Ist die E-Gitarre am Ende ?

  • Ersteller Plektomanic
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Das war er eigentlich immer schon ;)

Nein, das Gegenteil ist der Fall: In den 80ern war Metal ein echter Innovationsschub. Da waren ja nicht nur High-Speed-Shredden und Moll-Pentatonik-Soli, sondern es wurden ganz neue Techniken entwickelt, nur beispielshaft Tapping, Sweeping, Dive Bombs, usw.
Dazu änderten sich eben durch den Metal erstmals seit Jahrzehnten die Gitarren mit tiefen Cutaways, schnellen (dünnen) Hälsen, Jumbo Frets, Floyds, High-Output-Humbuckern, etc.

Man kann ev. Bruce zustimmen, dass inzwischen (!) der Metal nicht mehr sonderlich innovativ ist (auch wenn es Bruce in seiner gewohnten Art überspitzt-provokativ formuliert), aber dass er immer schon nicht innovativ war, dem müsste ich schon widersprechen.
 
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es wurden ganz neue Techniken entwickelt, nur beispielshaft Tapping, Sweeping, Dive Bombs, usw.

Dreiklänge gesweept hat Al di Meola schon 10 Jahre vorher. Dive Bombs?
Frag doch mal im Hendrix Thread nach auf wen das zurück geht ;)

Tapping ist aus den 80er Jahren?

Willkommen im Jahre 1965 :D

 
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Die E-Gitarre überlebt, Bass und Schlagzeug machen mir mehr Sorgen...

...ich hab keine Ahnung, wie ich das finden soll, aber hier sind noch welche mit Drums und Bass und allem



Das ist schon ziemlich lustig.
 
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Nach der gestrigen Probe muss ich mal wieder sagen: Ganz klar NEIN !:D
 
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ist es eine Wohltat einfach nur die Vollröhre aufzuheizen und loszuspielen.
Ich sehe das genau anders herum.
Klar,ein schöner Röhrenamp kann entzücken.Ich allerdings bin recht froh über die Möglichkeit auch zu unbiblischen Zeiten mit einem guten Sound üben zu können.
Mit einem "echten" Amp im Mietshaus so eine Sache.Da ist so eine Software über Pc doch eine schöne Sache.
Ich bin da echt dankbar,wie die Dinge sich entwickeln.
Aber jeder so wie es gefällt,sag Ich mal.

Allerdings beschäftige Ich mich in letzter Zeit auch mehr mit Synthesizern statt mit der Gitarre.Ist schon beeindruckend,was für Sounds damit machbar sind.
Dieses ganze Gitarrengeschrubbel (zB.in den Videos oben...)ist doch schon ziemlich langweilig und mittlerweile auch nicht mehr beeindruckend,egal wie schnell da einer über die Saiten flitzt.
Irgentwie immer das gleiche...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Die E-Gitarre überlebt, Bass und Schlagzeug machen mir mehr Sorgen...
Keine Sorge ;)
Das ist abhängig,was die Musikrichtung angeht.
Bei dieser HottentottenMucke ist das auch nicht nötig.Dafür brauchts noch nicht mal Talent.
 
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Dieses ganze Gitarrengeschrubbel (zB.in den Videos oben...)ist doch schon ziemlich langweilig und mittlerweile auch nicht mehr beeindruckend,egal wie schnell da einer über die Saiten flitzt.
Irgentwie immer das gleiche...
Wie schnell ist mir auch egal. Beeindruckend finde ich viel mehr, wenn jemand faszinierende Klänge, Rhythmen, Melodien und Geräusche mit seiner Gitarre erzeugt und diese kreativ und kongenial mit seinen Kollegen oder seiner DAW zu etwas werden lässt, das (für mein subjektives Empfinden) mehr ist als die Summe der einzelnen Teile.
Das gibt's noch, wenn auch (für mein Empfinden) seltenst im Radio. Allerdings bekommen davon wohl die wenigsten etwas mit, eben weil das Airplay fehlt. Wie auch immer, Unkraut vergeht nicht. Es mögen längst nicht alle das Dosenfutter oder die immer gleichen Spartenklischees aus Metal, Blues und Konsorten. Das wird dank des den Menschen angebohrenen Forscherdrangs wohl auch so bleiben. Daher wird es immer Leute geben, die etwas Neues aus der Gitarre holen und Leute, die sich das anhören wollen. Zum Todesstoß der EGitarre ist die böse böse Musikindustrie nicht in der Lage und ziemlich sicher auch nicht willens ;).
 
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Das kommt sicherlich auch drauf an, welche Musikvorlieben man hat und verfolgt. Ich für meinen Teil höre eben Gitarremusik, neue und alte, spiele selbst Gitarre und Rock. Von daher seh ich das eben gelassen. Wenn ich mir z.b. alte und neue Live-Alben von Pearl Jam anhöre (Seh ich nächsten monat live, endlich wieder) geht mir das Herz auf.
 
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Also ich bin mittlerweile 63 Jahre alt,spiele seit dem 13. Lebensjahr in Bands.Momentan komm ich gerade mal auf 1 - 2 Livegigs im Monat.Mehr muß ich aber auch nicht mehr haben,Proben kommt ja auch noch hinzu.Klar gabs Zeiten ,wo ich jedes WE voll beschäftigt war,aber das war dann eher rein kommerziell.Ich muß ja nicht davon leben,aber umsonst spiel ich nie,es sei denn,es es ist für einen guten Zweck,da kann man gerne mal eine Ausnahme machen.
 
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@LtdBoomer ich hab vor allem das zweite Video gepostet, weil ich es toll finde, dass da Leute diese "Computermusik" in echt spielen. Und Highlight Tribe live sind Bombe! Und es ist echt, Gitarre, Drums (triggered? Jajaaa, Metalcore doch auch...)... klar, kannste mit Computer, aber die gehen einen Schritt zurück, technisch, und sind Psytrance-Goa-Whatever as fuck. Besser als die meisten elektronischen Producer. Muss man nicht mögen, aber wenn Dir 5 wirklich tolle Psytrance-DJ's einen einschenken und Du eigentlich vom Floor willst, weil Deine Beine nicht mehr wollen, kommen Highlight Tribe und Du bleibst. Warum? Weil es echt ist, Gitarre und Bass. Muss man nicht mögen, aaaaber: vergleiche Vini Vici (suuuuper!!!) mit Highlight Tribe - Highlight Tribe gewinnen. Warum? Weil es echt ist, handmade. Und das wird überleben. Am Ende geh ich auch lieber auf ne Blues-Session :)
 
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Alles hat seine Zeit. Alles entwickelt sich weiter, das ist normal, und wenn das nicht so wäre gäbe es gar keine E Gitarren. ;)
Ein Rest wird bleiben, wie aus allen musikalischen Epochen aber das dauert noch, und die übrig gebliebenen freuen sich dann über die große Masse erschwinglicher Vintage Instrumente. ;)
Aber was solls. Ich habe auch meine Zeit und bis die abgelaufen ist freue ich mich über Strat und Tele an meiner Seite.
 
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und die übrig gebliebenen freuen sich dann über die große Masse erschwinglicher Vintage Instrumente. ;)

Absolut , ich schau schon ständig nach der Gibson Jimmy Page Les Paul (Customshop) die Preise sind echt gefallen ...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Also ich bin mittlerweile 63 Jahre alt,spiele seit dem 13. Lebensjahr in Bands.
Gratulation und respekt ! Da hab ich ja noch 15 Jahre :D
So richtig hab ich erst mit 22 Angefangen (Nachdem ich die Musik von Eric Clapton und Jimi Hendrix entdeckte )

Für mich ist es ein Hobby geblieben , zwar auf gutem Niveau , ich spiel einige sachen wirklich ganz nett (würd ich behaupten, ohne zu dick aufzutragen) aber trotzdem eben nur Amateurmässig , mit sehr viel spass an der Sache und auch Leidenschaft , es vergeht kaum ein Tag wo ich nicht mindestens 1 Stunde Gitarre spiele (oft mehrere Stunden) und mir auch wirklich ernsthaft Techniken und Harmonielehre verinnerliche (es gibt wirklich sehr gute sachen dazu auf Youtube oder Guitar World etc.).
In dem Zusammenhang ist es dann ja nicht mehr alleine die Gitarre , sondern Musik im allgemeinen die mich fasziniert , also wenn man versteht wie es funktioniert will man dann auch mehr als nur Songs covern und Improvisieren , sondern was wirklich eigenes machen .
Kompliziert wird es wenn man dann wie ich , so viele verschiedene vorlieben hat was Musik betrifft ..da ist quasi ALLES vertreten ..Vom Mittelalter zum Barock über Robert Johnson und Muddy Waters , bis zu Clapton Hendrix Van Halen Metallica , Country und Bluegrass nehmen wir auch noch mit und dann noch die Heftigen Prog Metal sachen ala Mastodon Neurosis und Jazz sowieso :D...also was soll ich machen ? In einem Moment spiel ich "Jerry´s Breakdown" auf der Strat um dann zur V zu wechseln und "Workhorse" von Mastodon zu Intonieren ..
Wenn ich eine Band starten würde gäbe es eine Regel : Keine Regel , Musik machen WOZU man gerade lust hat Barock mit Bluegrass gemischt , über verzerrten Marshall , wenns gut klingt ..
Ich glaub so bisschen wie Brent Hinds , der mixt auch alles mögliche zusammen (Banjointro bei "Divinations" mir gefällts )
 
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Mich wird die "Gitte" auch im anderen Leben begleiten.
So hab ich´s festgelegt:tongue:
 
Absolut , ich schau schon ständig nach der Gibson Jimmy Page Les Paul (Customshop) die Preise sind echt gefallen ...

Wenn wir über einen Zeitraum in etwa 30 bis 40 Jahren sprechen heißt es eher 'die Preise werden fallen', nicht 'die Preise sind gefallen'. ;)

Ich glaub so bisschen wie Brent Hinds , der mixt auch alles mögliche zusammen (Banjointro bei "Divinations" mir gefällts )

Apropos Banjo. da gab es auch eine ganz furchtbare Entwicklung. Extremer Boom von den 20 er Jahren bis in die frühen 70er Jahre. Für mein Bacon & Day von 1929 habe ich ein Wertgutachten aus den 80er Jahren über 5000 Mark. Damals gefragte Vintage Instrumente. Heute kann man die für weit unter 1000 Euro kaufen. ;)
In diesem Fall war ich in der richtigen Zeitschleife und habe mein Schnäppchen gemacht. :D

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Ich hoffe angesichts meiner alten Bässe, dass die Vintage Preise im Sektor der elektrischen Gitarren und Bässe noch lange stabil bleiben.
 
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Extrem komplexes Thema.

* Zeitgeist: die E-Gitarre wurde gern zusammen mit einem "Aufbegehren" interpretiert. Hendrix - Vietnamkrieg, Stones - Rock n' Roll, Dylan, Punk, Nirvana...
Das gibt es so nicht mehr. Ein Aufbegehren oder Rebellieren gibt es zwar dennoch - nur eben woanders. In Sozialen Medien, auf den Strassen, usw. Die Masse der Jugend in D von heute wirkt gleichgeschalteter, angepasster, glattgebügelter.

* Idole, Helden: Hochstillisiiert, weil sie musikalische Neuerungen oder Entwicklungen eingeleitet haben, völlig neue Arten des Gitarrespiels kreiert haben, gibt es zurzeit keine - zumindest hat man den Eindruck, dass die Medien immer mehr krampfhaft versuchen, hier einen Mythos am Leben zu erhalten - was aber immer weniger Leute interessiert, weil sie als neue Generation einfach davon zu weit weg sind.

Und wenn es diese neuen Helden gibt, so haben sie noch nicht den Status der alten Helden - das kommt erst noch nach uns. Warum? Weil sie nicht medienpräsent sind, wie es vielleich früher mal der Fall war.

* Medien: das Thema lasse ich lieber...

* Mythen: ich kann es mir gut vorstellen, dass Firmen, die mal Legenden produziert haben, wie die Stratocaster oder Les Paul oder... Schwierigkeiten bekommen, wenn die Nachfrage sinkt

a) weil eben die Legenden uninteressant werden
b) weil andere Instrumente auf dem Markt sind, was früher nicht möglich war
c) weil der Markt sowieso geflutet ist

* Faktor Mensch I: Sicherlich auch eine Frage der Generation Smartphone... ;-)

* Faktor Mensch II: Früher konnte man fast spielen, wo man wollte; und wenn es eine Straßenecke war. Heute wird gleich erst mal gemaul, alles ist so teuer, zuiel Miete, zu hohe Nebenkosten, "bringt ihr keine 100 Leute mit, die saufen, damit der Umsatz stimmt, braucht ihr gar nicht erst zu spielen..."

* Sättigung: Was früher Einzelerscheinung war, der man herbeifieberte, weil so selten, ist heute teilweise omnipräsent. In jedem Scheißhaus dudelt heute irgendwas, um es mal überspitzt zu schreiben. Keine Ecke mehr ohne Dauerberieselung, ohne stets und ständig einem was vorflimmernde Flatscreens.

* Musik- und Plattenindustrie, Vermarktung...

* Musikträger: Früher Platte, Tonband, wenige Mitschnittsendungen. Heute siehe Sättigung... mp3, usw...

Meine ganz persönliche Vermutung ist, dass handgemachte Musik in die Richtung eines Nischendaseins geht. Masse ist Fehlanzeige, ähnlich, wie es bei der Analogfotografie und beim Hören von Schallplatten der Fall ist. Nische, daber dafür fein und gepflegt. Aber der Preis wird sein, dass dabei eben viele der jetzigen Anbieter und sicherlich auch große Firmen auf der Strecke bleiben werden. Diese Nische könnte sich entwickeln in die der absoluten Puristen und in diejenigen, die die Möglichkeiten der Digitaltechnik mit der der E-Gitarre sinnvoll verknüpfen.
 
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Wenn wir über einen Zeitraum in etwa 30 bis 40 Jahren sprechen heißt es eher 'die Preise werden fallen', nicht 'die Preise sind gefallen'. ;)

Was redest du da ? dein Satz ergibt null sinn , ich hab NICHTS geschrieben was nicht zu verstehen ist .:bad:
 
Andere Zupf/Streich und Tasten-Instrumente wurden auch irgendwann nicht mehr in den Mas(s)en in guter Qualität gebaut und die Preise der guten Instrumente steigen bis zum heutigen Tage. So wird es auch bei einigen E-Gitarren (nicht unbedingt personenbezogene ) der Fall sein. Da mach ich mir und wohl auch die meisten heutigen Gitarren/Bass-Spieler keine Gedanken.
 
@Moulin : Ok , dann hab ich da wohl auch was in den falschen hals bekommen , hast es nicht arrogant gemeint ;)..

Ich wollte eigentlich nur im zusammenhang mit der feststellung dass ein Überangebot an Gitarren herrscht , sagen dass im Falle der Page Les Paul die Preise runtergingen , seit sie auf dem Markt ist .
Dein Einwurf , kam mir mindestens Spanisch vor :D , aber ok , in derZukunft werden sie noch mehr fallen meintest du dann..hmm , irgendwie bisschen traurig für einstmals so gesuchte Instrumente , wenn die Entwicklung wirklich dahingeht ..
 
Mal auf der Meta-Ebene betrachtet sind Musikinstrumente - mit anständiger Basis-Qualität - doch erstaunlich wertstabil. Ein Auto ist nach 10-15 Jahren "durch" - auf jeden Fall qasi nix mehr wert, abgeschrieben, nur wenn man Glück hat läuft es noch oder erfüllt irgendwelche Grenzwerte. Bei Waschmaschinen nicht so viel anders. Auch für hochwertigere Möbel gilt sowas, die sind dann aus der Mode und was weiß ich (außer man hat halt so nen Design-Klassiker). Teure Computer? Abgesehen von den ersten Apples im Museum sind die auch nur noch Schrott.

Aber E-Gitarren? Klar, Wertverlust nach Neukauf. Klar, ups&downs der Marken und des Images usw. Klar, mal mehr und mal wenige populär. Zumindest über die letzten 50 Jahre gesehen sind Gitarren doch erstaunlich wertstabil. Alte und "wertige" (oder wegen Image begehrte) Instrumente sind verdammt teuer, "ganz gute" alte Gitarren sind immer noch was wert wenn der Zustand stimmt, und viele alte "Gurken" sind was wert weil selten und begehrt und Nostalgie und wasweissich. Welches Produkt gibt es sonst noch, was nach 10 Jahren im Gebrauch(!) noch 50% des Neupreises erzielen kann (vielleicht mal abgesehen von Schmuck mit Edelmetall und so).

Zumindest bisher... wie es weitergeht, weiß ja keiner. Aber Tasten drücken ist einfacher als Saiten drücken, Akkorde zusammenbauen leichter als Barrees lernen. Musik machen geht ohne physisches Instrument heute leichter als mit. Ich sehe es aber so wie Andere hier: Das "Live"-Erlebnis wird seinen Charme behalten. Es ist "echter", wenn echte Menschen echt Musik machen, und für dieses Erlebnis werden Menschen auch weiterhin echtes Geld ausgeben. Dank Streaming-Gleichschaltung sieht es derzeit aber nicht nach dem nächsten Folk-und-Rock-Revival aus.

Andererseits braucht es manchmal nicht viel, damit mal wieder so eine Welle wie Grunge rumkommt (ist ja 25 Jahre her, wäre mal wieder an der Zeit). Zudem gibt es ja verdammt viel "handgemachte" Musik abseits des Mainstreams (zumindest in USA und UK, wo es hier auch eine deutlich andere Tradition gibt als im Elektro-lastigen Deutschland), man muss sie nur finden.

Was ich immer versuche mir zu erklären: Wo landen denn die tausende "Mid-Price" Instrumente, also das brauchbare Zeug zwischen 300 und 500 EUR? Werden die weiterverschenkt? Werden die weggeworfen? Ich habe eine unspielbare China-Gurke mal weggetan, aber alles was teurer/besser war entweder behalten oder verkauft. Wo sammeln sich die ganzen "brauchbaren" Instrumente, wenn doch so viele irgendwann nicht mehr spielen? Liegen die alle in Kellern und auf dem Dachboden?
 
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* Zeitgeist: die E-Gitarre wurde gern zusammen mit einem "Aufbegehren" interpretiert. Hendrix - Vietnamkrieg, Stones - Rock n' Roll, Dylan, Punk, Nirvana...
Das gibt es so nicht mehr. Ein Aufbegehren oder Rebellieren gibt es zwar dennoch - nur eben woanders. In Sozialen Medien, auf den Strassen, usw. Die Masse der Jugend in D von heute wirkt gleichgeschalteter, angepasster, glattgebügelter.

* Idole, Helden: Hochstillisiiert, weil sie musikalische Neuerungen oder Entwicklungen eingeleitet haben, völlig neue Arten des Gitarrespiels kreiert haben, gibt es zurzeit keine - zumindest hat man den Eindruck, dass die Medien immer mehr krampfhaft versuchen, hier einen Mythos am Leben zu erhalten - was aber immer weniger Leute interessiert, weil sie als neue Generation einfach davon zu weit weg sind.

Schon bei den beiden Punkten merkst du was heute eigentlich los ist. Nicht die gepflegte Gitarrenmusik ist tot, die Musikbranche hat gerade einen Radikalumbruch hinter sich. Während man fleissig auf Retorten-Vieh setzt, das frisch gecastet skandalfrei die ihm geschriebenen Lieder herunterträllert, heute fast alle Radiosender und das komplette TV dominiert, tingelt die alten Idole und Helden, solange sie noch leben, mit ihren Gitarren erfolgreicher denje auf den Bühnen der Länder dieser Welt. Dabei besonders interessant: Inzwischen gehen schon Großeltern mit ihren Enkeln dort hin. Alles andere ist Pop. Vergangenes Jahr zeige Böhmermann dazu so schön, warum der ECHO Müll und die heutige Industriemusik lächerlich ist, das war noch vor dem Antisemitismusskandal:

Solche Typen wollen die Rockmusik natürlich gerne für tot erklären, die passt nicht ins Marketingkonzept ;)
 
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