Gut klingende Mischpulte?

von Schnemax, 12.03.06.

  1. Schnemax

    Schnemax Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.10.04
    Zuletzt hier:
    28.10.16
    Beiträge:
    468
    Ort:
    Kissing
    Zustimmungen:
    90
    Kekse:
    597
    Erstellt: 12.03.06   #1
    Hallo zusammen,

    ich bin ja ein fleissiger Leser dieses Forums und im speziellen bin ich an den Themen PA / Mischpulte, etc. interessiert. Ich bin in unserer Band (reine Hobbyspielerei -> Rockcover/Oldies) für die Technik zuständig. In dem Forum höre ich immer wieder die Argumente bzgl. "gut klingender" Mischpulte, wobei dann in diesem Forum auch immer wieder entsprechende Marken (Mackie, Soundcraft, A&H, etc.) genannt werden. Behringer schneidet - erwartungsgemäss - meist entsprechend schlecht(er) ab.

    Ich habe seit vielen Jahren ein DDX3216 und bin auch soweit recht zufrieden, nachdem ich nun - glaube ich - die vielen Funktionen dieses Geräts einigermassen gut verstehe. Aber da ich eben immer die genannten Argumente höre, habe ich mich auf den Weg gemacht zum Fachhändler, um mal von dem rauszubekommen, worin sich denn der Sound der Mischpulte so unterscheidet. Das Ergebnis der Diskussion war eher dünn (z.B. EQ's sprechen schneller an, "warmer" Sound der PreAmps - was immer auch "warm" in diesem Zusammenhang aussagt, usw.). Überzeugt jedenfalls haben mich die Argumente nicht und eine Entscheidungshilfe war es auf keinen Fall.

    Ich hab jedenfalls schon eine Reihe von Bands gesehen, die hatten die genannten Marken (nicht Behringer) im Einsatz, aber denen hat das Pult auch nicht geholfen - soviel Technik hätte man da gar nicht reinstecken können, damit die Stimme, etc. vernünftig zum Klingen gebracht hätte werden können.

    Es gibt aber in diesem Forum so viele professionelle Benutzer, dass die mir vielleicht mal auf die Sprünge helfen können, wo sie denn den Unterschied sehen zwischen gut klingenden und weniger gut klingenden Mischpulten. Kein Mensch setzt ja ein Pult ohne sonstige Technik (EQ's, Effekte, etc.) ein. Ist das vielleicht nur etwas viel Technikgläubig- bzw. -verliebtheit? Mal völlig unabhängig bzgl. Zuverlässigkeit der Geräte - das ist eine andere Diskussion.

    Würde mich freuen, da Input zu bekommen. Vielleicht überzeugt mich ja das eine oder andere Argument und ich steig doch noch auf analog um :) .
     
  2. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 12.03.06   #2
    hallo..
    hm das thema ist endlos lang und hier kommt viel persöhnlicher geschmack zum zuge. Das fängt ja schon mit der definition von gut oder besser an. wer entscheidet denn wann etwas besser ist.. jeder für sich, und da kommt dann auch schon wieder der persöhnliche geschmack ins spiel..

    es gibt natürlich schon technische unterschiede bei tischen, die man auch ganz klar hört.

    der Preamp: wie warm weich und natürlich klingt er, wie rauscharm ist er, wie schnell zerrt er, bzw wieviel headroom kann er mir zerrfrei zur verfügung stellen, wie sauber arbeitet der gain poti, klingt er künstlich und steril, oder liefert er mir die gewünschte natürlichkeit, wie reagiert er auf extreme dynamik...

    die eqs: was für eine klangregelung steht mir denn überhaupt zur verfügung. wieviel parametik gibt es, gibt es eine frei wählbare bzw einstellbare güte der filter. wie groß ist die range der filter, sprich welche hz bzw khz bereiche decken die einzelnen filter ab. wie "sauber" arbeiten sie sprich wird die angegeben range auch eingehalten, wie sprechen sie an, ist es eine pfriemelarbeit eine passende freqienz einzustellen doer nicht (abhängig von der range). wie linear arbeiten sie, wird bei einem poto dreh von 3 auf 6 uhr genausoviel frequenzband durchgedreht wie von 6 auf 9 uhr, auch hier wieder die rauschfreiheit..

    die auxen/busse: wieviele gibt es, wie linear verhalten sie sich, sind sie pre/post schaltbar, alle odeer nur manche, frei oder in gruppen,,

    das routing: was gibt es alles, wieviele gruppen stehen zur verfügung, ist es eine vca konsole

    das muting: gibt es mute gruppen, wenn ja wieviele, sind diese z.b. auch per midi aufrufbar..

    das panorama: wie linear arbeiten die potis, beeinflusst das pannen nicht den klang oder entstehen hier verfälschungen, gibt es möglichkeiten das panning für das gruppenrouting auszuklammern bzw einzuschließen..

    die fader: wie groß, wie linear, wie rauscharm, kratzen sie sogar wie fühlen sie sich an...

    die add ons: gibt es features wie stimmbare hoch und tiefpässen, pads, phasendrehung, phatonm einzeln schaltbar usw usw

    diese liste könnte man ewig fortsetzten, es gibt noch sehr viele jetzt nicht genannte punkte die konsolen unterscheidet. für den eigentlichen klang sind wohl der preamp und die eqs das wichtigste. und da gibts eigentlich kein gut oder schlecht, es gibt nur anderst. was für dich dann gut ist musst du selbst entscheiden... unterschiede sind aber defintiv festzustellen. nur schlagen die sich auch immer im preis wieder. vergleiche mal dein ddx gegen eine xl200 und du hörst die sonne aufgehen :) nur liegt natürlich auch ein riesiger preisunterschied dazwischen und deshlab hinkt der vergleich. ich würd dir raten dir ein paar pulte in der für sich relevanten preisklasse rauszusuchen und mal probehören. wenns geht ausleihen oder dein ddx mitnehmen und einfach mal den a/B vergleich machen. dann wirst du ja schnell selbst merken ob sich ein umstieg für dich lohnen wird oder nicht. einen konsolenwechsel nur wegen der aussage "die klingt gut" würde ich nciht vornehmen, da will ich doch schon voher hören wie groß der unterschied ist und ob ich ihn wirklich auch als gut empfinde...
     
  3. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    17.10.03
    Zuletzt hier:
    17.12.12
    Beiträge:
    6.269
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.976
    Erstellt: 12.03.06   #3
    1.) eine schlechte band klingt auch mit dem besten equipment schlecht
    2.) eine gute band kann auch mit dem besten equipment schlecht klingen, wenn der falsche mann am pult sitzt


    jetzt zu den unterschieden in den pulten:

    1.) kein rauschen
    2.) eqs, die auch da greifen wo sie sollen, bzw. vollparametrische eqs bei denen man das auch immer einstellen kann
    3.) mit dem warm wird gemeint sein, dass sde stimme etwas voller und runder klingt. da spielt das pult eher eine untergeordnete rolle als die stimme selbst und das mic, allerdings kann man hier viel mit einem röhren-preamp vor dem pult(und da dann in den linein) viel wärme gewinnen, wenn sie fehlt
    4.) was eigtl zählt ist, dass das pult den klang mit den eqs verändert, und sonst alles möglichst so raus geht wie's rein kam, nur eben in der lautstärke angepasst. da das aber reine utopie ist, "klingen" halt auch mischpulte. der endkunde (sprich zuhörer) wird nicht mitbekommen können, ob da jetzt ein Soundcraft oder ein midas steht.
    5.) die eqs klingen aber wikrlich durchaus anders, sie greifen anders mit anderen flankensteilheiten, breiteres band etc...
    6.) es zählen auch die features und die bedienung (v.a. bei digiconsolen) so wie die erweiterbarkeit: ein pult mit 10auxen und 8 subgruppen und ner 12x4 matrix bietet einfach mehr möglichkeiten als eins mit 4 subgruppen und 6 auxen. hier zählt jetzt auch ob man alle auxe pre/post schalten kann, wie das routing verläuft etc...es gibt so viele verschiedenen dinge.

    außerdem ist das intuitive bedienen bei analogen pulten wichtig. soundcaft, midas und A&H sind meist bei den kleineren pulten (LX7-II, gl2200 und venice) nahezu identisch aufgebaut, wobei mackie hier manchmal andere wege geht. erst bei größeren pulten unterscheidet sich das dann etwas mehr in der bedienung und hier muss man dann auch auf übersichtlichkeit achten. ne 48kanal-konsole schnell zu überblicken wird kompliziert, ich denke jeder der zum ersten mal mit so nem teil arbeitet und es kommt eine stressige situation wird erst mal mit den ganzen kanälen erschlagen sein, wiel man "nur" 24 gewohnt war o.ä....

    du sieht, es gibt hier viele punkte die ne rolle spielen, und da zählt außerdem die zuverlässigkeit und der service ne rolle...auf härteren jobs bricht dir n behringer eurorack irgendwann zusammen, während eine midas h4000 für sowas gebaut wurde und das locker übersteht....;)

    klanglich gibt sich das ganze ab einer gewissen liga kaum noch was, nur kleinere unterschiede bei den eqs. hier würd ich die grenze des "hörbaren" bei pulten wie AH& gl2000-serien ansetzten. da gehts nicht mehr so viel höher, dass alleine der klang entscheidend sein wird, hier kommt eher dann der funktionen-kampf. bei vielen pulten drunter kann man in nem direktvergleich auch ohne eq-einsatz unterschiede hören.

    letztenendes spielen die boxen aber ne größere rolle.
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    22.08.03
    Zuletzt hier:
    24.06.15
    Beiträge:
    13.344
    Ort:
    Frankfurt
    Zustimmungen:
    65
    Kekse:
    8.834
    Erstellt: 12.03.06   #4
    Niethi, schreib bissel langsamer oder lies Korrektur....diene Beitrgäe sind wriklihc shcewr zu elsen :D
     
  5. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    30.03.05
    Zuletzt hier:
    25.02.13
    Beiträge:
    2.339
    Ort:
    Waiblingen
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    2.387
    Erstellt: 12.03.06   #5
    lockere 800 gegen 22.000 Euro, wobei man zugeben muss dass das Behringer übersichtlicher ist:p Allerdings ist das Midas nicht so schlecht verarbeitet...:eek:
    Wo finde ich da shier im Shop;-)?
     
  6. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 12.03.06   #6
    vergleiche mal dein ddx gegen eine xl200 und du hörst die sonne aufgehen :) nur liegt natürlich auch ein riesiger preisunterschied dazwischen und deshlab hinkt der vergleich[/QUOTE]

    Wenn dann aber komplett zitieren, ich gebs ja selbst schon zu ;)
    war ja nur als beispiel gedacht, das es wirklich hörbare unterschiede zwischen preamps gibt, aber ich denke du hast es shcon verstanden :D

    Mit neu kaufen is ja leider nicht mehr aber de rlüsebrink hatte neulich eine gebrauchte drinstehen, die gefällt mir schon seit wochen, aber wie soll ichs zahlen und was will ich eigentlich damit... vllt fürs homekino....mal das mädel fragen ob die sich beiteiligen mag...:D

    mir fällt gerade auf, das es vllt bissel blöd ist die sonne AUFGEHEN zu HÖREN... verdammt,, der vergleich hinkt gleich doppelt..aber back to topic, sonst krieg ich nicht nur von lini schläge ;)
     
  7. Schnemax

    Schnemax Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.10.04
    Zuletzt hier:
    28.10.16
    Beiträge:
    468
    Ort:
    Kissing
    Zustimmungen:
    90
    Kekse:
    597
    Erstellt: 12.03.06   #7
    Hi Tobse (und auch die anderen, die gepostet) haben,

    danke mal für Eure Info - ich weiss, dass ist ein schwieriges Thema und ich möchte auch nicht überkomplizieren. Sobald es in den Bereich des "Geschmackes" abgleitet, wird es absolut schwer.

    Viele Deiner Argumente sind für mich gut nachvollziehbar. Gleichzeitig aber verschwimmt ein bisschen die Grenze zwischen Funktionalität (Busse, Routing, etc.) und dem, nachdem ich gefragt habe - "gut klingen". Ich möchte auch diese Diskussion auch nicht weiter stressen - nachdem ich in einem anderen Forum mal Bilder von dem gesehen habe, mit dem ihr so diverse Jobs bestreitet, ist mir schon klar, dass ihr da in einer ganz anderen Klasse spielt.

    Der kleine Spielmann (ich) ist schon froh, wenn er das Pfeifen seiner Monitore einigermassen im Griff hat und die Band sich auf der Bühne gut hören kann. Und wenn dann die Gäste zufrieden sind und nicht vor lauter Krach von den Stühlen gefallen sind, dann ist man zufrieden.

    Vielen Dank jedenfalls für Eure vielfältigen Hinweise - nur ein Midas werde ich mir deswegen auch wohl verkneifen müssen :)
     
  8. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    17.10.03
    Zuletzt hier:
    17.12.12
    Beiträge:
    6.269
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.976
    Erstellt: 12.03.06   #8
    nicht alle...
    ich sag mal eins: du musst theoretisch versatnden haben, wie eine pa funzt, wieso welches gerät wo ist, wie man das anschließt, was man mit welchen regler anstellt und dann kommt nur noch:

    PRAXIS; PRAXIS, PRAXIS!

    niemand stellt beim ersten mal nen Kompressor super ein, da ist man erst mal ne halbe stunde beshcäftigt dass es weiterhin realistisch klingt und der comp trotzdem seinen zweck erfüllt ;)

    Au backe, wenn ich mich da an mein erstes mal erinnern *g* :D
     
  9. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 12.03.06   #9
    @ schneemax

    quatsch, hat doch nix mit stressen zu tun, im gegenteil. ich mags wenn themen aufkommen die nicht nur mit :kauf xy und gut. beantwortet werden können. Auch das mit den Schichten,, hier gibts user aus allen möglichen pa schichten, vom home recoreder über den garagentech bis hin zu freelancer die größere jobs betreuen, mitarbeiter oder lancer größere companys oder gute studio kollegen.. und hier ist sich keiner zu schade über etwas zu diskutieren im gegenteil.. lass dich von der midas nicht verunsichern, das war ja kein ernst gemeintes argument sondern nur ein übertriebenes beispiel..
    was ich letztendlich damit meinte ist das die diskussion einfach schnell in die geschmacksebene driften kann was es dann extrem schwierig macht, das heisst ja nicht das wir es nicht trotzdem tun können..
    wenn du noch mehr input brauchst oder tiefer in gewisse bereiche gehen willst nur los. du wirst hier sicher genug leute finden die gerne mit dir darüber diksutieren oder auch ein bissel philosophieren. keine falsche scheu, hier kochen alle mit wasser..
     
  10. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    30.03.05
    Zuletzt hier:
    25.02.13
    Beiträge:
    2.339
    Ort:
    Waiblingen
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    2.387
    Erstellt: 12.03.06   #10
    Genau, und wenn jemand nett und sachlich fragt und ernsthaft interessiert ist helfen viele der User auch gerne weiter. Natürlich amcht so ein Thema mal wieder Spaß und sorgt für Abwechslung-genau das was wir hier eigentlich brauchen, da gerade in solchen Threads teilweise Superinfos rüberkommen. Dass da mal ein Monterpult als Vergleich herangezogen wird darf dich nicht stören, das ist ja nciht als ernsthafte Empfehlung. Wenn man mit einem billigen Pult umgehen kann lässt sich auch da erstaunlich viel rausholen!
    Ich denk nur weil die Beteiligung hier jetzt ein wenig dünner war heisst das noch lange nicht das sich niemand für deine Fragen interessiert; Ich denke wenn du noch was wissen willst werden die bisherigen nochmals weiterhelfen oder auch andere User noch mit anpacken. Ich hätte gern mehr solche Threads...:o

    Und vor allem Tobse's Spruch war der Hammer:cool: Ich sag nur "Mach mal das Licht leiser!"
     
  11. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.08.05
    Zuletzt hier:
    5.12.16
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    Karlsruhe
    Zustimmungen:
    383
    Kekse:
    14.712
    Erstellt: 12.03.06   #11
    Man sollte nicht vergessen, dass in den teuren Konsolen der Preis nicht unerheblich durch die Entwicklungs- und Vorschungskosten beeinflusst werden. Entsprechenden Schaltungen und Bedienkonzepte zu entwickeln ist nicht gerade billig. Aber es ging ja ursprünglich mal um den Klang

    Ansonsten hat Tobse das meiste ja schon angesprochen.

    Ich hab nur ein paar kleine Anmerkungen zu der ganzen Geschichte:

    Thema Rauschen: Ich glaube nicht, dass es nocht wirklich viele Pulte gibt die nennenswert Rauschen. Auch die von Behringer nicht. Vorrausgesetzt man geht richtig damit um. Wenn es rauscht hat das meist andere Ursachen.

    Wie hier ja deutlich wurde ist der Klang eines Mischpultes vielleicht der falsche Ausdruck. Es sollte vielleicht eher heißen: "Wie beeinflusst das Mischpult den Klang der Instrumente!".
     
  12. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 12.03.06   #12
    Hm mit dem rauschen kommt schon immer mal wieder vor.. es gibt ja auch noch den grbauchtmarkt wo man das ein oder andere etwas ältere stück günstig in die hände bekommen kann... und auch neuetwicklungen sind ja davon nicht sicher.. siehe mc7l, da ists zwar nur der kopfhörerpreamp aber da ist schon ein netter regenwetterhintergrund drauf.. und das bei einer neuen konsole.. Euch betreuen doch als die Kollegen mit PH, die haben doch eine schau mal vllt kannst dus dir man anhören, die ist aber glaub ich gerade auf nem tourjob wenn mich nicht alles täuscht... aber recht geb ich dir schon, so etwas ist natürlich heute extrem selten, sollte eigentlich gar nciht mehr passieren,...

    Neuentwicklungen etc sind ein wichtiger punkt im bezug zum preis den ich völlig vergessen hatte, volle zustimmung. und das hier:

    ist IMHO ein guter Dikussionsansatz
     
  13. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

    Im Board seit:
    16.11.03
    Zuletzt hier:
    30.07.12
    Beiträge:
    2.426
    Ort:
    95032 Hof
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.627
    Erstellt: 13.03.06   #13
    Normalerweise sollte es den Klang eigentlich nicht beeinflussen.

    Ich kann zwar nur für meine eigene kleine Welt sprechen, aber ich hab da eigentlich die Erfahrung gemacht, daß es mit Sicherheit wichtigere Komponenten als den Mixer gibt, die den Klang beeinflussen. Ein gutes Mischpult sollte ja (genau wie ein Amp) eigentlich keinen Eigenklang haben, sondern möglichst neutral sein. Das dem leider (oder zum glück-je nach Sichtweise) nicht immer so ist, wissen wir aber alle.
    Richtig untaugliches (schlecht klingendes) Mat. gibt es meiner Meinung nach heutzutage sowiso nicht mehr. Selbst mit Behringer und Co. kann man normalerweise arbeiten. Mit dem einen besser, mit dem anderen schlechter.
     
  14. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.08.05
    Zuletzt hier:
    5.12.16
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    Karlsruhe
    Zustimmungen:
    383
    Kekse:
    14.712
    Erstellt: 13.03.06   #14
    Eben das meinte ich ja mit dieser Aussage. Zum Thema Behringer gab es schon mal einen Thread, deswegen sollten wir hier nicht schon wieder in eine derartige Diskussion verfallen.
    Generell bin ich eher der Meinung in gute Mikrofone zu investieren, denn in ein teures Pult.
     
  15. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 13.03.06   #15
    hm, ich hatte boerx mit dem beeinflussen auch so verstanden: je größer die veränderung/beeinflussung durch das pult desto schlechter ist die kiste....
    aber ich bin mir sicher wir meinen schon alle dasselbe..

    ich bin schon der meinung das das pult, speziell der preamp einen großen anteil am guten sound hat. natürlich nicht als einziges. die summe der guten komponenten machts hier.. ein tolles mikrofon und ne super pa bringen natürlich erst richtig rüber was am pult passiert, bzw schicken ja erst was tolles ins pult. und zwischen den einzelnen pult (preis) klassen ist imho schon ein unterscheid hörbar. interssant wirds nur innerhalb einer klasse. ich hatte mal die möglichkeit einen a/b vergleich zwischen einer xl und einer H zu haben, morgends auf nem festival bevors los ging. waren ein paar anderen kollegen dabei. ein mikrofonsignal wurde per splitter auf beide konsolen geschicht. wir waren 4 oder 5 leute. der einizige der die konsolen richtig zuordnen konnte (also beim blinden hören) war der foh betreuer einer company der für die H da war (xl war eine produktionseigene von einer der bands). alle anderen incl mir haben entweder blind geraten oder gleich aufgegeben.... ich wage mal zu behaupten das es in anderen preisklassen ähnlich vor sich geht. soll heissen unterschied zum ähnlichteuren produkt kaum hörbar.
    ein unterschied zur nächstteuren klasse kann aber wohl hörbar sein. die frage ist nur lohnt sich da jetzt ein aufpreis nur wegen etwas besserem klang... da bin ich mir nicht ganz sicher.. wenn ich jetzt mal fehler ausschließe (rauschen kratzen etc) dann glaube ich eher nicht.. da gibts einfach noch so viele komponenten die mitspielen und das ergebniss so beeinflussen das der unterschied wohl kaum noch hörbar sein wird. ich denke die entscheidung auf eine größrere "bessere" konsole upzudaten hatt mir mit eigenschaften wie dem handling und den features zu tun wie nur mit dem puren klang..
    wenn ich jetzt mal rein theoretisch mal durchspiele: ich soll eine große show fahren und es bietet mir jemand einen behringer tisch an (achtung nur ein besipiel). warum würde ich ablehnen.. ich brauche für diese große show einen 48er tisch, vollparametrisch sollte es dann natürlich sein, eine vca konsole wär bei dieser größe auch recht nett, wie es ist ne festival show? kein soundcheck nur ne halbe stunde changeover mit linecheck? na dann muss sie halt große gescheite potis haben dass manh richtig zupacken und kurbeln kann und nicht mit der pinzette... und schon ist der behringer tisch raus, bis zum klang bin ich nichtmal bekommen bis diese entscheidung gefallen ist..
    ich glaube der psychologische teil macht hier auch viel aus.. wenn man an einen foh kommt mit dem hintergedanken : auf dem tisch kann das nur murks werden", wird man da so frei und gut arbeiten wie auf seiner lieblingskonsole..

    also nochmal zusammengefasst, ich bin der meinung das es deutliche unterschiede zwischen den preisklasse gibt, nur innerhalb einer solchen kategorie eher kaum.. die frage ist nur ob man diese "KLassenunterschiede" überhaupt warnehmen würde unter realen bedingungen, aber ohne das das handling einfluss nimmt..

    achtung das ganze ist natürlich absolut IMHO, das werden einige sicher ganz anderst sehen.. ich kenne z.b. auch eine kollege die ne pm3500 im rider explizit ausschließen und nur das große M wollen,, nciht zwecks handling oder den eqs, nur wegen dem Tischsound..
     
  16. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

    Im Board seit:
    16.11.03
    Zuletzt hier:
    30.07.12
    Beiträge:
    2.426
    Ort:
    95032 Hof
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.627
    Erstellt: 13.03.06   #16
    Bei einem "normalen" Konzert denke ich mal wird man da keine Unterschiede hören.

    Solange das Ergebnis für ihn spricht, ist (ab einer gewissen Produktionsgröße) dagegen eigentlich nichts einzuwenden. Ärgerlich ist es nur, wenn trotz des Nobel-Equipments nichts gescheides aus den Boxen kommt. (ich weis, es hängt auch von der Band und einigen anderen Faktoren ab, aber davon sprechen wir im Moment ja nicht)
    Für mich zeigt sich die Professionalität in der Arbeit auch darin, daß ein Techniker aus jedem (vernünftigen) Material das Optimum herausholt. Auch wenn es nicht sein Lieblingstisch ist.
     
  17. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 13.03.06   #17
    das gefühl habe ich eigentlich auch. vllt minimal hörbar, aber ob es sich trotzdem lohen würde (bei standart r'n'r jobs, nicht bei den wenigen absolutes deluxe shows wo jede nouance zählt und auch das entsprechende publikum da ist..)
    ich denke auch das hier das handling einfach das haupt auswahlkriterium ist. ein test wäre hier mal echt interessant..

    hm bei dem kollegen spricht das ergebniss schon sehr für ihn, und auch die liga in der diese spezielle forderung stattfindet passt, das ist nciht etwa oversized und in der größe auch problemlos zu realsisieren. mich hatte nur die aussage etwas gewundert, das es eben nicht die eqs oder das handling sind mit den kleinere potis und dem pan, sondern wirklich nur der klang der preamps.. interessant wäre es natürlich dann genau diese show trotzdem mal auf einem PM zu hören.. mein bacuhgefühl sagt mir das ich den unterschied wohl kaum merken würde bzw auf keinen fall zuordnen könnte welcher tisch jetzt gerade läuft... aber ab einer gewissen größe kann man sich luxus eben leisten.. und ob es denn wirklich nur um die preamps geht weiß ja auch keiner (ausser dem betreffenden tech..) ich würde so eine aussage schamlos benutzten, um meinen lieblingstisch zu bekommen, wer kein gewissen hat gewinnt ;) ;) :D :D
     
  18. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    08.12.05
    Zuletzt hier:
    14.01.14
    Beiträge:
    3.768
    Zustimmungen:
    427
    Kekse:
    15.951
    Erstellt: 13.03.06   #18
    Ein Preamp kostet nun mal Geld, denn Mikrophone arbeiten nun mal am absoluten Limit was S/N angeht und mit sehr kleinen Signalen.
    Mich würde es echt mal interessieren mir mal die besten ICs zu schnappen, damit einen Preamp aufzubauen und dann man gegen die in den Konsolen anzutreten.
    Lini kann vielleicht auch bald was dazu sagen, der LT1037 auf dem Schaltbild, das ich ihm geschickt habe, ist auch schon ein recht netter Op-Amp.

    Was mich aber, wenn es schon um 'high end' geht, auch mal interessieren würde:
    Hat mal einer nen Vergleichstest zwischen 1m und 100m Kabel zwischen Mic und Pult gemacht?

    Wenn ich mal überschlagsmäßig den Kapazitätsbelag von Kabeln mit 100pF/m rechne, dann 100m (=10nF) und dann einen Tiefpass mit den 10nF und den ca. 2kOhm Innenwiderstand, dann lande ich bei 7,2 kHzDann wäre das ein TP erster Ordnung mit 3 dB Abfall bei 7 kHz. Die Höhen dürften also nicht die besten (lautesten) sein...:confused:

    Edit: Muss mich korrigieren, obere Rechnung stimmt nicht ganz:
    parallel zu den 2,2 kOhm noch die Nennimpedanz des Mic (meist 350 Ohm), macht dann 300 Ohm. Dafür ist die Kebalimpedanz meist etwas höher, hab da was von 40 pF/ft. gelesen (eine Ader gegen shield) und 30 pF/ft.(Ader vs. Ader). Macht dann eine Grenzfrequenz von ca. 70 kHz, also so 1 dB Dämpfung bei 15 kHz und 100m Kabel.
     
  19. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 13.03.06   #19
    hab ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht, da ja kabellängen um 100m ja auch einfach normal sind..
    zu deiner rechnung kann ich nicht viel sagen, wir wissen ja alle das in dem bereich dein know how deutlich über meinem liegt ;)

    aber es zu testen wäre kein problem. könnt ich evtl am wochenende machen, da steht ein pultjob an auf dem ich recht viel zeit haben sollte wegen früher anreise. muco wird AFAIK ein 80er oder 120er sein, also ja recht nah bei deinen besipiel 100m. was genau wäre da für einen messaufbau interessant? nur mein persöhnlicher höreindruck oder eine messung wenn ja was und wie hättest dus gerne? ich kann nix versprechen aber ich kanns gern mal versuchen, wenn die zeit reicht dann wärs ja kein problem.
     
  20. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.08.05
    Zuletzt hier:
    5.12.16
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    Karlsruhe
    Zustimmungen:
    383
    Kekse:
    14.712
    Erstellt: 13.03.06   #20
    Interesse hätte ich auch. Evtl aber wohl keine Zeit.
    Kannst Details mal per PN schicken?
     
Die Seite wird geladen...

mapping