Hagstrom-Userthread

  • #1.941
Glückwunsch zur neuen Gitarre!
Die An-Aus-Problematik der Potis kenne ich eigentlich nur von Lefthand-Gitarren, wo normale Potis verbaut sind, die aber andersherum verdrahtet sind. Ich bin selbst Lefty und tausche in der Regel gleich die Potis auf Reversed Taper/Lefthand-Potis aus weil meist normale verbaut sind. Kratzenden Toggle Switch hatte ich bei meiner Super Swede aber auch, außerdem kamen die originalen Potis alle nicht auf 500 kOhm sondern nur auf 420-450. Der Austausch brachte bei mir daher auch eine hörbare klangliche Verbesserung.:)
Ich habe noch keine Gitarre mit F-Loch, ist bestimmt eine blöde Fummelei!:rolleyes:
Wie ist die Gitarre sonst verarbeitet und wie spielt sie sich? Manchmal denke ich über eine Viking nach, die gibt es auch für Leftys.
 

  • #1.942
Medium 41127 anzeigenlässt sich das Alter anhand der Seriennummer bestimmen?
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  • #1.943
lässt sich das Alter anhand der Seriennummer bestimmen?

Schau mal hier: http://forums.vintageguitarandbass.com/showthread.php?4176-Hagstrom-III-Serial-Number

Da geht es um die 675600 ...

(...)
Ich habe noch keine Gitarre mit F-Loch, ist bestimmt eine blöde Fummelei!:rolleyes:
Wie ist die Gitarre sonst verarbeitet und wie spielt sie sich? Manchmal denke ich über eine Viking nach, die gibt es auch für Leftys.

oja, eine richtig blöde Fummelei ... sonst ist die Gitarre 1a verarbeitet und spielt sich hervorragend ... eine Viking habe ich in meiner vorherigen Band gespielt über einen Engl* Fireball mit viel Zerre und ohne Feedbacks, allerdings auch mit der gleichen OP ...
 

  • #1.945
Mit meiner Super Swede habe ich vor kurzem Pech gehabt:

Aus irgendeinem Grund ist sie mir aus dem Gitarrenständer gefallen!:eek:
Keine Ahnung, wie es passiert ist, aber das blöde ist, dass der Hals oben in Sattelnähe gerissen ist.
Erst habe ich es gar nicht gemerkt, erst bei genauerer Betrachtung war der Schaden zu sehen.
Hab die Saiten gleich abgenommen, um den Zug vom Hals zu nehmen.

Ja, und dann war Corona-Lockdown und ich musste erst mal abwarten.
Heute habe ich die Gitarre endlich zur Reparatur bringen können.

Ich hoffe, sie wird wieder heil!
Die Hagstrom Hälse sind dünn, der Kanal für den H-Expander ist gross und links und rechts davon ist nicht so viel Holz.
In spätestens einer Woche weiß ich mehr.

Wünscht mir Glück!:)
 
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  • #1.946
In spätestens einer Woche weiß ich mehr.

Operation gelungen, Patient Super Swede ist wieder wohlauf!:)

Ich habe die Gitarre jetzt wieder zurück. Der Riss wurde verleimt, alles perfekt.

Der Gitarrentechniker hat auch noch ein neues Setup gemacht und der Gitarre eine ultraflache Saitenlage verpasst.
Dabei hat er auch die Sattelkerben leicht bearbeitet/optimiert.
Nach kurzem Anspielen zuhause habe ich die Saitenlage dann doch wieder ein wenig erhöht. Bin halt kein Shredder.:D
Aber sie spielt sich klasse, ich bin sehr zufrieden!:great:
 
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  • #1.947
Hallo,

ich habe aktuell eine Hagstrom Ultra Max da, und bin überrascht.

Deshalb möchte ich mal nach Meinungen zu diesen Gitarren fragen und mich austauschen.

Die Gitarre hat von meiner Seite einige Pros und Contras.

Insgesamt hat sie mich beinahe im Preis- Leistungsverhältnis überzeugt.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Danke
 
  • #1.948
Danke Admins, ich hatte diesen thread noch nicht gesehen...

Ich schildere mal meine Eindrücke:

Die neue Hagstrom Super Max kommt, gut verpackt, ohne Koffer, nach dem Auspacken direkt in den Hobbyraum und wird begutachtet.
Als erstes fällt mir der große „Made in China“- Aufkleber auf, der auf dem inneren Karton prangt.
Irgendwie bin ich etwas enttäuscht, aber Hersteller produzieren halt dort, wo es günstig ist.

Zuerst den Amp hochgefahren. Ein IRT60H mit Laney 2*12, ganz Standard.
Ich mache als nächstes einen Gurt an die auffällig zurückhaltend produzierten Werkpins,
Nach und nach treten die ersten Auffälligkeiten auf.

Während der Amp vorglüht, stimme ich die Werkssaiten nach.
Ich überlege, einen neuen Satz dickere Saiten drauf zu ziehen, verschiebe das aber auf später.
Die drei tiefen Saiten sind ordentlich aus dem Ruder, aber während dem Testen halten die Mechaniken gut die Tonhöhen,
ich muss fast gar nicht nachstimmen.

Ich spiele erst clean, und die Wucht der beiden tiefsten Saiten E und A ist beeindruckend.
In den höheren Lagen klingen die Saiten sehr verhalten.
Das auf das Griffbrett aufgebrachte Resinator ist gewöhnungsbedürftig.
Auch der restliche Hals ist mit einer dicken Lackierung eingehüllt.
Schade eigentlich, dass der optisch grau geflammte Korpus sich zum Hals hin nicht dem Holz öffnet.
Einen Vorteil beim Spielen kann ich daraus nicht ablesen. Eher merke ich, dass beim schnellen Spiel einiges anders ist, z.B. liegen die Saiten näher beieinander als bei einer Gibson.

Ich bemerke das von Hagstrom besonders erwähnte Sustain der Gitarre.
Am Steg ist eine neuartige Brücke, in der die Saiten in einer Metallkonstruktion befestigt werden.
Jede Saite endet in einem Metallkorpus, diese berühren sich gegenseitig nicht.
Das ist klanglich sicher vorteilhaft, nur das Einfädeln der Saite beim Wechseln ist umständlich, ggf. beim gig ein Stressfaktor.
Der Klang zieht lange nach, schwingt leicht metallen aus.
Die Gitarre hat trotz der schwächelnden höheren Saiten ein knurrendes, metallenes Sustain, das für mich nicht unangenehm klingt.
Was auffällt, ist der für meine Bauarbeiterfinger unangenehm an den Saiten abgeschrägte Hals.
Die tiefste und höchste Saite liegen an sich schon direkt an dieser Schräge. Man muss sich daran gewöhnen, und es kann durchaus passieren, dass der kleine Finger beim Tappen oder schnellen Pull off abrutscht.

Ich wechsle die Werkssaiten zu Heavy Bottoms, um als erstes festzustellen, dass der dünne Klang von D, G, B an den Werkssaiten liegt.
Mit den HB erstreckt sich das grimmige, leicht metallene Sustain auch auf die restlichen Saiten.

Fuzz (Clean Kanal, Fire Red Fuzz): Sobald aktiviert, bäumt sich der Clean Channel auf und das eben erwähnte Sustain endet in unglaublich, fast reverbhaft verlaufenden Tönen, die aber kaum mit den nachfolgenden Tönen verwabern. Die Gitarre hält ihren Punch sowohl am Steg als auch Halstonabnehmer.

Crunch (Rhythm Kanal, Sweet Honey Overdrive, MXR analog Chorus): Fetter Sound, wenn die tiefen Saiten in Powerchords klingen, oder Akkorde gespielt werden. Auch dazwischen liegende Licks setzen sich gut über eine weiter schwingende tiefe D oder A Saite hinweg.
Beide Tonabnehmer klingen gut, aber der coil split und der Umschalter der HH könnten etwas mehr in Handgriffweite sein… ist auch Übungssache.

Clean: Durchaus mit dem untersetzen sound einer Gibson vergleichbar. Ich merke, diese Gitarre kann mehr als nur härtere Gangarten und Zerre. Das sustain ölt die Töne von unten her massiv.

Meines Erachtens hält die Hagstrom den Ton sehr gut, gerade bei ausklingenden Akkorden, die mit licks durchsetzt werden. Das ist bei teureren Gitarren nicht unbedingt so gut.
Leider löst sich die Schraube des vorderen Gurtpins immer wieder, das muss halt noch mit einem Holzsplint und Securelockpin geändert werden.

Also, abschließend muss ich sagen, dass ich von einer E- Gitarre für knapp über 600,- EURO deutlich weniger erwartet hätte.
Das ist schon ein wertes Instrument.
Das Resinator auf dem Griffbrett ist, so wie die direkt an der Perloidschräge sitzenden tiefe und hohe Saite, gewöhnungsbedürftig,
und ich werde noch einige Tage testen.
Diese beiden Faktoren sind für mich im Endeffekt kaufentscheidend, weil der Rest echt gut ist.

Was man mögen muss, ist das metallene, leicht reverbhafte sustain. Mir gefällt es gut.

Soweit meine Eindrücke aus bisher 4 Tagen testen, währenddessen ich übrigens kaum nachstimmen musste, nachdem die Werkssaiten runter waren.
 
  • #1.949
Hier ein etwas neueres Modell:

Hagstrom Adina in Purple Burst

Custom 60 Humbucker am Steg
P50-Pickup am Hals

Die D‘Addarios müssen noch runter und es kommen Eb Slinky .010-.052 drauf.

Wieder mal ein Schätzchen für meines Vaters Sohn 😊

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  • #1.950
...
Hagstrom Adina in Purple Burst
...

Wunderschönes Instrument!
Ich plane, mir das Teil wohl auch zuzulegen... vielleicht nächsten Monat oder so.
Leider liest und sieht man relativ wenig über dieses Modell, daher grabe ich mal diesen Thread aus. :)
Mich würde mal interessieren, wie (und ob) du mit der Gitarre zufrieden bist, oder ob du vielleicht auch schon was daran verändert hast... allgemeine Spielbarkeit, usw. usf.
Danke schonmal für die Auskunft. :prost:
 
  • #1.951
Wunderschönes Instrument!
Ich plane, mir das Teil wohl auch zuzulegen... vielleicht nächsten Monat oder so.
Leider liest und sieht man relativ wenig über dieses Modell, daher grabe ich mal diesen Thread aus. :)
Mich würde mal interessieren, wie (und ob) du mit der Gitarre zufrieden bist, oder ob du vielleicht auch schon was daran verändert hast... allgemeine Spielbarkeit, usw. usf.
Danke schonmal für die Auskunft. :prost:
Ich habe absolut nichts an der Gitarre verändert, die einzige Kleinigkeit zur Nacharbeit war ein wackelnder Potiknopf, alles andere wie gehabt. Ein bisschen schade ist das Einfädeln neuer Saiten in die Wraparound Bridge, während eines Gigs sollte einem keine Saite reißen.
 
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  • #1.952
Um hier auch was beizutragen zeige ich euch meine Hagstrom Megin. Hatte bis vor kurzem auch eine Fantomen in dem selben Finish. Die habe ich aber getauscht, da sich die zwei bis auf die Korpusform zu ähnlich waren, um beide zu behalten. Da ich eher Doublecut Fan bin, durfte die Megin bleiben.

IMG_6112.jpeg

IMG_7229.jpeg


Das Fremdfabrikat auf Bild 2 bitte ignorieren ;)
 
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  • #1.953
Sehr gern... 😒

😉
 
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  • #1.954
Eine wunderschöne Megin.
Bin bereits Besitzer eine Swede Three Kings und habe ein Auge auf die Megin geworfen.

Etwas irritiert bin ich nach dem Lesen des Reviews auf Bonedo.
Dort werden Volume- und Tonepoti für ihren Regelweg kritisiert.

Zitat:

Kleine Schwächen zeigen sich bei den Volume- und Tone-Potis.

Zwar bleiben beim Zurückdrehen des Volume-Reglers die Höhen erhalten, jedoch fehlt ihm der gleichmäßige, organische Regelweg hochwertiger Elektroniken. Der Tone-Regler greift zunächst kaum, beschneidet die Höhen dann aber recht abrupt.

Ende:

Kann/können das die Megin Besitzer bestätigen bzw ließe sich das im K Fall beheben?
Löten könnte ich ;)

Danke

Gruß Sardo
 
  • #1.955
Ich habe eine Hagstrom Super Swede seit Ende 2008, war meine zweite E-Gitarre*, damals um die 500 €. Mittlerweile sind die neuen Super Swedes (und Swedes) knapp doppelt so teuer, weil sie jetzt Lundgren-designed Pickups haben.

Je mehr ich über Gitarren lerne (insbesondere die Rolle der Mensurlänge, über die damals niemand gesprochen hat, alle waren auf dem "Tonewood"-Zug), desto mehr frage ich mich, was die Zielgruppe der Hagstrom Swede und Super Swede ist. 🤔

Bei der Super Swede dachte ich, "wer einen Les Paul-Look mit einem Fender*-Klang haben will", da sie ja nicht nur die Fender*-Mensur von 25.5" hat, sondern auch die Coil Split-Option. Aber auch die Demo-Videos von der Swede, die ja eine normale Les Paul-Scale von 24.75" hat, finde ich meist, dass sie immer noch deutlich heller klingt, also speziell darauf ausgelegt zu sein scheint, heller zu klingen als eine Les Paul. Björn Ulvaeus von ABBA habe ich mal mit Super Swede gesehen, aber bekannt ist er ja doch eher für andere Gitarren.

Meine Super Swede hatte ich damals Ende 2008 angeschafft, weil ich einfach einen Humbucker am Hals wollte für cleane Parts (hatte bis dahin nur meine Yamaha* Pacifica, also HSS-Strat-Shape), und sie sollte in Cherry Sunburst sein. Den damaligen Epiphones im gleichen Preisbereich bis 500 € habe ich nicht vertraut, was die Verarbeitungsqualität anging.

Während meine Super Swede dann später "zufällig" durch die längere Mensur für D-Standard ganz gut geeignet war, sind die Pickups von 2008 relativ low-output - ich hatte zwischenzeitlich mal überlegt, sie auszutauschen, jetzt würde ich sie einfach mehr mit einem Tube Screamer oder vergleichbarem Effekt boosten.

Trotzdem bleibt die Frage: Was ist die Zielgruppe? Für Metal scheinen mir die Pickups nicht scharf genug, und der Classic Rocker will dann wahrscheinlich doch eher den traditionellen Les Paul-Sound, den er ja meinen Ohren nach auch auf einer Swede mit der gleichen Mensur nicht bekäme. Und der Jazzer wird sich in der Regel direkt eine Hollowbody holen.

Wenn es um Metal geht, wäre meine Antwort auf die Frage "für wen ist eine Super Swede?" wahrscheinlich mittlerweile "Sascha Paeth" (Avantasia / Masters of Ceremony) :D. Der wird zwar Duesenberg treu bleiben, aber Duesenbergs haben ebenfalls eine 25.5"-Mensur und meist einen Single Coil am Hals. Diese Option hat man durch den Coil Split bei den Super Swedes und Swedes natürlich auch, ohne dafür den normalen Humbucker-Sound zu verlieren. Jetzt braucht Avantasia auch nicht den härtesten Metal-Sound, vieles davon ist nah dran an Meat Loaf, da tut es auch die halbakustische Duesenberg, und deren Werksbesaitung von 10-52 passt auf die 25.5" Mensur natürlich perfekt für Avantasias D-Standard-Tuning.

Da ich aber niemand anderen außer Sascha Paeth kenne, der Duesenberg Single Cuts im Metal spielt, sieht man daran, wie klein diese potenzielle Zielgruppe ist. Irgendwie klingen die Gitarren unabhängig von den Pickups (die neuen Lundgrens oder meine von 2008) zu hell für einen Les Paul-Sound, aber gleichzeitig nicht "scharf" genug für Metal. Wahrscheinlich viele Höhen und untere Mitten, aber zu wenig obere Mitten, auch im Vergleich zum "Punch" eines traditionellen Les Paul-Rocksounds (wenn ich mir etwa meine Epiphone inspired by Gibson mit den Custombuckers anhöre).

Für Amorphis-Songs etwa, ebenfalls in D-Standard, war mir meine Hagstrom dann oft doch zu "zahm" - außer für die cleanen Parts. Für alles andere von Amorphis passt meine LTD EC-500 mit EMGs im gleichen Tuning dann doch besser.


Deshalb dachte ich, ich frage einfach mal die anderen Hagstrom-Nutzer hier, wofür ihr eure Hagstroms so einsetzt.
:)
 
  • #1.956
Etwa um die gleiche Zeit, wie du, habe ich damals meine DeLuxe gekauft. In meinem Fall ging reichlich Recherche voraus und das Fazit war: Ähnlich Les Paul - nur besser. 😁

So ganz stimmt das am Ende nicht, aber bereut habe ich den Kauf auch nicht. Die DeLuxe hat allerdings auch die Gibson Mensur (wie die Swede) und außerdem hatten sie bei meiner noch einen assembly Fehler gemacht: Statt der "Custom 60" Humbucker waren Custom 58 verbaut (wie in Swede und Super Swede, seinerzeit).

Das habe ich tatsächlich gehört; bzw. auf Basis des Sounds vermutet und nach Auseinandernehmen bestätigt gefunden. Ich habe dann reklamiert und auch tatsächlich ein Set Custom 60 free of charge erhalten, das ich allerdings nie verbaut habe...

Also: Für wen? Wer damals gesucht hat, wollte, glaube ich, einfach etwas haben, was vermeintlich so "gut" ist, wie Gibson. Nicht so teuer und etwas außergewöhnlicher, aber mit eigener Geschichte.

Ich glaube nicht, dass Gitarren wirklich einem Musikstil "auf den Leib geschneidert" sind - wenn auch durchaus damit geworben wird. Die Custom 60 sollten beispielsweise für die etwas härtere Gangart optimiert sein...
 
  • #1.957
Vor Jahren hatte ich mir die Super Swede gekauft und ganz zufrieden damit. Eine Gitarre die sehr vielseitig war.
Preis - Leistung...., kann man nicht meckern, auch klanglich sehr gut.
Aber, A. auf Dauer zu schwer und B. umgestiegen auf andere Hersteller.
Mittlerweile ist sie verkauft.

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  • #1.958
Witzig, ich habe meine Super Swede auch seit Ende 2008.

Ich würde die Frage für mich mal so beantworten: Das Klangspektrum von E-Gitarren bewegt sich ja nicht nur zwischen den beiden Polen (1) Gibson Les Paul und (2) Fender Stratocaster. Selbst diese archetypischen Instrumente gibt es ja in zig Varianten (angefangen bei der Pickupbestückung bis hin zu Thinline-Modellen etc.). Alleine deshalb gibt es ja nicht "den" typischen LP- oder Strat-Sound, sondern x Varianten. Die Gitarren von Hagström bewegen sich irgendwo in diesem Spektrum und haben einfach ihren eigenen Sound.

Ich schätze meine Super Swede bis heute als eine extrem vielseitige, gut verarbeitete Gitarre, die mir von Hard-Rock über bluesigere Sounds bis hin zu jazzigen Einschlägen eine breite Soundpalette liefert. Die Tonabnehmer sind vergleichsweise zahm, erlauben dadurch aber ein ausgesprochen nuanciertes Spiel. Die Coil-Split-Option erweitert das Klangspektrum dabei noch einmal erheblich. Klar, das Gewicht kann manchmal etwas viel werden, aber das Problem ist bei LP-artigen Gitarren ja nichts Ungewöhnliches.

Ich habe auch noch eine Mexiko-Strat, die ich dann zur Hand nehme, wenn ich diesen ganz klassischen, glasig-schneidenden Sound der Single-Coils haben möchte - und auf der anderen Seite nutze ich meine Flying V, deren Keramiktonabnehmer dermaßen heiß gewickelt sind, dass ich damit alles abdecken kann, wofür die Hagström nicht genügend Punch hat. Als gesundes Mittelding mit ganz eigenem Charakter möchte ich meine Super Swede aber dennoch nicht missen.

Die neu aufgelegten (Super) Swedes haben übrigens nicht nur neue Tonabnehmer, sondern kommen jetzt auch im Koffer und haben einen sehr viel ergonomischeren Hals-Korpus-Übergang als noch die alten Modelle, bei denen es die klassische Konstruktion aus verleimten Halsfuß und klobigen Korpus gab. Dazu noch ein Facelifiting bei der Hardware sowie einen zweiten Gurtknopf, damit man sie besser an den Amp lehnen kann, ohne dass sie einem direkt umfällt. Für den Preis ist das in meinen Augen noch immer ein wirklich gutes Angebot. Wenn ich keine Hagström hätte und eine vielseitige Gitarre im LP-Style suchen würde, würde ich da definitiv ein Auge drauf haben.
 
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  • #1.959
Vielen Dank für deine Einschätzung! :)

Der Punkt ist halt, dass die neuen Hagströms für mich nicht anders genug zur bereits vorhandenen von 2008 klingen - selbst mit den neuen Lundgren-designed Tonabnehmern, selbst mit kürzerer Mensur. Und da sie jetzt doppelt so teuer sind wie damals, kriegt man für den Preis z.B. auch schon eine gebrauchte Duesenberg Starplayer Special, d.h. Made in Germany, nicht China (werden nicht mehr produziert, findet man aber noch viele von).

Eine Starplayer Special habe ich jetzt mal angespielt, und die erinnern mich z.B. umgekehrt trotz längerer Mensur eher an Les Pauls, gerade was den Punch und das "Perlige" beim verzerrten Strumming angeht. Im Gegensatz zum An/Aus-Coil Split bei vielen anderen Modellen können sie mit dem Tone-Regler stufenlos zwischen Humbucker- und Single-Coil-Sound überblenden.

Hagströms derweil klingen für mich mittlerweile in nahezu jedem Demo-Video nach Strats, die bloß wie Les Pauls aussehen. :) Den wärmsten Sound hat für meine Ohren dieser Franzose aus einer Swede herausbekommen - wobei das je nach Lautsprecher auch wieder so spritzig wie eine Strat klingt (an meinem PC-Monitor etwa deutlich heller als übers iPad gehört):


View: https://youtu.be/zgapynnonbs?si=8YrXkRjjW53bCN_K

Einen schwer zugänglichen 22. Bund haben sie allerdings beide. :D Haben Hagström zumindest das bei ihren neuen Swedes und Super Swedes verbessert? Das behauptet der Franzose oben zumindest. Auf einer Duesenberg könnte ich den Ton am 22. Bund der hohen e-Saite so gerade noch benden, auf meiner Super Swede von 2008 keine Chance.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #1.960
Ich hatte vor Jahren auch mal so eine "Hagstrom-Phase" und zeitweise auch die ganzen damaligen Swede-Modelle. Da waren die noch relativ neu, nachdem die Marke ja irgendwann wiederbelebt wurde. Muss so bei mir so etwa die Zeit von 2011 bis 2014 gewesen sein.

Auch ein Modell mit zwei P90 hatte ich mal, war vielleicht sogar das Interessanteste. Den genauen Namen habe ich aber gerade nicht mehr im Kopf. Die Verarbeitung war eigentlich bei allen ganz ok. Schon eher die "Gibson-Ecke", Mensur hin oder her.

Einige waren recht schwer, was mir bei allen nicht so gefallen hat, waren die Volume Regler, die eher als "mach mal laut und leise" ausgelegt waren und bei Benutzung einen ordentlichen Verlust an Höhen mitbrachten. Klanglich waren die aber alle gar nicht so übel.

Da ich aber auch eine Gibson LP und eine Nighthawk und einige andere hatte, habe die Hagstroms nach und nach alle wieder verkauft.
Ich habe eben aber sogar noch alte Bilder gefunden. ;-) Die dicke Berta auf dem Bild mit den vier Gitarren ist aber keine Hagstrom.
 

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