Hallo zusammen,
ich hatte mich vor vielen Jahren schon einmal durch diesen Threat gelesen - und bin erstaunt, immer noch so viel Aktivität und Interesse an diesen Gitarren vorzufinden.
Meine Hoyer ist eine
HG-656, ein recht exotisches und wie ich glaube seltenes Exemplar.
Es war meine zweite elektrische Gitarre - ich habe sie Mitte der 70er in Erlangen direkt bei Hoyer gekauft und mehrere Jahre gespielt.
Irgendwann wurde sie dann durch andere Gespielinnen ersetzt und hing mehr oder weniger nur noch als Deko an der Wand.
Das Problem war: Die Verarbeitung und Bespielbarkeit war und ist erste Sahne. Leider waren die Pickups und die Schaltung recht "suboptimal" (Mastervolumen und dahinter nochmal ein Volumen-Poti machten den Sound irgendwie charakterlos). Außerdem war es schwierig, sie optisch und klanglich einem Genre zuzuordnen.
Mit zunehmender Erfahrung durch Basteleien und Modifikationen an meinen anderen Gitarren bin ich dann auch mal an dieses Exemplar rangegangen (ich glaube, das ist inzwischen schon 20 Jahre her!):
- Die Pickups wurden durch OBLs ersetzt;
- die Schaltung des Stufenschalters wurde praxisgerecht vereinfacht;
- die Vol-Potis wurden als variable Serienwiderstände umfunktioniert;
- die fast zu Staub zerfallenen Potiknöpfe an Vol/Ton wurden durch schwarze Metall-Riffelknäpfe ersetzt;
- das Master-Volumen mit seinem tollen gerasterten Poti blieb unverändert.
Die Verbesserung war enorm - aber das Problem der Optik und der Stilrichtung hat dazu geführt, dass sie doch nach wie vor ein Schattendasein führte (im wahrsten Sinn des Wortes - nämlich im "Gitarren-Schrank").
Lustigerweise habe ich sie gerade gestern wieder mal ans Licht geholt und angespielt und war wieder beeindruckt von der Klangfülle und dem tollen Sustain.
Daraufhin habe ich im Musiker-Board nach Hoyer gesucht und voilá - schon war ich bei diesem Thread gelandet ...
Habe mir jetzt fest vorgenommen, sie bei der nächsten passenden Gelegenheit mit der Band einzusetzen ...