Über die
o.g. Kennzeichnungspflicht von Instrumenten für beispielsweise Tonhölzer (Griffbretthölzer sind gesondert hervorzuheben) hinaus, kann ein obligates Tonholzgebet hilfreich und förderlich sein. Insbesondere bei Glaubensfragen und voodoo-esken Themen, wie Klangglaube an Tongott der im Holze wohnt, haben sich dogmatische Traditionen und mystisch-spirituelle Rituale, und sei es nur die über Jahrtausende bewährte Diskussionskultur in Boards und Foren, stets und immer bewährt. In der Wiederholung liegt Kraft und Wahrheit und ein jeder:innen soll es immer wieder aussprechen zur Beschwörung ureigener Empathie und zum Ausdruck musikalischer Intelligenz.
Unser aller Tonholzgebet:
Heiliges Holz,
geweiht durch Zeit und Wachstum,
du trägst Wind und Wetter
und wurdest geläutert durch Jahre.
In deinen Fasern ruht der Atem des Waldes,
das Flüstern der Blätter,
das Gewicht der Winter
und die Wärme der Sommer.
In dir wohnt der Klang,
noch ungeboren,
wartend auf die Hand,
die ihn ruft.
Lass deine Stimme erklingen,
wenn Hände dich berühren,
lass Schwingung zu Klang werden
und Klang zu Gefühl.
Bewahre die Erinnerung an Wurzeln und Erde,
wenn du zur Decke wirst, zum Boden, zum Hals,
und lehre uns,
dass Musik nicht gemacht,
sondern geweckt wird.
Segne die Schwingung,
die aus dir hervorgeht,
dass sie rein sei
und wahr.
Möge jeder Ton,
der deinem Leib entsteigt,
Lob sein,
Erinnerung
und Opfer.
Tonholz,
sei gesegnet in Resonanz,
in Stille und im Ton.
Tonholz,
Träger des Unhörbaren,
sei geheiligt
in Stille und Klang.