Gesangsliteratur / CD / DVD

von Elisa Day, 05.03.06.

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  1. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.03.06   #1
    Diese "Bedienungsanleitung" bitte UNBEDINGT lesen!

    Ich wollte schon lange einen Sammelthread über Gesangsliteratur starten.
    Um das nicht in allgemeinem Chaos versinken zu lassen stelle ich mir das so vor: es wäre ja schön, wenn alle Erfahrungsberichte und Kommentare zu einem Buch untereinander und nicht durcheinander stehen. Daher würde ich um Folgendes bitten:
    - Pro Buch ein neues Posting mit dem genauen Buchtitel in der Überschrift
    - Kommentare zu einem schon geposteten Buch bitte mit Bezug auf das Buch (Titel genau nennen!) einfach posten - ich verschmelze dann die Postings zu einer einzelnen Kommentarsammlung, sobald ich dazu komme.

    Ich bin selbst gespannt ob das funktioniert. :D Wenn nicht, ändern wir einfach das System.

    Liebe Grüße
    Elisa
     
  2. Elisa Day

    Elisa Day Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.03.06   #2
    Buch: Powervoice
    Autor: Andres Balhorn


    Buch mit Grundlagen zum Gesang / Gesangtechnik, Übungen und Übungs-CD

    Amazonlink: Powervoice bei Amazon
    --------------------------------------------------

    Mein Kommentar:
    Die Grundlagen-Kapitel sind ganz gut geschrieben. Mir persönlich ist der "Power"begriff ein bißchen zu gefährlich für Anfänger, die ohne Gesangslehrer mit dem Singen beginnen. Die Übungs-CD ist in zwei Stimmlagen unterteilt. Ich bin mit der CD nie zurecht gekommen: die Stimmlagen passten nicht richtig und am Anfang ist man da noch nicht so richtig "flexibel". Die Übungen sind für Anfänger deutlich zu schnell.
    Mein Fazit: gutes Buch als Ergänzung zum Unterricht. Nicht gut geeignet für Autodidakten.
    Elisa


    -----------------------------------------------------
    Kommentar Chris Ryan

    Kommentar zu dem Powervoicebuch
    Ich sehe das Buch ähnlich wie Elisa es schon beschrieben hat.
    Mit der Übungs CD bin ich stimmlagentechnisch allerdings recht gut zurechtgekommen. Die Übungen fand ich ebenfalls auch zu schnell. Das Buch liest sich recht schnell, soll heißen einfach und einleuchtend, ein bisschen mehr Detailarbeit wäre aber auch nicht verkehrt gewesen.
    Ein paar Hörbeispiele auf CD wären manchmal hilfreich gewesen.
    Allerdings, und so sieht das auch meine Gesangslehrerin von der gleichnamigen Schule ist dieses Buch wirklich eher Unterrichtsbegleitend.
    Dadurch das ich als völliger Anfänger erst ein paar Monate das Buch hatte bevor ich Unterricht nahm kann ich auch bestätigen das dies kein Werbeslogan war um Kunden zu locken sondern es sehr wichtig ist zusätzlich unter Aufsicht zu üben.
    Bye Chris
    __________________
    Rockmusikerverein Neumarkt i.d.Opf. :
    http://www.rvn-online.de
    Für Bossfans.:
    http://www.asbury-park.de/forum/index.php
     
  3. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 16.04.06   #3
    Beitrag im Original von lunaberlin geschrieben:

    Buch: voicecoaching - Das Trainingskonzept für Gesangstechnik
    Autorin: Karin Ploog
    Buch und Übungs-CD

    Ein gut gelungenes Buch, das alle wichtigen Themen anspricht, über die man als angehender Sänger Bescheid wissen sollte.

    Los geht es mit den Grundlagen, wie Atemtechnik, Funktion von Lungen, Zwerchfell und Bauchmuskeln, Körperhaltung etc.

    Dann kommt der Übungsteil. Die Übungen sind gut aufgebaut, es geht relativ einfach los und führt hin bis zu Übungen für fortgeschrittenere Sänger.
    Zu jeder Übung wird kurz erklärt, wofür sie gut ist und worauf man achten sollte.
    Die mitgelieferte CD ist zwar gut (wenngleich der eine oder andere sich vielleicht an Frau Ploogs extrafröhlichen Erklärungen stören mag ;) ), allerdings sind viele der Übungen viel zu schnell, vor allem für Anfänger. Also nimmt man sich am besten doch ein Keyboard zur Hand und geht die Sache langsamer, dafür gründlich an.

    In einem Extrakapitel werden Stilistik & Interpretation behandelt, dann gibt es noch Tipps & Tricks zu verschiedenen anderen Themen (Lampenfieber, Mikrofonsingen, Singen & Tanzen, Soundcheck, Studioarbeit....) - und einen recht ausführlichen Teil zur Anatomie des Stimmapparats.

    Alles in allem finde ich das Buch empfehlenswert, meiner Meinung nach ist es auch durchaus für Autodidakten geeignet, die schon ein bisschen Ahnung vom Singen haben (dennoch kann es einen Gesangslehrer natürlich nicht ersetzen!)


    Amazon-Link: http://www.amazon.de/exec/obidos/AS...8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-2567087-6035250

    Beitrag von Bell*
    Buch: Voicecoaching - Das Trainingskonzept für Gesangstechnik
    Autorin: Karin Ploog
    Buch und Übungs-CD

    Ich finde das Konzept auch ziemlich gelungen. Alle sängerrelevanten Bereiche werden fundiert und dennoch leicht verständlich erklärt. Allerdings ist die Lehre vom Solar- und Lunartyp (bzw. Einatmer und Ausatmer) unter Gesangspädagogen und Sänger/innen sehr umstritten; es wird bezweifelt, ob es diese Typen überhaupt gibt. Ich persönlich gehöre da auch eher zur Zweiflerfraktion.
    Die Übungs-CD ist ganz gut, allerdings sind die Anweisungen von Frau Plog (so übertrieben "fröhlich" und energiegeladen) gewöhnungsbedürftig und manche Übungen für Anfänger zu schnell und zu schwierig.
    Für fortgeschrittene Sänger, die ihre Stimme bereits kennen und einschätzen können, ist das Buch durchaus zu empfehlen.

    Beitrag von IcePrincess:
    Ich habe mich inzwischen auch ausgiebig mit dem Buch auseinandergesetzt und vielleicht doch noch ein paar Dinge hinzuzufügen.
    Was mir das Buch sehr schnell verleidet hat ist das ständige Klassiker-Bashing der Dame. In der Hinsicht solltet ihr also entweder die gleiche Grundeinstellung mitbringen wie Frau Ploog (Klassiker sind ja eh arrogant und doof und wir sind sehr viel besser) oder sehr geduldig sein.

    Die CD finde ich - wie Bell* - mindestens gewöhnungsbedürftig. Ich selbst setze mich dann doch lieber ans Klavier um die Übungen zu machen.
    Die übrigens finde ich - wie auch den technischen Teil - sehr gelungen und nutzbringend.
     
  4. blacky_die_13te

    blacky_die_13te Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.06   #4
    Autor:Hugo Pinksterboer
    Titel:pocket-Info Gesang

    Ein kleines aber feines Buch mit vielen Infos für Anfänger und Fortgeschrittene.Es spricht alle aspekte des singens an und enthält tipps für Pflege der Stimme, Mikrofongebrauch,Kopf und Bruststimme etc.
    Außerdem natürlich auchwichtige einzelteile der singstimme wie Stimmbänder,Lunge etc.


    Ps:'ne gute idee einen thread über bücher zu machen!
     
  5. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 06.07.06   #5
    Buch: Vocal Training
    Autorin: Martina Freytag


    Das Buch ist nur für fortgeschrittene Sänger/innen mit guten Notenkenntnissen geeignet. Es besteht nämlich ausschliesslich aus notierten Gesangsübungen, die nicht ohne sind (z.B. ziemlich flotten Scats). 2 Übungs-CD´s (hohe Lage/tiefe Lage) sind auch dabei, aber ohne Gesangsbeispiele, d.h. nur instrumental. Für Anfänger ist es sehr schwierig, sich zurechtzufinden. Ich finde es eher für Gesangslehrer geeignet, die sich aus diesem Buch Anregungen holen möchten oder es mit ihrem Schüler durcharbeiten wollen.
    Bell
     
  6. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 14.11.06   #6
    Buch: Der moderne Gesangsworkshop
    Autorin: Bettina Kupetz
    Buch und Übungs-CD

    Meine Meinung: das Werk kostet über 30 Euro - spart Euch das Geld.
    Das Buch ist nicht durch und durch schlecht; einige Kapitel sind durchaus lesenswert, obwohl bezüglich Gesangstechnik auch nichts Neues drinsteht. Die CD hingegen finde ich zum Üben vollkommen unbrauchbar. Außerdem hat sich die Autorin ein Liedchen ausgedacht, das man zum Üben verwenden soll - mit deutschem Text, der mich ans Pfadfinderlager erinnert und einfach nur unfreiwillig komisch wirkt. Ich würde so etwas meinen Schülern nicht zumuten wollen !
     
  7. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 15.11.06   #7
    Buch: Vaccai - Praktische Schule des italienischen Gesangs (Kritische und technische Revision von Elio Battaglia, mit Übe-CD)
    Verlag: Ricordi

    Hallo,

    hier mal Literatur, die wohl mehr die "Klassiker" anspricht - ich kann aber aus eigener Erfahrung bestätigen, daß auch manches aus der klassischen Gesangsausbildung im modernen Bereich weiterhilft!

    Vaccai veröffentlichte das Original bereits 1833, um eine umfassende Einführung in die Gesangstechnik von Kammermusik- bis hin zum Opernbereich zu geben. Mithin gibt es hier natürlich keine Tips, die "modernen" Gesang sowie Hardware-Grundlagen betreffen.

    Der Vorteil des Vaccai (den es übrigens in einer Ausgabe für hohe und tiefe Stimmen gibt): Man jagt keine stupiden Tonleitern 'rauf und 'runter. Kleine Prosa- oder Lyrikfragmente wurden unter einem bestimmten Übeaspekt vertont, oft sind das richtige Ohrwürmer. Bei jeder Übung findet man die Originalanleitung von Vaccai sowie einen Kommentar zu Technik und Stil von Battaglia.

    Die musikalischen Themen sind: Die Tonleiter, die Intervalle, Synkopen, Vorhalte, Vorschläge, Mordent, Doppelschlag, Triller, Koloraturgesang, Rezitativ. Wem das zu klassisch ist: Auch der Rocksänger braucht saubere Intonation, und zumindestens der erste Teil ist auch im "modernen" Bereich hilfreich. Der Schlußteil ist knallhart, da müssen auch Profis üben.
    Die Übe-CD enthält alle Übungen jeweils von einer Frauen- und Männerstimme sowie hoch und tief nur mit Begleitung. Die Sänger sind hervorragend und illustrieren die Lernziele aufs Deutlichste.

    Der Nachteil des Vaccai: Abgesehen davon, daß er eigentlich für Klassiker ist (aber vielleicht schauen ja auch an klassischem Gesang Interessierte mal in dieses Forum?), ist er NICHT zum Selbststudium geeignet. Man sollte ihn nur mit einem Gesangslehrer arbeiten, der "den Vaccai" kennt. Dann ist er allerdings genial. Mir hat dort Gelerntes (ich singe in drei Chören und einem Jazzquartett) nicht nur im klassischen Bereich, sondern auch im Bereich Jazz, Rock und Pop weitergeholfen.

    Viele Grüße
    Klaus

    Nachtrag von Basselch:

    bei Fortgeschrittenen würde ich nicht unbedingt kategorisch ein Selbststudium ausschließen, es bedarf aber speziell für den zweiten Teil wirklich einiger Erfahrung im klassischen Gesang, um die schwierigeren Lektionen umzusetzen, ohne sich Falsches anzutrainieren. Der Vaccai ist halt kein Buch nach dem Motto "Im Selbststudium zum Opernstar". Speziell bei den schwierigeren Lektionen ist ein kompetenter Lehrer einfach besser, da man sich selbst eben anders hört und die technischen Feinheiten "von außen" besser zu kontrollieren und ggfs. auch zu korrigieren sind. Auch bei aller Kürze der Übungen - manche haben mal gerade ein Dutzend Takte - kann man sich schnell mal "verfliegen". Du glaubst ja gar nicht, wie lange ich alleine an der Septimen-Übung gehangen habe, bis die Intonation blitzsauber war - trotz jahrelangem Unterricht... aber die Arbeit lohnt sich wirklich!

    Viele Grüße
    Klaus


    Beitrag von Bell*

    Hallo !
    Eine kleine Anmerkung noch zu Vaccai: ich finde schon, dass man alleine damit üben kann - vorausgesetzt, man hat keine Intonationsprobleme und hat idealerweise schon längere Zeit Unterricht gehabt, auch wenn der schon länger zurückliegt - also, für erfahrenere Sänger/innen geht Vaccai auch im Selbststudium, zumindest die ersten Stufen, die vor allem die Geläufigkeit der Stimme trainieren.
    Ich habe einen Teil meiner früheren Gesangsausbildung mit Vaccai bestritten - und die Sachen jetzt wieder ausgegraben, sie machen wirklich nicht nur klassischen Belcanto-Sänger/innen Spaß !
     
  8. killercat

    killercat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.06   #8
    Buch: The Rock-N-Roll Singer`s Survival Manual
    Autor: Mark Baxter

    Ein schönes dickes, leicht verständliches Buch in englischer Sprache. Es umfasst nahezu alles wichtigen Themenbereiche, wie:
    • Faktoren, die sich auf die Stimme auswirken (Ernährung, Rauchen, Stress, Erkältung usw.) - hier hat Herr Baxter eine sehr rigide Meinung, vermittelt diese aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer Portion Humor.
    • Atemtechnik und die richtige Haltung
    • Viel theoretische Infos bezüglich dem Aufbau des Stimmapparats und Klang (Resonanz, Töne treffen, Volumen, Artikulation usw.)
    • Übungen zum Aufwärmen, zur Atmung, für Stärke und Felxibilität - hier fehlt leider eine Übungs-CD, aber die Beschreibungen sind auch ganz brauchbar.
    • Viele Tips zur alltäglichen "Arbeit" als Sänger: Lampenfieber und mentale Einstellung, Ausdruck, erarbeiten eines Songs und ihn für sich selbst passend machen, Gestaltung von Proben, der Arbeit im Studio und Auftritten usw.
    Zu jedem Abschnitt gibt es ein Tip Sheet, auf dem die wichtigsten Punkte zusammengafasst sind und ganz am Ende mehrere Seiten FAQ`s

    Mein Fazit: Zum Üben benutze ich lieber Voicecoaching, aber mein Survival Manual ist schon ganz zerlesen, da ich es bei spezifischen Problemen immer wieder zur Hand nehmen. Unterhaltsam und motivierend ist das Buch durch seinen hohen Praxisbezug auf jeden Fall!
     
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  9. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 15.02.07   #9
    Buch: Move your voice
    Autorin: Monika Ballwein


    Ich bin ja immer auf der Suche nach Literatur aus dem Bereich Populargesang; zum einen weil ich viele Gesangsanfänger unterrichte und mir neue Ideen und Anregungen erhoffe, zum anderen weil ich selbst gerne neue Übungen ausprobiere. Deshalb habe ich mir, kaum dass es erschienen war, dieses Werk bei amazon gekauft - und 1 Tag später zurückgeschickt.
    Auch hier kann ich leider nur sagen: spart Euch das Geld.

    Auf der Rückseite des Buches steht folgendes:
    Wie klingt meine Stimme und was bedeuten Rhythmus und Bewegung?
    Wie überzeuge ich mein Gegenüber und mein Publikum von mir?
    - Gesangs-, Sprech- und Rhythmusübungen sind nicht alles, um Singen zu lernen.
    - Deine Stimme muss mit deinem Körper im Einklang sein.
    - Es geht um Entfaltung deiner eigenen Persönlichkeit, Kreativität und Musikalität.

    Schön und gut und wahr, ja. Aber alle diese Bereiche werden nur sehr oberflächlich angetippt - man kann sowieso kaum von einem Buch sprechen, vom Umfang her ist es eher ein Heft - und außer vielen gymnastischen Lockerungsübungen mit entsprechenden Zeichnungen habe ich nur Allgemeinplätze und banale Statements gefunden, die niemanden wirklich weiterbringen. Die Verfasserin soll Starmania-Coach sein - da hätte ich doch etwas mehr Fundament erwartet und nicht soviel heiße Luft.

    Langsam frage ich mich, warum es unmöglich zu sein scheint, ein rundum gutes und hilfreiches Werk zm Populargesang zu verfassen !! Weiß jemand eine Antwort ?
     
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  10. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 26.02.07   #10
    Buch: Singen mit Erfolg
    Autoren: Michael Vidal/Jorge Piedra


    Dieses Werk besteht aus einem Heft und 3 CDs; ersteres ist eher als Begleitheft zu den CDs gedacht, die eine richtige "Vorlesung" zum Thema Gesangstechnik beinhalten. Auf CD 1 und 2 erklären erklären ein Mann und eine Frau abwechselnd alle Aspekte der Gesangsstimme - Atmung, Zwerchfellstütze, Resonanz, Registerausgleich etc. - und zu jedem Kapitel gibt es entsprechende Übungen mit Instrumentalbegleitung und vorheriger Anleitung.
    Die Sprecher wirken entspannt, ruhig und geduldig; am besten ist es, man lehnt sich beim ersten Anhören bequem zurück und lässt sich auf die konzentriert-relaxte Atmosphäre ein, die von diesem Werk ausgeht.
    CD 3 besteht nur noch aus Übungen mit Instrumentalbegleitung für Frauen- und Männerstimmen; sie gehen chromatisch nach oben und unten und man soll nur so lange mitsingen, wie es angenehm ist.
    Ich finde das Werk eigentlich ganz gut, besonder für Anfänger, die erstmal die Basics kennenlernen müssen ! Allerdings setzt es voraus, dass man sich wirklich darauf einlässt und zunächst einmal gut zuhören kann.
     
  11. killercat

    killercat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.07   #11
    Buch: Singing for the Stars - a complete programm for training your voice
    Autor: Seth Riggs


    Das Buch vermittelt die Grundlagen der Methode des Speech Level Singing. Grundgedanke des Ganzen ist, durch gezieltes Üben die unbewussten Verkrampfungen beim Singen (insbesondere bei hohen oder lauten Tönen) wegzutrainieren, so dass der Kehlkopf in einer entspannten, tiefen Position - halt in Sprechlage -bleibt. So weit die einleuchtende und auch nachvollziehbar beschriebene Theorie.

    Die Übungen hingegen lassen meiner Meinung nach sehr zu Wünschen übrig - wobei ich nicht genau sagen kann, ob es am Aufbau der mitgelieferten CD`s liegt oder an den einzelnen Übungen an sich. Zuerst werden die einzelnen Übungen beispielhaft vorgesungen (abwechselnd von verschiedenen Sängern in ihrer jeweiligen Tonlage) und dann folgt die Klavierbegleitung zum Mitsingen (jeweils nur ein Track, der durchläuft und während dem dann darauf hingewiesen wird, ab wann man als Tenor, Alt und Mezzo oder Sopran einsetzt - nervig, da man immer auf die entsprechende Stelle warten muss). Man singt nur so weit mit, wie man es entspannt schafft. Hat man eine Übung gemeistert, geht man zur nächsten über. Gesungen werden Skalen - zuerst wird gesummt, dann wird mit Vokalen geübt. Möglich, dass sich durch kontinuierliches Training tatsächlich eine zunehmende Entspannung einstellt - ich werde es nie erfahren, da mich die eintönigen Übungen nicht motivieren konnten.

    Mein Fazit: Ein teures Heft, indem der Autor seine Methode anpreist (und permanent auf den Bekanntheitsgrad seiner prominenten Schüler hinweist), dessen Anschaffung sich nicht wirklich lohnt.
     
  12. killercat

    killercat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.07   #12
    Buch: Raise Your Voice
    Autor: Jaime J. Vendera


    Und wieder ein Werk, dass ich mir angeschafft habe, in der Hoffnung hilfreiche Übungen fürs Shouten und rockige Singen zu finden. Und wer könnte da besser geeignet sein, als ein Typ, der aus der Rocksparte kommt und bei Mythbasters Gläser zersingt :D
    Okay, darauf ist Herr Vendera mächtig stolz - aber eine gehörige Portion Eigenlob ist bei amerikanischen Autoren wohl unabdingbar.

    Beim ersten Durchblättern war ich skeptisch bis enttäuscht: Die üblichen Ratschläge und Beschreibungen zur Funktionsweise der Stimme und zur Stimmpflege, eine relativ gute Erklärung der richtigen Atmung, brauchbare Aufwärmübungen und Gesangsübungen, die sich vor allem auf das Training in hoher Stimmlage beziehen. Naja, ich wollte ja nicht lernen, wie man hoch singt, sondern wie man kraftvoll "schreit"...

    Egal, ich hab mich dennoch auf die Übungen eingelassen und siehe da: Seit langem ein Buch, dass mich beim Singen ein gutes Stück weiter gebracht hat. Das Training der hohen Töne, verbunden mit simplen Visualisierungstechniken zum Verbessern der Resonanz und dem Ausbalancieren von Ton und Atem wirkt sich auch positiv auf das laute Singen in der härteren Gangart aus, da man übt, Resonanzräume besser zu nutzen und den Ton nicht mit übermäßigem Druck und Anspannung abzuquetschen.

    Fazit: Ein gelungenes Buch, dass auch ohne Übungs-CD auskommt - für Anfänger aber nur bedingt empfehlenswert, da man schon eine gute Basis benötigt um "gefahrlos" mit den hohen Tönen im Grenzbereich der eigenen Stimmlage arbeiten zu können
     
  13. killercat

    killercat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.07   #13
    Buch: Die persönliche Stimme entwickeln. Ein ganzheitliches Übungsprogramm zur Befreiung der Stimme
    Autorin: Kristin Linklater


    Noch ein "Schatz" den ich in meinem Autodidakten-Fundus nicht mehr missen möchte. Das Buch ist keine Gesangsliteratur im engeren Sinne, sondern richtet sich in erster Linie an Schauspieler. Ziel ist es, durch Entspannung und Körperwahrnehmung die Stimme zu befreien - von Blockaden und eingefahrenen Vorstellungen darüber, wie die Stimme zu klingen hat. Die natürliche Ausdrucksfähigkeit (d.h. Emotionen werden unmittelbar in Klang übersetzt) mit all ihren feinen Nuancen soll dadurch wieder hergestellt werden. Klingt zunächst vielleicht etwas esoterisch, ist aber praktisch gut umsetzbar.

    Das Übungsprogramm beinhaltet die Entspannung der Körperhaltung, des Kiefers, der Zunge und der Atmung, die Erzeugung und bildhafte Vorstellung des Tons, das Erspüren der Schwingungen des Tons in allen Resonanzräumen, Übungen zu Artikulation und Sprache.

    Fazit: Kein Buch, durch das man Singen lernt - ein wunderbares Buch um die Facetten des eigenen Stimmklangs kennen zu lernen und um die Ausdrucksstärke zu verbessern
     
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  14. Astronautenkost

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    Erstellt: 04.12.07   #14
    Buch: Sprecherziehung des Schauspielers
    Autor: Egon Aderhold


    Sprecherziehung des Schauspielers
    Grundlagen und Methoden
    6. Auflage

    Henschel

    ISBN 3-89487-004-4

    und dazu das Übungsbuch:

    Sprecherzieherisches Übungsbuch

    14. Auflage

    Henschel

    ISBN 3-89487-035-4
     
  15. IcePrincess

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    Autor: Günter Baum
    Titel: Abriß der Stimmphysiologie


    Das Buch hat nur indirekt mit dem "Singen lernen" zu tun. Allerdings ist es sicher interessante Lektüre für all diejenigen, die mal genauer wisse wollen, was beim Singen so in ihrem Hals passiert.
    Es ist recht theoretisch und auch anspruchsvoll geschrieben, allerdings habe ich beim zweiten Durchlesen bemerkt, wie viele kurze Sequenzen ich mit dem Textmarker hervorgehoben hatte - da ging es immer sehr praktisch um Dinge, die man beim Singen tun soll oder nicht tun soll und das mit guten Erklärungen.

    Fazit: Als Theorie-Grundlage sehr empfehlenswert!
     
  16. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Autor: Cornelius L. Reid
    Titel: Funktionale Stimmentwicklung

    Ein Buch, das definitiv nur für fortgeschrittene Sänger als Ergänzung zu vorhandenem Unterricht taugt.
    Reid hat eine völlig eigene Theorie über Stimmregistern und Stimmerzeugung entwickelt, die streckenweise schon fast esoterisch anmutet. Auch über seine Ansicht, man müsse die Register eines Sängers erst klar trennen ehe man sie wieder zusammenfügt kann man streiten.
    Die vorgeschlagenen Übungen allerdings sind meiner Ansicht nach sehr sinnvoll und haben mir unter Anleitung meiner Lehrerin gut weitergeholfen.

    Fazit: Und ist's auch Irrsinn, so hat er doch Methode. Lesen, selbst entscheiden. Die Übungen finde ich Spitze.
     
  17. IcePrincess

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    Autor: Julius Hey, Fritz Reusch
    Titel: Der kleine Hey

    Immer noch und immer wieder *das* Grundlagenwerk über die korrekte Artikulation der deutschen Hochsprache. Es gibt inzwischen auch eine DVD dazu.
    Ich selbst habe den Schmöker für meine Chorleiterausbildung gebraucht. Und würde ihn jederzeit wieder kaufen.
     
  18. antipasti

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    Erstellt: 01.02.09   #18
    CD-Tipp von lunaberlin

    Autor: Susan Anders
    CD: Harmony singing by ear
    Sprachen: Zur Zeit nur Englisch

    Link: http://cdbaby.com/cd/susananders2


    Schritt-für-Schritt-Einführung anhand von verschiedenen Pop/Gospelsongs an die verschiedenen Stimmen, ohne dass man groß in die Theorie einsteigen muss.
     
  19. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 29.06.10   #19
    Autor: Christin Bonin
    Titel: "Belt Voice Training" - Singen mit schmetternder Stimme


    Die seit 1987 tätige Gesangspädagogin und Opernsängerin Christin Bonin hat ihr Buch speziell der Belttechnik gewidmet, also den populären Musikstilen. Dem Buch ist eine Übungs-CD beigelegt, die Übungen werden von Bonins Schülern (3 mal weiblich, einmal männlich) vorgesungen. Je nach eigener Stimmlage kann man sich an einer hellen, höheren sowie an einer (angeblich) tieferen, etwas dunkleren Frauenstimme orientieren, es ist auch eine Kinderstimme dabei. Den Männern steht leider nur ein Stimmbeispiel zur Verfügung, wobei ich den Unterschied zwischen den Sängerinnen, was das Timbre betrifft, nicht sonderlich groß finde. Zusätzlich gibt es alle Übungen noch einmal als Pianotrack.

    Bonins Motto lautet: "Belting und Belcanto schließen sich nicht aus!" Dieser Satz im Buchumschlag hat mich am neugierigsten auf das Buch gemacht, denn bisher war ich davon ausgegangen, daß eher das Gegenteil gilt.

    Bonin schreibt viele vernünftige Dinge: z.B. daß man nie ohne Kopfstimme singen darf. Daß Resonanzausnutzung bzw. die Aktivierung der oberen Resonanzräume das A und O eines gesunden Beltings darstellen - in Verbindung mit einem korrekten Stimmsitz, damit die Belttöne genügend Obertonschwingungen aufweisen. All das geht - da bin ich mit ihr völlig d´accord - nicht ohne eine gut trainierte Stütze. Und das alles wiederum nicht ohne eine gute körperliche Konstitution. Professioneller Gesang, schreibt Bonin, sei wie Leistungssport, man dürfe also nicht übermüdet üben oder auftreten und sollte durch Joggen, Walking, Schwimmen, Yoga oder Krafttraining für körperliche Fitness und Ausdauer sorgen, sich vernünftig ernähren und ausreichend Schlaf sorgen, damit auch die Stimme gesund bleibt und den hohen Belastungen z.B. auf der Musicalbühne standhalten kann. Eine klassische Grundausbildung wird angeraten, damit grundlegende Dinge wie Stimmsitz und Stimmführung, Registerausgleich und Atemstütze auf effektive und gesunde Weise erlernt werden können - dem würde ich unbedingt zustimmen.
    Die sängerischen Fachbegriffe werden gut erklärt, so daß auch ein Laie verstehen kann, worum es geht. Als Songbeispiele fürs Belting hat Bonin folgende Songs ausgewählt: Hurt von C. Aguilera, Listen von Beyoncé und We are the champions von Queen. Die Songs werden gründlich analysiert.

    So weit, so gut - leider sind die Übungen, wie so oft, meiner Meinung nach nur bedingt für Autodidakten geeignet.
    Die Übungen werden unterteilt in eine Stimmsitzübung, die für alle gleich ist, gefolgt von einer Übung für das gestützte piano, einer Kopfstimmübung und scließlich Übungen für Lowbelt (d.h. die Registerverbindung Mittelstimme-Bruststimme) und einen durchgehenden Mixbelt (also den Übergang von der Bruststimme über die Mittellage in die hohe Beltstimme).
    In den Übungen wird fast ausschließlich mit dem Vokalen "i" und "a" gearbeitet, was ich nicht unproblematisch finde: "i" ist ein schwieriger Vokal, der in der Höhe gerne den Hals eng macht. Und teilweise gehen die Übungen brutal in die Höhe; z.B. gibt es eine Oktavübung auf "ni-i-i-i...", die vom f" bis zum dreigestrichenen (!!) f geht -was mit dieser Übung bezweckt werden soll, erschließt sich mir nicht ganz, Bonin erklärt, damit solle das "Obertonspektrum und die höchsten Töne aktiviert" und gleichzeitig geübt werden, diese "mit äußerster Kraft und Energie" zu singen. Zwar warnt sie ständig davor, sich nicht überanzustrengen, nicht sofort an die persönlichen Grenzen zu gehen und vor allem die Atemstütze ausreichend zu trainieren, ohne die nichts geht - aber ohne Kontrolle durch einen Lehrer kann man sich, wenn man zudem noch von falschem Ehrgeiz gepackt ist, mit diesen Übungen ganz schnell die Stimme verbrüllen: es könnte also genau das eintreten, was Bonin mit ihrem Buch vermeiden möchte.

    Fazit: Keinesfalls für Anfänger geeignet, auch für Autodidakten nur bedingt. Wenn man vorher keinen klassischen Gesangsunterricht genossen hat, sind die Übungen zu schwierig (für Anfänger gehen sie teilweise viel zu hoch!). Leider fehlt es an Übungen für tiefe Stimmen (tiefer Mezzo, Alt, Bariton). Ich hätte auch andere Songbeispiele gewählt.
     
  20. Gast 2834

    Gast 2834 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.11   #20
    Autor: Pamelia S. Philips
    Titel: Singen für Dummies

    Na, hoffentlich gilt dieses Buch nicht, als totale Nullnummer. Aber ich meine, da sind schön strukturiert viele schöne Übungen zu verschiedenen "gesanglichen Baustellen" aufgeführt und auch viel dazu erklärt... eigentlich gar nicht "doof dummiemäßig". Lasse mich von den Profis aber gern eines Besseren belehren;)
     
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