Gitarristen - Egozentriker?

  • Ersteller DrScythe
  • Erstellt am
Ich denk aber mal nicht, dass man allgemeingültig sagen kann, dass Gitarristen generell Egozentriker sind.

Kann man auch nicht.
Ich habe in den letzten drei Jahren mit vier verschiedenen Gitarristen jeweils in Trios zusammengearbeitet und da war nicht einer dabei.

Allerdings liegt das auch immer (!) an einem selbst.

Wer in einem Mannschaftssport Egoismus zulässt, braucht sich am Ende auch nicht darüber beschweren. Selbst schuld.
 
Keine Ahnung, liegt vielleicht dran, das viele Leute immer mehr auf IHR Ego achten und sich alles nur um sich dreht. Und viele Leute spielen Gitarre, ,ich glaub zum Teil ist hier auch der Gitarren-Hype beteiligt und nicht nur das Gitarrenspielen selber.
Und viel baut sich das Ego sehr auf wenn man besser wird und schneller, besser, genauer usw spielt. (sprech aus Erfahrung :D )
 
Na, wenn Ihr denn nun wollt ;)

Meine Erfahrung aus dem (Laien-)Jazz-Bereich sind die, dass dort eigentlich fast alle Egozentriker sind, egal welches Instrument die spielen. Vielleicht sollte man das dort auch mitbringen: Wenn man sich für 5 Chorusse auf die Bühne stellt, ist ein kleines Ego eher hinderlich... egal wie es sich dann anhört. ;)
Ansonsten kommt es wohl auf die Gruppe an: Im Rock-Bereich (Dreier- oder Vierer-Besetzung) spielt der Gitarrist nunmal die Riffs und Solos, da muss er ein bisschen Biss mitbringen. Im Mandolinen-Orchester oder in der Big Band (hab beides schon gemacht :redface:), kann man auch mal für ne halbe Stunde oder auch komplett im Background versinken. Zuviel Egozentrik ist da schlecht, man sollte sich da in den Gesamtsound einfügen können.

Da hier im Forum eher die Rock- und Metall-Fraktion zugegen ist, und von letzterer wohl eher noch die Jüngeren, ist es wohl normal, dass das gitarristische Gesamtbild hier im Foum eher egozentrisch angehaucht ist. Gitarre spielen hat in jüngeren Jahren ja noch viel mit Sinnsuche, Abnabelung von den Eltern, Identifikation mit einer Gegenkultur usw. zu tun. (Ich schließ meine Bio da nicht aus.)

Grüße Jerzy
 
Auch wenns nicht so 100prozentig zum Ausgangspost passt:

Wenn man ein wenig Erfahrung hat und sich auch als ganzheitlicher Musiker und nicht nur als Gitarrist betrachtet, ist es nahezu unmöglich egozentrisch zu funktionieren.
Sicher kann man als starke und dominante Figur in der Band auftreten, aber allein auf musikalischer Ebene wird ein entwickelter Musiker auch ein Ohr und Auge für das Gesamtresultat mitbringen und Dinge dementsprechend lenken. Wenn man da z.B. im Proberaum steht wird man dann auch in der Lage sein ein Gefühl für den Gesamtklang entwickeln und nicht denken "ich bin so laut.. .geil", sondern im Notfall auch sich selber zurückfahren um andere Elemente in den richtigen Kontext zu rücken.

Zum Ausgangspost:
Dass hier viele so hardcore-equipmentorrientiert denken/schreiben/spammen ... ich bin mal so frech zu behaupten, dass die meisten (! nicht alle) davon kaum ihr Instrument richtig bedienen können.
 
Zum Ausgangspost:
Dass hier viele so hardcore-equipmentorrientiert denken/schreiben/spammen ... ich bin mal so frech zu behaupten, dass die meisten (! nicht alle) davon kaum ihr Instrument richtig bedienen können.
Würd ich nichtmal sagen. Aber Equipment treibt einen halt mehr als alles andere in Foren.
 
Wenn man ein wenig Erfahrung hat und sich auch als ganzheitlicher Musiker und nicht nur als Gitarrist betrachtet, ist es nahezu unmöglich egozentrisch zu funktionieren.

Wo man singst, da lass Dich nieder...
Nene, die Idee, dass Musik einen zu einem besseren Menschen macht, ist ein romantischer Topos, den man sich im Berufsleben getrost ans Knie nageln kann. Meine Erfahrung ist eher die, dass gerade im Musikbereich überproportional Gestörte rumlaufen. Und zwar egal, ob im Hobby- oder Profi-Bereich und unabhängig vom Genre.

Zum Ausgangspost:
Dass hier viele so hardcore-equipmentorrientiert denken/schreiben/spammen ... ich bin mal so frech zu behaupten, dass die meisten (! nicht alle) davon kaum ihr Instrument richtig bedienen können.
Ja, und? Im Board gibts keine Aufnahmeprüfung.
 
Nene, die Idee, dass Musik einen zu einem besseren Menschen macht, ist ein romantischer Topos, den man sich im Berufsleben getrost ans Knie nageln kann. Meine Erfahrung ist eher die, dass gerade im Musikbereich überproportional Gestörte rumlaufen. Und zwar egal, ob im Hobby- oder Profi-Bereich und unabhängig vom Genre.
Den Schluss hab ich nie gezogen. Was du sagst mit den "überproportional Gestörten" ist auch nichts was ich in Abrede stellen würde.



Ja, und? Im Board gibts keine Aufnahmeprüfung.
Das hab ich auch nicht gesagt :)
 
Es wird überall ein Streit vom Zaun gebrochen, wo es möglich ist. Und auf das ursprüngliche Thread-Thema besinnt sich keiner mehr.

Ich bin überrascht, dass ich exakt das formuliert hatte (vor knapp drei Jahren), was hier aktuell immer wieder abläuft: Möglichst oft, möglichst viele provokante Themen eröffnen und warten, bis die User sich auf die Nase geben...

Allerdings hat sich meine Einstellung auch nicht geändert, im Gegenteil, die Prinzipienreiterei und Engstirnigkeit hat eher noch zugenommen. Selbst wenn sachliche Argumente auf einer Seite überwiegen (kommt ja selten genug vor), gibt es Leute, die meinen es besser zu wissen. Immerhin hat das den Bereich der Physik noch nicht erreicht. Aber da warte ich noch gespannt drauf. Wenn z.B. die Berechnung eines Widerstandes zum ersten Mal auf "ich hab mal gehört..." statt auf Fakten beruht. Wenn das eintritt -> Bitte PN an mich mit Link :D


Um aber nochmal aus einem der anderen "Bashing-Threads" was aufzugreifen: Ich wage es zu bezweifeln, dass irgendjemand hier so extrem massiv auf seiner Meinung rumreiten würde, wenn das hier eine Grillparty wäre und alle beisammen säßen. Im Netz wird sehr schnell mal der Ton anders, mitunter auch wegen Missverständnissen, die dann gar nicht ausgeräumt werden, weil der Postverfasser nie wieder in den Thread schaut...
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben