"John Bonham"-Thread

von duke:drum, 23.12.07.

  1. duke:drum

    duke:drum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #1
    wo ein drumhero unterforum entsteht darf ein john bonham thread nicht fehlen. :)

    john bonham war einer der ersten schlagzeuger, der mit seinem spiel wesentlichen einfluss auf den gesamten bandsound nahm. nicht zuletzt deshalb ist er vermutlich auch ein vorbild unserer vorbilder.

    überhaupt war er in den 60ern und 70ern bestimmend für alle drummer. auch was das für damals typische setup anging. er benutzte ungewöhnlich grosse bassdrums (zuerst 24“, später gar 26“) und enorm grosse toms und floortoms (15“tt, 16“-, 18“ft)
    ausgenommen von der hihat war auch nie ein becken mit einem kleineren durchmesser als 18“ an seinem set zu sehen.
    gegen das ende seiner karriere, und leider auch seines lebens, fügte er auch gerne congas und timbales in sein set ein.

    er war es auch, der schlagzeugsoli populär machte und diese in enormen laufzeiten, lautstärken aber trotzdem auch in aller präzision durchführte. in liedern wie „mobby dick“ zogen sich diese bis zu einer halben stunde oder länger hin.

    zu seinem privatleben. john henry bonham wurde am 31. mai 1948 in redditch geboren. er hatte zwei kleinenere geschwister. mit fünf jahren begann er schlagzeug zu spielen und spielte in seiner jugend in verschiedenen bands. vor der led zeppelin zeit hatte er oft finanzielle probleme gehabt und musste sogar das rauchen aufgeben.
    während der led zeppelin ära war er, wie erwähnt ein wichtiges element der band.

    sein sohn jason bonham wurde 1966 geboren und spielt ebenfalls schlagzeug. beim auftritt vor einigen monaten war er es auch, der das schlagwerk bediente.

    des weiteren hat er eine tochter, zoe, die ebenfalls musik macht und jetzt in amerika wohnt.

    womit wir zu seinem tragischen tod kommen. in der nacht des 25. september 1980 erstickte john an seinem erbrochenen. zuvor konsumierte er bier, vodka und andere schnäpse in rauen mengen.

    als er am nächsten morgen tot aufgefunden wurde und er untersucht wurde, stellte man fest das er versehentlich durch den starken alkoholkonsum ums leben kam und keine andere drogen eingeschmissen hatte.

    und nun seit ihr dran. habt auch ihr, wie ich das gefühl, das kaum ein anderer drummer die rockszene derart aufgemischt und beeinflusst hat? oder zweifelt ihr an seiner popularität wie andere leute an der von jimi hendrix? (womit ich jetzt mal einen gewagten vergleich in den raum stelle :D)
     
  2. mrbungle

    mrbungle Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.12.07   #2
    Als Ergaenzung: er spielte sogar noch groessere Floortoms, sehr gerne mal 26BD,15TT, 18+20FT
     
  3. S-k-y.F-i-r-e

    S-k-y.F-i-r-e Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.07   #3
    Hallihallo ihr John Bonham Fans da draussen :-)

    Ich hab dann mal die erste Frage für diesen Thread.

    Wieso ist John Bonham für euch so besonders, warum verdient er euer Meinung nach Bewunderung?

    Ich will mit der Frage niemanden auf den Schlips treten, mich intressiert das einfach nur :)

    Frohes Fest :rock:
     
  4. duke:drum

    duke:drum Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.07   #4
    wie schon erwähnt ist er bis heute einer der wenigen drummer der eine wirklich starke leaderrolle in der band gespielt hat. ausserdem spielte der mann grooves mit einem singlepedal, da schaut ein herr jordison mit seiner db nur blöd drein.

    hör dir mal lieder wie mobby dick, black dog oder whole lotta love an. er hatte einfach das gespür, um dem lied die richtige note zu geben. so ähnlich wie ringo oder heute chad smith und jimmy chamberlain.

    eben dieses gespür, einem song den drive zu geben ist ja die eigentliche aufgabe eines schlagwerkers. das macht für mich die legende john bonham aus. ich respektiere leute, die schnell einer auf einem doppelpedal rumtreten können, aber ich bewundere sie nicht. den blues muss man eben einfach im blut haben, den kann man nicht trainieren und üben. :cool:
     
  5. Martin Hofmann

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    Erstellt: 25.12.07   #5
    ganz einfach: vor John Bonham hat niemand so Schlagzeug gespielt! Und für damalige Verhältnisse hatte er einen völlig neuen Sound. Ich hatte das Glück LZ damals live in Frankfurt zu sehen! Das war schon ganz großes Kino, auch wenn Herr Page immer mal wieder seine Blackouts hatte...

    Anspieltipps die nicht ganz sooo bekannt sind:

    Misty Mountain Hop
    Since I' ve been lovin you
    Lemon Song
    Over the Hills and far away
    Achilles Last Stand
    Dancing Days
     
  6. Leberfläkel

    Leberfläkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.07   #6
    ...und danach in dieser Form auch nicht. Hab Ausschnitte vom Konzert in London vor kurzem gesehen, bei dem Jason gespielt hat - auch wenn er bei seinem Daddy gelernt hat: Keiner klingt wie John Bonham! Dieser Druck, dieses Feel, diese Fills; kerzengerade und dynamisch absolut exakte Singlestrokes und vor allem die Gabe, mit tendenziell so wenig Noten SO VIEL zu machen! JB brauchte kein Doublebassgewitter, um die Musik Heavy und voll klingen zu lassen... There's so much to say....
     
  7. Blackdog1989

    Blackdog1989 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.08   #7
    Bin zwar eigentlich gitarrist, trotzdem aber n riesenbonhamfan. Ich find einfach seinen charakteristischen wuchtigen sound gut, der imo lz erst diese power gegeben hat. Außerdem gefällt mir, das er bei den songs nicht brave songbegleitung gespielt hat und Plant&page restlos das rampenlicht überlassen hat.
     
  8. drumtheater736

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    Erstellt: 10.02.09   #8
    Hi,

    die frage ist einfach beantwortet.nach bonhams tod war auch Led zeppelin tod. so dermaaßen hat ér der band seinen stempel aufgedrückt und wer LZ fan ist und die musik kennt der weiss was da bedeutet.

    soviel gefühl verbunden mit power habe ich nie mehr gehört, für mich ist er der beste rockdrummer.

    Lg
    DT
     
  9. pitsieben

    pitsieben Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.09   #9
    Aus dem gleichen Grunde, aus dem ich auch Cozy Powell und Roger Taylor bewundere.

    Sie lassen das Instrument größer klingen, als es ist. Kein Netz, kein doppelter Boden...the take is the take.
    So klingt ein mit vier oder fünf Mikros in einem guten Raum aufgenommenes Drumset nur, wenn ein ganz großer seines Faches dahinter sitzt...Bonhams Set hat vermutlich noch vibriert, wenn er längst in der Badewanne gelegen hat.

    Keine Samples...das pure Ding. Dieser Klang ist nicht zu toppen.
     
  10. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.09   #10
    Hi,
    ja stimmt cozy war so einer. 2x26'' ludwig bassdrums ungedämpft ok später dann yamaha
    aber das war bums ohne ende. dazu noch diese fetten sticks die cozy gespielt hat und die fetten toms extra 14x14 anfertigen lassen.

    schade das beide nicht mehr unter uns sind :mad:

    Lg
    DT
     
  11. sick_drummer

    sick_drummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.09   #11
    Bonzo ist auch einer meiner großen Helden am Set. Sein Spiel ist einfach unbeschreiblich, sein Sound einzigartig...
    Schade, dass er nicht mehr unter uns weilt und alle Led Zepp und Bonzo fans nicht mehr die möglichkeit haben, sein spiel live zu sehen...

    Hab mir als andenken an Led Zeppelin die Zeichen auf die Linke Wade tätowieren lassen, bald folgt noch der Wächter (Stairway to heaven) auf der rechten Wade.
     
  12. obi

    obi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.09   #12
    Bonzo hatte das Glück, als einmaliger Charakter und Drummer in einer einmaligen Band zu spielen und damit die "Erfindung" des modernen Rockschlagzeugs populärer zu machen, als es Carmine Appice oder Mitch Mitchell oder Ginger Baker vergönnt gewesen waren. Sein Groove, seine Musikalität waren für LZ ein unverwechselbarer Bestandteil. Dabei würde er nach heutigen Massstäben beim Jennifer-Lopez-Casting sicher sofort rausfliegen... Bands in den 70gern waren angewandte Gestalttheorie: Es ging nicht darum, Songs aufzuführen, sondern darum, miteinander zu spielen - eine jedem Jazzer vertraute Philosophie.
    Jeder Musiker gab seinen individuellen, unverwechselbaren Einfluss in den Pool und so wurde etwas geschaffen, dass mehr ist als die Summ der beteiligten Musiker: eine unverwechselbare Gestalt, die mehr ist als die Summ der Teile. Sobald ein Teil aber wegfällt, ist es nicht ersetzbar, denn durch ein neues Teil ändert sich die Gestalt.
    Qualitätsmerkmale waren da nicht Mikro-Timing und Klickfestigkeit, sondern Musikalität und die Fähigkeit, sich auf anderer Musiker einzulassen und zu harmonieren. da war Bonzo - neben seinen legendären Chops - sicher einer der Grössten!
     
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