Ibanez BTB(400) auf passiv umrüsten..? Ja/Nein? Wie?

  • Ersteller Deltafox
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Sodele!
Erst mal der Link für die Drop Box:
https://www.dropbox.com/s/tmyirs31zb2ik67/Rubbls Schaltung.wav?dl=0

Dann ein paar Worte:
Auf dem Bass sind nicht mehr ganz neue Nickel Plated Ernie Balls drauf. Ausserdem hat er einen Messing Sattel. Ich denke der 4er dürfte tendenziell ein klein wenig "spritziger" klingen.
Ich hoffe es schnarrt nicht, ich hab nach dem Tausch der Monorails die perfekte Saitenlage noch nicht ganz raus.
Aufgenommen hab ich mit dem Instrumenteneingang meines TL Audio PA1.

Die Samples der reihe nach:
Beide Pickups
Bridge
Neck
Bridge + Neck mit 470 K Ohm gebrückt
Bridge + Neck mit 270 K
Neck + Bridge 470 k
Neck + Bridge 270 K
Beide mit C-Switch 0,022 uF Mallory
0,022 uF Mallory mit 270 K
0,022 uF Orange Drop
0,022 uF Orange Drop mit 270 K
0,033 uF Orange Drop
0,033 uF Orange Drop mit 270 K
0,047 uF Mallory
0,047 uF Mallory mit 270 K
Seriell ohne alles

Die Pickups sind beide mit 1 M Ohm oder mit den "Dämpfungsstufen" 470k und 270k zu betreiben.
Der C-Switch kann aus, 270 K, 120 K, voll druff.
Zu den Kondensatoren sind jeweils 1 M Ohm paralell gelötet, funkt aber,ohne dass man einen Pegelabfall hört, wenn man die Blende reindreht.

Voll benutze ich es nur zum auswählen der Kondensatoren, ich spiele dann am ehesten mit den 270 K, der 33er Orange Drop gefällt mir fast am besten. Und ich muss sagen, ich bilde mir zumindest ein, dass man zwischen den beiden 22ern einen Unterscheid hört.

Falls du dich wunderst, die zweite Buchse ist ein relikt aus meiner Zeit mit nem extra Piezo Kanal.
HPIM1509.JPG
HPIM1496.JPG
HPIM1492.JPG
 
jap, der 33er Orange Drop mit 270K ist definitiv der beste Sound. Krass, was man da soundtechnisch noch rausholen kann!

Und ich bin jetzt natürlich nicht sicher, wie viel von den Saiten, der Saitenlage und dem etwas anderen Bass kommt, aber ich finde tatsächlich, dein Grundklang ist deutlich trockener und nicht so schepprig wie bei meinem 400er.
Ich finde auch, dass man einen Unterschied zwischen den 22ern hört. Hätte ich nicht erwartet.

Einziger Kritikpunkt, den ich habe: Du hast recht viel auf der H-Saite gespielt (oder hab ich mich da verhört?), was blöderweise den Vergleich zu meinem Viersaiter (hab ich aber auch nicht erwähnt, zugegeben) etwas erschwert.

Hm. Ich muss sagen, so komplett durchschaut hab ich das noch nicht, wie du da jetzt was verdrahtet hast, aber ich bin auch schaltungstechnisch eine ziemlich Niete.
Ich versuch das mal zusammenzufassen, korrigiere mich wenn ich falsch liege:
Du hast einen Wahlschalter, 3 Pos. für die Pickups
Dazu einen gemeinsamen Volume-Regler sowie für jeden PU einen separaten Tone-Regler, der die 4 Stufen "voll auf, 270K, 470K, 1M" kann und dazu noch den C-Switch, der zwischen verschiedenen Kondensatoren und Kondensatorwerten umschaltet. Richtig?

Im Prinzip würde ich auch gerne eine Soundmöglichkeit in Richtung Orange Drop mit 270K haben wollen, d.h. ich bräuchte dann einen C-Switch an den ich den Orange Drop löte und einen Höhenregler? Einen Bypass zu haben könnte auf jeden Fall mal nicht schaden... und das Parallelschalten der PUs machst du auch nur über einen C-Switch oder wie kommst du an die Konfiguration?
 
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Danke für die Kekse!
Ich hab vor lauter"was muss du wissen, damit du das beurteilen kannst" vergessen, zu erwähnen dass mein BTB zwei Töne runtergestimmt ist.
Ich spiele also erst immer auf der C Saite, wo sonst ein E wär. Meine tiefe G Saite hab ich glaub nur mal kurz bollern lassen.

Noch zur Schaltung:
Ich hab für jeden Pu einen Schalter. Ein 1 M Ohm liegt paralell zum PU bei voll. Dann schalte ich runter auf 470 K und 270 K. Für ganz aus, muss ich den Pu aus dem Signalweg nehmen, sonst hab ich bei "beide aus" einen Kurzen. Da sind eben paar Kleinigkeiten anders als bei nem Poti. Man könnte natürlich auch Widerstände in beide Richtungen löten um den Poti zu simulieren.

Die Höhenblende arbeitet mit zwei Reglern. Einen für die Stärke und einer schaltet durch die versch. Kondensatoren. Der letztere ist der eigentliche C-Switch.

Für seriell / parallel hab ich den Kippschalter. Der ist ein einfacher 2 Wege / 2 Positionen.

Wenn du möchtest mach ich ein Schaltbild bzw eine Anleitung.
 
mhm, mhm, mhm, ich löte jetzt erstmal nen neuen 9V-Clip an und schaue, ob alles funktioniert, weil aktuell kommt kein Ton raus.
Dann würde ich als nächsten Schritt dazu übergehen, die ganze Aktivschaltung aus dem Signalweg zu nehmen, um zu schauen, wie das Ding passiv klingt (durch meinen Preamp verstärkt)

Und davon ausgehend werde ich dann entscheiden, wie ich weiter vorgehe. Deshalb spar dir erstmal die Anleitung/das Schaltbild, ich komme drauf zurück wenn ich so weit bin :) Danke aber für das Angebot und deine bisherigen Mühen!
 
so, neuer 9V-Clip ist dran und es kommt wieder Ton raus. Damit ist schonmal klargestellt, dass der Fehler tatsächlich nur von der Stromversorgung kam.
Und ich stell mich zwar noch etwas holprig mit dem Lötkolben an, aber prinzipiell sollte es ausreichen, um Bauteile aneinanderzulöten.

Aber(!) ich hab dann gestern nochmal mit dem Sound rumgespielt und kam zu dem Ergebnis, dass - zumindest mit den aktuellen Saiten - ich auch einen fetten Sound bekomme, wenn ich Bässe und Höhen voll reindrehe. Das wäre ja passiv nicht mehr möglich.

Also um es kurz zu machen: Eigentlich hat mir das Ding zu starke Mitten.
Die Höhen kriegt man auch über frische Saiten abgedeckt, aber die fehlenden Bässe vermutlich nicht.
Prinzipiell würde es mir reichen, das Ding passiv zu setzen und ein Bauteil in den Signalweg zu schalten, das die Mittenbetonung rauszieht.
Wahrscheinlich stell ich mir das ab zu einfach vor als Nicht-Elektrotechniker.

Bin jetzt etwas unschlüssig.
Würde ich immer mit "Bass (und Höhen?) voll auf" spielen, hätte ich kein Problem mehr mit dem EQ, weil die Einstellung ja leicht wiederholbar ist.
Dann wäre nur noch der nervige Punkt, dass die Batterien hinter einer Schraubabdeckung sind und damit schlecht erreichbar, um sie vor Gigs auf Füllstand zu prüfen.
Alternativ könnte ich auch ein anderes Batteriefach einbauen, bei dem ich nicht schrauben muss. Werde mich mal informieren, was es da so gibt und wie das da reinpassen könnte.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
oder aber ich bau ihn auf passiv um und tausche dann die Tonabnehmer gegen weniger mitten-orientierte PUs..?
 
okay, hab mich dazu durchgerungen:

Erstmal: Umbau auf Passiv
Danach: Vermutlich neue Tonabnehmer (Nordstroms sind wohl so die Standardempfehlung dafür)

Jetzt muss ich mir aber erst mal überlegen, wie ich den gerne passiv haben will.. wenn ich das richtig verstanden habe, nehme ich einfach eine beliebige passive Schaltung und baue die nach..?
 
Das wird sicher besser sein als auf Gut Glück den Lötkolben anzusetzen und dann zu schauen, ob am Ende ein Ton rauskommt und eventuell einige Regler noch irgendeine Funktion haben. :tongue:
 
naaa, wer weiß, das is eigentlich schon auch immer ne Option.

Die Frage, die ich mir dabei stelle ist auch eher, ob ich die Potis weiterverwenden kann oder zwangsläufig welche mit anderen Werten brauche.

(Aber kann es ja erstmal ausprobieren und wenn's nicht cool ist, optimieren.)
 
Das hatte ich auch am Anfang versucht, bis ich dann frustriert einfach einen PU direkt an die Klinkenbuchse gelötet hatte weil einfach kein Ton rauskam. :D
 
oh Rubbl, ich hab grade mal deinen verlinkten Thread angeschaut... du beweist wieder mal, was mir schon öfter auffiel:
Wenn jemand sehr konkrete Fach- bzw. Detailfragen hat, die nicht schon x-mal beantwortet wurden, dann herrscht hier im Forum schnell absolute Stille sind die Antworten überschaubar.
 
so, Update... anhand des Schemas des BTB200 aus Cadfaels Sammlung und Abgleichen mit der Realität (ist nicht identisch, aber fand's trotzdem hilfreich), hab ich eine Idee bekommen, wie ich mal testweise die Elektronik aus der Schaltung nehmen könnte.
Gesagt, getan, jetzt hab ich die Schaltung gebrückt, die Batterien raus und siehe da, es kommt passives Signal raus!

Schätze aber mal, man sollte die Werte der Potis auf eine passive Schaltung anpassen, das Volume-Poti greift viel stärker jetzt und das Balance-Poti hat einen heftigen Lautstärke-Abfall in der Mitte, verglichen mit den Randwerten.

Bevor ich mich darum kümmere, bau ich jetzt aber erstmal die Elektronik komplett aus.
 
Hallo,

die Potiwerte mit 500k bei der Schaltung von Cadfael zum BTB200 wären ok.
Was haben denn Deine Potis für Werte? (Um diese Beschriftung der Potis sehen zu können, muss man sie leider oftmals abschrauben, weil die Beschriftung oft nur von der Achse aus zu sehen ist.)
Um das Lautstärkeproblem bei Mittelstellung des Balancereglers zu vermeiden, könntest Du einfach jeweils für jedes Poti ein eigenes Lautstärkepoti verwenden, wie bei vielen Schaltungen von passiven Bässen (z.B. Jazz-Bässen).

Gruß
Ulrich
 
Poti Werte kann ich jetzt leider nicht mehr ablesen, schau ich bei Gelegenheit

2 Vol. Potis wäre natürlich simpler, aber nicht so elegant ... trotzdem ne Option.

Hab dann außerdem noch 3 Löcher in der Korpus Decke mit denen man Schabernack treiben könnte.. hähä
 
hab mal oben editiert, hab falsch gerechnet, es kämen ja nicht 2 Regler dazu, sondern nur einer.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich ein Balance-Poti eleganter fände. Auch einen 3-Wege-Schalter "Neck, Beide, Bridge" wäre mir lieber als 2 Vol-Regler, wenn es sich denn relativ gut umsetzen lässt und das Lautstärkeloch vermeidbar ist.

Aber dazu studiere ich wohl am besten nochmal Cadfaels Schaltungssammlung :)

An dieser Stelle auf jeden Fall schonmal vielen Dank für alle Hilfe und Input hier :great:


Ansonsten: Inwiefern wird eine andere Schaltung denn noch den Klang beeinflussen?
Hab den Sound jetzt noch nicht an meinem Preamp ausprobiert, sondern bisher nur mal roh ins Interface und ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das gefällt.
Werde definitiv einen PU-Wechsel in Betracht ziehen.
Aber erstmal neue Saiten drauf und dann neu beurteilen.
 
hehe, faul wie ich bin, hab ich nicht das Poti ausgebaut, sondern im Ibanez Service geschaut, was als Ersatzpoti für mein Modell gelistet ist:
20K Volume Poti
500k+500k Balance Poti

trotzdem hab ich in der Balance-Mitte einen echt heftigen Pegelabfall (> 6dB), also nicht nutzbar.

Lässt sich das passiv nicht vermeiden (oder zumindest verbessern) ohne auf Bal-Poti zu verzichten?
 
Hi,

20k als Volumepoti in einer passiven Schaltung wie der 200er halte ich fuer riskant. Das koennte den Klang zu sehr beeeinflussen.

Es gibt spezielle Balancepotis, die einen angepassten Widerstandsverlauf haben.

Frag mich aber bitte nicht, welche das sind. Da muesstest Du mal bei den einschlaegigen Haendlern nachschauen.

Gruss Ulrich
 
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gut zu wissen, dann such ich mal nach nem anderen Vol.-Poti, sowie angepassten Bal.-Potis

Wie ist das mit Schaltern (eigentlich brauch ich nicht keine Mischstufen bei den PUs, Neck-Beide-Bridge würde mir reichen), hab ich da auch das Lautstärkeproblem? Ich werde mal weiter die Schaltungssammlung studieren :)
 
hab ich da auch das Lautstärkeproblem?
Sollte sich bei einer Lösung mit Schaltern geben. Du hast dann quasi klassisch a, b, a+b. Lässt sich ganz einfach realisieren, Falls in der wirklich tollen Sammlung kein Beispiel drin ist, frag nochmal nach.
 
werde dafür wohl Beispiele aus der Sammlung kombinieren müssen, eine Schaltung genau so wie ich sie suche scheint nicht drin zu sein.
Aber bin mal optimistisch, dass ich das hinkriege, ansonsten frag ich hier nochmal :)

Dass das Problem beim Schalter nicht auftritt, hab ich dann gestern auch noch irgendwann rausgefunden.
Das Problem was ich jetzt hatte, ist dass ich bei Conrad zwar ein 500k lin. Vol-Poti bekommen habe, aber keinen Toggle Switch. Hab jetzt mal einen 2-Wege-Schalter geholt, den hatten sie da, damit fällt dann zwar Neck+Bridge weg, aber ich kann zumindest mal basteln und ausprobieren. Wird dann wenn's klappt durch einen 3-Wege-Schalter ausgetauscht.

Also steht heute an:
- Vol-Poti austauschen
- Bal-Poti durch Schalter ersetzen

Und für die Zukunft dann: Schalter durch 3-Wege-Schalter ersetzen, Tonblende dazu
Außerdem hab ich überlegt, wenn ich schon Bohrungen im Gehäuse übrig habe, könnte ich auch noch nen Killswitch mit reinbasteln, weil... so halt.
 

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