[Gitarre] - Yamaha Pacifica 112

von Treden, 23.12.07.

  1. Treden

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    Erstellt: 23.12.07   #1
    Yamaha Pacifica-112
    [​IMG]

    Hallo zusammen,

    die Yamaha Pacifica 112 gilt mit diversen Ibanezgitarren als DIE Einsteigergitarre.
    Was ist wirklich dran an diesem Ruf, der dazu verleitet, sie in unzähligen Themen hier
    im Forum immer wieder Einsteigern zu empfehlen und sie vielen anderen Modellen vorzuziehen?

    Meine E-Gitarrengeschichte begann vor genau einem Jahr an Weihanchten. Ich hatte zuvor 3 Jahre
    Akustikgitarre gespielt, war aber frustriert, da ich kein gescheites Solospiel auf die Reihe bekommen habe
    und mich der ewig gleiche Sound nervte. Es war klar, eine E-Gitarre musste her. Nicht zuletzt dank euch im
    Board habe ich mir die Pacifa bestellt, im Yellow-Natural-Satin Finish mit schwarzem Schlagbrett.
    Also flugs bei einem großen deutschen Musikhändler bestellt und dann die Qittung dafür bekommen,
    dass ich im Internet bestellt habe: Der Steghumbucker war defekt. Ich weiß nicht, ob das häufiger
    vorkommt, meine Ersatzgitarre jedoch funktioniert einwandfrei. Also IMMER im Laden vorher antesten, ich habe meine
    Lektion gelernt.
    Nun besitze ich diese Gitarre schon beinahe ein Jahr und nun weiß ich auch, wie sie so "tickt".
    Ist sie wirklich DIE Einsteigergitarre, ist sie wirklich so gut, wie alle sagen?
    Los geht's mit meinem Review:

    1. Die Konstruktion

    Die Pacifica ist eine Strat-Kopie, das ist auf den ersten Blick erkennbar. Jedoch hat sie durchaus eine
    eigene Form. So hat sie, verglichen mit einem Frauenkörper, ein viel briteres Becken, als die uns
    allbekannte Fender Stratocaster.
    Der korpus besteht aus Erle und ist meines Erachtens nach dreigeteilt, zumindest lässt sich das durch das
    Naturfinish erkennen.
    Der Hals, sowie Kopfplatte und Griffbrett bestehen bei meinem Modell aus Ahorn, es gibt aber auch Modelle
    mit einem Rosewood-Griffbrett, anstatt Ahorn.
    Die gesamte Gitarre ist mattlack lackiert, was auf jeden Fall sehr lecker aussieht. Vorteil daran ist auf
    jeden Fall, dass Fingerabdrücke nicht sichtbar sind und kleinere Dellen und Kratzer, die zwangsläufig immer
    auftreten sehr gut verschleiert werden können.
    Der Hals ist im Vergleich zu anderen Gitarre relativ flach, ohne jedoch gleich wie ein Ibanez-Zahnstocher zu
    wirken. Er lässt sich sehr bequem bespielen, druch die beiden Cutaways lassen sich selbst die obersten Bünde
    sehr gut erreichen. Die Inlays gefallen mir nicht so, es sind schwarze Punkte, die jedoch etwas billig wirken.
    Die mEchaniken sind sehr leichtgängig und halten die Stimmung mittelmäßig, mehrmaliges Nachstimmen pro Tag ist
    erforderlich, bei Gigs etwas nervig, wie ich selber schon erfahren musste.
    Der Sattel besteht leider nur aus Plastik, aber was will man zu diesem Preis erwarten? Beim Feäsen der Saitenführungen
    durch diesen attel hat Yamaha geschlampt, diese sind nicht gerade sauber, an zwei Stellen wurde bis ins Griffbrettholz gefräßt(!),
    so dass zwei Kerben in diesem zu sehen sind.
    Das schwarze Pickguard ist dreischichtig und macht einen guten Eindruck, vor allem einen tollen Kontrast zu hellen Naturoptik.
    Jedoch ist meines farbbedingt sehr verkratzt, so dass man es sich besser überlegen sollte, es in weiß zu holen, welches
    sicherlich um einiges pflegeleichter ist.
    Die Gitarre besitzt zwei Potis, eines für Volumen, das andere für Ton. Im Ganzen machen sie ihren Job recht gut, wenn auch
    der Regelweg des Volumenpotis sehr unausgeglichen ist, von 10 auf 9 ist ein enormer Abfall der Lautstärke, bzw. der Zerre zu bemerken,
    der Rest des Regelweges läuft jesoch äußert gleichmäßig. Daran muss man sich erst gewöhnen, oder wenn es einem nicht passt,
    den Poti wechseln. Der Fünfwegschalter funktioniert hervorragend, manchmal ist ein leichtes Knacksen zu hören, das ist aber
    übersehbar. Die Gitarre besitzt drei Pickups, zwei Single-Coils in Hals- und Mittelposition, an der Bridge einen Humbucker.
    Diese sind wie das Sclagbrett schwarz gehalten und machen vom Aussehen her einen guten Ausdruck.
    Die Bridge ist für einen Stratspeiler auch nichts besonderes, das Vintagevibrato sicherlich auch nicht.
    Für 230€ bin ich echt überracht und angetan von dem Aussehen der Pacifica.

    2. Die Bespielbarkeit

    Das meiste habe ich schon in der Konstruktion beschrieben, aber egal.
    Der Hals lässt sich meines Ermessens hervorragend spielen, die Mattlackierung trägt dazu bei. Die Saitenlage
    ist ab Werk relativ niedrig und gut eingestellt, das kommt zumindes mit ziemlich etngegen. Generell ist die
    Gitarre gut eingestellt. Nichts schnarrt, der Hals ist gerade, ich habe beinahe nichts nachjustieren müssen.
    Die Bünde sind angenehm flach im Vergleich zu meinen A-Gitarren, Barrégriffe und ähnliche Verrenkungen funktionieren
    ohne Probleme. Der Hals-Korpus-Übergang beginnt am 15. Bund, danach wird die Bespielbarkeit natürlich etwas eingeschränkt,
    aber das ist bei jeder anderen vergleichbaren Gitarre genauso. Da der Hals passgenau verschraubt in der Halstasche sitzt, ist es
    für die Hand auch nicht unbeguem, direkt an der Verbindungsstelle zu spielen.
    Am Gurt gewinnt diese Gitarre weitere Punkte hinzu. Sie hängt wirklich perfekt am Gurt, ist sehr gut ausgeglichen, null Kopflastigkeit
    oder ähnliches. Sie schmiegt sich sehr sanft an meinen Körper an, eine Wegfräsung für den Bierbauch ist vorhanden, welcher aber bei mir selbst noch nicht

    vorhanden ist;-)
    Das Volumepoti ist sehr gut mit dem kleinen Finger zu erreichen, so dass es bequem ins Spiel eingebunden werden kann. Auch der
    5-Ton-Schalter ist ebenso sehr gut aus der Spielposition zu erreichen, fast zu gut, so dass bei wildem Punkgeschrammel schon mal absichtlich
    ein anderer Pickup angewählt wird.
    Das Vibrato macht seine Sache auch recht gut. Divebombs verträgt es nur recht wenige, danach ist timmen angesagt, aber zum leichten Gebrauch,
    also Anvibrieren von Tönen und Akkorden ist es durchaus zu gebrauchen.
    Bendings gehen ausgesprochen gut von der Hand, selbst auf tieferen Bünden lassen sich die Saiten recht gut in die gewünschte Position benden.
    HammerOns und PullOffs sind auch kein wirkliches Problem, aufgrund der etwas niedrogen Bundstäbe muss man aber ein wenig mehr Kraft aufbringen.
    Probleme macht mir ein wenig der 9. Bund auf der H-und E-Saite. Die Töne bleiben nicht allzu lange in ihrem normalen Zusatend, sondern kippen
    sofort nach dem Anschlag in ihre Obertöne. Ich muss das mal übnerprüfen lassen, kann sein, dass dort unsauber verarbeitet wurde.

    3. Der Sound

    Das ist natürlich nicht wirklich einfach, objektiv zu bewerten, da jeder andere Vostellungen an "seinen" Sound hat.

    Trocken, aslo ohne Amp klingt die Klampfe recht höhenreich und perkussiv, drahtig wäre der richtige Ausdruck. Sustain spürt man
    kaum, auch ist die Gitarre konstruktionsbedingt bei weitem nicht so schwingungsfreudig wie Modelle mit eingeleimten, bzw. durchgehendem
    Hals.
    Aber das sagt erstmal nicht wirklich viel aus, "entschidend ist auffem Platz", oder besser gesagt, am Amp.
    Ich beginne mit dem Halspickup:
    Clean klingt er relativ "twangig", die Töne kommen mit Druck und sehr definiert, also mit Attack, klingen aber nicht allzulange nach.
    Gut geignet für Countrymelodien und Picking.
    Angezerttverstärkt sich dieser Eindruck, der Sound wird aber eine Spur bluesiger.
    Das Gain aufgedreht, brummt einem erstmal der Amp entgegen. Was ist das denn? Der gesamte Pickup raucht wie nichts Gutes, relativ nervig.
    Die Bluesecke tut sich einem nun wirklich auf, der Ton klingt relativ dick, wennm anmn das Tonepoti zurück dreht, erhält man eine Art
    "Woman-Tone". In dieser Einstellung fällt einem der starke Twang auch nicht merh auf, eine hervorragende Einstellung zum Solieren, für härtere
    Richtungen, oder Metalsoli jedoch nicht so geignet.

    Die nächste Einstellung ist die Mischung aus Hals- und Stegpickup. Der gesamte Sound wird merklich weicher, verliert an Attack.
    Clean hervorragend für Strumming oder Akkordarpeggien geignet.
    Verzerrt nicht wirklich mein Fall, da gibt es bessere Positionen.

    Als nächstes ist der Kollege in der Mittelposition dran. Er klingt dem Halspickup sehr ähnlich, hat aber noch einen Schuss mehr Höhen vorhanden.
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ihn recht selten spiele, da ich niht so der Countrytyp bin. Abwer sonst ist er für diese Art Musik sehr geeignet.

    Die nächste Position ist bei mir auch recht selten genutzt: Die Schaltung zwischen Mittel- und Stegpickup.
    Sie ist vergleichbar mit der Kombination aus Steg-und Halspickup, klingt aber bissiger. An manchen Stellen klingt sie fast Akustikgitarrenähnlich,
    Sicherlich interessant, zumal sie verzerrt eine Art "Rotzsound" bekommt, aber nicht meine Soundvorstellung.

    Kommen wir zum Stegpickup. Zuerst fält auf, dass er um ein Vielfaches lauter als die anderen Tonabenehmer ist. Clean klingt er unglaublich warum und "voll",
    nicht zu vergleichen mit den SingleCoils. Auch fällt das Rauschen weg, er ist relativ ruhig, auch bei laut aufgedrehtem Amp.
    Angezerrt macht er schon unglaublich Spass. Akkorde kommen voll aus den Boxen, auch einzelne Notenläufe kommen fett rüber.
    Mit erhöhter Gainzahl klingt er auch immer besser. Das vole Rockbrett bringt er überzeugend rüber, neigt aber ein wenig zum Matschen.
    HiGain ist dann fast wieder zuviel des Guten. Zwar liefert immer noch ausreichend Druck, die Akkorde vermatschen aber zunehmend. Einzelne Powerchordriffs
    sind zwar in Ordnung, aber komplexe Riffs mit Leersaiten klingen nicht unbedingt überzeugend. Die Töne klingen nun sogar relativ lange nach, obwohl dass

    Sustain abnsonsten nicht sehr hoch ist.

    Für Punkrock, Hardrock, Country, Pop und andere Richtungen klingt die Gitarre absolut super und ist basolut zuverlässig, Metal ist aber nicht ganz ihr Ding.


    4. Fazit

    WOW, unglaublich, was es für diesen Preis schon gibt. Diese Gitarre ist unglaublich vielseitig und wirklich gut verarbeitet.
    Klar, natürlich gibt einige Mängel, aber man sollte sich wie gesagt einmal den Preis vor Augen halten. Für einen Anfänger die perfekte Wahl,
    allerdings kenne ich die Ibanezinstrumente nicht. Viel falsch machen kann man nicht, aber bitte unbedingt sein Modell im Geschäft
    antesten und nicht blind bestellen, da es doch erhebliche Schwankungen zu geben scheint.


    Bilder und Soundbeispiele kommen im Laufe des Tages noch.
    Bin für Kritik, Lob und Bewertungen jederzeit offen;-)


    Edit: Jetzt habe ich auch schlecht als recht ein paar Hörbeispiele fertig. Ist weder gut gespielt noch aufgenommen, aber ich hoffe man kann sich einen kleinen Eindruck machen.

    Bsp.1 ist auf dem Halstonabnehmer gepielt, reichlich Gain, Tonepoti zurück gedreht. Einfach eine kleine Pentatonik-Blues-Improvisation unsauber wie sau, aber egal.

    http://www.file-upload.net/download-573012/bespiel1.mp3.html

    Bsp.2 ist auf der Mittelposition zwischen Hals- und Stegpickup gespielt, clean. Einfach eine kleine Akkordzerlegung, um zu zeigen, was man mit dieser Einstellung nfagnen kann.

    http://www.file-upload.net/download-573016/beispiel2.mp3.html

    Bsp.3 ist ein Riff aus Iron Maidens "Brighter Than a Thousand Suns" und soll das volle Brett verdeutlichen. Gespielt auf dem Bridehumbucker, Tone-und Volumepoti voll aufgedreht.

    http://www.file-upload.net/download-573023/beispiel3.mp3.html
     
  2. Eggi

    Eggi Inaktiv Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 24.12.07   #2
    Ein gutes, ausführliches, und vor allem nicht nur mit Lob vollgespicktes Review :great:

    Da hoffe ich mal, dass sich Neueinsteiger ein kleines Bild von dieser beliebten Gitarre machen können, und sich nicht so sehr auf die 60€ Ebay Gitarren stürzen.

    Ich hab sie im November auf der Musik Produktiv Musikmesse mal anspielen können. War einfach mal neugierig, warum diese Gitarre immer so oft empfohlen wird. Und für den Preis fand ich die wirklich nicht schlecht.
     
  3. Treden

    Treden Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.07   #3
    So, habe auf die Schnelle noch ein paar Bilder gemacht. Man sieht gut die Gebrauchspuren an der Gitarre ;-)
     

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  4. Gilmore

    Gilmore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #4
    Danke für das Review, kommt gerade passend, denn ich überlege mir auch eine zu kaufen :)
    Eine kleine Frage am Rande, ist der Unterschied zwischen der 112 und der 012 sehr groß? Will nichtmehr warten bis ich die 229€ aufgetrieben hab, die 179 die ich für die 012 hinlegen müsste wären direkt verfügbar :D
     
  5. Sca

    Sca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #5
    Ein paar Kommentar von mir, ebenfalls als Pacifica 112 besitzer:

    bei mir ist der humbucker NICHT deutlich lauter als die anderen pickups. am lautesten ist bei mir der hals PU. wird wohl daran liegen, wie hoch sie von werk an geschraubt waren, ich war aber immer zufrieden damit wie es war und hab nichts geändert.
    den humbucker um steg find ich auch nicht wärmer als den singlecoil am hals, der hat viel weichere und sattere bässe und schöne glasige höhen. der hals pu rauscht auch nicht außergewöhnlich, normal für einen singlecoil halt.
    für die preisklasse der gitarre sind die pickups echt spitze, wie ich finde (okay hab meine pacifica aber noch damals gekauft, als sie nur 190€ kostete).

    sogar das vibrato system war wunderbar stimmstabil, sogar einige divebombs haben funktioniert ohne das ne große verstimmung zu hören war (fand ich bemerkenswert), doch dummerweise ist mit beim rausschrauben der hebel im gewinde verkantet und abgebrochen, wohl ein material fehler bzw minderwertiges metall.
    das andere manko an der gitarre war, dass die potis von werk an beim verstellen knisterten wie nichts gutes.

    ansonsten super gitarre, ich glaub, ich hab wohl auch ein außergewöhnliches sonntags-modell erwischt. nach knapp 5 jahren bin ich eigentlich immernoch zufrieden (und nicht mangels vergleichen). einfach ein unschlagbares preisleistungsverhältnis, auch jetz noch für 230€
     
  6. Treden

    Treden Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.07   #6
    Naja, ich find' die Mitten sind beim Halssinglecoil doch viel stärker betont. Aber gut, ist ja wirklich rein subjektiv gesehen, jeder hat einen andeen Sound, der ihm besser gefällt.

    Das Vibrato, naja, ich habe ja geschrieben, ein zwei Divebombs gehen ja. Aber permanent darf man es eben nicht einsetzen, sonst merkt man die Verstimmung deutlich, insbesondere E-Saite.
    Ich werde sie sicherlich noch länger behalten, habe kein Geld für ein neue Gitarre, so dass ich sie sicheer noch 3-4 Jahre behalten werde.
     
  7. RG-Jule

    RG-Jule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.08   #7
    Hat jemand Erfahrungen bezüglich der Bandtauglichkeit dieser Gitarre? Ich probe seit Kurzem nämlich mit einer Schlagzeugerin zusammen, d.h. der Verstärker muss ordentlich aufgedreht werden ;). Allerdings tritt ein extremes Rauschen auf, wenn ich spiele - und zwar NUR wenn ich spiele. Am Anfang habe ich es auf den Verstärker geschoben (Line 6 Spider III 15), aber mittlerweile habe ich die Vermutung, dass es an der Gitarre liegt. Es verwundert mich nur ein wenig, da ich schon oft gelesen habe, dass die Pacifica selbst für Bandauftritte okay wäre. Ich meine klar, für das Geld kann man vielleicht nicht sooo viel erwarten, aber muss es deswegen so rauschen :( ? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
     
  8. Doomhammer

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    Erstellt: 17.05.08   #8
    Also ich habe eine Pacifica 112 und komme gegen einen 5Saiter Bass und Drumms gut an^^
    Und für das Geld ein echtes Schmuckstück=)
    Sehr gute Bespielbar und Vielseitig.
    Und echt gute Verarbeitung^^
    MFG Doomi
     
  9. Treden

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    Erstellt: 17.05.08   #9
    Das tritt bei mir fast nur auf, wenn ich NICHT mit dem Humbucker spiele. Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Rauschen abnimmt, wenn man an das Tonepoti etwas zudreht. Alternativ etwas Gain rausnehmen, bringt meiner Erfahrung auch eine Menge, der Spider ist in manchen Modi auch nicht gerade rauscharm...
     
  10. Antron

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    Erstellt: 17.05.08   #10
    Kann es sein, dass der Spider ein eingebautes Noisegate hat ? Das würde das rauschen in den Spielpausen nämlich unterdrücken. Um das Rauschen zu vermeiden würd ich die Gitarre im Humbucker-Modus betreiben, da der weniger rauschanfällig ist.

    Ansonsten würd ich sagen, dass es schon erstaunlich ist, dass du mit den 15 Watt gegen deine Schlagzeugerin ankommst, ich hab das mit meinem 15-Watter damals nicht geschafft :D

    Übrigens hab ich letztens noch ne ziemlich gute Band mit ner pac 112 auf der Bühne gesehen, irgendwie muss das also gehen ;)
     
  11. RG-Jule

    RG-Jule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.08   #11
    Ich hab keine Ahnung, ob der ein Noisegate hat, aber da es in den Spielpausen kaum rauscht, würde das wohl auch nicht sehr viel nützen ;).

    Naja, ob ich wirklich gegen sie ankomme, ist ne andere Sache :D. Sie sagt, sie hört mich fast nicht beim spielen ^^. Aber zum Üben reichts vollkommen aus. Ich muss dazu sagen, dass der Raum relativ klein ist. Da kommt man vllt noch eher gegen ein Schlagzeug an, als in nem riesigen Übungsraum.

    Naja, ich müsst einfach irgendwie mal testen, ob meine Gitarre an einem anderen Verstärker in der Lautstärke auch so rauscht.
     
  12. Cadfael

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    Erstellt: 17.05.08   #12
    Hallo Jule, hallo Treden,

    in der Humbucker Position sollte die Gitarre kaum rauschen; ebenfalls kaum in der Stellung Hals + Mitte (die zusammen wie ein Humbucker wirken).
    Wie der Name "Humbucker" schon sagt, ist es ein "Brummunterdrücker".
    In der Hals- und Mittelposition hingegen "muss" es rauschen, denn da sind die SingleCoils an. Die unterdrücken kein Brummen.

    Es gibt Leute, die mögen alkoholfreies Bier, nikotinarme Zigaretten und Cola Light. Ich gehöre nicht dazu ...
    Daher bin ich der Meinung: Ein "SingleCoil" der nicht brummt ist auch nix. Es gibt zwar moderne "Noiseless" SingleCoils bei denen das Brummen mit "Geisterspulen" und ähnlichem Schickschnack unterdrückt wird, aber für mich gehört Brummen zum SingleCoil wie der Regen zu England - oder Münster.

    Ein VHS Yoga-Kurs hilft weit mehr als jede Abschirmung!
    Die Gitarre brummt zwar immer noch, aber es ist einem egal. :cool:
    Lasst den "Mist" mit Noise Gates und seht die Sache gelassener! Das spart Geld und Nerven.
    Aus 30 Jahren Musiker-Dasein weiß ich, dass es dem Publikum egal ist, ob es in den Spielpausen brummt oder nicht. Ihr habt ja beide eine Yamaha 112 - und damit eine tolle Einsteigergitarre. Freut euch an ihr und macht euch keine Gedanken um den Hyper-Duper-in-Spielpausen-totenstill-Sound! Ein VHS Yoga-Kurs ist zudem billiger als tausend Versuche das Brummen zu unterdrücken.

    Gruß
    Andreas
     
  13. RG-Jule

    RG-Jule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.08   #13
    Es rauscht nicht in den Spielpausen, sondern während des Spielens ;) und auch in der Humbucker-Position
     
  14. Treden

    Treden Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Nur verzerrt oder auch clean? Dreh' mal deinen eigenen Amp mal so weit auf und überprüfe, ob das Problem dann auch auftritt. Ich vermute stark, dass es vom Amp kommt, meine Pac hat dieses Problem nämlich nicht...
     
  15. )-(Sacrifice)-(

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    Also muss schon sagen, wirlich ein gutes und sehr objektiven Review für jemanden, der erst ein Jahr mit der Materie E-Gitarre vertraut ist, respekt.
    Putz deine Yamaha aber öfter :D
     
  16. Treden

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    Danke. Ja, ich sollte sie wirklich häufiger putzen, das Schlagbrett unter den Saiten ist aber auch ein wirklicher Staubfänger:D
     
  17. RG-Jule

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    Das Rauschen triit sowohl verzerrt als auch clean auf, aber verzerrt fällt es kaum auf ;).

    Leider habe ich zu Hause nicht die Möglichkeit, meinen Verstärker so weit aufzudrehen. Ich könnte ihn höchstens mal mit in den Proberaum nehmen, aber das wird n ganzschönes Geschleppe ;)
     
  18. Treden

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    Erstellt: 19.05.08   #18
    Hm, eine andere Gitarre, um den Amp zu testen hast du ja auch nicht... . Also wie gesagt, ich tippe stark darauf, dass das Rauschen vom Am kommt, da du ihn ja ziemlich aufreißen musst, um gegen die Drums mithalten zu können. Wahrscheinlich ist das fast zu laut für den kleinen Kasten, so dass irgendwas zu schwingen anfängt. Das ist übrigens bei meinem Microcube genauso, wenn ich den voll aufdrehe ist der auch nur noch am Dröhnen und Rauschen... . Aber ich habe schon häufig genug über größere Amps gespielt, also ab 70 Watt aufwärts, da ist das noch nie aufgetreten...
     
  19. RG-Jule

    RG-Jule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #19
    Hallo :),

    ich wollte mich mal wieder melden ;). Das Problem mit dem Rauschen liegt weder an der Gitarre noch am Verstärker :D. Es liegt am Schlagzeug ;). Die Snaredrum rauscht/surrt ... in gewissem Maße ist das auch normal und konnte weitestgehend reduziert werden, indem wir den Versärker nicht mehr in Richtung Schlagzeug gestellt haben.

    Trotzdem danke nochmal für die Hilfe :)
     
  20. heavyloddar

    heavyloddar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.08   #20
    Hallo zusammen,

    ich besitze auch seit 1 1/2 Jahren eine Pacifica 112 in schwarz, allerdings als Lefthand (60 Euro teurer:()

    Yamaha Pacifica-112 Lefthand
    [​IMG]

    Meine ist wirklich hervorragend verarbeitet und sie ist unglaublich stimmstabil. 1 x die Woche stimmen reicht aus.
    Und bandtauglich, na klar, über meinen Acoustic 164 spiele ich alles an die Wand wenn ich will :D
    Mein persönliches Problem ist, dass ich ziemlich dicke Finger habe und mir da der recht schmale Hals doch einige Probleme bereitet.

    Als Anfänger Gitarre, vor allem auch aufgrund ihrer Vielseitigkeit, absolut eine Empfehlung.

    Gruß aus dem Westen
     
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