Hey Sänger, was ist mit euch los?

  • Ersteller Sally.is.so.silly
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Hallo!

ch hab sowas schonmal mitbekommen, dass da Männer wohl Probleme mit Frauen in ner Band haben (ausser es ist vllt ne Sängerin).

Bitte??? Das gibts ja wohl nicht.
Also ich habe lieber Frauen in der Band. Hat große Vorteile, weil man z.B. oftmals keine extra Sängerin braucht.

Gruß
sven
 
Die (Band-)Musikersuche ist häufig frustrierend. War sie immer, wird sie immer sein. :rolleyes:

Prinzipiell kann man ja sich zwei Extreme bei der Vorgehensweise vorstellen mit einem Kontinuum dazwischen:
- Man beschreibt so genau wie möglich, was man sich vorstellt, was geht und was nicht und was sein muss. Je strikter das formuliert ist, desto weniger Leute werden sich melden, aber es steigt die Chance, dass die dann auch die Erwartungshaltung treffen.
- Man lässt die eigenen Vorstellungen maximal offen. Das erhöht natürlich die Zahl der möglichen Interessenten, aber dann ist erfahrungsgemäß eben auch viel Beifang dabei.
Irgendwo in die Mitte liegt die Wahrheit. ;)

Ich persönlich tendiere bei den technischen bzw. organisatorischen Anforderungen mittlerweile zu Variante 1 und bei der musikalischen Eignung zu Variante 2. Meinem Seelenheil tut es gut, mit humorvollen, engagierten, ego-armen, halbwegs organisierten Menschen Musik zu machen, die wissen, was sie tun. Welche Musik ganz konkret gespielt wird, hat längst nicht mehr so den Stellenwert für mich wie mit 20... :D Natürlich gibt es einen Rahmen und einige (wenige!) Ausschlusskriterien, aber glücklicherweise gefällt mir ein recht breites Spektrum an Musik, also habe ich gelernt, mir in der Hinsicht nicht mehr Kopfschmerzen zu machen als nötig, und kann das auch nur jedem empfehlen. :great:
 
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Mich wunderts, wie solche Leute überhaupt Mitglieder finden. Bei einem professionellen Solo-Künstler werden die Hired Guns bezahlt. Da nimmt der Sideman halt achselzuckend die Marotten seines Arbeitgebers hin. Aber in der Kneipengig-Liga, wo niemand Geld verdient und nur der Spass der Lohn des Ganzen ist, wundert mich schon, warum sich irgendjemand solche selbsternannten Band-Leader antut.

In meiner Alters-Klasse jenseits der 30 ist die Suche nach Musikern leichter. Zwar gibt es nur noch ganz wenige - aber diejenigen, die so spät immer noch dabei sind, haben schon zahlreiche Schlachten geschlagen. Sie sind reifer und kompetenter. Und wissen aus schmerzhafter erfahrung, wie selten, kostbar und erhaltenswert eine funktionierende Truppe ist.
 
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Hallo!



Bitte??? Das gibts ja wohl nicht.
Also ich habe lieber Frauen in der Band. Hat große Vorteile, weil man z.B. oftmals keine extra Sängerin braucht.

Gruß
sven
Wobei man das auch nicht immer genau weiss. Es gibt ja auch Typen mit denen man als Typ selbst weniger oder nicht klar kommt. Kann also auch mit ner Frau passieren, da ists dann aber ev. gleich Frauenfeindlichkeit sozusagen im Verdacht, richtig wäre, dass man halt diese Person aus div. Gründen nicht abkann, aber mit ner anderen (Frau) als Beispiel hervorragend..Typsache spielt schon auch viel mit.
 
Ich habe noch folgende Punkte beizusteuern:

Ausführliche Anzeigen bringen (den meisten) nix, aber (den richtigen) schon viel
Will sagen - wenn ich schreibe dass die Band Soul/Funk macht, die Mitglieder zwischen 30 und 50 sind, wir ein Mal die Woche ab 20:00 für 3 Stunden Proben, wir nur 4-6 Gigs im Jahr anstreben (aber dafür schöne), dass wir daheim üben erwarten, etc etc ... dann ist das genau die Anzeige, die jemand wie ich lesen will. Viele andere lesen nur Überschrift und sonst nix, da kann man halt nix machen.

Leider gibt es keine brauchbare Musiker-sucht-Musiker-Plattform
Es gibt verschiedene Börsen, Bezahl-Websites, Facebook-Gruppen, Kleinanzeigen, Mund-zu-Mund-Propaganda, etc. ... aber eben nicht "die eine". Das macht es ziemlich frustrierend, sowohl als Band als auch als Suchender.

Soziale Interaktion kostet Überwindung
In einen Raum mit einer fremden und ggf. schon eingeschworenen Band zu gehen und sich da mit seinen musikalischen Fähigkeiten (oder deren Fehlen) zu exponieren, das ist schon für viele Leute eine ziemliche Nummer. Da sollte man schon drauf eingehen und die Hürde vielleicht nicht so hoch setzen und auch nicht zu viel vorab investieren. Optimal ist es doch, dass man 1-2 Songs gemeinsam macht und schaut wie es menschlich passt.
 
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Ich muss jetzt hier auch mal kritisch gegenfragen:
Ist es gerechtfertigt das 3 Individuen die kaum drei Monate zusammenspielen fragen, was denn mit den Sängern auf der Welt nicht stimmt? Das wirkt auf mich schon etwas unentspannt!

Ich meine das jetzt nicht provokativ und wenn bei mir etwas nicht klappt (und ich z.B. eine Stelle nicht besetzt bekomme) frage ich mich erstmal selber, was bei mir nicht stimmen könnte. Diese Betrachtungsrichtung hat zumindest den Vorteil Ansätze zu bieten, bei der man wirklich selber etwas verändern kann. Daher wäre meine Frage hier auch durchaus: Was ist mit euch los, dass ihr nicht mal einen Sänger bekommt?

Man kann natürlich auch auf seine Erwartungen hocken bleiben und alle anderen als Fehler betrachten.
 
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Wie groß waren denn eure Anstrengungen bisher, diese Suche mal auf das "Real-Life" auszudehnen? Wo nun genau Leute (Sänger) für ein Bandprojekt zu finden sind überlasse ich mal deiner Kreativität, aber ich kann zumindest aus Erfahrung sagen, dass die besten Kontakte bisher durch Zufälle entstanden sind - Leute, die man auf einer Party, im Club oder wo auch immer kennengelernt hat....

...nur so eine Idee....

Grüße
 
Ich habe den threadverlauf so empfunden, dass durchaus in beide Richtungen ("Anbietende" und "Nachfragende" - Suchende sind eigentlich beide) geschaut wird und die threaderstellenden das, was sie da machen, auch kritisch reflektieren und sich offen gegenüber konkreten Nachfragen oder Vorschläge zeigen.

Es scheint auch so zu sein, dass bei weitem nicht nur sie die geschilderten Erfahrungen machen.


x-Riff
 
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und die threaderstellenden das, was sie da machen, auch kritisch reflektieren und nichts gegen konkrete Nachfragen oder Vorschläge haben.

Es scheint auch so zu sein, dass bei weitem nicht nur sie die geschilderten Erfahrungen machen.
Falls du das aufgrund meines Post schreibst: Ich habe das nicht im Zweifel gezogen. Auch kenne ich die TE und ihrer Kollegen nicht. Das können Top-Leute sein oder auch total uncoole.

Mein Post war auch nicht als Kritik gedacht sondern nur als Hinweis, auch bei sich selbst mal zu schauen und die eigene Position und Erwartungen kritisch zu hinterfragen. Schaden kann das nicht.
 
Alles klar! (y)
 
Irgendwie vermisse ich intellektuellen Biss in der bisherigen Plätscherei! Warum versagt das Internet so kläglich im Bereich der Musik (und auch der Liebe!). Ist doch eine großartige Idee, auch im Handel und im Konsum? Vielleicht weil es nicht vergessen kann? Mich interessiert die Systemtheorie, nicht die Annekdote. Wieso scheitert das? Wieso schafft es eine Musikerplattform nicht, dass in den letzten 3 bis 4 Jahren keine einzige Sängerin neu auftaucht und einen brauchbaren eigenen Song abliefert? Wo sind die Stimmen alle? Was ist die Anatomie der Erfolglosigkeit?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Nachtrag: ich rede nicht von diesem Forum! Mehr allgemein....
 
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Weils ne Art Blase ist. Die Technik, die Möglichkeiten haben sich verbessert, aber der Mensch doch nicht..
 
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Ich muss jetzt hier auch mal kritisch gegenfragen:
Ist es gerechtfertigt das 3 Individuen die kaum drei Monate zusammenspielen fragen, was denn mit den Sängern auf der Welt nicht stimmt? Das wirkt auf mich schon etwas unentspannt!

finde ich auch, wobei die Suchanzeige hier im Board ja recht vage ist:

[...] Skillsmäßig sind wir ein Mix aus fortgeschrittenen Anfängern und erfahrenen Musikern. Somit solltest du selber als Anfänger keine Scheu haben dich zu melden oder auch kein Problem haben, wenn etwas nicht sofort läuft [...]
Da wir eben noch ganz frisch zusammen gekommen sind, haben wir auch erst nur eine Mini- Setlist (die später definitiv noch ergänzt wird!) von 4 Songs...

da würde ich mir auch überlegen, es einfach mal auszuprobieren.
 
@Vali und @VocAngel

Meiner Meinung nach gibt es aber doch einen Unterschied zwischen Singen und dem Spielen eines Instrumtents:

Das Instrument erzeugt immer mehr oder weniger indirekt und personenunabhängig einen Ton, während man sich beim Singen ungleich mehr "entblößt".
Die menschliche Stimme ist immerhin sehr persönlich und man gibt beim Singen gewissermaßen sein Innerstes preis.

Ich habe beispielsweise kein Problem, immer und überall, auch spontan und ungeprobt, auf irgendeinem Tasteninstrument irgendwas "rauszuhauen".
Aber Singen - nein, das traue ich mich nicht. Vielleicht wäre es nicht mal so schlimm, aber ich bin da wohl zu selbstkritisch (oder schätze mich einfach nur realistisch ein).

Das heißt aber nicht, dass es nicht auch Sänger/Sängerinnen und Instrumentalisten/Instrumentalistinnen gibt, die in totaler Selbstüberschätzung keinerlei Hemmungen haben (alles schon erlebt).

Ohne jetzt die unselige Männer/Frauen-Diskussion wieder anzufachen:
Nach meinen persönlichen Erfahrungen neigen eher Männer zu maßloser Selbstüberschätzung, während Frauen eher dazu neigen, überkritisch mit sich selbst zu sein - und in Extremfällen bremsen sie sich selbst aus. Ein Mittelweg wäre jedenfalls manchmal gut.

Meine Einschätzung:
Wie hier schon angeklungen ist: Gesang wird oft als "einfach" bezeichnet, weil jeder ohne materiellen/finanziellen Aufwand einfach drauf los singen kann. Aber ein brauchbares Niveau hat man deshalb noch lange nicht.

Meine Hochachtung deshalb vor guten Sängern/Sängerinnen!
Beim Spielen eines Instruments kann man auch meist Nervosität noch halbwegs verbergen, aber wenn beim Singen die Stimme anfängt, vor Aufregung zu beben, ist man chancenlos - das ist einfach viel direkter und wie gesagt intimer/bloßstellender, als ein Instrument zu spielen.


Ansonsten ist es wirklich ein deutlicher Unterschied, dass man "früher" einfach Abmachungen getroffen hat und diese wohl oder übel einhalten musste, während heute per WhatsApp & Co. jede Kleinigkeit tagelang diskutiert und dann doch kurzfristig umgeworfen wird, weil schließlich jeder jederzeit erreichbar ist.

Viele Grüße
Torsten
 
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Leider gibt es keine brauchbare Musiker-sucht-Musiker-Plattform
Jo, und auch hier wird es ja wohl nix mehr mir der Brauchbarkeit. Für mich ist das wichtigste Suchkriterium als A1-key immer noch der Ort (+ xx km Entfernung). Die vorrangige Suche nach Instrument, Genre oder wasauchimmer, nützt niemandem, wenn es einfach zu weit weg ist.

Wird sich auch in absehbarer Zeit nicht mehr ändern, oder?

Sehr schade, dass dieses Problem ja offenbar nicht zu lösen ist.
 
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Ansonsten ist es wirklich ein deutlicher Unterschied, dass man "früher" einfach Abmachungen getroffen hat und diese wohl oder übel einhalten musste, während heute per WhatsApp & Co. jede Kleinigkeit tagelang diskutiert und dann doch kurzfristig umgeworfen wird, weil schließlich jeder jederzeit erreichbar ist.
Genau das ist der Punkt. Und zwar in vielen Bereichen. Da kommt ein lange ausgemachtes Treffen nicht zustande, weil sich jemand 10Minuten vorher etwas anderes überlegt. (thumbsDown)
 
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: Was ist mit euch los, dass ihr nicht mal einen Sänger bekommt?

.
Die Frage könnte man in der Tat stellen- wenn wenigstens mal einer vorbei kommen würde. Aber dazu kommt es ja fast gar nicht. Es gibt also gar nicht die Möglichkeit uns persönlich kennen zu lernen und uns blöd zu finden.
finde ich auch, wobei die Suchanzeige hier im Board ja recht vage ist:



da würde ich mir auch überlegen, es einfach mal auszuprobieren.
Was ist daran vage? Es steht ja drin, dass wir ne sehr unterschuedliche Truppe sind, wo wir proben und wann.

Andererseits wurde ein paar Beiträge weiter oben geschrieben dass man nicht immer zu konkret werden soll, weil man die Leute einengt. Also irgendwie passt beides grade nicht so zusammen.
Zudem ist es eh blöd ganz konkret hier mit den Anzeigen, weil man sie nicht später nocnmal anpassen kann. Man kann nur noch was da drunter posten, wenn sich was ändern (z.B. bei uns die Örtlichkeit). Dann wird der erste Beitrag gelesen, man denkt "Es passt nicht" und guckt sicher weiter unten nicht nochmal, ob sich was geändert hat.
 
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Vielleicht ist es gut wenn man sich auch musikalisch vorstellt.
Wenn man was hört kann man einfach direkter reagieren.
Also nach dem Motto "Ja in der Band möchte ich mitspielen".

Die erfolgreichen und schönen Kontaktversuche die ich hatte habe ich immer durch die Musik zustandegebracht.
"Man" hörte wohl was von mir und sagte sich "ok mit dem könnte ich zusammenspielen".

Früher also in den 70ern war es ja auch so das man sich fast nur beim jammen oder eben bei Konzerten kennenlernte.
Der Anknüpfungspunkt war also die Musik und da war dann nach wenigen Minuten klar:
"Das geht" oder "Das geht nicht" und da brauchte es auch keine Erklärungen oder Entschuldigungen.
"Man" wusste einfach wie es steht und da war auch niemand böse.
 
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