
Ich hatte schon Spiralkabel deren Kapazität gegen ~1nF ging - da sind die Höhen weg....
Für den TO aber ein sehr einfacher Test.

Dazu kommt: hat man vor dem Amp noch irgendwelche Bodentreter ist die Auswirkung schlechter Kabel geringer.
Die Potis haben sicher Einfluss, machen den Sound aber nicht gleich "dumpf".

Interessant wäre auch mal ob und welche Tretminen vor dem Amp in der Leitung sind.
 
Die Potis haben sicher Einfluss, machen den Sound aber nicht gleich "dumpf".

Wenn Du meinst - was nun wie "dumpf" ist, darüber kann man ja auch noch viel diskutieren. :)

Aber aus Erfahrung: Der Wechsel von 300 kOhm auf 500 kOm Potis bei meiner Paula kam mir wie ein Tag/Nacht-Unterschied vor. ;)
 
Dazu kommt: hat man vor dem Amp noch irgendwelche Bodentreter ist die Auswirkung schlechter Kabel geringer..
Klares Jein: Das Kabel zwischen Gitarre und dem ersten Bodentreter hat den gleichen Einfluss, wie ein Kabel von Gitarre in den Amp. Die Kabel, die nach dem ersten Impedanzwandler (Bufferamp) kommen, sind dann weniger relevant.

MfG
 
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Hallo,
ich benutz aus Prinzip keine Bodentreter, nur Gitarre-Kabel-Amp. Und ein normales Kabel (wenn auch recht lang), brachte keinen Unterschied. Hab jetzt grad kein Multimeter da, aber wird einfach mal demnächst die Potis messen und mal schauen was dann drin ist. Kann es vielleicht am Amp liegen? Irgendwie alte Röhren oder so, die auch nicht mehr eingemessen sind?

Gruß Kim
 
Die Eingangsstufen deines Amp sollten keinen Einfluss auf den Ton haben der vom Kabel kommt.
Vor allem wenn du bereits einen anderen Amp ausprobiert hast.
Ich muss jetzt noch mal fragen: waren in der SG mal P90 verbaut? dann würde ich die 250k bzw. 300Ohm verstehen; Gibson verbaut IMHO in Gitarren mit HB immer 500k.
 
Ganz oft haben die Volume-Potis bei Gibson auch nur 300K. Auch bei Humbucker-Gitarren.
 
Naja - vielleicht sind meine zu alt - Weder meine Paulas noch meine Nighthawk haben 300k.

SG hab ich keine mehr - die ging 1984 weg (könnte mich selber dafür Ohrfeigen).

Ich lasse mich da aber gerne belehren, ich bin eher der Tele-Schaltungs-Sammler
 
Nein, da warn immer schon Humbucker drin
 
Ich hatte auch schon mehrere Gibson Historic 500k Potis hier, die hatten alle gemessen ein bisserl über 400k. War mir zu mumpfig. Den Unterschied zwischen 400k und 500k hört man schon deutlich.
Was ich damit sagen will: Egal was draufsteht - sicher sein, welchen Wert es hat, kann man sich erst, wenn man die Dinger durchmisst!
 
Es wurde ja bisher schon sehr viel hilfreiches gesagt, wo Du ansetzen kannst.

Ich hätte da noch eine zusätzliche Idee:

498T parallel statt seriell verdrahten


Der Gibson 498T am Steg hat doch vier Kabel + Schirm als Anschluss.
Ich würde ihn an Deiner Stelle mal testweise intern parallel statt seriell verdrahten. Da geht zwar der Ausgangspegel etwas zurück, aber Du bekommst mehr Höhen.
Das habe ich schon einmal bei einer SG gemacht, bei der beide Humbucker sehr ähnlich geklungen haben und seitdem wird von dem Besitzer meistens der Steg-PU verwendet. :great:
Es geht leicht, kostet nichts und ist einen Versuch wert :)
Man kann es per Push/Pull-Poti oder Schalter schaltbar machen, oder eben auch fest verdrahten.

Ich kenne selbst den 489T nicht, aber laut Rockinger müsste das fogendermaßen bei Dir gehen:

Verdrahtung von Humbuckern
Bei den meisten handelsüblichen Humbuckern werden alle Spulenanschlüsse herausgeführt (4-adriges Anschlußkabel), so dass man den Pickup mittels verschiedener Schalter wie folgt betreiben kann:
1.) Ende der einen Spule an den Anfang der Anderen. Das nennt sich 'in Reihe' und gibt den fettesten Sound. Es ist quasi die 'Normalverdrahtung' eines Humbuckers. (B & C zusammenlöten und isolieren, A an Ausgang und D an Masse)

2.) Von jeder Spule einen Anschluß an Plus und einen an Masse. Das nennt sich 'parallel' und ergibt einen klareren, weniger mittenbetonten Sound mit weniger Output. (A & C zusammen an Ausgang, B & D zusammen an Masse)
3.) Eine Spule wird kurzgeschlossen (Splitting). Dann arbeitet der Pickup als Singlecoil. So klingt er klarer, etwas weniger mittenbetont und bissiger in den Höhen, ist aber leider auch brummempfindlich. (z.B. A an Ausgang, D an Masse, B & C zusammen an Masse schalten)

FarbcodeAB CD
Rockinger HBgrünweißbraungelb
Rockinger Bladegrünrotweißschwarz
DiMarziogrünweißschwarzrot
Gibsonrotweißgrünschwarz
Seymour Duncanschwarzweißrotgrün
Häusselschwarzweißrotgrün
Duesenberggrünrotweißschwarz
[TBODY] [/TBODY]
Ergänzende Rockinger-Seite mit diesem Bild:
ws114.jpg


Wer für diese Schaltung den 2-poligen Umschalter mit aktiver Mitte verwendet (ON/ON/ON), hat in Mittenstellung sogar noch ein Splitting am Start. Da werden nämlich beim Schalter die beiden Kontakte links oben und die beiden rechts unten verbunden, es passiert also dasselbe wie bei der vorherigen Skizze, die linke Spule wird an Masse gelegt.

Auch bei Thomann gibt es eine Seite über Humbucker-Verdrahtungen

Probiere es einfach mal aus.
Ich habe diese Möglichkeit in meiner selbstgebauten Gitarre und habe auch den realen Steg-Humbucker meiner JTV59 um folgende Schaltungsmöglichkeiten erweitert:
- seriell/parallel
- phase/out of phase (der internen Wicklungen zueinander)
und zusätzlich:
- phase/out of phase (von Steg- und Hals-Humbucker zueinander)

Da sieht man auf dem Bild, wie ich gerade die Schaltung löte :D

Am häufigsten verwende ich die Parallelschaltung des Steg-Humbuckers. Das klingt clean und verzerrt sehr gut, nimmt die Bässe und das Mulmen etwas raus und schafft transparente Höhen.
Und in der Mittelstellung ist der Sound dann auch richtig klasse!
 
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Naja - vielleicht sind meine zu alt - Weder meine Paulas noch meine Nighthawk haben 300k.

SG hab ich keine mehr - die ging 1984 weg (könnte mich selber dafür Ohrfeigen).

Ich lasse mich da aber gerne belehren, ich bin eher der Tele-Schaltungs-Sammler

Das war ja noch in der Norlin-Ära :D.
In den letzten Jahren hat Gibson bei vielen Modellen aus irgendwelchen Gründen "nur" 300K-Potis verbaut.
Das soll sich seit 2014 aber angeblich auch wieder geändert haben. Meine Les Paul Traditional Pro von 2012 hat auch 500K-Potis ab Werk und zum Glück auch keine von diesen Platinen mit dem Stecksystem für die Humbucker.
 
Platinen in Gitarren? Wo kommen wir denn da hin.......:rolleyes:
 
Danke für die vielen Antworten.
hab die Potis durchgemessen beide Tone-Potis haben 500 (genau beide 508) Kohm. Weis nicht, soll ich die gegen 1000er oder 750 (falls es sowas gibt) taschen? Bei der Verdrahtung möchte ich eigendlich nicht viel rumspielen, abgesehen davon dass meine Pickups nur 2-Adrig sind, nicht 4-Adrig, und ein Splitting brauch ich nicht. Kann mir jemand gute Potis empfehlen? Ich kenn mich da echt zu wenig aus was es da so für unterschiede in der Qualität gibt.
Gruß Kim
 

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