Guter Hocker?

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gregor823543

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Hallo.

In sÀmtlichen Kaufberatungs-Threads lese ich immer wieder: "Kauf dir einen guten Hocker, so um die 100 Euro."
Was ich aber noch gar nicht gelesen habe, ist was einen guten Hocker ausmacht. Wohl kaum, dass er 100 Euro kostet. :)

Was unterscheidet zum Beispiel diesen Hocker: https://www.thomann.de/de/millenium_mdt4_drummersitz_rund.htm* fĂŒr 28 Euro
von diesem Hocker: https://www.thomann.de/de/dw_9100m_schlagzeughocker.htm* fĂŒr 209 Euro.

Optisch jedenfalls nicht viel. Klar wird die Verarbeitung schlechter sein und der billige Hocker vielleicht nicht so lange halten, aber wenn man ĂŒberlegt, dass man fĂŒr das selbe Geld fast 8 StĂŒck bekommt, weiß ich ja nicht was sich da lohnt.
Was ich mich frage ist, wie soll mich der 209 Euro Hocker besser vor RĂŒckenschmerzen bewahren, wie der Millenium, wenn doch im Prinzip beide eine runde gepolsterte SitzflĂ€che haben, beide höhenverstellbar sind und vom Prinzip unwesentlich anders wirken?
Vielleicht ist gerade der Hocker auch ein schlechtes Beispiel, weil da sicher einige Euros fĂŒr das DW-Logo draufgehen, aber es gibt ja doch viele vergleichbare fĂŒr 75-150 Euro, die optisch ziemlich Ă€hnlich aussehen.

Was also macht einen guten Hocker aus? Welche Eigenschaften muss er haben? Weil einfach nur einen Hocker ab einer gewissen Preisklasse zu empfehlen, halte ich fĂŒr unsinnig. Egal, was ich mir kaufen wollte, es gab in jedem Bereich Dinge die teuer waren, aber trotzdem schlecht und welche die vom Preis/LeistungsverhĂ€ltnis heraus gestochen haben. Welche sind das, bei Drumhockern?
 

Was die Leute damit sagen wollen, ist wohl: kauf dir einen gescheiten Hocker und keinen Billigdreck. Der Betrag ist zweitrangig.
Es gibt hervorragende Hocker fĂŒr wenig Geld , es gibt schlechte Hocker fĂŒr sehr viel Geld....und hervorragende fĂŒr viel Geld gibt's auch noch.......oh, und natĂŒrlich schlechte fĂŒr wenig Geld :D
Wichtig ist die QualitĂ€t. ZuverlĂ€ssig und stabil muß er sein. Was nĂŒtzen dir 8 billige Hocker, wenn du sie nicht alle dabei hast und dir beim Gig das Bein abbricht (also nicht dein Bein, sondern eins vom Hocker...)? Er sollte drei Beine haben, bei vieren kann's je nach BĂŒhne schonmal reichlich wackelig werden...
Dann muß er natĂŒrlich bequem sein - und zwar auch noch nach 3, 4, 5 Stunden. Es sollten einem werde der Hintern, noch der RĂŒcken, noch die Knie wehtun - egal wie lange man draufsitzt. Hier ist Höhenverstellbarkeit sehr wichtig. Tipp fĂŒr Kreuz und Knie: die HĂŒfte sollte niemals tiefer als die Knie sein! Oberschenkel also mindestens waagerecht. Aber auch die Polsterung. Nur weil eine SitzflĂ€che dick und weich aussieht, muß sie noch lange nicht bequem sein. Bei Sofas ist das dasselbe. Die Billigteile vom SB-Möbeldiscounter sehen genauso aus wie die vom althergebrachten Einrichtungshaus, aber wenn man sich draufsetzt, merkt man doch gewaltige Unterschiede.
FĂŒr mich ein wichtiger Punkt ist die WĂ€rmeentwicklung. Ich hasse es, ein heißes Popöchen zu kriegen, manche stehen vielleicht drauf - ich nicht. Kunstleder ist fĂŒr mich also tabu und auch Velour nicht grade optimal. Drum hab ich mir damals das Yamaha*-Monster mit Mesh-Seat zugelegt (gibt's leider nicht mehr), hat stolze 200,- gekostet, aber ich hab's nicht bereut. Im Gegenteil, das Teil ist ein Traum und ĂŒberlebt wahrscheinlich sowohl mich als auch die Kindeskinder und den nĂ€chsten Weltkrieg.
Umgekehrt hab ich mal das Topmodell von Basix probegesessen und war schwer beeindruckt, fĂŒr lumpige 50,- Eurönchen ein Spitzenteil. War allerdings ein Abverkauf im Laden, dĂŒrfte also normal einiges mehr kosten.
Mein Proberaummitbenutzer schwört auf Tama 1st chairs, ich persönlich sitz da nicht so gut drauf. Und dann gibt's natĂŒrlich noch die Frage Sattel oder normal?

Alles in allem sollte man ausprobieren und auf keinen Fall knausern, sondern den Hocker kaufen, der am besten paßt - egal was er kostet. Wenn er gĂŒnstig ist, hat man GlĂŒck gehabt. Wenn nicht, was soll's? In ein paar Wochen kĂŒmmert einen der Mehrpreis nicht mehr, aber man Ă€rgert sich ein (Hocker-)Leben lang, wenn man 50,- weniger ausgegeben hat und nicht bequem sitzt.

Mein Schlagzeuglehrer hat einfach zwei SchreibtischstĂŒhle bei Ikea gekauft und sie nicht zusammengebaut, sprich: die Rollen und die Lehne weggelassen. Runde SitzflĂ€che aus Holz, eine Gewindestange zur Höhenverstellung und ein fĂŒnfbeiniges Unterteil. Das war nicht mal unbequem und er saß da jeden Tag mehrere Stunden drauf. Der einzige Nachteil fĂŒr mich war, außer mit Jeans bin ich mit jeder Hose darauf gerutscht. Bei jedem Bassdrumschlag saß ich einen cm weiter hinten :p

Letzten Endes mußt Du entscheiden. Probier verschiedene aus und nimm dann den, auf dem Du am besten sitzt. KĂŒmmer Dich nicht um den Preis. Wir Drummer geben soviel Geld fĂŒr Humbug aus... Wenn der Hocker etwas teurer ist, dann kauf Dir die X-Hat oder die neue 17fach-Multiklemme oder den neuen Beater fĂŒr die Fußmaschine halt etwas spĂ€ter. Ein guter Hocker ist Gold wert - meiner Ansicht nach eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste, Teil am Set.
 
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So sieht's aus!

GĂŒnstig ist nicht gleich schlecht, aber in den meisten FĂ€llen kannst du leider davon ausgehen. Am besten einfach mal selbst Probesitzen gehen und selbst entscheiden, wie viel einem der Sitzkomfort wert ist.
...mir persönlich einiges. Wenn man doof sitzt, macht auch der Rest nur noch halb so viel Spaß. Den ~160€, die ich in meinen 1st-Chair mit Sattelform investiert habe, habe ich keine Sekunde nachgetrauert, ich habe wirklich noch nie bequemer gesessen.
Die 80€ fĂŒr einen K&M-Hocker (mein erster Hocker) hĂ€tte ich, denke ich, aber wohl besser investieren können - zwar auch ein nettes SĂŒmmchen und an sich auch ein netter Hocker; mittlerweile nerven da aber schon einige Sachen: Quietschende Gelenke, sich lösende Schrauben, Rost...

Zwei andere Boarduser und ich hatten die Ehre, drei Hocker von K&M testen zu dĂŒrfen. Kannst die Reviews ja mal durchlesen. Vielleicht verschafft dir das einen klein wenig grĂ¶ĂŸeren Überblick ĂŒber die kleinen Details der einzelnen Preisstufen.
https://www.musiker-board.de/reviews-drums/482293-review-k-m-drum-throne-14055-nick-14042-rueckenlehne.html
https://www.musiker-board.de/reviews-drums/479051-review-k-m-14007-a.html
https://www.musiker-board.de/reviews-drums/479040-review-k-m-14000-drum-throne-gomezz.html
 

Naja, bei mir war es beispielsweise bei meinem ersten Hocker, der so um die 25€ gekostet hatte und von Stagg war so, dass er sehr, sehr dĂŒnn gepolstert war. Hat zwar anfangs gut ausgeschaut, aber die Polsterung war nach kurzer Zeit durchgesessen und er es war dann sehr unbequem, draufzusitzen.
Was bei billigen Hockern auch sehr schnell kaputt geht (ebenfalls Eigentest bei dem Stagg Hocker), ist die Befestigung, mit der die SitzflÀche auf dem StÀnder befestigt wird (mir fehlt grad das Fachwort, sorry, das Ding, was unten an der SitzflÀche festgemacht ist). Das leiert sehr schnell aus und dann wirds im wahrsten Sinne des Wortes wackelig.
Der Rest wurde ja schon bestens beschrieben.

Im Endeffekt ist es deine Sache, ob du dir alle 3 Monate (wenn du on the road bist, wahrscheinlich jeden Monat) einen neuen Hocker kaufen willst oder lieber alle 10 Jahre :nix:

Was ich mir noch vorstellen könnte ist, dass die Billighocker evtl. keine Aufnahme fĂŒr RĂŒckenlehnen haben, die Option Lehne also komplett wegfĂ€llt.

PS: eine Erfahrung, die ich auch gemacht habe, ist, dass bei Billighockern die Höhenverstellbarkeit lange nicht so weit ist, wie bei guten Hockern, also die Range (wie ist dafĂŒr das deutsche Wort?!?!), in der man sie höhenverstellen kann.
 

Was unterscheidet einen - ohne irgend jemandem nahe treten zu wollen - einen KIA von einem Mercedes? Beides fÀhrt doch, oder? ;)

Was also macht einen guten Hocker aus? Welche Eigenschaften muss er haben? Weil einfach nur einen Hocker ab einer gewissen Preisklasse zu empfehlen, halte ich fĂŒr unsinnig. Egal, was ich mir kaufen wollte, es gab in jedem Bereich Dinge die teuer waren, aber trotzdem schlecht und welche die vom Preis/LeistungsverhĂ€ltnis heraus gestochen haben. Welche sind das, bei Drumhockern?

Den von dir geposteten Millenium Hocker fĂŒr 30 Euro kenne ich sogar, und ich kann sagen, dass mans darauf einfach nicht lĂ€nger als 45min am StĂŒck aushĂ€lt, weil dir dann einfach der Ar*** weh tut ;) Also notiere Punkt 1: Polsterung. Eine gute Polsterung ist weich, so dass man lange drauf sitzen kann, aber auch nicht zu weich, dass man RĂŒckenschmerzen bekommt.

Bleiben wir bei der Polsterung: gute Hocker sind selten mit Kunstleder (Plastik) bespannt, sondern mit Stofr. Der ist Atmungsaktiver, ergo schwitzt man an der betreffenden Stelle nicht so schnell.

Ja, dann natĂŒrlich die Verarbeitung der Hardware: Wie stark sind die verwendeten Rohre? Wirkt sich natĂŒrlich direkt auf die StabilitĂ€t aus. Wie gut ist der Hocker vernietet, um KnarzgerĂ€usche zu vermeiden? Wie gut ist das Material verchromt? bekomme ich nach einem Jahr im Kellerprobenraum Flugrost auf der Hardware? LĂ€sst sich der Hocker dann noch ordnungsgemĂ€ĂŸg zusammenlegen ohne dass etwas klemmt?

Könnte man ewig so weiterfĂŒhren, auf jeden Fall kann man aber zusammenfassend sagen, dass teure Hocker, teure Hardware generell ihre Daseinsberechtigung hat. Gerade der Sitzkomfort stĂ¶ĂŸt bei billig-Hockern sehr schnell an seine Grenzen. Auf Bildern ist sowas aber natĂŒrlich auf den ersten oder auch zweiten Blick natĂŒrlich nicht ersichtlich, ebensowenig die Masse, die MassivitĂ€t bzw StabilitĂ€t des Hockers... Ist dann halt aber wie immer eine Frage des Anspruchs den man stellt.

Gruß, Ziesi.
 
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QualitÀt hat seinen Preis. Hochweritge Verarbeitung und Materialien kosten halt.

Wenn man aber schon RĂŒckenprobleme hat und auch nicht unbedingt ein Leichtgewicht ist, sollte man lieber etwas mehr ausgeben.

Wie kann man einen guten Hocker erkennen?

Verarbeitung
Wenn Nieten schlampig befestigt sind, Schrauben knarzen und die Verchromung schlecht ist, kann der Stuhl nicht der beste sein

StabilitÀt
Der Hocker darf nicht wackeln und die Höhe darf sich nicht selbstÀndig verstellen. Die Schrauben sollten leicht festzuziehen und zu lösen sein, aber sich nicht selbst losdrehen.
Die GummifĂŒsse sollten ausreichend dimensioniert und rutschfest sein.

SitzflÀche
Die sollte ausreichen gross und gut gepolstert sein. Ob rund oder Motorradsitz ist Geschmackssache.
Velour ist besser als Kunstleder. Wenn man schwitzt klebt man sonst unangenehm am Hocker fest.

Bis auf den gĂŒnstigen 5608 (den ich eigentlich nur fĂŒr Kinder empfehlen wĂŒrde) kann ich eine uneingeschrĂ€nkte Empfehlung fĂŒr die Gibraltar Hocker aussprechen. Ich selbst habe den 9608 HM Hydraulic und finde das Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis schwer zu toppen.
 
Na ja, das meiste wurde ja schon gesagt was man so ĂŒber Hocker sagen kann.
Nur noch einen kleinen Tip.
Wenn man mal von der Verarbeitung absieht (die natĂŒrlich gut sein sollte) ist es meiner Meinung nach wichtig,
dass man sich darauf wohl fĂŒhlt. Wenn du einen Hocker im Musikhaus Probegesessen hast, ist noch lange nicht gesagt
das es auch der richtige ist.
Am besten (viele MusikhĂ€user machen das) leihst du dir den Hocker deine Probesitzwahl mal aus fĂŒr einen Gig. Erst wenn du mal
ein ganzes Konzert drauf gesessen bist, kannst du sagen der passt oder nicht.
Selbst wenn der Sitz bei Probesitzen sehr angenehm war, kann er nach 2 Stunden spielen doch schmerzen am Hinterteil hervorrufen.
Dann ist es nicht der richtige gewesen.

Gruss

Teddy
 
Pearl hat meiner meinung nach die besten :D ich selber hab den D-1000SPN Roadster Throne ist zwar teuer gewesen aber hat DIE QualitĂ€t xD Ne mal erlich Pearl hat auch gĂŒnstigere modelle die nicht so schlecht sind, haben halt nicht die Extras wie der Teuerste, aber jah kann die halt empfehlen.
 
  • #10
Liegt zwar etwas zurĂŒck, aber auf die Aussage mit den gĂŒnstigeren Pearl-Modellen ein kleiner Denkanstoß.
Nicht immer ist das drin, was drauf steht...
 
  • #11
am besten einfach probesitzen. dann wirst du sehen, was fĂŒr dich am besten ist. sattelform oder rund - leder oder stoffbezug - einstellbare höhe usw.

ich persönlich werde mir wahrscheinlich demnÀchst den hydraulix round rider von tama holen
 
  • #12
Ich persönlich kann dir da auch nur einen TAMA 1st Chair empfehlen. Ist nicht ganz billig, aber dein RĂŒcken wird es dir Danken!
Benutze selber einen in Sattelform, da ich Doppelbass spiele und ich damit etwas sicherer sitze als auf nem "normalen" runden. Er kippelt und verrutscht nicht - ein Drummersitz, den ich mir immer wieder kaufen wĂŒrde.
Am besten aber mehrere bestellen/ antesten und dir nen passenden aussuchen - so kannst du nix verkehrt machen! ;)
 
  • #13
Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meinem Gibraltar 9608-2TRW Drummer Seat. Der ĂŒbrigens mit einer bequemen Motorrad-SitzflĂ€che ausgestattet ist.
Er kostet so um die 130 Euro.
 
  • #14
Den Tama 1st Chair kann ich auch nur empfehlen. Ich besitze diesen Hocker zwar nicht, aber bei meinem Lehrer darf ich drauf sitzen und ich kann dir sagen das ist schon ein flottes Teil!
Ist denke ich auch einer der Bekanntesten in dieser Preisklasse, aber das hat seinen Grund. Er ist sehr gut gepolstert, schnell zu verstellen und er wackelt kein Bisschen.
Ich meine sogar, dass es etwas (!) leichter ist die BD zu spielen, kann aber auch nur Illusion sein. ;)
 

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