ich kann nicht mehr anders, als dass ich auch mal aus meinem (Musiker-)Leben plaudere
😉
mein Papa (Gitarre/Akkordeon/Mundharmonika undundund) hat mir als kleinen Stöpsel immer schon erzählt, wie er fasziniert war, wenn Opa Gitarre/Geige/Akkordeon/Mandoline undundund gespielt hat. Allein diese Geschichten haben mich fasziniert. Mein Opa hat z.B. eine kleine ramponierte Konzertgitarre unter Einsatz seines Lebens im dritten Reich vor der Verbrennung gerettet. Sie lag (nach den Erzählungen) an der Spitze des zu verbrennenden Haufens und mein Opa hat sie von diesem Haufen schnell weggeholt. Auf diesem Instrument wurde von meinem Opa das musikalische Gut der Familie an meinen Vater gegeben. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass wir (im heutigen Sprachgebrauch sogenannte) Musikabende verbrachten. Papa hat Gitarre (oder irgendwas anderes) gespielt, Mama hat mitgesungen, die beiden Kinder haben entweder ehrfürchtig gelauscht oder sich beteiligt.
Irgendwann kam bei mir der Wunsch (mit 6 oder 7 Jahren), mich aktiv zu beteiligen... es blieb zunächst beim Lauschen und Mitsingen. Gitarre fing ich dann mit 9 Jahren an und schaute mir natürlich alles vom Papa ab.
Genau in diesem Alter lernte ich meinen besten Freund kennen aus der Nachbarschaft, er lernte grad Akkordeon.
So kam es, dass wir zwei zusammen musizierten... 1979 der erste Auftritt in einer Bauernkneipe bei uns im Ort (Rosamunde,Schützenliesl usw, aber das war egal, wir waren im Rampenlicht, hatten angefangen "Blut zu lecken") und hatten durch eine diasporaähnliche Sammlung ein Vielfaches unseres damaligen Taschengeldes "verdient".
So begann alles....
Ein Schlagzeuger kam hinzu und es wurde "kommerziell" ... ich kann mich genau erinnern, dass wir zu dritt auf einer Silberhochzeit spielten, in einer Zeit, wo ich 11 DM im Monat Taschengeld bekam und an dieser Sielberhochzeit ging jeder von uns Kindern mit jeweils 50 DM heim... geil und ein Liebesbriefchen von der ersten Verehrerin war auch noch drin,... geil, ich werde Musiker
Gott sei Dank war ich damals schon so vernünftig einzusehen, dass erst Schule und Beruf und blabla wichtiger ist....
Dann kam Anfangs der 80er Einstieg zusammen mit meinem mittlerweile Orgel-spielenden Freund in die Schulband unseres Gymnasiums und 1985 die Gründung einer eigenen Blues Band.
Bsp. könnt ihr in meiner Signatur sehen. Mittlerweile mehr als 23 Jahre die gleiche Band und ich bin so was von stolz darauf
😉... da sind (ich nehme mich mal aus) wirklich hochrangige und professionell ambitionierte Musiker am werkeln... und was ist die Quintessenz???? ... selbst wenn hochbezahlte Musiker bei uns ab und zu aushelfen: sie bestätigen uns immer wieder, was für einen Spaß es macht, bei uns auszuhelfen.
Mein Resümee (sorry, wenns so lang gedauert hat): Wer Spaß daran hat, Musik zu machen, ist ein glücklicher Mensch
🙂 ... noch kürzer kann man es, glaub ich, nicht ausdrücken
😉
Blues zum Gruß
Thomas (Foxy)