Hallo Matthias,
entschuldige, wenn ich bis jetzt nicht auf Deine Frage eingegangen bin. ich bin übrigends kein Physiker. Pysikalische Gesetze gelten aber auch für Nichtphysiker. Hoffe ich zumindest.
Ich habe eine Epiphone, die ich tatsächlich umgebaut habe. ich habe mir Gitarren angeschaut und auch angespielt, die besodere Körper hatten. So z.B. die Steve Vai von
Ibanez. Die hat eine Art Griff, also eine Ausparung, im Body.
ich habe auch ein Gibson-Model angespielt, den Namen kann ich Dir nicht sagen, der Body war voller Ausparungen. Vergleichbar mit einem Raster. kein klanglicher Unterschied.
Ich habe Gitarren angespielt, die hatten gar keine Lakierung. Kein Unterschied. Lack müsste ja das Schwingungsverhalten von Holz beeinträchtigen. Zudem ist die Beschichtung ausgesprochen massiv. Bei meiner Tele american ist das besonders deutlich. Die ist millimeterdick.
Die Körper sind oft derart unterschiedlich hinsichtich kosmetischer Veränderungen. Da wird sonst was aufgeklebt. Am Klang ändert das nichts.
Es gibt so viele andere Einflüsse, über die sich keiner Gedanken macht, obwohl diese in direkter Verbindung zum Klang stehen. Die Kabellänge z. B. Natürlich haben auch unterschieliche Metalle unterschiedliche Leitmerkmale. Geh mal in ein Fachgeschäft für HiFi- Analgen. Die Kabel haben schon große Unterschiede.
Auch die PU sind trotz einer maschinellen Fertigung nicht identisch bezüglich der Wicklung. Das ist vergleichbar mit Goldfedern bei Füllern. Die sind nicht so einheitlich wie Stahlfedern. Über viele andere Aspekte habe ich ja schon geschrieben.
Die Saiten berühren das Holz tatsächlich nicht. Sie berühren Metal und Kunststoff. Das Griffbrett spielt insofern keine Rolle, zumal der Klang ja auch bei freier Schwingung der Saite entsteht, der in der Qualität nicht anders ist als der der Ton, wenn ein Akord gegriffen wird.
sicher gibt es Leute, die von alkoholfreiem Bier "betrunken" werden. Beim Raten, um welche Gitarre es sich handelt, da liegt die Chance ja bei 50 Prozent. Zu hören ist da nichts.
Auch physikalisch gibt es keine Erklärung für eine Wirkung des Holzes. Die magnetische Schwingung wird nicht beeinträchtigt. Würde etwas anderes an die Saite stoßen, dann würde sie ja schnarren. Die Vibration des Körpers kommt nicht im Amp an. Keine Übertragung. Dies wäre nur durch ein Mikro möglich.
Was die Technik angeht, ich meine die Leistung- ich habe mich auf die Bit-Leistung bezogen. Du kannst es mit einem mp3 Player vergleichen. Unabhängig vom Preis, ist die technische Leistung der Geräte bezüglich des Klangs gleich. Die Qualität wird durch den Kopfhörer bestimmt. Nimmst Du einen Kopfhörer mit einem bescheidenen Frequenzbereich, dann klingt es eben mies. Alles andere ist Placebo. Bei CD-Playern hast Du das Phänomen auch. Die Bit-Leistung ist nicht so unterschiedlich wie die Preise.
Nimm eine Billiggitarre, entferne 30 bis 50 Prozent vom Body, stöpsel sie ein. Da wette ich, es gibt keinen Unterschied.
Bei meinen umgebauten Gitarren haben die Saiten eine Rolle gespielt, die ich zunächst unterschätzt habe. Das habe ich aber auch nur bei einem wirklich guten Verstärker bei einem Freund gehört, der ein freistehendes Haus hat. Daheim kann ich nicht so aufdrehen.
Die ersten Gedanken über die Klangentstehung habe ich mir während meines Examens gemacht, als ich mich vor der Arbeit gedrückt habe. Das ist schon einige Zeit her. Da habe ich mich auch mit dem Aufbau eines PU beschäftigt. Aber Magnetismus ist jetzt auch nicht eine geheime Wissenschaft. Dass eine Metallsaite vor einer Magnetspule schwingt ist ja jetzt nicht sooo komliziert.
Aber ich verstehe, dass es schwer ist, wenn man sich von seinem Glauben trennen soll, der schon so gefestigt ist.