Hardware-Sampler für mind. 25 MB WAV-Dateien

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Liebe Musiker,

ich suche einen (gebrauchten) Hardware-Sampler, der Mellotron-Samples abspielen soll. Die 35 Samples liegen als WAV-Datei (mono, 44,1 kHz, 16 Bit) vor.

Der Hardware-Sampler soll

- mit WAV-Dateien umgehen können (importieren)
- die WAV-Dateien über DOS-kompatibel (!) formatierte 3,5"-Disketten einlesen können (kein SCSI)
- RAM für mindestens 25 MB Samples haben
- eine Speicherlösung (z.B. HD) für ein Programm mit diesen mindestens 25 MB Samples haben

Rudimentäre Sample-Bearbeitung sollte vorhanden sein, also z.B. dass man die Samples als "one shot" abspielt (Mellotron eben, keine Loops) und dass VCA- und Filter-Hüllkurven mit Attack=0, Decay=0, Sustain=max, Release=0 einstellbar sind (auch wie beim Mellotron).

Ich habe gehört, dass die E-MU-Sampler mit WAV-Dateien nichts anfangen (also WAV-Dateien nicht importieren) können. Da ich noch nie einen Sampler von E-MU besessen habe, kann ich diese Aussage nicht überprüfen.

Auf ihBäh gibt es regelmäßig alte Akai-Sampler, die für relativ wenig Geld (100-150 Euro) zu haben sind, z.B. Akai S 3000 XL oder S 2000. Ich weiß aber nicht, ob die oben genannten Dinge auf diese Geräte zutreffen. Da diese Hardware-Sampler alle recht alt sind und Speicherplatz allein für RAM damals teuer und begrenzt war, schätze ich, dass ich wohl nicht weit kommen dürfte... Aber vielleicht hat jemand von Euch noch den entscheidenden Tip.

Liebe Grüße von

Robert!
 
Eigenschaft
 
AKAI S3000XL und S2000 können zwar 32 MB RAM, aber kein WAV-Format. Die Samples bekommt man notfalls auch auf dem Audio-Weg rein (am S3000XL z.B. verlustfrei per S/P DIF, am S2000 waren S/PDIF + 8 Einzel-Outs optional), müsste man nur neu schneiden bzw. Sample-Punkte neu definieren, zur dauerhaften Speicherung bräuchte man aber ein externes SCSI-Medium oder eine eingebaute Festplatte. Manche User haben nachgerüstet.

Für deine Zwecke könnte eine MPC1000 gut passen. Kein SCSI mehr. Samples per USB übertragen oder per Speicherkarte laden. Festplatte optional, aber es geht ja auch per Speicherkarte.

Ich hatte S3000XL und S2000 und habe jetzt eine MPC5000. Für deine Zwecke wäre sie aber zu groß. Außerdem gibt es für die MPC1000 ein besseres OS. Es gab zwar noch die kleinere MPC500, aber ohne alternatives OS, und alle raten eher zur MPC1000. Eine MPC2500 wäre zwar auch denkbar, aber für deine Zwecke wahrscheinlich nicht nötig, eine MPC1000 müsste reichen. Die älteren MPC2000 und MPC2000XL haben wieder SCSI.
 
Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Info! Die MPCs sind Desktop-Sampler, konzipiert als "Groove-Maschinen", wenn ich das richtig ausgedrückt habe. Das würde mir nicht so viel bringen; ich suche Sampler im 19"-Rack-Format.

Ich ergänze nachträglich die Liste von oben mit den Eigenschaften eines Samplers, den ich suche:

- 19"-Rackgerät
- Import von WAV-Dateien
- Einlesen der WAV-Dateien über DOS-kompatibel (!) formatierte 3,5"-Disketten (kein SCSI)
- RAM für mindestens 25 MB Samples
- Speicherlösung (z.B. HD) für ein Programm mit diesen mindestens 25 MB Samples
- Samples ohne Loop abspielen können

Hat jemand noch eine Idee?

Viele Grüße von

Robert
 
Die MPCs sind Desktop-Sampler, konzipiert als "Groove-Maschinen", wenn ich das richtig ausgedrückt habe. Das würde mir nicht so viel bringen; ich suche Sampler im 19"-Rack-Format.
Die Info mit 19" als unbedingt notwendige Voraussetzung fehlte halt. Ansonsten, wenn man den Sequencer der MPC nicht nutzt, bleibt eben der Sampler. Aber schon richtig - wäre dann im Desktop-Format.

AKAI S5000, S6000, Z4 und Z8 konnten, glaube ich, WAV. Da hat sich AKAI gerade von ihrem eigenen AKAI-Format verabschiedet, soweit ich mich erinnere. Sind auch alle im 19"-Rack-Format.
 
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* Fantom XR - teuer (ca. 400€) aber dafür mit einigermaßen modernem Speichermedium und viiiel RAM.

* Kurzweil K2000R (64MB) / K2500R (128MB) - der K2000R ist teilweise schon für unter 200€ zu bekommen, den K2500 kann man mit etwas Glück auch für unter 400€ bekommen. Bei beiden sollte man entweder ein SCSSI-Zip-LW oder einen SCSI-CF-Card-Reader haben, um Samples komfortabel laden zu können. Geht natürlich auch über Disketten, ist aber sehr zeitaufwändig. Außerdem groß und schwer.
 
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Nie selber benutzt, und die Teile werden kontrovers diskutiert, aber es gab von Yamaha A3000, A4000 und A5000 Sampler. Oder EX5R. Aber auch alles mit SCSI.
 
Nie selber benutzt, und die Teile werden kontrovers diskutiert, aber es gab von Yamaha A3000, A4000 und A5000 Sampler. Oder EX5R. Aber auch alles mit SCSI.
Wo wird der K2000/K2500 "kontrovers" diskutiert? Das sind beides sehr ordentliche Instrumente, die nicht zu unrecht - wegen ihrer Möglichkeiten - als "Klassiker" gehandelt werden. Sie sind nicht die "Samplefutterproduktionsmaschinen", wie die Akais, deren Erfolg in weiten Teilen auf einer großen verfügbaren Samplelibrary beruhte, sondern eher was für "Bastler" die gerne an Sounds und Samples kreativ schrauben wollen. Und wie jedes Instrument haben sie gewisse Vor- und Nachteile.

Beim K2000 sind es vielleicht die 24 Stimmen und der veralterte Digitech-Effekt. Ansonsten erfüllen die Kurzweil alle Anforderungen des TE:

Liebe Musiker,

ich suche einen (gebrauchten) Hardware-Sampler, der Mellotron-Samples abspielen soll. Die 35 Samples liegen als WAV-Datei (mono, 44,1 kHz, 16 Bit) vor.

Der Hardware-Sampler soll

- mit WAV-Dateien umgehen können (importieren)
- die WAV-Dateien über DOS-kompatibel (!) formatierte 3,5"-Disketten einlesen können (kein SCSI)
- RAM für mindestens 25 MB Samples haben
- eine Speicherlösung (z.B. HD) für ein Programm mit diesen mindestens 25 MB Samples haben

Rudimentäre Sample-Bearbeitung sollte vorhanden sein, also z.B. dass man die Samples als "one shot" abspielt (Mellotron eben, keine Loops) und dass VCA- und Filter-Hüllkurven mit Attack=0, Decay=0, Sustain=max, Release=0 einstellbar sind (auch wie beim Mellotron).

Hallo Michael,


Ich ergänze nachträglich die Liste von oben mit den Eigenschaften eines Samplers, den ich suche:

- 19"-Rackgerät
- Import von WAV-Dateien
- Einlesen der WAV-Dateien über DOS-kompatibel (!) formatierte 3,5"-Disketten (kein SCSI)
- RAM für mindestens 25 MB Samples
- Speicherlösung (z.B. HD) für ein Programm mit diesen mindestens 25 MB Samples
- Samples ohne Loop abspielen können

Beim K2000R (Rack-Version) sollte man darauf achten, dass er nach Möglichkeit die letzte Firmversion installiert hat. Der Kurzweil import recht viele Formate und kann auch mit DOS-Disketten umgehen. Zum laden und abspielen von Samples, ist übrigens auch KEINE Sample-Option nötig und Samples abspielen und einfach bearbeiten, kann der K2000 auch mit Firmware V1. Nur RAM sollte installiert sein (alte PC Standard-SIMMs, max 64MB).

http://www.ebay.de/itm/KURZWEIL-K2000R-/121681075831?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item1c54c1de77

Der K2500 biete gegenüber dem K2000 doppelte Stimmen (48), maximal 128MB RAM und die Möglichkeit die Firmware via Floppy zu aktualisieren. Beim K2000 müssen EPROMS getauscht werden und man muss auf die Mainboard-Version achten. Also etwas "fummelig". Der 2500 kann auch mit KDFX-Effektengine ausgerüstet werden. Die Synthemöglichkeiten BEIDER Geräte sollten bekannt sein :cool:

Beide sind gute Geräte, die man zum günstigen Kurs schiessen kann.

Ein weiterer Tipp sind natürlich die "alten" Akai-Sampler...gerade S5000 und S6000 oder die Z-Serie sind schon sehr feine Geräte, die heute auch nicht mehr die Welt kosten. Die sollten eigentlich nach meinem Wissen auch alle WAV-Files importieren können.

Gruß Dennis (seit über 20 Jahren K2000-User ;))
 
Wo wird der K2000/K2500 "kontrovers" diskutiert?
Hm... Habe ich den Satz so missverständlich geschrieben?... Es ging darin doch um die Yamaha-Sampler... :rolleyes: War also komplett unabhängig von Kurzweil, sondern ein Hinweis darauf, dass es von Yamaha eben auch Sampler gab... Und die wurden halt in meiner Wahrnehmung kontrovers diskutiert. :cool:

Ein weiterer Tipp sind natürlich die "alten" Akai-Sampler...gerade S5000 und S6000 oder die Z-Serie sind schon sehr feine Geräte, die heute auch nicht mehr die Welt kosten. Die sollten eigentlich nach meinem Wissen auch alle WAV-Files importieren können.
WAV war doch DAS Format dieser Sampler. Wenn "importieren", dann eher das alte AKAI-Format. ;)
 
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WAV war doch DAS Format dieser Sampler. Wenn "importieren", dann eher das alte AKAI-Format. ;)
Da täuscht man sich. So simpel wie der Aufbau reiner PCM-Formate auch ist, das "PC"-WAV als Dateiformat ist von 1991, wohingegen sowohl AKAI als auch Kurzweil ihre ersten Sampler Mitte der 80er vorgestellt haben.

Außerdem eignet sich WAV nun gar nicht als internes Format für Sampler: es fehlt schlicht Platz in dem Format für Metainformationen jedweder Art (Loop Points, ggf. Hüllkurveninformationen, alternative (Legato-)Startpunkte, Originalton, Tastenbereich etc.). Deshalb haben die Sampler eigentlich alle (bis heute) ihr proprietäres Format für die interne Ablage und Verarbeitung.
Richtig ist, dass durch die Verbreitung von WAV im PC-Bereich (und auch Digital-Recording) dann ein paar Jahre später viele Sampler auch WAV importieren konnten - aber wirklich nur zum Einlesen. Intern haben die die Samples dann schon in ihrem eigenen Format abgelegt.
Die eigentlichen PCM-Daten werden dabei schon eine sehr ähnliche Struktur gehabt haben - soviel kann man da nicht neu erfinden. Aber der Filecontainer drumherum war sicher kein WAV: versuch mal, mit der Rechenpower der späten 80er/frühen 90er, eine exakte Stelle in einem WAV in Echtzeit anzuspringen - es gibt ja nichtmal irgendwelche Timestamps hie und da zwischen den Audiodaten, die diese Suche beschleunigen könnte. Eigentlich muss man ein WAV komplett linear abspielen. Exakte Sprünge gehen nur, wenn man jedesmal die Sprungadresse anhand der Samplerate neu ausrechnet... Allein dafür sollte ein Sampleformat ein paar Datenfelder bereithalten.

Wenn es jenseits der proprietären Formate am Anfang so etwas wie einen Standard gab, auf den sich mehrere Hersteller geeinigt haben, war das im Recording- und Musikbereich eher AIFF. Vom PCM-Format eigentlich identisch, aber mit der Möglichkeit, Metadaten und Marker unterzubringen.
 
Da täuscht man sich.
Es ging doch um S5000, S6000, Z4, Z8. Das war WAV. Nix mehr AKAI. Meine MPC5000 verarbeitet auch standardmäßig WAV. AKAI importieren kann sie nur, wenn man CD/DVD-Laufwerk nachrüstet. Und die Funktion wurde auch erst mit OS 2.0 eingeführt. Brauche ich nicht. Ich konvertiere AKAI nach WAV im PC und übertrage WAV's auf die interne Festplatte der MPC5000 per USB direkt vom Computer. S5000/S6000 konnten anfangs auch nicht so gut das alte AKAI-Format importieren. Wurde mit einem OS-Update verbessert. WAV ist das Standardformat für Samples dieser Sampler-Generationen.

Außerdem eignet sich WAV nun gar nicht als internes Format für Sampler: es fehlt schlicht Platz in dem Format für Metainformationen jedweder Art (Loop Points, ggf. Hüllkurveninformationen, alternative (Legato-)Startpunkte, Originalton, Tastenbereich etc.).
Natürlich können WAV's Metainformationen speichern. Auch Loops. Allerdings werden Hüllkurveninformationen, Mappings usw. nicht in den Samples gespeichert, sondern in den Klang-Programmen. Z.B. als AKP-Datei bei den erwähnten AKAI-Samplern.

Richtig ist, dass durch die Verbreitung von WAV im PC-Bereich (und auch Digital-Recording) dann ein paar Jahre später viele Sampler auch WAV importieren konnten - aber wirklich nur zum Einlesen. Intern haben die die Samples dann schon in ihrem eigenen Format abgelegt.
Wie gesagt, spätestens ab Ende 90er ist das nicht mehr so, zumindest bei AKAI. Wenn ich z.B. die WAV's von der MPC5000 auf den PC rüber ziehe (nix importieren/konvertieren, sondern direkt kopieren), sind es auch ganz normale WAV-Dateien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Außerdem eignet sich WAV nun gar nicht als internes Format für Sampler: es fehlt schlicht Platz in dem Format für Metainformationen jedweder Art (Loop Points, ggf. Hüllkurveninformationen, alternative (Legato-)Startpunkte, Originalton, Tastenbereich etc.).

OT: In dieser absoluten Form ist diese Aussage m.E. nicht korrekt. Das WAV-Format bietet ja (ebenso wie AIFF) gerade durch seine RIFF-Struktur die Möglichkeit, beliebige Meta-Informationen aufzunehmen, indem neben dem Header, dem Format-und dem Data-Block mit den Sample-Daten, beliebige weitere Blöcke (Chunks) enthalten sein können. (Diese können von Software/Hardware, die diese Blöcke nicht erkennen, leicht ignoriert werden.)

Es gibt auch verschiedene Blocktypen, mit denen sich die o.g. Informationen für Sampler in WAV-Dateien schreiben lassen. Das Problem ist, dass es da keine eindeutige Standardisierung gibt und viele Hersteller ihr eigenes Süppchen gekocht haben, und bestimmte Informationen (z.B. die Root-Note) auf verschiedene Weise in verschiedenen Blöcken abgelegt werden können. Außerdem weiß ich nicht, wann diese Erweiterungen des WAV-Formats entwickelt wurden bzw. sich durchgesetzt haben.

Das ganze Durcheinander ist, auf teilweise recht launige Weise, hier beschrieben (Mirror-Page, die originale Seite finde ich gerade nicht):

http://www.blitter.com/~russtopia/MIDI/~jglatt/tech/wave.htm
 
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Es ging doch um S5000, S6000, Z4, Z8. Das war WAV. Nix mehr AKAI. Meine MPC5000 verarbeitet auch standardmäßig WAV. AKAI importieren kann sie nur, wenn man CD/DVD-Laufwerk nachrüstet. Und die Funktion wurde auch erst mit OS 2.0 eingeführt. Brauche ich nicht. Ich konvertiere AKAI nach WAV im PC und übertrage WAV's auf die interne Festplatte der MPC5000 per USB direkt vom Computer. S5000/S6000 konnten anfangs auch nicht so gut das alte AKAI-Format importieren. Wurde mit einem OS-Update verbessert. WAV ist das Standardformat für Samples dieser Sampler-Generationen.
OK - so um die Jahrtausendwende ist klar. Mir war nicht klar, dass du dich nur auf die "letzte" Generation der großen Racksampler (und das, was danach kam) bezogen hattest mit "diese". Da haben sich ja aber auch in Sachen Hardware und OS-seitig viele Dinge getan, nachdem man im Prinzip viele Komponenten aus dem PC-Bereich mit übernehmen konnte.

Natürlich können WAV's Metainformationen speichern. Auch Loops.
Heute, ja. Heute kann ja in einem WAV-Container (unter Windows) auch alles mögliche an komprimierten Codecs drinstecken. Das hat aber mit dem Ursprungs-WAV bis ca. Mitte der 90er nicht mehr viel zu tun (und von Standard-Kompatibilität brauchte man lange Zeit wegen dieses Wildwuchses an Erweiterungen nicht zu träumen). Da hat jeder, der wollte, seine Erweiterung drangeklatscht.

Allerdings werden Hüllkurveninformationen, Mappings usw. nicht in den Samples gespeichert, sondern in den Klang-Programmen. Z.B. als AKP-Datei bei den erwähnten AKAI-Samplern.
Dass es ganz oben noch mal eine Ebene extra gibt mit Mappings, ist ohnehin klar - das macht ja auch in den einzelnen Samples keinen Sinn.

Wie gesagt, spätestens ab Ende 90er ist das nicht mehr so, zumindest bei AKAI. Wenn ich z.B. die WAV's von der MPC5000 auf den PC rüber ziehe (nix importieren/konvertieren, sondern direkt kopieren), sind es auch ganz normale WAV-Dateien.
Klar - s.o. Heute ist das anders. Wie gesagt, ich hatte dich falsch verstanden, was die Zeitschiene angeht. Mich würde dennoch interessieren, was da in so einem WAV tatsächlich alles drinsteht, und ob alle Informationen, die das Sample selber tragen sollte, da auch mit drinstecken. Sprich, ob es reicht, einfach nur die WAVs auf eine andere MPC zu ziehen (bis auf Mapping usw.) und die Loop-Punkte kommen mit. Interessant wäre auch, welches (PC-)OS bis ca. 1995 das noch hätte lesen können, oder auch ob ältere Sampler da nicht die Segel streichen, weil da aus deren Sicht am Anfang zuviel "Müll" drinsteht. In den Anfangsjahren hatte der erste Chunk ja eine recht fest definierte Länge...
 
Mir war nicht klar, dass du dich nur auf die "letzte" Generation der großen Racksampler (und das, was danach kam) bezogen hattest mit "diese".
Einfach dem Thread richtig folgen und zitierte Sätze beachten. ;)

Mich würde dennoch interessieren, was da in so einem WAV tatsächlich alles drinsteht, und ob alle Informationen, die das Sample selber tragen sollte, da auch mit drinstecken. Sprich, ob es reicht, einfach nur die WAVs auf eine andere MPC zu ziehen (bis auf Mapping usw.) und die Loop-Punkte kommen mit.
Die Loops kommen schon mit. Man kann sie auch am PC in einem entsprechenden Audioeditor setzen, muss dann aber darauf achten, dass die Metas auch mitgespeichert werden. Das kann man im Speicherdialog auswählen. Mich stört an der MPC5000 aber z.B. eher, dass die Sample-Start- und End-Punkte zwangsweise in das WAV geschrieben werden. Wenn man aus einem Sample einen anderen Abschnitt abspielen möchte, muss man das Sample entweder kopieren oder schneiden. Sample-Punkte im Klang-Programm gespeichert fände ich sinnvoller. Dann könnte man aus einem einzigen Sample mehrere Stellen alternativ abspielen.
 
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Uff... da ist man einmal abends nicht da und hat dann so eine Diskussion losgetreten... :D

Ich fasse auch noch mal für mich zusammen:

1. WAV ist hauptsächlich ein PC-Dateiformat, in das man Metadaten speichern kann, z.B. Loop-Punkte (das konnte man übrigens zu Windows 2000-Zeiten mit dem Programm "get it on CD" von Steinberg machen: WAV-Datei loopen, und die Loop-Punkte konnte man mit anderen Audio-Programmen wieder auslesen, es scheint also bei Loops einen "Standart" bei WAV-Dateien gegeben zu haben). Loop-Punkte etc. brauche ich allerdings für meine Belange nicht, da es "nur" darum geht, WAV-Dateien in den Sampler zu importieren und diese dann als ungeloopte Samples abzuspielen (Mellotron).

2. WAV-Dateien werden nur von ganz späten Hardware-Samplern importiert, also von den letzten, die noch auf dem Markt erhältlich waren (und heute nur noch gebraucht).

3. Für meine Belange empfehlenswert sind: Akai S5000, Akai S6000, Akai Z4, Akai Z8, Kurzweil K2000R, Kurzweil K2500R, Yamaha A3000, Yamaha A4000, Yamaha A5000.

Ist das richtig so?

Liebe Grüße von

Robert
 
Ja...soweit korrekt.
Beim K2000(R) sollte man auf die Firmware achten. Die letzte Firmware (ich glaube 3.87) hat gerade beim Datei und Sample-Handling einige neue Features bekommen. Samples laden kannst du aber auch mit V1...nur musst du da z.B. die *.wav -Datei in *.krz umbenennen, damit der K2000 diese laden kann. Grafisches Sample-Editing hat der K2000 dann an Firmware 2.0 bekommen, die sollte auch bei jedem Gerat dabei sein, welches die Sample-Option installiert hat. Aber immer dran denken, der K2000 hat schon einige Zeit auf dem Buckel, dafür hat er viele Features zum Basteln.

Etwas einfacher sollten die Akai-Sampler der letzten Generationen sein. Also die S5000,6000 und die Z-Serie. Damit macht man eigentlich wenig falsch, wenn man einen reinen Hardware-Sampler sucht, aber sie sind auch noch etwas teurer als z.B. der K2000. Und die Kurzweil-Geräte sind vollwertige Synthesizer/Workstations, mit ROM-Sounds, Sequenzer, etc und einer mächtigen Synthese-Engine.
 
Hallösche,

mir ist nicht ganz klar, warum Du unbedingt Disketten verwenden willst/musst. Hast Du keine Möglichkeit, die Samples auf ein anderes Speichermedium zu kopieren? Die Schnittmenge zwischen ist-modern-genug-um-WAV-zu-unterstützen, ist-alt-genug-um-noch-ein-Diskettenlaufwerk-zu-besitzen und ist-dennoch-modern-genug-um-DOS-kompatibel-zu-sein ist eher gering. Ich glaube, wenn Du auf Disketten verzichten könntest, sollte die Auswahl größer werden.

Gruß
Ted
 
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mir ist nicht ganz klar, warum Du unbedingt Disketten verwenden willst/musst.

Wenn ich mir Hardware-Sampler z.B. auf ihBäh anschaue, dann sehe ich als allererstes Diskettenlaufwerke als Speichermedium. Meist kommt dann noch eine SCSI-Schnittstelle dazu. Einen Hardware-Sampler mit USB-Anschluss habe ich bis jetzt nur beim Akai Z4/Z8 gesehen (danke an Michael für den Hinweis mit den Akais!).

Dann rechne ich aus: Ich habe weder ein CD-R-Laufwerk noch eine Festplatte mit SCSI-Port. Ich kann aber auf Disketten schreiben - dafür habe ich ein Laufwerk. Meine Samples, die ich importieren will, liegen als WAV vor und passen (zwar einzeln, aber sie passen) jeweils auf eine 1,44 MB-Diskettte rauf.

Ich glaube, wenn Du auf Disketten verzichten könntest, sollte die Auswahl größer werden.

Gerne! Ich nehme gern Hardware-Sampler mit einer USB-Schnittstelle. Das werden aber wohl nur die Akai Z4/Z8 sein. Die Mehrzahl der Sampler, die ich bis jetzt beobachten durfte, hatten aber alle ein Diskettenlaufwerk, so dass ich dies als vorrangige Option genannt hatte. Ich fürchte, die Auswahl an Geräten wird eher kleiner, wenn ich auf Disketten verzichten würde.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
P.S.: Es ist übrigens gerade ein Akai Z4 auf ihBäh mit einem veranschlagten Startpreis von Euro 250. Das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen teuer für ein Gerät, das a) kaum noch jemand in seinem Setup benutzt (Software!), die Nachfrage also eher gering sein dürfte und b) über zehn Jahre alt ist.

Oder denke ich da zu streng?
 
Bei AKAI S5000, S6000, Z4, Z8 solltest du dich in Bezug auf USB genauer informieren. USB können sie wohl alle, allerdings öfter (oder immer?) als Option, d.h. ab Werk fehlte USB (zumindest bei S5000 und S6000, glaube ich), konnte aber mit einer speziellen Erweiterung nachgerüstet werden. Außerdem wird, soweit ich weiß, eine spezielle Software benötigt. AkSys oder so. Ich habe ja deswegen die letzten Hardware-MPC's erwähnt, weil dort die Übertragung per USB direkt möglich ist, ohne zusätzliche Software.

Um einen S3000XL oder S2000 (oder S3200XL ;-)) per Diskette mit WAV-Samples zu füttern, war es möglich mit einem DOS-Programm aus den WAV-Samples spezielle AKAI-Disketten zu erstellen. Du willst aber nicht jedes Mal 35 Disketten nacheinander reinschieben. Bräuchtest also zur dauerhaften Speicherung so etwas wie z.B. ein Zip100-Laufwerk in der SCSI-Variante. Bei mir hat das Ding zwar zuverlässig funktioniert, es gab aber Berichte von Leuten, die Probleme damit hatten. Eine alte externe SCSI-Festplatte wäre vielleicht auch eine Option, oder ein anderes Laufwerk. Vielleicht gibt's SCSI-Speichergeräte, die einen USB-Stick oder eine moderne Speicherkarte aufnehmen können. Bin da nicht auf dem Laufenden.

Nachgerüstet mit einem SCSI-Controller war es möglich WAV's auch direkt vom Computer in den Sampler (S3000XL, S2000) zu übertragen. Das habe ich auch praktiziert, und das hat bei mir auch gut funktioniert. Das war auch das Einzige, was mit der MESA-Software von AKAI zuverlässig funktioniert hat. :twisted: Es gab aber auch alternative Software, die Samples übertragen konnte.
 
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Dann rechne ich aus: Ich habe weder ein CD-R-Laufwerk noch eine Festplatte mit SCSI-Port. Ich kann aber auf Disketten schreiben - dafür habe ich ein Laufwerk. Meine Samples, die ich importieren will, liegen als WAV vor und passen (zwar einzeln, aber sie passen) jeweils auf eine 1,44 MB-Diskettte rauf.
du hättest folgende Option (seit SCSI für Speicherkarten wieder teuer geworden ist)
ein Zip-Laufwerk IDE für den PC und eins mit SCSI für den Sampler
die kosten selbst mit 250MB teilweise nur 10€

cheers, Tom
 
Ich hänge mich hier auch mal mit rein:


Alles, was mit SCSI zu tun hat, würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen - das ist irgendwie einfach Hölle!

Wenn du auf Floppy und dessen Limitierungen (Speicherbeschränkungen, langsame Ladezeiten) verzichten magst, und dies keine absolute Bedingung ist - umso besser.



Ich würde gleich an erster Stelle Hardware-Erweiterungen wie 'Raizin Monster' SATA-SCSI zu SSD Adapter in Betracht ziehen - damit liessen sich möglicherweise die "Stolpersteine" bei einem gebrauchten AKAI-Sampler umschiffen.


2.DM_On_AKAI_S1100_88.jpg




Bliebe vielleicht noch der laute Lüfter... Diesem könnte man zum Beispiel mit einem Replacement von Silenx- oder Noctua zu Leibe rücken.

Noctua-NF-A6x25-FLX-by-1e2.it-01.jpg




Natürlich ist das ein wenig ein Gebastel, aber wenn sich dadurch die Performance von alten Hardware-Samplern steigern lässt, ist es mMn. durchaus einen Versuch wert.


HTH
:hat:
 
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