Ist die E-Gitarre nicht mein Ding?

  • Ersteller FünfTon
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Und Elektriker haben ja auch viel mehr, was unbedingt diskutiert werden muss: Amps, Speaker, Gehäuse, Kabel, Effektpedale, Sweeping, ...

Als Akustiker mit Stecker kann auch über Pedale und Amps diskutieren. :twisted: Deswegen ist ja diese Forentrennung irgendwo auch doppelt gemoppelt.

Ich behaupte mal, dass ich deswegen ein so guter Rhythmusgitarrist bin, weil ich "von der Acoustic" herkomme.

Ich bin definitiv froh darüber, daß ich auf der akustischen angefangen habe. Gar nicht auszudenken, hätte mir vor zwei Jahren der "Coolness" wegen die Strat geholt, nach ein paar Wochen in der Ecke gestellt mit "Gitarre ist wohl nichts für mich", und dann womöglich nie eine Konzertgitarre in die Hand genommen. Auch die Nylonsaiten haben die ersten Monate übel zugebissen, gleich mit der Western anzufangen wäre ohne dicke Hornhaut womöglich genauso schief gegangen.
 
hätte mir vor zwei Jahren der "Coolness" wegen die Strat geholt
Klingt irgendwie negativ.

Ich hatte ne Westerngitarre mit fieser Saitenlage. Habe mir dann mal eine gute Westerngitarre geliehen. Was für eine Offenbarung! Plötzlich konnte ich entspannt Barre greifen und wie das klang!

Vielleicht ist ja bei dir nicht die E-Gitarre das Thema, sondern deine Strat.

Hatte bereits gestern gefragt, was genau du so anstrengend findest?
 
Ich hatte ne Westerngitarre mit fieser Saitenlage. Habe mir dann mal eine gute Westerngitarre geliehen. Was für eine Offenbarung! Plötzlich konnte ich entspannt Barre greifen und wie das klang!

Vielleicht ist ja bei dir nicht die E-Gitarre das Thema, sondern deine Strat.

Meine Konzertgitarre war geschenkt, die Saitenlage war irgendwo im Zentimeterbereich und am 12. Bund stand sie 20 ct höher. Hat mich nicht vom Üben abgehalten. Meine Westerngitarre zeigt inzwischen ersten Abnutzungserscheinungen viel gespielter Low-Budget-Westerngitarren: Der Hals hat sich leicht verzogen und Brücke hebt sich leicht von der Decke ab. Stört mich auch nicht. Die Barre-Akkorde klingen inzwischen auch im 7. Bund, der Sustain wird am Cutaway in der Preisklasse natürlich nie richtig gut.

Die Strat brauchte neue Saiten und einiges an Einstellarbeit, ist jetzt beim Handling aber ganz klar mein leichtgängigstes Instrument und liefert aus dem Ampsim die amtlichsten Sounds (im Vergleich meiner Instrumente). Trotzdem stelle ich sie nach 20 min wieder weg und rühre sie tagelang nicht an. Wenn ich nach Gear browsen gehe, dann suche ich Zeug, daß ich an meine Akustik anschließen kann und hin und wieder surfe ich auch bei Martin und Sigma vorbei...
 
Und wenn man mal eine Konzertgitarre mit vernünftiger Saitenlage hat will man nichts Anderes mehr.
 
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Nimm dich doch mal auf. Da kannst du mit deiner geliebten Western ein paar Spuren machen und schaust ob du auch eine Spur mit der Strat machen kannst die im Kontext dir was bringt. Allein gespielt ist eine Western umfassender, eine E-Gitarre braucht mehr drumherum. Nur so eine Idee und wenn es nicht klappt, lass es ganz einfach.
 
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Ich denke auch, dass du eher zu einer Western-Gitarre tendierst. Als Zweitgitarre eine "E" zu haben ist doch okay. Sowie die E-Gitarristen als Zweitgitarre auch eine Western im Schrank haben. Nix muss, alles ist möglich. Verpflichte dich nicht zu sehr.
 
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Ich spiele meine Lowden sehr gerne, mag aber auch meine E-Gitarren total und würde nichts davon hergeben wollen.
Und gerade der Klang beider Instrumente zusammen ist einfach klasse!
Ich spiele gerne Akkordfolgen mit der Western ein und improvisiere anschließend mit den Soundmöglichkeiten der E-Gitarre dazu.
Das geht mit einem Looper, oder auch am PC mit einem Aufnahmeprogramm.
Probier das doch mal aus.
 
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Das geht mit einem Looper
hab`s schon mehrmals woanders erwähnt, so ein "looper" ist schon `ne tolle Sache. Da kann man wirklich schnell mal eben eine Akkordfolge einspielen,
und dazu z.B. solieren. Ich wäre froh gewesen, wenn mir sowas schon früher zur Verfügung gestanden hätte, kann ich nur empfehlen.
 
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OliverT
  • Gelöscht von stoffl.s
  • Grund: OT
Hallo, @FünfTon ,

mal ein Soundbeispiel, warum es für mich immer interessant war, sowohl A- als auch E-Gitarre zu spielen. Gleichzeitig, warum für mich
so ein Looper recht hilfreich ist.


nur zur Information, den Loop hab ich mit meiner "Takamine P3NC" eingespielt und mit meiner "RBC Tele Thinline" drüber improvisiert.
Das kann man letztlich in jede musikalischen Richtung für zu Hause umsetzen:),
schönen Sonntag
Micky
 
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Meine erste Reaktion war : "Meine Güte, wenn Du das lernen möchtest, dann übe und lerne halt." Das hilft fast immer.

Aber ok, wenn man aus der Welt eine Gitarre mit Nylon-Saiten kommt und (viele wichtiger) mit eine klassichen Spieltechnik für genau diese Gitarren, dann ist die E-Gitarre halt eine andere Geschichte. Bei den Steelstrings ist man sicherlich etwas näher an der E-Gitarre. Für mich selbst empfand ich das spielen auf akustischen Gitarren (Steelstrings) durchaus bereichernd für das Spiel auf der E-Gitarre und auch umgekehrt.

Aber man muss halt auch dafür brennen und genug tun.
Ein Lehrer kann natürlich auch gut unterstützen.
 
Ich spiele meine Lowden sehr gerne, mag aber auch meine E-Gitarren total und würde nichts davon hergeben wollen.

Ich sehe an deinen Gitarren nur Humbucker. Aber es kommen schon gute Vorschläge, danke dafür.

nur zur Information, den Loop hab ich mit meiner "Takamine P3NC" eingespielt und mit meiner "RBC Tele Thinline" drüber improvisiert.

Klingt geil. Man kann deine Takamine auf dem Looper sogar als akustische Gitarre wiedererkennen. :ugly:

Von deiner Impro bin ich aber noch Jahre weg - vorausgesetzt ich habe meine elektrische jeden Tag um den Hals.

Meine erste Reaktion war : "Meine Güte, wenn Du das lernen möchtest, dann übe und lerne halt." Das hilft fast immer.

Ich gebe ja zu, der Titel ist etwas clickbaity. Man erwartet dahinter "Habe jetzt Gear für 3000 Steine angeschafft und nach drei Wochen läuft es nicht wie bei Van Halen." Das passiert aber nur völlig Unerfahrenen nach dem Erstkontakt mit ihrem allerersten Musikinstrument. Ich mache mir keine Illusionen darüber, wieviel Arbeit ich reinstecken muß.
 
Ich sehe an deinen Gitarren nur Humbucker. Aber es kommen schon gute Vorschläge, danke dafür.
Die erwähnte “Lowden“ ist eine Western und hat ein Mikrofon und einen Piezo als Abnehmer. Keine Humbucker: Klick
Ich dachte, das weißt du noch, da du ja auf den Thread damals geantwortet hast (#14)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Strat hat eine SSS-Konfiguration.
meine auch, ist halt "klassisch":).
Klingt geil. Man kann deine Takamine auf dem Looper sogar als akustische Gitarre wiedererkennen. :ugly:

Von deiner Impro bin ich aber noch Jahre weg - vorausgesetzt ich habe meine elektrische jeden Tag um den Hals.
also, ich bin der Meinung, wenn man die akustische über einen Tonabnehmer abnimmt, nur ein bißchen Reverb rein, um ihr
etwas Raum zu verleihen, am besten wäre einfach nur über Mikro abnehmen, aber dann hat man bei Aufnahmen alle möglichen
Aussengeräusche mit drauf.

Zum 2. Satz, ich spiele halt auch schon 50 Jahre länger als du:rolleyes:, aber in der Zeit bei weitem nicht jeden Tag, man hat ja sonst auch noch ein Leben.
 
Ich meinte natürlich deine E-Gitarren im Profilbild. Mein Strat hat eine SSS-Konfiguration.
Das stimmt, wobei ich die Steg-Humbucker splitten kann und die JTV59 Strat, Tele usw. “modelt“.
Hast du denn einen Looper in deinem Multi-FX?
 
also, ich bin der Meinung, wenn man die akustische über einen Tonabnehmer abnimmt, nur ein bißchen Reverb rein, um ihr
etwas Raum zu verleihen, am besten wäre einfach nur über Mikro abnehmen, aber dann hat man bei Aufnahmen alle möglichen
Aussengeräusche mit drauf.

Beim Üben zu Hause mische ich die Akustikgitarre am Audio-Interface mit Kondensator-Mikrofon und Tonabnehmer phaseninvertiert und lege sie dann mit etwas Crossfeed auf die Kopfhörer-Monitore. Das Mikro nimmt dann auch gleich meine Stimme mit, das paßt dann so.

Hast du denn einen Looper in deinem Multi-FX?

Der Looper da drin kann allerdings nur Mono und auch nur über den Instrumenten-Eingang. Und das obwohl von Aux-In zu Headphones-Out ein kompletter Stereo-Pfad existiert. Also nutze ich meist nur den Drumcomputer da drin.
 
Und kehrt jetzt bitte bissl vom Looping zurück zum Thema - das andere wär dann schon wieder ein eigenes Thema, je nach Variante bei den E- oder A-Gitarren unterzubringen.

mfg stoffl.s - für die Moderation
 
Kommt drauf an. Was man perkussiv auf dem Korpus macht, interessiert die Strat nicht. Gleichzeitig muß man bei der unverstärkter Akustik nicht auf den Sustain achten und weniger muten. Das sind halt unterschiedliche Instrumente.
Wenn mensch etwas mikrophonische Pickups hat (was nichts grumdsätzlich Schlechtes ist), kann mensch auch 'ne Elektrische beklopfen. Sonst eben Percussionarbeit auf abgedämpften Saiten.
Und ich vermutete ja bereits, dass eine Semiacoustic oder eine Fulldepth-Hollowbody (ES 175 oder Gretsch) vielleicht besser für Dich wäre.

Auf die Gefahr hin, sofort in Genre-Schubladen gesteckt zu werden: Auf Akustik macht man Nummern wie , elektrisch spielt man beispielsweise

Das sind Beispiele, nicht "Das soll es dann sein für immer!" Aber klar ist: Für beides muß man richtig viel üben, denn auf dem Niveau spiele ich natürlich noch lange nicht. ...

Tja, ich sage mal, dass Du etwas sehr enge oder konventionelle Vorstellungen zu haben scheinst.
Als Leo Fender die Tele und die Strat entwickelte, hatte er ziemlich genau die Musik im Kopf, die Du als "solche Nummern macht auf einer Akustik" anführst.
Der Mann stand auf Country.

Und wir können ihn leider nicht mehr fragen, aber ich wette, dass Kurt Cobain
"Smells Like Teen Spirit" auf einer Akustik geschrieben hat.
Klar hast Du da (normalerweise) keine Distortion, keinen Chorus und kein Delay.
Das brauchst Du aber auch nicht, um die Nummer richtig zu rocken.

Ich habe das vorhin jeweils mal ausprobiert und siehe da, beide Nummern funktionieren auch auf der von Dir jeweils als "ungeeignet" betrachteten Gitarre supergut. Obwohl die Strat nicht so meine Gitarre ist.
Es sind halt richtig gute Songs, da kann mensch nicht wirklich viel verkehrt machen.

Zu spät. Ich bin bisher mit einem digitalen Multi-FX auf die Bühne gegangen und damit nicht wirklich zufrieden. Also werde ich die Effekt-Kette (bei verstärkter Akustik braucht es da nicht wirklich viel) durch Pedale ersetzen.

Demnächst: Akustikgitarrist zieht Bügelbrett aus dem Bus: "Und das ist mein Clean-Sound." :ugly:
Naja, ist mindestens volkswirtschaftlich sinnvoll.
 
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Als Leo Fender die Tele und die Strat entwickelte, hatte er ziemlich genau die Musik im Kopf, die Du als "solche Nummern macht auf einer Akustik" anführst.
Der Mann stand auf Country.

Deswegen erschien die Strat ja für mich auch erstmal logisch. Nicht etwa, weil ich schon auf diese Genres festgelegt bin, sondern weil die Telecaster und Stratocaster halt die logische Fortentwicklung dessen waren, was ich bereits spiele.

Ich habe das vorhin jeweils mal ausprobiert und siehe da, beide Nummern funktionieren auch auf der von Dir jeweils als "ungeeignet" betrachteten Gitarre supergut. Obwohl die Strat nicht so meine Gitarre ist.

Mein Gitarrenlehrer ist da ähnlicher Meinung. Du liegst da also keinesfalls falsch. Aber das Rätsel klärt sich vermutlich erst, wenn ich ohne Zeitdruck mal wieder in einem größeren Gitarrenladen stehe mit Wänden voller Gear und es irgendwo mal "Klick" macht.
 
vermutlich erst, wenn ich ohne Zeitdruck mal wieder in einem größeren Gitarrenladen stehe mit Wänden voller Gear und es irgendwo mal "Klick" macht.
Ich glaube nicht, dass du irgendwann mal eine Gitarre vom Haken nimmst und alles passt. Bezogen auf deine Musikrichtung muss die gesamte Kette passen (eine Gitarre mit nicht zu viel Output aber dennoch differenziert klingend, ein Amp der dazu passt und auch entsprechend eingestellt ist und vielleicht ein paar Pedale um das zu unterstützen).
 
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