Gitarre im Selbststudium

DDCash
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Hallo liebe Leute,


ich spiele seit ca. 2 Jahren Gitarre und habe mich vor kurzem von meinem Gitarrenlehrer getrennt, bei dem ich seit ca. sechs Monaten unterricht hatte. Ich war auf der Suche nach Struktur und nach einer Art Leitfaden, was mir der Lehrer jedoch nicht geben konnte. Besonders viel gelernt habe ich auch nicht, weil kein Konzept dahinter steckte, d.h. keine Wiederholungen, sonder immer etwas neues aber nie richtig.
Ich möchte nun mein eigener Gitarrenlehrer sein, aber ich weiß noch nicht wie ich das am Besten anstelle.

Ich stöber im Internet(youtube) oft nach Material usw. und fühle mich aber regelrecht erschlagen von den ganzen Informationen. Es gibt soviele Sachen die ich gern können würde, aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Deswegen soll das Thema Tonleitern und Skalen für mich im Vordergrund stehen um quasi ein Fundament für alles weitere zu bilden. Mein Gedanke ist der, dass ich mir jede Woche oder jeden Monat eine Tonleiter vornehme und diese auseinandernehme, d.h. Akkorde/Harmonien, Improvisieren etc.
Damit ich vielseitig lerne, würde ich das gerne mit Neuem verbinden(z.B. Sweep-Picking, Rhythmusübungen, ...) aber ich weiß noch nicht wie ich das konkret anstellen soll bzw. wie ich das interessant gestalten kann, dass ich auch motiviert bleibe. Tonleitern ist ja jetzt nicht das spannendste Thema.

Findet ihr die herangehensweise gut? Wie gestaltet ihr eure Übungsstunden?
Habt ihr vielleicht Tipps für mich?

Ich bin euch sehr dankbar, für jede Antwort :)
LG Cash
 
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Tonleitern ist ja jetzt nicht das spannendste Thema.

Findet ihr die herangehensweise gut? Wie gestaltet ihr eure Übungsstunden?
Habt ihr vielleicht Tipps für mich?

Ich bin euch sehr dankbar, für jede Antwort :)
LG Cash

Hi

1) diese Herangehensweise würde bei mir nicht funktionieren (Tonleitern alleine sind strunzlangweilig)
2) ich übe schon seit Jahren nicht mehr - will ich was neues lernen mache ich das,
wenn es nichts gibt, spiele ich auch mal länger wenig bis gar nicht. Bis dahin brauchst du
aber noch 30 Jahre
3) das ist sehr schwierig da du wenig bis keine Infos über dich gibst.

Ich würde Songs, Songs und nochmal Songs lernen. Sachen die ich cool finde,
die spielen können möchte, Rhythmus + Soli (nicht mit zu schweren Sachen anfangen !!)
Darüber hinaus würde ich mich mit der C Dur/Amoll Tonleiter befassen.
Also welche Akkorde man daraus ableiten kann, und wie Songs daraus
zusammengesetzt sind (Diatonik).

Für alles weitere bräuchte man mehr Infos wie du spielst und was du lernen möchtest.


Achja ehrlich gesagt klingst du, als ob du einen für dich geeigneten Lehrer brauchen könntest ;)

Gruß
 
hallou,

ich habe auch so angefangen. also habe alleine mit YT gelernt und geübt. mache ich auch jetzt noch. mein lehrer auf YT ist paul noack - wunderbare lessons!!!

mit meinem lehrer, den ich noch nicht so lange habe, übe ich meistens den rhytmus, weil er in jedem moment eingreift, wenn es falsch ist und ich es nicht merke (das geht bei YT nicht so gut). also entweder coversongs, oder oft eigene rhytmuspassagen. wir wechseln uns ab, mal spielt er lead und ich rhytmus mal anders.

zuhause übe ich mit GUITARPRO und mit YT Paul Noack :)

Klar gibt es frusttage, aber insgesamt komme ich gut voran und es macht spaß!
 
Mein erster Gitarrenlehrer, angeheuert nach 1 Jahr Selbststudium (Internet), brachte mir jede Stunde die Grundzüge für einen neuen Song bei. Das übte ich dann ca 14 Tage, je nach Lust und Laune, und nahm dann die nächste Stunde.
Das war soweit ganz ok, allerdings zog er um und verließ die Schule. Dann übte ich 1 Jahr allein weiter und nahm ein Buch zum Selbststudium, dem IRISH GUITAR WORKSHOP von Patrick Steinbach, weil ich diesen Irish Folk nun mal mag.

Es dauerte einige Monate, bis ich die Einfachversionen der ersten Stücke soweit konnte, daß ich nicht mehr auf die Finger schaute, sondern aufs Blatt, und es langsam schaffe, im Orginaltempo zur CD mitzuspielen. Inzwischen beginne ich sie mit der Basslinie zu üben.
Zwischendurch gab es immer mal was anderes, wobei sich mein Übungseinsatz wg. Beruf und abendlicher Schlappheit sehr in Grenzen hielt (ca 15 Minuten am Tag, manchmal nix, manchmal mehr). Jetzt habe ich wieder ein Lehrer ( 12 Unterrichtsstunden auf "Streifenkarte") gebucht, Pentatonik, Improvisation habe ich vorgegeben. Daneben möchte ich mit der Software Transscribe Songs zerlegen und mir Licks erarbeiten.
In einem Interview mit der "Akustik-Gitarre" antwortete Ed Sheeran auf die Frage "Unterricht": "... hatte ich nie, ich übte nur Songs, die ich mochte, intensiv und erarbeitete mir so Repertoire von 100 Songs... "

Cheers !
 
Hi!

Ich kenne gut was du da schreibst :) Antwort: Kommt darauf an was du mit der Gitarre möchtest (und wie weit du bist). Möchtest du einfach nur die Lieder spielen, die dir gefallen? Evtl. zu Backing-Tracks Zuhause. Oder Möchtest du in ner Cover Band spielen? Oder möchtest du eigene Musik machen und dich selbst ausdrücken/verwirklichen?

Je nach dem würde ich dir eine andere Herangehensweise empfehlen. Im einen Fall musst du "nur" (Haha) das Instrument Gitarre bedienen können - mehr oder weniger hochwertig. Das machen sehr viele so und haben Spaß daran und haben sogar regelmäßig Auftritte und verdienen etwas Kohle dazu. Das ist selbstredend völlig in Ordnung . Im anderen Fall musst du wirklich was von Musik verstehen ... das ist bis zur "Mastery" eher - wenn du nicht gerade ein Begnadeter bist - wohl ein aufwändigerer Weg. Schließlich kann man sich ein Leben lang mit der Musik auseinander setzen, man kann den Beruf des Musikers ergreifen, man kann Studieren und was weiß ich noch alles. Da gibt es also für den Hobbyisten viel zu entdecken. Sowohl in Praxis als auch in Theorie. Der erste Teil bleibt dir aber so oder so nicht erspart: Mit dem Instrument musst du ja trotzdem umgehen können. Anders gesagt: Möchtest Du Gitarrist sein, Musiker oder gar Künstler? Wobei je nach dem ja auch etwas Veranlagung dazu gehört.

Mir z.B. macht das Nachspielen von Song Spaß, ich spiele auch gerne zu Backing Tracks viel Zuhause - in ner Band spiele ich nicht. Aber es erfüllt mich nicht. Ich habe schon recht früh damit begonnen Gedichte zu schreiben und in Sprache Emotionen auszudrücken. Ich male und zeichne ab und zu und habe ein recht passabel ausgeprägtes Gefühl für Harmonie und Disharmonie. Mich interessiert z.B. unglaublich auch die Theorie dahinter und ich bin ein Arbeitstier was das betrifft. Je nach dem is mein Ansatz halt ein anderer als deiner und auch der "Gesamtplan".

Also: Wie die Griechen schon sagten: Erkenne dich selbst! ;) Ich mein, es ist ein Hobby, oder? Wenn du es geil findest Theorie zu pauken, tue das. Wenn du gerne Skalen übst, tue das. Wenn du gerne Power-Chords mit der Gitarre auf Kniescheibenhöhe schrammelst: Mach genau das. Und wenn du JustinGuitar oder Marty Schwarz Vids nachklimppern willst: Ok! Aber du musst wissen was du willst - dann kannst du auch Tipps kriegen wie du am besten anfängst. Und mach dir nix vor: Von nix kommt nix.


LG Bob
 
Hi,

sehr viel nützliches wurde ja schon gesagt und dem kann ich mich nur anschließen. An deiner Stelle würde ich mir einen Lehrer suchen (ohne Vertragsbindung, möglichst qualitativ hochwertig) und ab und an vorbeischauen. Können ja auch mehrere sein, einen z.B. für akustisches Fingerpicking, einen anderen für Jazzimprovisation usw., einfach um ab und an ein Feedback zu bekommen (ich habe selbst Schüler die das so machen, die kommen ca. einmal im Monat, stellen fragen, ich mache Vorschläge was man sich wie als nächstes aneignen kann usw.). Finde ich nicht verkehrt, da man sich erstens keine großen Fehler antrainert, andererseits flexibel bleibt und genau das lernen kann worauf man Lust hat, ohne wesentliche Dinge ausversehen zu übersehen, darauf macht einen ein Lehrer dann zumindest aufmerksam.

Greetz
:hat:
 
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Das was HempyHemp sagt kann ich so für mich unterstreichen :

Ich bin selbst Autodidakt und würde behaupten verhältnismäßig weit gekommen zu sein. Ich kann eigentlich in der Regel spielen was ich spielen will , wenn auch nicht immer so sauber wie ich will etc , aber vom Prinzip her.

Ich denke daher durchaus , das man sich selbst ein guter Lehrer sein kann. Wenn ich die Zeit nochmal zurückrehen könnte würde ich aber genau das machen was HempyHemp schreibt.

In unregelmäßigen Abständen und nach Bedarft einen wirklich guten Lehrer konsultieren der in der Lage is Fehler aus dem Weg zu räumen und einem ein Konzept mir auf dem Weg gibt mit dem man dann wieder eine Weile selbst arbeiten kann. Und wenn man feststeckt schaut man wieder vorbei. So hätte ich mir zum Beispiel manchmal längere Durststrecken ersparen können und Zeit gespart sowie Motivation gewonnen. Es ging auch so , aber anders wäre es einfacher gewesen.

Wenn du also keinen brauchst der mit dir Stück für Stück alles erarbeitet und dir alles vorkaut, sondern einfach jemanden der ab und zu wieder alles in sinnvolle Bahnen lenkt und dir Feedback gibt ob du auf dem richtigen Dampfer bist, ist das ein guter Mittelweg denke ich...

grüße b.b.
 
Der/Die Erfinder der Gitarre hatten auch keinen Lehrer, von daher geht auch alles ohne. Es liegt eigentlich nur an der eigenen Disziplin, Motivation und Übungsintensität. Ein Gefühl für Musik und Rhytmik kann einem auch der beste Gitarrenlehrer nicht beibringen.
 
schönes Thema was mich selber auch betrifft. Ich Spiele seit drei Jahren Gitarre im Selbststudium (Einstieg war Rocksmith). Ich denke nicht, das ich besonders talentiert bin und ein gutes Gehör bzw. Rhytmusgefühl habe ich auch nicht. Ich hatte jetzt für drei Monate einen Lehrer aber aus zeitgründen fällt das leider flach. Wir haben in dieser Zeit nur Pentatoniken und Rhytmus geübt.
Mein Ziel ist eigentlich nicht, Songs von anderen zu lernen sondern mit anderen Musikern frei zu spielen. Ein paar Kumpels von mir spielen schon Ewigkeiten Gitarre , entsprechend haben wir schon versucht mal zusammen zu jammen...Na ja. Ich finde das echt schwer.
Darum habe ich jetzt begonnen, ein paar Lieder zu lernen, einfach um gewisse zusammenhänge zu erkennen. Zur Zeit sind das Joe Bonamassa und die Allmann Brothers. Ich denke wenn man einen Plan hat wo man hin will und den ein oder anderen erfahrenen Musiker, den man mal fragen kann ist das schon ein guter Weg. Andere haben es auch ohne Lehrer geschafft, halt (in meinem Fall) nur 30 Jahre früher angefangen.
 
hey ich bin sozusagen vollkommener autodidakt, was gitarre spielen angeht. Nur die ersten drei Akkorde habe ich von meinem Onkel gezigt bekommen und heute bin ich nicht mehr weit davon entfernt, wie Jose Gonzalez auf der Konzertgitarre zu spielen. You Tube hat dabei auch ganze arbeit geleistet :D. Letztendlich habe ich mir durch beobachten eine Menge techniken, rhythmen und anderes bei gebracht. Ich muss auch sagen, dass wir uns in der Band alle gegenseitig hoch gepusht haben (natürlich nur im positiven sinne ;), sonst hätte es mörderische konkurenzkämpfe gegeben). Aber da jeder immer wollte, dass man sich die musik unserer Band auch anhören kann, hat jeder sein bestes gegeben und vor allem mir hat das sehr geholfen. Bei manchen solos und riffs muss ich nicht einmal mehr hin sehen, da ich die Klampfe regelrecht fühle. Das hat natürlich alles seine Zeit gebraucht.

Ich habe mit normaler Konzertgitarre angefangen, das war vor knappen vier jahren. damals habe ich fast nur offene akkorde und schlecht gegriffene barreeakkorde gegriffen. Als SClagtecknik war mir nur der abschlag bekannt :rolleyes: . Ich muss teilweise ganz schön auf das instrument eingedroschen haben (was mir im Nachhinein ein wenig leid tut für die Gitarre). Ein halbes Jahr später kam die erste elektrische, auf der ich dann ersteinmal alle wichtigen Akkorde gelernt habe. EIne große Hilfe für das verständnis der ganzen TOnarten und Verminderungen war der schulische Musikunterricht, der mir dazu haufenweise Grundlagen gegeben hat, die ich mir dann nach und nach weiter ausgebaut habe. (Vielleicht hat auch geholfen, dass ich nebenher noch Klavier autodidaktisch gelernt habe, nur kann ich das niccht so genau sagen) SChlussendlich bin mit sehr viel ehrgeiz immer ein stückchen weiter und habe mir auch richtige Gitarristenvorbilder gesucht (David Gilmour, J GOnzalez, ua), bei denen ich mir auf Viedeos viel abgeguckt gabe.
Wichtig ist, dass du ehrgeiz mit bringst und die Sache auch durch ziehst, sonst wird es nichts. Ansonsten immer auf bereits gelerntem aufbauen. Was mir auch geholfen hat: http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Inhalts%C3%BCbersicht
Viel GLück
 
Das Problem an YT ist, dass jeder reinposten kann was er will. Manchmal ist es schwer, Mist und Sinnvolles zu unterscheiden. Ich hab lange Selbststudium gemacht, mich in einigen Fehlern festgespielt und dann den richtigen Lehrer für mich gefunden. Damit hab ich wesentliche und entscheidende Fortschritte gemacht. Ohne Lehrer hast du diese Kontrolle nicht, musst v.a. ehrlich zu dir selbst sein und selbst versuchen herauszufinden, was du gut und richtig machst und was nicht. Da du aber schon Unterrricht hattest, hast du da vielleicht schon eine Vorstellung von. Sollte es nach einer Zeit nicht klappen, such vielleicht nochmal nach einem neuen Lehrer. Meiner räumt auch oft Mist auf, den die Leute bei anderen "Lehrern" gelernt haben...
 
Gitarre im Selbstudium ist möglich. Mit Lehrer (dem richtigen, manchmal muss man halt mal einige ausprobieren) geht es noch besser. Ich empfehle da eine Kombi aus Bücher, Lehrvideos, Lehrer und eigenem Engagement. :)
 
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Gitarre im Selbstudium ist möglich. Mit Lehrer (dem richtigen, manchmal muss man halt mal einige ausprobieren) geht es noch besser. Ich empfehle da eine Kombi aus Bücher, Lehrvideos, Lehrer und eigenem Engagement. :)

Das ist womöglich genau der Punkt: Eigenes Engagement! Bei manchen dieser Diskussionen "Autodidakt <-> Lehrer" habe ich den Eindruck, es ginge nur entweder autodidaktisch/mit Eigenengagement oder mit Lehrer/ohne Eigenengagement.

Das stimmt so aber nicht: Ein Lehrer ist nicht dazu da einem Alles vorzukauen, sondern um den Schüler auf Kurs zu halten, Hilfen zu geben und Fehlentwicklungen entgegen zu wirken. Der Schüler hingegen tut gut daran, sich auch außerhalb des "offiziellen" Lehrprogramms mit der Materie in Form von Büchern, Videos etc. zu beschäftigen. Manchmal werden komplizierte Dinge eben sehr viel verständlicher, wenn man sie auf verschiedene Arten beschrieben bekommt - eben aus verschiedenen Büchern/Videos/Lehrern.

Just my 2 Cents

JerryCan
 
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Da muss ich dir Recht geben.
Ich habe damals als Autodidakt begonnen und mache auch weiterhin das meiste daheim allein, wenn auch ohne jegliches erkennbares Konzept. Alle zwei Wochen lasse ich mich dann von meinem Gitarrenlehrer wieder auf Spur bringen :great:
 

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