Kleines privates Musikstudio mit Synthesizer

von Riposter, 29.09.07.

  1. Riposter

    Riposter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #1
    Hallo!

    Ich kann aufgrund von privaten Umständen von einem Bekannten ein Roland V-Synth GT bekommen. Nun, ich bin ein absoluter Laie, aber musikalisch durchaus interessiert und wollte mal an dem Gerät versuchen, was ich so kann. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der V-Synth GT ein reiner Synthesizer, so dass ich damit nur Töne erzeugen kann, aber keine Lieder arrangieren kann? Ist das richtig?

    Was brauche ich denn an Geräten, um mit dem V-Synth eigene Lieder aus den unterschiedlichen Tönen zu komponieren und abzuspeichern, so dass ich sie mir anhören kann. Brauche ich einen MIDI-Sequenzer, z.B. Cubase Studio 4, mit dem ich auf einem PC (der ist vorhanden) die Töne zu einem Lied "zusammenfügen" kann?



    Mit freundlichen Grüßen
    - Riposter -
     
  2. BurtaN

    BurtaN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #2
    Cubase Studio 4 ist auf jeden Fall eine Möglichkeit. Damit kannst du sowohl die eigentlichen Klänge des Synthezisers aufnehmen, als auch die Midi-Daten. Die Midi-Daten kannst du danach verwenden, um sie entweder zurück an den V-Synth zu senden und in diesem die Klänge zu generieren oder jegliches anderes Midi-fähiges Klangerzeugungsgerät ansteuern, darunter auch Software-Instrumente.
    Zusätzlich neben dem PC, dem Synthesizer und der Software brauchst du auf jeden Fall noch eine geeignete Soundkarte bzw. Audio-Interface, welches ASIO Treiber verwendet, ansonsten liegt die Latenz viel zu hoch (>30ms).

    BurtaN
     
  3. bollich

    bollich Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #3
    Wenn nur der V-Synth wiedergeben soll und keine Softwareinstrumente bzw. Audioaufnahmen angedacht sind, wäre der Einwand mit der Soundkarte hinfällig. MIDI-Rein/Raus klappt ja unabhängig davon. So gesehen täte es ein viel einfacheres (ggf. älteres Sequenzerprogramm), vielleicht gibt's sogar was als Freeware.
     
  4. Subsonic75

    Subsonic75 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.07   #4
    hi... irgendwie hat jeder recht

    du musst dir einigermaßen im klaren darüber sein, was genau du machen möchtest. man kann über einen freeware sequencer midi arrangements zum synth senden und das material dann von dem synth spielen lassen. leider ist es oft so, dass die audiotechnik die in den synths steckt mit dieser methode meißt nur demosongartige lieder wiedergeben kann. die reine klangerzeugung in dieser gerätegeneration ist über jeden zweifel erhaben und du kannst mit dieser methode sicher unglaubliches aus dem gt rauszaubern. allerdings sind die möglichkeiten für komplette arrangements auf der midi ebene eingeschränkt.

    um komplette songs zu produzieren brauchst du zwangsläufig irgendeine form von mixing tools (sprich mischpult). es genügt meißtens nicht einfach eine reihe an miditracks abzuspielen. du musst die einzelnen elemente eines songs klanglich anpassen (kompressor, eq, effekte usw.). manche synths bieten hier zwar eine rudimentäre möglichkeit einen internen mixer zu verwenden aber hier gehts es meißt nur um die möglichkeit die lautstärkeverhältnisse anzupassen. außerdem bist du synth intern immer auf die anzahl der spuren (16?) und auf die maximale dynamik (128 Werte) der internen technik begrenzt. ein weiterer wichtiger punkt ist, dass du irgendwann gesang oder akustische instrumente aufnehmen möchtest. das ist natürlich über midi nicht möglich.

    es wäre also wie bereits erwähnt sinnvoll, wenn du eine vernünftige soundkarte hättest. damit könntest du die einzelnen spuren direkt vom synth als audio aufnehmen und diese klanglich verändern oder mit zusätzlichen effekten versehen. es ist auch wesentlich übersichtlicher mit audiotracks zu arbeiten. voraussetzung hierfür ist natürlich, dass dein grundgerüst des songs und die dazugehörigen synthsounds fertig produziert sind. einmal audio kannst du die sounds natürlich nicht mehr verändern.

    ein weiterer grund für die soundkarte ist der relativ statische sound von hardwaresynths. egal welcher hersteller oder typ von synth, wirst du feststellen, dass jedes gerät immer irgendwie ähnlich klingendes material erzeugt. du wirst bestimmte sounds finden die dir gefallen und andere wiederum nicht. natürlich kannst du an einem gt wie wild herumdrehen und dir tolle klänge basteln aber im mix hat man immer den eindruck, dass sich der klangliche charakter nicht großartig verändert. deshalb wird schnell der wunsch aufkommen, die gt sounds mit anderen klängen zu kombinieren... drumsounds sind hier meißt das erste, was einen am hardwaresynth nervt.

    kleiner tipp... wenn du musikalisch noch nicht so bewandert bist, versuch erstmal sequencer zu verwenden, die dich nicht gleich mit ihren funktionen völlig überfahren. tools wie logic oder cubase sind klasse um wirklich hochwertige arrangements herzustellen aber leider musst du hier wirklich alles selber machen und midi ist eine wissenschaft für sich. versuch mal z.b. fruityloops von imageline! das ist ein pattern basierender sequencer. wenn du das grundprinzip erstmal verstanden hast, kannst du dir innerhalb von wenigen minuten komplette midi arrangements bastelt. ein pattern ist eine art kurze schleife, die immer wieder von vorn abgespielt wird. du kannst hier z.b. wunderbar über einige wenige knöpfe drumsequenzen programmieren, die du dann einfach immer wieder loopen kannst. probier es aus... bei fragen komm auf mich zu.

    gruß falko
     
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