Hoyer-Gitarren Userthread (vintage -> bis 1987)

  • #401
OK; prima, muss eh mal bei der Elektrik schauen, der Minischalter hat ein Problem ...
Wenn ich zu erträglichen Peisen einen gebrauchten DP101 finde, kommt der rein. Der pickup, de jetzt drin (X2N?) ist mir ein klein bisschen zu dumpf, und halt nicht orischinol ;-)
 

  • #402
Soderle, hab eben das Pickguard runtergenommen und der Stegtonabnehmer ist von Schaller, dann ist es wohl ein "Hot Stuff". Jetzt die Frage, ist der vielleicht doch original ? Bisher hab ich kein Bild einer 5069S aus der dritten Serie gesehen, bei der dieser Tonabnehmer verbau war. Ein weiteres Indiz ist das Kabel, das m.Em. seine volle Länge hat und in Schleifen durchs Elektrikfach geht. Was meint Ihr ?
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  • #403
Es ist ein Schaller Hot Stuff :great:
Aber ich glaube nicht, dass er original verbaut wurde. Denn meistens werden so lange Kabellängen bei den original verbauten Pickups gekürzt.
Er glänzt auch noch stark. Ich denke er ist nachgerüstet.
Wäre Schaller original verbaut, würde man doch drei, oder vier Schrauben verbauen um die Neigung damit einstellen zu können.
Meine Golden50 sind von 1987 und glänzen auf jeden Fall schon viele Jahre nicht mehr:
p1040489-webp.793583

Die hatten damals auch diese Datums-Kleber, die in Geschäften für die Preisauszeichnung verwendet wurden.
Zumindest meine.
Die neueren dagegen hatten diesen Kleber nicht mehr:
Thema '[Pickups] Schaller - Humbucker "Golden 50" Hals & Steg in "Nr.2" und in "Paulus"
 
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  • #404
OK, hab noch ein Super Distortion aus der Zeit, den werde ich beim Überholen der Elektrik einbauen...
 
  • #405
Hallo,
hier mein aktueller Neuzugang. Eine Hollow-Body Les Paul Kopie.
Evtl. kann mir Ulricoso (oder jemand anderes hier) etwas über die Gitarre und das Baujahr sagen?
Es handelt sich wohl um das Modell 27.
Wurde diese Hollow-Body Konstruktion durch das massive Modell (5060) abgelöst,
oder existierten beide noch eine Zeit lang parallel?
Seriennummer habe ich leider keine gesehen.
Anhang anzeigen 1042044
Hallo

endlich eine Antwort, war unterwegs, daher erst heute eine Antwort....

Ja, die Typ27 war eine hollow body und wurde ab 1968 etwa durch eine solid body Konstruktion abgelöst, immer noch als Typ 27 vermarktet. Z waren u erkennen an den Tonabnehmern, die nach Humbuckern aussahen und japanischer Herkunft waren (von Maxon). Dann ab 1969/1970 der Wechsel zu den Hoyer Tonabnehmern, selbst hergestellt. Die sahen zwar nach Humbuckern äußerlich aus, waren aber Single Coils. Gleichzeitig der Wechsel zu den aktualisierten Modellbezeichnungen, hier zur 5060, wie Du schon schriebst. Parallel existierten diese Bautypen m.E. nicht, sondern sequentiell.

Eine Seriennummer dieser Bauzeit (ca 1966/67) würde sich auf den bräunlichen Aufklebezetteln befinden, der aber wegen des geschlossenen Bodies bestenfalls auf der Unterseite des Schlagbrettes befinden könnte...

so long erstmal
Ulricoso
Beitrag automatisch zusammengefügt:

OK, hab noch ein Super Distortion aus der Zeit, den werde ich beim Überholen der Elektrik einbauen...
... eigentlich waren da zw. 1979 und 1983 stets DP101, dual sound von DiMarzio verbaut, die auch am phase switch hingen....
 
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  • #406
... und wurde ab 1968 etwa durch eine solid body Konstruktion abgelöst, immer noch als Typ 27 vermarktet. Z waren u erkennen an den Tonabnehmern, die nach Humbuckern aussahen und japanischer Herkunft waren (von Maxon).

@Ulricoso
Du hattest erwähnt, dass bei den ersten massiven Typ 27/5060 Modellen noch Tonabnehmer (Humbucker?)von Maxon verbaut waren. In meiner Gitarre waren die abgebildeten Tonabnehmer eingebaut. Allerdings weiß ich nicht, ob sie original sind, da die Kabel einmal abgeschnitten und dann wieder zusammengelötet wurden.
Ich dachte eigentlich dass wären auch Hoyer-Singlecoils, deshalb habe ich sie direkt „ungehört“ ausgetauscht.
Könnten das die genannten Humbucker von Maxon sein? Ich habe mal geschaut; bei allen Bildern von Maxon die ich gefunden habe, steht zumindest eine Seriennummer drauf. Diese kann ich bei meinen so nicht sehen. Beide haben einen Wiederstand von ca. 8kOhm.
Ich werde sie auf jeden Fall testweise wieder einbauen und mal versuchen eine Kappe zu entfernen.

Maxon1.webpMaxon2.webpMaxon3.webp

Nachtrag; habe mal die Google-KI benutzt.
Für Maxon spricht der rotbraune Kleber.
Herstellungsjahr sollte dann 1972 / 1973 sein, da Maxon Pickups erst ab 1973 gestempelt hat
und bis dahin kurze Polepiece-Schrauben(15-19mm) genutzt wurden.
Die Schrauben der abgebildetet Pickups haben eine Länge von 25mm.

Da die Gitarre aber älter ist, sind die Pickups wohl nachträglich getauscht worden.
(Oder die KI ist falsch informiert)
Es bleibt spannend ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #407
Hallo mal wieder,
mit ist neulich beim "Bass-Kauf für 0€ inkl. Verstärker" :-) eine Hoyer-Gitarre begegnet. Sie hatte ein Schallerpickup-System. Leider in schlechtem Zustand.
Ist das Modell bekannt, war es serienmäßig mit dem Schaller System ausgestattet?
Ich bin mir auch über die (damalige Original-)Qualität der nicht ganz im Klaren.
Also nur falls es jemand (historisch) weiß. Kurz, ist das ein interessantes Modell, bei dem sich eine aufwändigere Renovierung ggf. lohnen würde?
(Leider habe ich nur diesen einen Schnappschuss gemacht.)
Viele Grüße!

Hoyer mit Schallerpickup.webp
 
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  • #408
... eigentlich waren da zw. 1979 und 1983 stets DP101, dual sound von DiMarzio verbaut, die auch am phase switch hingen....
Moien, danke für den Hinweis, der Dual Sound hatte halt immer schon alle vier Spulenanschlüsse einzeln rausgeführt, während der Super Distortion das erst im Laufe der Zeit bekommen hat. Ansosnten ist das laut DiMarzio der gleiche Tonabnehmer. Der Super Distortion, den ich habe, hat einen separaten Massedraht und zwei separate Anschlüsse für die Spulen, d.h. Out of Phase ist damit auch machbar, nur kein CoilSplit oder Serial-/Parallelumschaltung...
Die Suche nach einem Dual Sound läuft aber weiter, dann isses noch mehr orischinol, wobei das bei der Gitarre auch nicht so drauf ankommt, und die Potis und der Tone-Kondensator sind eh schon erneuert, also nix mehr für Originalitätsfetischisten ;)
 
  • #409
Hallo liebe Hoyerista,
schön, dass es dieses Forum hier gibt.

Ich sammle keine Hoyer, aber ich hatte eine bis vor einer Woche, als ich sie nach einem Gig beim Umladen vom Auto aufs Fahrrad (Gigbag) vor der Haustüre vergessen habe ... und jetzt ist sie weg ... Meine Kontaktdaten waren in der Gitarrentasche ... Aber es hat sich niemand gemeldet ... Ein Foto der Seriennummer auf der Rückseite des Kopfes habe ich leider nicht.

Wenn sie jemand über den Weg läuft, gerne melden!
Bild unten.

Es ist eine Hollowbody Thinline 4061 (ES-330 Typ), braun, ohne Sustainblock, gekauft 1980 als Student, nach dem ich wochenlang um das Schaufenster des Musikgeschäftes gelaufen war. Damals hatte sie, soweit ich mich erinnere, um die 900 DM gekostet.

Nachdem ich vor 18 Jahren wieder angefangen habe, aktiv und regelmäßig Musik zu machen und mich dem Jazz intensiver gewidmet habe, habe ich die Gitarre 2011 überholen und umbauen lassen, bei Walter Kraushaar bei Aachen. Die umschaltbaren DiMarzio Pickups, die mir immer zu dumpf waren, wurden durch Schaller Golden 50 ersetzt. Es kamen neue Bundstäbchen drauf und außerdem war mir die Ansprache der Gitarre zu träge. Walter Kraushaars Tipp: Die schweren Messingwirbel durch leichte Ebenholzwirbel ersetzen. So konnte der schlanke und relativ weiche Hals schneller reagieren.

Den Rollensteg hatte ein Hobbytuner durch Feilen versaut. Weil es 2011 keine Stege mehr mit dem weiteren Stichmaß gab, hat Walter Kraushaar kurzerhand einen aus Holz mit Knocheneinlage gebaut, wie bei einer klassischen Gitarre, der über die Stellschrauben aber in der Höhe einstellbar blieb. Nicht das hübscheste Teil, aber sehr, sehr wirkungsvoll. Später wurden dann die Potis noch erneuert und die Umschalter für die Pickups (von Humbucker auf Single Coil) still gelegt und entfernt (auf dem Foto von 2015 noch dran). Außerdem wurde die Gitarre für einen Saitensatz 11-49 statt 10-46 eingestellt. Die Elixir Nano lassen sich sehr gut spielen, halten lange und klingen gut.

So umgebaut hat die Gitarre einen ganz eigenen tollen, warmen, aber transparenten Sound bekommen, auf den ich bei Gigs immer wieder angesprochen wurde.

Jetzt bin ich auf der Suche nach Ersatz und das ist verdammt schwierig. Fast alle Gitarren dieser Bauform sind Semi-Hollows. Die Vintage-Modelle (ES 330) von Gibson kosten an die 3.000 Euro, sind ihr Geld aber meiner Meinung nach nicht wert. Außerdem ist bei den Modellen der Hals-Korpus-Übergang Richtung Kopf verlegt, so dass Spielen oberhalb des 12. Bundes kaum möglich ist. Und sie sind mit P90 ausgerüstet.
Interessant ist ein Modell von Stanford, die Crossroad Thinline CR 30 für 1.100 Euro, allerdings ebenfalls mit P90 bestückt ist (was man ändern kann). Das Schwestermodell CR 35 mit Sustainblock konnte ich anspielen. Das machte einen ganz guten Eindruck.

Jetzt bewegt mich noch die Frage nach dem Holz, falls das jemand hier weiß:
Hat Hoyer damals Massivholz für Decke und Korpus eingesetzt oder Sperrholz furniert?
Ich dachte immer, es sei Sperrholz (sah für mich in den F-Löchern so aus), aber jetzt habe ich eine 4061 mit Sustainblock angeboten bekommen und die soll von ca, 1978 sein und eine massive Decke haben.
Kann das sein?
(Ich weiß, bei Hoyer war alles möglich.)
Das wäre für den Sound interessant.
Alle neuen Thinline, auch die teuren Gibsons oder Heritage H530 haben Bodies aus Ahorn-Laminat.

Besten Dank und viele Grüße
Peter

Geb Peter 2015__01__Hoyer.webpMonoCase Semihollow.webp
 
  • #410
bei Hoyer war alles möglich
+1 Und nicht nur da...
Meiner Erinnerung nach habe ich vor einiger Zeit bei Guitar Nerds in HH eine 4061 gespielt, könnte aber evtl. auch eine 4062 gewesen sein. Vielleicht ist die noch da (gekauft habe ich sie nicht, da ich selbst noch eine 4062 habe), der Preis war afair eher günstig.
 
  • #411
ich hatte eine bis vor einer Woche, als ich sie nach einem Gig beim Umladen vom Auto aufs Fahrrad (Gigbag) vor der Haustüre vergessen habe ... und jetzt ist sie weg ... Meine Kontaktdaten waren in der Gitarrentasche ... Aber es hat sich niemand gemeldet ...
Evtl. blöde Frage, aber hast du es schon mal beim Fundbüro versucht?
 
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  • #412
Ich habe günstig eine zerlegte 5060 bekommen. Ohne Pickups und der Lack auf der Vorderseite wurde entfernt.
Auch wurde wohl mal eine andere Brücke montiert. Alles in allem damit nicht sehr sammel-würdig.
Aber eine gute Basis um die Gitarre nach meinen Vorstellungen wieder in Gang zu setzen.

Leider lässt sich die Seriennummernicht erkennen :-(.
Aufgrund des Schichthalses und des Shapings tippe ich auf 1975.
Ich habe aber bisher noch keine Modelle mit Shaping und Wölkchen-Inlays gesehen.
Auch hat mit der Vorbesitzer gesagt, dass ihm gesagt wurde, es sei eine Goldtop gewesen.<
Gab es sowas überhaupt von Hoyer?
Anhang anzeigen 1039862
Hoyer_5060.webp
Ich habe dem alten Schätzchen wieder Leben eingehaucht. Als Pickups hat sie zwei Schaller (Golden 59 und 2in1) bekommen
Da die Standardrahmen der Pickups für die Gitarre etwas zu klein waren, kamen welche aus dem 3D Drucker zum Einsatz.
Über Push-Pull-Potis lassen sich die Pickups Out-of-Phase schalten, sowie die Spulen des Bridge-Pickups seriellund parallel schalten.
 
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  • #413
Hallo

welch schöne Explorer von Hoyer, schwer aber wunderbar gefertigt und sogar mit Originalkoffer.

Wieviele da entstanden sind, ist nicht ganz leicht zu beantworten, so gute 100 Stück sicherlich. Die relativ niedrige S/N deutet auf Baujahr 1981 hin, sie kostete damals immerhin 2490.- DM, das war eine Stange Geld....

Gruß Ulricoso
Servus
Danke, ich habe auch mit ca 100 St gerechnet und Ja….. schwer ist sie wirklich 😫
 
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  • #414
... nur kurz: zu meiner Frage, hat da nicht doch jemand ggf. Infos? Oder ist das Modell nicht "wert", hier diskutiert zu werden ;):ROFLMAO:
Meine Anfänger-Recherche sagt: günstige Gitarre von Arnold Hoyer (wegen aufgeklebtem Namen, einfachere Kopfplatte), Pickup-System ggf. sogar mehr wert als pure Gitarre.
 
  • #415
  • #416
Danke @WorkingMusician, ja das ist wahrscheinlich das Problem für "Schwacke". Die "Schwierigkeit" für den Eigentümer wäre dann vermutlich, ob der Aufbereitungs-/Reparaturpreis am Ende zu einem effektiv höherem Wert führt, momentan steht sie dort m.E.n. nur als Deko rum – war immerhin grob gestimmt aber Seitenlage ... :rolleyes:
 
  • #417
  • #418
Danke für den Hinweis, aber das Problem ist dort meiner "Schnelleinschätzung" vor Ort nach eine kaputte Hals-Body-Verbindung.
Ich würde es als "halbgebrochen" bezeichnen, eigentlich noch stabil, aber vom Winkel her nicht normal, vielleicht auch DIY-repariert.
Die Frage ist dann also, wie gut kann man es in dem Zustand überhaupt fixen.
Da ich jetzt nicht weiß, was man danach klanglich oder spieltechnisch erwarten kann, würde/werde ich es "für mich als Projekt" nun lassen.

Hüttl kannte ich noch nicht, aber Wahnsinn, was alles aus Bubenreuth kam. War für mich früher mal in Fahrradweite :-)
 
  • #419
Auf Kleinanzeigen wird gerade eine Hoyer Les Paul Custom angeboten. Ein spätes Modell mit durchgehenden Hals.
Darauf sind EMG Pickups verbaut. Weiß jemand, ob dieseoriginal sein können?
 
  • #420
Auf Kleinanzeigen wird gerade eine Hoyer Les Paul Custom angeboten. Ein spätes Modell mit durchgehenden Hals.
Darauf sind EMG Pickups verbaut. Weiß jemand, ob dieseoriginal sein können?
Hallo,
ja das war so original und wurde zwischen 1981 und 1982 so produziert, geschätzte Stückzahl etwas über 50 würde ich mal sagen.
Ulrico
 

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