Ist Ed Sheeran ein Tenor oder ein Baritone?

D
Daniel Jonas
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
26.07.20
Registriert
31.07.18
Beiträge
43
Kekse
0
Hey,
Ich weiß nicht wer das mal in den Raum geschmissen hat und behauptet hat, dass Ed Sheeran ein Tenor sei (für eine Quelle wäre ich dankbar). Jedoch bin ich ebenso etwas verwirrt- Es gibt die Leute, die meinen man ist Tenor wenn man ein g4-a4 einfach nur singen kann; und es gibt die Leute, die behaupten man sei ein Tenor, wenn man diese Noten angenehm(!) singen kann. Würde ersteres zutreffen, kann ich verstehen, dass Ed Sheeran als Tenor klassifiziert würde- aber diese Noten (also g4 bis höchstens a4 [welches er jedoch lediglich im Studio erreicht]), erreicht er keineswegs einfach:


5:28 (g#4)/ 5:51 (g#4)/ 6:05 (Falsetto anstelle von Bruststimme -> Studioversion mit Bruststimme)


ab 1:15 (jeweils immer g4)

Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Die Studioversionen klingen meist einfach, Live allerdings scheint es ihm schwer zu fallen. Zumal er viele seiner Stücke einen Halbton tiefer spielt. Ich kann mir natürlich gut vorstellen, dass das Gitarre Spielen nebenbei eine große Rolle spielt, andererseits macht er das seit er 14 ist und ist eine halbe Gottheit auf der Gitarre (ja, ich mag ihn sehr) :D Also, ich habe ihn live noch nie ein a4 singen hören und ich meine sogar auch nicht in seinen vocal range videos auf youtube (Studio mit eingeschlossen)... Ich mag mich aber auch irren.
Also, wonach definiert ihr Tenor und Baritone- Hauptsache man kann die Noten treffen oder EINFACH treffen? Wo ordnet ihr Ed Sheeran ein? Ich hätte vllt. dazwischen gesagt, wenn es sowas überhaupt gibt.

Danke:)
 
Eigenschaft
 
Also, wonach definiert ihr Tenor und Baritone- Hauptsache man kann die Noten treffen oder EINFACH treffen? Wo ordnet ihr Ed Sheeran ein?
Ich gar nicht. Andere nach ein paar Faktoren mehr als nur dem Stimmumfang. Stimmzentrum gehört dazu und die Stimmfärbung, z.B. Diese Schubladen sind aber an sich mehr für Opernsänger interessant, die werden danach eingestellt. Und einsortiert wird man da i.d.R. von GesangsprofessorIn / GesangslehrerIn, nachdem sich die Stimme schon ziemlich entwickelt hat.

Ich habe mich lange gefragt, was ich bin, ich hab inzwischen auch mehr oder weniger ein Schublädchen, aber ehrlich - nun ist es mir egal. :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Erstmal:
Ne halbe Gottheit an der Gitarre??? Bitte???
Nicht übel nehmen, aber das ist einfaches Lagerfeuertingeltangel gezuppel.

Und wo ihn stimmlich einordnen....
Also, im Studio ist so ziemlich alles möglich. Da kann man auch "diskret" neben der Stimme bzw dem Ton sein, das Programm biegt es hin.
Ich tu mich auch schwer, weil solche Zuordnungen, wie auch moni schrieb, sind in der Klassik eher anheim.
Er singt einfach. Und wie man live hört, auch nicht wirklich sooooo tonstabil bzw die Töne immer treffend.

Das ist ja an sich nicht so wild (bedenke man Jonny Cash, oder Robert Smith... konnten beide nicht wirklich singen).
Mir ist auch fremd, warum um den Typen so ein Hype gemacht wird?
Was ist aus den "echten" Liedermachen geworden, die Rebellen, die noch was zu sagen hatten.............

Naja, ansonsten wird Dir hier geholfen, um zu verstehen, wie und warum Stimmlagen zugeordnet werden

https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmlage

lg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ed Sheeran kann ziemlich gut Gitarre spielen. Und ziemlich gut singen. Stimmlich ist er bei den Tenören einzuordnen. Alles andere ist tagesformabhängig und seine Musik ist halt Geschmackssache.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Ed Sheeran kann ziemlich gut Gitarre spielen. Und ziemlich gut singen. Stimmlich ist er bei den Tenören einzuordnen. Alles andere ist tagesformabhängig und seine Musik ist halt Geschmackssache.

Mag sein, dass er toll Gitarrre spielen kann. Leider tut er es bei dieser Aufnahme nicht.
Den Tenören zuzuordnen? Ich bin wie andere hier der Ansicht, dass "Tenor" und "Bariton" Begriffe aus der klassischen Musik sind und neben Tonumfang auch einen bestimmten Timbre beinhalten. Diesem Jüngelchen hat ein Stimmchen, dem die Maskulinität des Bariton-Timbres fehlt - aber das heißt immer noch nicht, dass es die Brillianz eines Tenors besitzt.
Sein Lied "Perfect" scheint keinen großen Tonumfang zu haben, aber man merkt dass er sowohl bei den hohen wie bei den tiefen Tönen nahe am Ende seiner tragfähigen Stimme angelangt ist. Gut singen ist anders.

Cheers,
Jed
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Monika oder moniaqua, bitte ;)
Schulligung :engel: werde es in Zukunft beherzigen

Die gibt's immer noch.
Naja.... Das, bzw diejenigen was mir da im Kopf ist, hab ich ehrlich gesagt lange nicht in der modernen Form wahrgenommen.
Aber gut, Dein Wort in den Gehörgang der Götter :D;)

Ed Sheeran kann ziemlich gut Gitarre spielen. Und ziemlich gut singen. Stimmlich ist er bei den Tenören einzuordnen. Alles andere ist tagesformabhängig und seine Musik ist halt Geschmackssache.
Sicher ist das Geschmacksache.
Aber als Gitarrengott würd ich ihn nun wirklich nicht betiteln.
Und wo man ihn stimmlich einordnen soll, ist ebensowenig wirklich klar definierbar.
Mag ja sein, dass es irgendwann mal in Richtung "wirklich" Tenor gehen kann/soll, aber wie @Jed auch schrieb, da fehlt einfach das Timbre, und die "Eier"... sprich, das männliche markante dahinter.
Im ersten Video zB (also im EP) das ist ganz schönes Geleier. und einfach oft "out of tune" [Aber immerhin hat er nen geilen Looper ;) ]
 
Das ist ja an sich nicht so wild (bedenke man Jonny Cash, oder Robert Smith... konnten beide nicht wirklich singen).

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Johnny Cash ist ein Megastar gewesen und das völlig zurecht, er hatte eine der besten Stimmen überhaupt und auch seine Technik war sehr gut, das sagt sogar mein Gesangslehrer, der als Klassiker sonst für Contemporary-Sänger meist nicht viel übrig hat!

Stimmlich ist er bei den Tenören einzuordnen.

Ich würde mich dem anschließen, er klingt wie ein Tenor und das Timbre ist wichtiger als der bloße Tonumfang und Tessitur, weil hier auch viel von der erlernten Gesangstechnik und Tagesform ab hängt.

Diesem Jüngelchen hat ein Stimmchen, dem die Maskulinität des Bariton-Timbres fehlt - aber das heißt immer noch nicht, dass es die Brillianz eines Tenors besitzt.

Guter Einwand und gut beschrieben, man muß es schon am Timbre und am Tonumfang und der Tessitur zusammen fest machen.

Allgemein würde ich sagen, ein eindeutiger Tenor muß bis mindestens h' (B4) vollstimmig singen können und auch so klingen wie ein Tenor, eben schon etwas wie ein Jüngling, zumindest in der Mittellage und den Höhen.
Es gibt aber auch Tenöre mit guten Low-Notes und Wärme im Klang, z.B. Jonas Kaufmann, Rolando Villazón, Johan Botha usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Johnny Cash ist ein Megastar gewesen und das völlig zurecht, er hatte eine der besten Stimmen überhaupt und auch seine Technik war sehr gut, das sagt sogar mein Gesangslehrer, der als Klassiker sonst für Contemporary-Sänger meist nicht viel übrig hat

Ui, "Megastar" zu sein, und gut zu verdienen, heisst nicht zwangsweise, auch gut! singen zu können, oder (s)ein Instrument zu beherrschen (siehe Ramones u.ä.). Ich höre ihn auch, dennoch hat das mit "Gesang " im eigentlichen Sinne, nicht viel zu tun.
Er hatte SEELE (in der Stimme), ja.
Mir ists ehrlich gesagt auch schnieps, was Dein Lehrer da meint.
 
Ui, "Megastar" zu sein, und gut zu verdienen, heisst nicht zwangsweise, auch gut! singen zu können, oder (s)ein Instrument zu beherrschen

Das stimmt.

Ich höre ihn auch, dennoch hat das mit "Gesang " im eigentlichen Sinne, nicht viel zu tun.

Dem kann ich nicht folgen, sorry.
Cash hatte auch eine gute Gesangstechnik und einen sehr großen Stimmumfang. Woran machst du singen können fest?

Mir ists ehrlich gesagt auch schnieps, was Dein Lehrer da meint.

Der kann es aber vermutlich besser beurteilen als wir, weil er Gesang studiert hat und sein Leben lang gesungen und unterrichtet hat, vorwiegend klassisch ausgerichtet.
 
Dem kann ich nicht folgen, sorry.
Cash hatte auch eine gute Gesangstechnik und einen sehr großen Stimmumfang. Woran machst du singen können fest?
Sehr grosser Stimmumfang? Du meinst scheinbar dann einen anderen Jonny Cash???
Wie ich schrieb, was ihn so "unverwechselbar" machte, war seine "Melancholie und Seele" in der Stimme.

Und was Gesang (als "Instrument") für mich ausmacht: (nicht bloss auf klassischen Gesang bezogen)
* Töne ordentlich zu treffen
* tonvariabel zu sein
* ggf. auch die Stimme anpassen zu können (entsprechend des Instrumentariums)
* etc.

also schon ein wenig mehr, als "nur" einen Text zu einer Melodie bzw Akkorden zu tönen.
Nebenbei: Jonny hat es selbst in Interviews gesagt, dass er nicht wirklich singen kann ;-)

Der kann es aber vermutlich besser beurteilen als wir, weil er Gesang studiert hat und sein Leben lang gesungen und unterrichtet hat, vorwiegend klassisch ausgerichtet.

aha.
Naja, ich habe auch ein (bestätigtes) absolutes Gehör (passiv) und mehr als 20 Jahre Musik(er)praxis. Da nehme ich mir es schon heraus, auch ein wenig mitreden zu "dürfen/können" .

Hier gehts in dem Thread aber um den Eddy S. und nicht Jonny C.

lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier gehts in dem Thread aber um den Eddy S.

Dem stimme ich voll und ganz zu. Und eigentlich auch nicht mal um ihn als Musiker, sondern nur um sein Stimmfach - wenn er denn eines hätte. ;)

Die Diskussion "klassische Stimmfächer im Contemporary" führen wir ja nicht zum ersten Mal und ich schließe mich grundsätzlich an, dass das streng genommen nicht so anwendbar ist.

Wenn diese Frage trotzdem gestellt wird (was häufig der Fall), ist damit meist nur eine grobe Veranlagung gemeint. Würde man Ed Sheeran beispielsweise in einen Laienchor stecken, wäre es gut möglich, dass man ihn zu den Tenören stellen würde, auch wenn er als Solist nicht so klingt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Jüngelchen, Stimmchen, kann nicht Gitarre spielen, singt ohne Eier... nu lasst mal die Kirche im Dorf.
Der Typ singt schon ziemlich gut. Seine Musik kann man mögen oder auch nicht, Fakt ist, er hat eine bewegliche, melodiöse Stimme und ein angenehmes Timbre. Der kann auch technisch was - ich merke es halt auch daran, wie schwer sich manche meiner Gesangsschüler damit tun, Songs von ihm zu covern.
Ich wäre übrigens froh, wenn ich so gut Gitarre spielen könnte wie Sheeran - dann bräuchte ich keinen Begleitmusiker mehr und könnte die Gage alleine einstreichen :evil:
Und - für mich - ist er eindeutig ein Tenor.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Also so aus klassischer Sicht ist denke ich der Gesang sowohl Sheeran als auch Cash noch ausbaufähig :) Wenn ich wie einer von ihnen Gitarre spielen könnte, würde ich das Ding vielleicht öfter in die Hand nehmen, aber da ich das nicht kann, wird das nichts werden :D Und ob sie nun Tenöre oder Baritone oder ein Tenor ein Bass/Bariton sind, ist mir ehrlich gesagt schnuppe. Sie singen.
 
Aus klassischer Sicht? Um Himmels willen. Das sollte man im Interesse beider Genres sauber trennen.
 
Ansichtssache. Grenzen können echt öde sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Grenzen im Kopf durchaus, da stimme ich zu. Verschiedene Musikgenres zu hören erweitert ungemein den Horizont, auch das würde ich nie bestreiten. Ich selbst höre im Prinzip auch alles von Klaviersonaten bis Celtic Folk, von Weltmusik bis Metal, von Renaissance-Laute bis Rap, und völlig genre-unabhängig gefällt mir manches und anderes eben nicht. Was mir aber ganz sicher nicht gefällt, ist z.B. ein Johnny Cash- oder ein Billie Holiday-Song im Opernsängermodus. Das geht immer ziemlich in die Hose, wenn klassische Sänger sich an solchen Songs versuchen. Bei den theatralischen Sachen á la Mercury oder einigen Schmalzpopsongs mag das ja noch hinhauen, aber meistens ist es ein no go. Gerade wenn das Original gebrochen, ungekünstelt, rauh oder authentisch klingen muss, weil es genauso gemeint ist, sollten klassische Sänger lieber die Finger davon lassen.
Zumindest meine Ohren schmerzen dann.
Deshalb sollte man, wenn man denn schon über Ed Sheerans Stimme schreiben möchte, die klassische Sicht außen vor lassen. Das ist ein Äpfel/Birnen-Vergleich, der meiner Meinung nach sinnlos ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Also aus nicht-klassischer Sicht wäre der Gesang von Pavarotti auch noch echt ausbaufähig gewesen :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Also aus nicht-klassischer Sicht wäre der Gesang von Pavarotti auch noch echt ausbaufähig gewesen :D
Musst mal nachsehen mit wem Pavarotti aller gesungen hat (U2, James Brown, Bon Jovi, Queen, ...) speziell Pavarotti ist ein ganz schlechtes Beispiel.
 
Pavarotti klang für mich immer "gleich" perfekt und immer klassisch, egal zu welcher Musikrichtung er gesungen hat.
Eigentlich kann man an ihm nichts kritisieren, er war ein Gesangsgenie, aber die nicht-klassischen Songs die er gesungen hat begeistern mich auch nicht so doll, da merkt man schon, daß es schwer ist das Genre zu wechseln und in jedem Genre voll überzeugen zu können.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben