Hip Hop als Subkultur

von GRINDyourMIND, 17.05.05.

  1. GRINDyourMIND

    GRINDyourMIND Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.05.05   #1
    Aus Wikipedia :

    Hip Hop ist eine kulturelle Bewegung, die ihre Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos New York Citys der 1970er Jahre hat und sich mittlerweile zu einer weltweiten Subkultur der urbanen Jugend entwickelt hat. Die ursprünglichen, integralen Bestandteile (die sogenannten vier Elemente) der Hip Hop-Kultur sind MCing, DJing, Breakdance und Graffiti.

    Diese Einteilung in vier Elemente, die Resultat einer bestimmten sozialen Konstellation im New York der 70er und 80er Jahre war, ist durch die Entwicklung des Hip Hip mit zunehmender Fixierung auf die Rapmusik, die fortschreitende Kommerzialisierung der Kultur und durch veränderte soziale, technische und kulturelle Rahmenbedingungen problematisch geworden. Inzwischen können auch Beatboxing, street fashion oder Producing dem Hip Hop zugerechnet werden. Darüber hinaus hat sich in der Hip Hop-Szene ein eigener Jargon entwickelt.


    Artikel 1, Artikel 2

    So viel zur Einleitung, den meißten hier sollten es ja eigentlich bekannt sein, dass sich hinter Hip Hop nicht nur eine Musikrichtung sondern eine umfangreiche Subkultur verbirgt.
    Nur leider tritt dies immer mehr insbesondere gegenüber Außenstehenden mit der fortschreitenden Eingliederung kommerzieller Rap Musik in die Pop-Welt in den Hintergrund. Grade hier im Musiker Board scheint es eine ganze Menge Leute aus anderen Musikrichtung zu geben, die Hip Hop auf den Teil der auf den Musikkanälen im Fernsehen läuft zu reduzieren. Das finde ich sehr schade.

    Hier in diesem Forum tummeln sich natürlich auch verständlicher Weise in erster Linie Musiker.
    Trotzdem möchte ich einfach mal die Frage stellen : Bedeuten euch die 4 klassischen Hip Hop Elemente Rap, DJing, Graffiti und Breakdance als Einheit noch etwas oder zählt für euche nur die Musik ? Habt ihr Kontakt zu anderen Bereichen oder seid ihr selbst
    irgendwie anderweitig als musikalisch aktiv ?

    Und geht ihr auf Jams mit Openmicsessions oder ähnlichen Untergrundveranstaltung oder geht ihr eher auf die klassischen Konzerte ?


    Für mich hat Hip Hop immer bedeutet aktiv zu sein und nicht bloß etwas , was mir vorgesetzt wird, zu konsumieren. Dann haut mal in die Tasten... :)
     
  2. jackflash

    jackflash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #2
    also im verbindung mit hiphop stelle ich natürlich auch graffiti,einige meiner freunde sind selber aktiv und djing ist besonders für mich seehr present da ich selber dj bin.auf openmicsessions gehen wir(meine crew)gerne,nur leider geht da immo nicht seehr viel in meiner umgebung(dortmund,ich freu mich über tipps8)).naja und breakdance is da so ne sache,ich kenn selber niemanden näher.aber,ja doch hiphop ist ein lebensstyle(womit sicher nicht aggro gemeint ist)und spätestens wenn man das erste bild gemalt,die ersten reime geschprochen ,oder das erste mal einen ton mit einen plattenspieler erzeugt hat weiß man mehr als alle die ,die auf viva die videos schauen!
     
  3. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #3
    Also das mit den vier elementen macht die sache auch nicht besser.
    Meine meinung zum rappen ist ja schon allgemein bekannt.
    Was am Djing so toll sein soll habe ich noch nie verstanden.
    Was ist toll daran die msik anderer aufzulegen und nen bisschen rumzuscratchen.
    Graffiti ist auch so ne sache. Die meisten schmieren meist nur rum oder schmieren irgendwelche ganglogos irgendwo hin.
    Und die Leute die ich gesehen habe, bei denen man ihr Graffiti als Kunst sehen
    könnte, haben mit hiphop nicht viel zu tun.
    Außerdem finde ich graffiti eh scheiße, da es meist sehr viel sachschaden verursacht. Wenn ich mal nen Haus habe und jemanden erwische wie er meine Wand beschmiert, dann kommt der unter 3 Monaten nicht mehr aus dem Krankenhaus. Nicht weil ich gewalt verherrliche, sondern da kein dahergelaufener idiot edas recht hat mein eigentum zu beschädigen.
    Und zu Breakedance kann ich nur sagen, das ich Tanzen in jeder Form bescheuert finde, sowohl in klassischer musik, im metal, bei Techno, oder zu Hip Hop. Alle Tanzmusik wurde aufs Tanzen ausgelegt, und wird daher immer durch diese Komponente blockiert. Also ist Tanzmusik in meinen Ohren meist schlechter als andere.
     
  4. clemens

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    Erstellt: 17.05.05   #4
    Dazu hatten wir ja bereits einen riesigen Thread. Ich nehme an, du hast noch nie einen Turntablisten gehört; es geht hier nicht um stupides Musikauflegen.

    Breakdance ist ja keine Musikrichtung, sondern eben ein Tanzstil; wieso argumentierst du hier mit Tanzmusik?!

    Abgesehen davon: schonmal den Donauwalzer gehört? Ist zum Tanzen gemacht und trotzdem ein großartiges Stück. Wirklich, seltsame Argumentation.
     
  5. GRINDyourMIND

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    Erstellt: 17.05.05   #5
    @kleinershredder
    Ich hab das Riesenzitat aus deinem Post rausgenommen. Du musst echt nicht meinen ganzen Beitrag zitieren, wenn du dich allgemein zum Thema äußerst und nicht nur zu einem bestimmten Punkt. Außerdem war der ursprüngliche Eintrag genau zwei Posts darüber. :rolleyes:

    Um es mal auf den Punkt zu bringen : Du magst keinen Hip Hop.

    In einem Hip Hop Forum bringt es uns allen genau gar nix, wenn du in jeden Thread postest "Hip Hop ist kacke, Graff ist kacke, Tanzen ist kacke....". Ich hab ja auch überhaupt kein Problem damit, wenn jemand diese Musikrichtung nicht mag, aber solche Einträge brauchen wir hier einfach nicht.

    Dieses Thema richtet sich an HipHopper oder zumindes an die, die sich für das Thema interessieren. Ich will hier jetzt nicht allgemein über Graffiti diskutieren.

    @jackflash
    Geht mir ähnlich, Breaker kenn ich auch kaum. Kumpels von mir haben das früher mal ne Zeit lang gemacht, haben das aber auch schnell wieder seien lassen.
    Ich komm ja nun eigentlich aus dem Graffbereich von daher ist das so meine Ecke.
    Von wegen Jam, ich dachte immer Dortmund wär Hip Hop mäßig recht derbe...
    Wenn du DJ bist und n paar Leute kennst, dann mach doch einfach selber mal was. Brauchst ja erstmal nurn 2 Turntables, n Mic und ein paar Leute.
     
  6. Stick Seavers

    Stick Seavers Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #6
    Tach erstmal!
    Erstmal muß ich sagen, daß ich aus dem Rock komme.
    Ich habe zwar auch ein paar Hip-Hop Platten im Schrank liegen, doch höre mittlerweile nur noch selten Hip-Hop.
    Ich denke auch das die fortschreitende Kommerzialisierung dieser Subkultur dem Ruf des Hip-Hop und dessen Ausdrucksformen in Rap, Graffiti, Breakdance extrem schadet!
    Und die Qualtität der Texte im Chart-Hip-Hop geht teils auch erheblich den Bach runter! Hip-Hop ist ein Produkt geworden, das den ganzen Kiddies als ´cool´ verkauft wird und massentauglich, ohne Seele, gemacht wurde!
    Daher beschäftigen sich die meisten garnicht mit der Entstehung, der Geschichte und rennen bloß irgendeinem Trend hinterher.
    Hip-Hop wird erst wieder frei atmen können wenn die Industrie ihn komplett ausgelutscht und ihn wieder in den Underground gespuckt hat!
    Dann wird sie sich das nächste Opfer suchen und das ganze Spiel geht von vorne los!
    Was mich an so diesen ganzen Gruppierungen, sei es Hip-Hop, Rock, Alternative oder was auch immer stört, ist dieser Uniformzwang der dort herrscht! Das ist der letzte Bullshit! Denn schließlich ist alles eine Einstellungssache!
    Und was hier der Herr Kleinshredder von sich gegeben hat, zeug einzig und allein von Intoleranz und Unwissenheit!
    Ich sag mir, jeder wie er es mag!
    Nur bitte keine Drohnen der Wirtschaft, die jedem Trend hinterher rennen und keine Ahnung von nichts haben!

    Gruß

    T-Bone
     
  7. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #7
    Die Frage war doch wie man über hip hop denkt, wenn man nicht nur an die musik denkt, sondern halt an diese 4 elemente.
    Von diesen 4 Elementen wusste ich vorher gar nicht.
    Und deshalb habe ich jetzt genau wie es in der Frage verlangt war meine meinung zum Thema HipHop, mit inbetrachtziehung dieser 4 elemente, aufgeschrieben.

    Und das wegen dem Breakdance:
    Ich meinte das ich tanzen im allgemeinen bescheuert finde, weil musik die fürs tanzen komponiert wird in meinen augen halt schlechter ist, da sie im Rhamen der Tanzbarkeit gefangen ist.
    Das mit der Tanzmusik habe ich nur geschrieben, um zu verdeutlichen, das ich tanz in allen musikrichtungen bescheuert finde.
     
  8. private-paula

    private-paula Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #8
    diese elementeneinteilung ist bei mir ganz interessant geartet. weil wir früher zwar derbe auf hiphop standen, aber nie geld für equipement hatten, um mal was aufzunehmen (und auch sonst aufm dorf wenige leute, die welches hatten und schon gar keinen guten kontakt zu denen), haben wir einfach mit graffiti angefangen, leinwände bemalt und später sogar auftragsarbeiten angenommen.
    erst mit dem wegziehen von daheim zum zivi und später zum studium kam dann der kontakt mit mcing in dem sinne, dass ich mit anderen leuten zusammenkam, die aber auch alle nichts mit turntable-ism am hut hatten.
    so ist es bislang geblieben. ich mache zwar selber beats, hatte aber noch nie nen turntable in der hand und kenne auch keinen einzigen fähigen DJ.
    breaker haben sich auch bis jetzt nie in unsere kreise verirrt.
    ich glaube, die vier elemente (bis auf die beiden symbiotischen, mcing und djing) sind weitestgehend eigentlich unabhängig.
     
  9. Alca

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    Erstellt: 18.05.05   #9
    Also meine Liebe ist ja DJing wie hier sicher schon einige wissen. Mit Graffiti verbindet mich, dass es mir einfach gefällt. Früher hab ich versucht selbst etwas in diese Richtung zu gehen aber ich ich musste feststellen, dass sich mein künstlerisches Talent sehr in Grenzen hält. Ich bin aber nie rausgegangen um irgendwas mit meinen ersten Gehversuchen zu beschmieren. Unqualifiziertes Graffiti ist schon ein Problem. Jetzt beschränke ich mich darauf, Bilder von Graffitis in meinem Zimmer aufzuhängen.
    Später hab ich dann noch Versucht ein bisschen mit dem PC zu produzieren. Auch hier hielten sich meine Erfolge in Grenzen. Warscheinlich fehlte mir einfach die Bereitschaft zum Üben in dem Alter.
    Mit dem DJing hab ich vor 1,5 Jahren angefangen und ich werde auf jeden Fall dabei bleiben. Vielleicht fang ich später nochmal mit dem Producen an, da es einen als DJ doch immer mal wieder reizt.

    Am Wochenende bin ich normal in den Clubs oder auf Konzerten. Leider geht in meiner Gegend nicht besonders viel, auch Jams sind mangelware. Und wenn dann mal ein DJ Mad in Ulm auflegt kommen gerade mal 30 Leute. Cool war es trotzdem aber das ist ein anderes Thema.

    MCs kenn ich eigentlich keine persönlich. Insgesamt ist die Szene hier nicht gerade die größte.
    Breakdancer hab ich einen in der Klasse. Der hört aber nur TV-Rap und interessiert sich einen Scheiß für die Kultur.
     
  10. jackflash

    jackflash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #10
    naja ich weiß ja nicht aber jams oder reimrunden gibt es hier recht selten.es gibt zwar fast jedes wochenende irgentwo irgenteinen dj der was auflegt aber das lohnt sich meistens nicht.und mal selber was zu planen.....lange dauerts nicht mehr....8).
    @kkleinerschredder
    hmmm ja is ja gut,deine meinung über die vier elemente ,aber besonders produktiv find ich das nicht ,sich zb über djs aus zu lassen wenn man warscheinlich nur clubjungs kennt die nen paar lieder mixen.kug dir ma nen a-trak oder nen q-bert an das is der hammer.
    außerdem soll das hier denk ich, kein hatethread wie alle andern sein,sondern viel eher ein gespräch über hiphop und dich .und nicht über deine meinung zu hiphop und selbst wenn ,dan sag einfach das du mit hiphop nichts am hut hasst.
     
  11. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.05   #11
    Ich finde den Begriff der "Subkultur" für HipHop angemessen...

    Es gibt schon geilen HipHop, farbenfroh gemischt mit Einflüssen aller Art, keine Frage, aber kulturell hat er keine wirklichen Blüten getragen. Es kommt immer nur das, was man grenzspannmäßig von Straßenrappern wie Azad oder Savas über nicht unintelligenten Rap vom fetten Brot über Party-Rap von Fünf Sternen Deluxe bis hin zum Mainstream eines Eminem abdingsen könnte, und das endet im Chillen mit Gras, Becks, Baggy-wear und Spraydosen. Ein Lebensgefühl - ich weiß nicht, ob das nicht zu hoch gegriffen ist, weil man das in meinen Augen fast schon mit Trägheit wesentlich treffender beschreiben könnte. Jemand wie Erykah Badu oder meinetwegen auch US3 fließen in diese HipHop-Kultur doch garnicht mit ein, und das ist... schade?
     
  12. GRINDyourMIND

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    Erstellt: 22.05.05   #12
    Trägheit ? Das musst du mir jetzt erklären. Lebensgefühl ist natürlich immer hoch gegriffen, der Begriff ansich ist auch schwer zu definieren. Aber grundsätzlich ist doch jede Subkultur mit einem Lebensgefühl verbunden. Oder nicht ?


    Also ich kenn einige die Erykah Badu hören und man muss ja auch nicht nur Hip Hop hören, um sich in dieser Subkultur zu bewegen. Oder um mal die Beginner zu zitieren :

    Wer Hip Hop macht und nur Hip Hop hört betreibt Inzucht.
     
  13. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.05   #13
    Der Aktionsradius eines durchschnittlichen, ergo bekifften, HipHoppers endet an dem Ring aus Rotze rund um die Parkbank. Erzählt mit einem lachenden Auge, mit dem Fünkchen Wahrheit darin. Kann man wohl auch so für Metal übernehmen, aber Menschen, die Tango oder Salsa (oder oder oder) leben, sind aus einem anderen Holz geschnitzt. Das verstünde ich auch unter Kultur.
    Alter, der Spruch hat was!
     
  14. GRINDyourMIND

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    Erstellt: 23.05.05   #14
    Das könnte daran liegen, dass Tango oder Salsa im Moment nicht "in" ist und durch die Medien gehypet wird. Dadurch dass Hip Hop und anderen populäre Musikstile so sehr in den Medien rotieren finden natürlich sehr viele Leute einen Zugang dazu ohne sich wirklich mit dem was Hip Hop ausmacht auseinanderzusetzen.
    Jemand der sich für einen "unpopulären" Musikstil interessiert muss viel tiefer graben und nicht bloß den Fernseher anschalten. Daher sind diese Leute wohl auch mit mehr Herz bei der Sache als die von dir angesprochenen HipHopper. Für diese ist HH eben nur eine bevorzugte Musikrichtung und keine Subkultur. Wobei das vorhandenseien dieser Spezies ja nicht bedeuten muss, dass es keine HipHopper gibt, die das wirklich als Kultur leben. Man muss nur genauer hinsehen...
     
  15. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.05   #15
    so als nachträgliches Edit zum Beitrag davor...: wow, mir ist grad aufgefallen, dass unter dem kursiv geschriebenen Teil mit den Buchstaben da aus deinem ersten Post ja noch was steht! Mit Brille wär das nicht passiert... Aber da hast du so ziemlich das geschrieben, was ich zum Thema Subkultur des HipHop sagen würde. Es ist zu "mainstreamig", vor allem aber so träge und langweilig, was als sichtbares Ergebnis der HipHop-Kultur herauskommt. Und von Graffitti halte ich nix. Dabei reduziere ich keineswegs nur auf das, was das Fernsehen mir an Bildern und Eindrücken bietet, sondern sehe auf der Straße, in der Uni, in Parks, überhaupt halt unter Leuten was und wie sich da entwickelt, und was ich sehe ist grau. Ich mein', ich hab schon HipHop gehört, da war das alles Party-Musik und da lagen einige aus dem Board noch in den Windeln, und wohin sich das entwickelt hat, entspricht auch wirklich so ziemlich dem, was du als Sichtweise der Leute, die HipHop nur aus dem Fernsehen kennen und das lächerlich und primitiv finden, darstelltest. So ziemlich nichts anderes sehe ich. Was schade ist, weil es ja echt nicht zu begrüßen ist, wenn "die Straße" salonfähig und massentauglich wird. Proletarisierung mit open end.

    Aber die Musik allein und für sich genommen hat in einigen Stilrichtungen Blüten gezogen, an deren Kelchen ich gern naschen tue. Besonders angejazzten HipHop, was auch als jazziger Pop mit Sprechgesang durchgehen würde, überhaupt Sprechgesang ohne diesen vulgären Straßen- und Ghetto-Touch hat für mich was.
     
  16. GRINDyourMIND

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    Erstellt: 23.05.05   #16
    Naja, da ist die Frage woran du HipHopper identifizierst. Ich meine nicht jedem siehst du an, was er für Musik hört. Die Leute, die sich so übermäßig optisch durch bzw den Kleidungsstil ausdrucken müssen, sind meiner Meinung nach nicht die, die wirklich Ahnung von der Materie haben. Das ist auch in allen Musikrichtungen so, mir würdest du jetzt auch so nicht ansehen, dass ich Burzum oder Cryptopsy höre.... Grad im Moment sieht man halt ne Menge, die sich die ganzen Ami-Proll-Marken geben, aber das sind doch auf keinen Fall, die die was mit der Subkultur am Hut haben.
     
  17. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.05   #17
    Früher war das ja noch einfacher, da war der HipHopper der Schwarze mit dem 20 cm Flat auf dem Kopf und dem Wecker um den Hals :-)
    Oder mir, dass ich nach der Fiona Apple CD Agiel oder Zyklon höre. Aber das ist Feigheit vor dem Feind! Weil die, die sich durch Kleidung, wilde Gestik und Kraftausdrücke profilieren müssen, sind die, die die HipHop-Standarde hochhalten (wow, drei "die"s hintereinander!) und von sich reden machen. Sie sind aktiv im Rap und im Graffitti, dafür weniger im DJing und Breakdance. Bei letzteren beiden sind ja Geld und Talent vonnöten, woran es bei den meisten scheitert. Wer sich nicht zeigt, wird nicht wahrgenommen, und so wäre das, was du unter HipHop-Subkultur verstündest eine True-HipHop-Underground-Subkultur, weil das Feld um die Kultur schon längst für die Kiddies geräumt wurde. Verständlicherweise, wer will sich mit diesen Pfeifen ernsthaft auseinandersetzen. Doch wer, wenn nicht die bilden noch eine "Kultur"? Allein schon anzahlmäßig werden Leute wie du geschluckt und jeder Versuch ein "trues" Konzert zu geben von Pseudos überschwemmt.
    Die Fernseh-HipHopper und die Nachmacher aus dem Hinterhof - Pseudos. Doch sind sie es, die durch Anzahl und Auffälligkeit das Bild in der Öffentlichkeit bestimmen und auch für die HipHop-Subkultur stehen. Und sie hören ja auch HipHop, und so wie die das auch sonst abziehen kann man auch sagen, dass sie HipHop leben, und woran sonst soll ich also einen HipHopper erkennen? Dass er Boss-Maßgeschneidert trägt, Hummer mit Besteck essen kann, auch Nirvana hört, doch Nachts herausschleicht um die Wand der Location, in der er mit seinem MC auflegen wird zu besprühen und nachher noch eine Tanzeinlage auf der Bühne gibt? Ja, doch, das wäre jemand, der der Subkultur frönt, doch gibt es sojemanden? Und vor allem, warum versteckt man sich damit, wenn man es doch leben will?
     
  18. Imperial

    Imperial Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.05   #18
    hehe den Leuten die Diese Musik machen siehste es auch nicht immer an.

    Auf meinem ersten Cryptopsy Konzert hab ich mit Alex (Auburn) gelabert und hab gedacht das is n Eisverkäufer so wie der angezogen war. Uff einmal steht der Eisverkäufer auf der Bühne und macht alles nieder.... ohh man war mir das Peinlich :D
     
  19. never_ever

    never_ever Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.06   #19
    hallo,

    hiphop oder das was als solcher bezeichnet wird ist eine "subkultur" und wie der name schon sagt eine form von kultur.
    bekannte vergleich wie aus musikrichtungen "subkulturen" entstanden sind, sind: zb. Jazz oder Punk.

    der rap aus dem diese subkultur entstanden ist und auch aus dem der rap ansich entstanden ist (denn er hat diesen namen nicht von anfang an) habt ihren ursprung in der verzweiflung und in dem drang von seinen problemen zu berichten.

    in der zeit als crack in amerika ganze stadtteile zu boden warf und gettos entstanden, war die verzweiflung in den amerikanischen grosstädten so mächtig das sich leute auf die strasse stellten und von ihrem leid erzählten.

    strassengangs übernahmen die macht und töteten sich gegenseitig

    aus diesem umfeld wurde eine bewegung gebohren durch die es möglich war dem altag zu entfliehen und armen menschen ohne schulbildung die möglichkeit gab sich respekt zu erkämpfen ohne gewalt

    statt sich zu prügeln und sich gegenseitig zu erschiessen trug man seine konflikte mit dem microfon oder auf der tanzfläche aus.

    stars wurden gebohren menschen wurden bekehrt - weg von der gewalt hin zum talent
    ein teufelskreis wurde durchbrochen

    und das ist was hiphop ist!

    das durchbrechen von grenzen eine art sein leben zu meistern, eine einstellung, eine überzeugung.

    es gibt keine säulen keine festlegung auf äusserlichkeiten

    was passierte dann?
    die bewegung kam in den 90gern ins rollen die industrie erkannte den wert und aus einer bewegung wurde ein goldener esel
    aus einer alternative zur gewalt wurde eine verherrlichung der gewalt

    und darum sage ich hier unmissverständlich

    nicht jeder der rappt ist ein hiphopper
    nicht jeder der rap hört ist automatisch ein hiphopper

    und man kann ein hip hopper sein ohne rap / breakdance / grafit oder dj´s zu mögen

    peace
     
  20. nienstock

    nienstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.06   #20
    Ers ma RESPEKT NEVER EVER.

    So nun was von mir.

    Hip Hop is für mich ganz klar eine Kultur.
    Eine Lebensweise.
    Eine Einstellung.
    Ein Sein.

    Ich bin schon lange der Meinung das Hip Hop als Relegion angenommen werden sollte.
    Weil wie Never Ever es schon geschrieben hat und viel hundert andere.
    Man macht das einfach sein leben lang.
    Ich bin seid knapp 10 Jahren dabei über deutsch Rap bis hinn zu Reggae über Jazz und Blues bis hin zum US Hip Hop.
    Allerdings finde ich es nur belustigend wenn US Rapper, die ja nun teilweise wirklich was erlebt haben, auf ihren ersten Albem noch wirklich untergrund sind und man sie als Hip Hopper schon teilweise Jahre vorher hier kennt.
    Bei mir is da das Beispiel 50 Cent.
    Und dann wenn sie erfolg haben sich ganz dem Komerz widmen.

    Was ich ansich nicht Verurteile wer von uns hätte nich gern ein paar Mille aufm Konto und ein eigenes Labe gut Klamotten jetzt nicht so.
    Aber ich denk halt das wenn einer von Untern kommt mit nix und dann da oben steht mit unendlichen Möglichkeiten da dreht man einfach ab denk ich.

    Gut ende hier sonst schweif ich ab.

    Klar das was bei VIVA läuft und MTV teils auch (wobei MTV um längen besser is, dank dem US Bruder) is nich mehr den Hip Hop den man als "echter" erwartet aber dafür gibt es ja das Internet. Und solche Foren.

    Nun denn das was da gerade is in good old germany diese ganze AGGRO berlin kagge naja schulhof musik.
    zitat Bushidoo" für euch sind wir die Kings auf dem schul hof"
    Wobei Bushidoo noch einer der besseren deutschen rapper is.

    Zum Glück sind die Leute die intelligente kommentare von sich lassen in so einem Post hier über dieses alter hinweg.

    Kommen wir zum schluss sonst schrieb ich hier nur noch müll.

    Meine Meinung is wer in den Laden geht und sich eine Hip Hop scheibe oder Rap scheibe kauft is noch lange kein Hip Hopper in dem sinne wie wir hier meinen.
    Dazu gehört ein ganzen stück mehr, vor allem arbeit.
    und einfach ein paar marken klamotten kaufen übergroße hose und so das bringt es auch nicht.
    (selber trag ich so was aber einfach weil ich das geil finde, würd ich auch tragen wenn ich kein hip hopper währ.)

    naja für mich liegt der wahre hop hop im untergrund, mixtapes (vor allem) und OLDSCHOOL

    nun denn

    der nienstocker aka SloMo
     
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