[KnowHow] Foto Equipment Beratung und Fachsimpelei

  • Ersteller milamber
  • Erstellt am
Moin liebe Mitmusiker!

Ich als bekennender (sowie unbekehrbarer) Foto-Laie würde euch "Profis" gerne mal nach einer Kaufempfehlung für eine günstige, brauchbare Kamera fragen. Ist dies der geeignete Ort dafür oder habe ich jetzt "Jehova" gesagt? ;)
 
Wenn du noch ein paar zusätzlich Infos da lässt könnte dir bestimmt jemand helfen. Was möchtest du fotografieren? Wie teuer darf die Kamera max. sein? Was willst du mit den Bildern anstellen? ... :)
 
Suchst Du eine Kompaktkamera oder ein System mit Wechselobjektiven? Worauf kommt es Dir besonders an: Perfekte Bildqualität? Gewicht? Eingebauter Blitz? Großer Zoombereich? Hohe Lichstärke? Edelmarke?

Als kleine Kompaktkamera und Immer-dabei-All-in-One-Lösung empfehle ich gern die Sony RX 100 - Reihe oder (mein persönlicher Favourit) die Leica C-Lux (bzw. baugleich, aber günstiger, weil der rote Punkt fehlt Panasonic TZ 202 (alles integriert, dazu Zoom von 24 - 360 mm, 20 MPix, klein und handlich). Gibt`s auch gebraucht, aber dann auf aktuelles Modell achten (also mit 20 MPix und 24-360mm Zoom).

Bei größeren Systemkameras brauchen wir wirklich viel mehr Infos von Dir, um Dir gute Vorschläge machen zu können.
 
Moin!

Wenn du noch ein paar zusätzlich Infos da lässt könnte dir bestimmt jemand helfen. Was möchtest du fotografieren? Wie teuer darf die Kamera max. sein? Was willst du mit den Bildern anstellen? ... :)

Das war der Plan. Ich wollte jedoch vorher grundlegend abklären, ob ich damit hier überhaupt erwünscht bin :)

Suchst Du eine Kompaktkamera oder ein System mit Wechselobjektiven? Worauf kommt es Dir besonders an: Perfekte Bildqualität? Gewicht? Eingebauter Blitz? Großer Zoombereich? Hohe Lichstärke? Edelmarke?

Als kleine Kompaktkamera und Immer-dabei-All-in-One-Lösung empfehle ich gern die Sony RX 100 - Reihe oder die Leica C-Lux bzw. Panasonic TZ 202

Auf keinen Fall Wechselobjektive! Das Ding muss schnell einsatzbereit sein und ggf. auch mal in der Jackentasche verschwinden ;)

Ich will einfach nur passable Bilder von Urlaub, Freizeit, Alltag immer dann, wenn das Handy grad mal wieder keinen Strom hat oder einfach der Zoom fehlt. Sprich: Bildqualität auf Niveau aktueller Top-Smartphones reicht aus. Preislich sollte es tatsächlich eher in Richtung der Sony gehen. Sprich möglichst unter 300€ - dafür natürlich gerne auch gebraucht.
 
Ja, dann ist die Sony RX 100 definitiv die beste Wahl. Sie ist mit großem Abstand Weltmarktführer unter den sogenannten Reisekameras, die klein, robust und mit so ziemlich allen nötigen Extras ausgestattet sind. Da sie so beliebt war und ist, gibt es sie auch gebraucht häufig, allerdings (Kehrseite der Medaille) sind die Gebrauchtpreise relativ hoch.
Wichtig: Alle RX 100 haben (wie auch die von mir empfohlene Leica/Panasoniz 202) einen 1 Zoll-Sensor, das ist schon mal prima und lässt deutlich bessere Bilder erwarten, als so ein Handy-Chip.

Es gab verschiedene Baureihen, erkennbar an der römischen Ziffer hinter der Bezeichnung (I, II, III usw.). Unterschiede betreffen die Pixelzahl (wobei selbst die kleinste bei dieser Reihe ausreicht) und vor allem das Objektiv (Zoombereich und Lichtstärke). Wenn Du auf besonders starke Telebilder verzichten kannst (man kann auch das fertife digitale Bild ja am Rechner vergrößern, selbst 4-fache Vergrößerung wäre noch mehr, als ein Computermonitor darstellen kann), genügt auf jeden Fall eine der ersten Reihen.

Ach ja, qualitativ mithalten kann auch von Panasonic die Lumix TZ101, die -weil sie nicht so sehr Kult ist- auch mal günstiger gebraucht zu bekommen ist. Sie ist nicht schlechter, hat immer einen großen Zoombereich, Blitz und zusaätzlichen elektronischen Sucher und beide Kameras (Lumix und Sony) haben absolute Spitzenobjektive (Panasonic von Leica, Sony von Carl Zeiss).

Da ich mich viel mit Kompaktkameras befasst habe mein Tipp: Nimm wirklich eine von den vorgeschlagenen! Es gibt viel Konkurrenz in dieser Klasse von fast allen Herstellern, aber die Kombimation des großen 1-Zoll-Sensors mit den Spitzenobjektiven von Zeiss oder Leica findest Du nur hier.

Viel Erfolg!! :great:
 
Zuletzt bearbeitet:
Perfekt, genau so einen Ratschlag habe ich mir erhofft. Es wird also eine der beiden genannten werden. :)

Vielen Dank!

EDIT: Schade, dass man hier nicht Keksen kann :(
Fühl dich gekekst! Selbstverständlich mit Lieblingssorte ;)
 
Gern geschehen! Ach ja, nicht alle Sonys haben sowohl eingebauten Blitz als auch Sucher (also nicht nur Display), das war auch so ein Unterscheidungsmerkmal zwischen den Varianten I bis VIII. Bei den Panasonics ist das immer an Bord.
 
Ja, das ist ein solider Vorschlag von @DirkS , dem kann ich zustimmen. Dazu noch einen neuen Akku kaufen und einige Speicherkarten, am besten 16 oder 32GB, die kosten nicht viel und fassen dennoch viele Fotos, man muss ja nicht 10 Jahre Ostern, Urlaub und Weihnachten auf einem Chip rumtragen, dann ist auch das Risiko eines Verlusts oder Auslesefehlers geringer.
 
Moin nochmal!

Ich bin durch Zufall auf Angebote für "größere" Kameras (beipielsweise Sony DSC HX300) gestoßen, die tatsächlich deutlich günstiger angeboten werden. Wie kommt das zustande? Sind die kompakteren einfach beliebter oder woran kann das liegen? :weird:
 
Natürlich klingt es erst einmal toll, was für Brennweitenbereiche die schafft.

Aber wenn Du Dich einliest, etwa

https://www.chip.de/test/Sony-Cyber-shot-DSC-HX300-Digitalkamera-Test_139894586.html

dann siehst Du welche Qualitätsnachteile das mit sich bringt. Hauptursache ist der viel kleinere Sensor. Die Sensoren der von mir empfohlenen Kameras messen 1" , der der HX300 1/2,3".
Du musst das Dir vereinfacht so vorstellen: Alle bislang angesprochenen Kameras schaffen ca. 20 MPix, also 20 Mio Pixel als Auflösung. Das ist erst einmal toll und KANN scharfe Bilder ergeben. Diese Pixel müssen aber auf einem Mini-Sensor viel enger gedrängt angeordnet sein. Das wiederum erzeugt echte Nachteile, etwa das Bildrauschen, was bedeutet, dass feine Strukturen ineinander verschwimmen. Es ist schon ein Unterschied, ob Du bei Landschaften die einzelnen Grashalme oder nur eine unförmige grüne Masse siehst.

Es kommt also darauf an, was Du suchst: Wenn Dir kompakte Größe und Bildqualität nicht so wichtig sind, wie ein Riesenzoom, dann kann auch die HX300 für Dich richtig sein. Allerdings ist in der Klasse (nennt sich Bridge-Kameras) auch die Panasonic FZ1000 (oder so ähnlich) am Start, die bei ähnlichen Abmessungen einen 1"-Sensor verwendet und damit qualitativ der Sony überlegen sein müsste.

(Man kann das übrigens auch auf die Spitze treiben. Die Weltrekord-Bridgekamera Nikon P1000 schafft über einen Mini-Sensor einen unfassbaren Brennweitenbereich von 24 bis 3000 (!!!)mm. Sie ist viel zu groß aber für 3000 mm braucht man normalerweise meterlange Objektive). Ich habe sie mal aus Gaudi gekauft und kann nun beispielsweise 1/4 des Mondes formatfüllend ablichten, die ISS fotografieren, von einem Gipfel aus vierblättrige Kleeblätter im Tal zählen, aber empfehlen kann man so eine Kamera wirklich nicht.^^)

2020-08-04_140135.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind die kompakteren einfach beliebter oder woran kann das liegen? :weird:
Es liegt einerseits am Markt aber auch am technischen Aufwand, der teilweise nicht ganz einfach nachvollziehbar ist. Einige Gründe hat @DirkS schon angesprochen, aber die Details wirklich zu klären ist mit ziehmlichem Aufwand verbunden.
Meine Empfehlung wäre die ganze Technik zu vergessen und die Handhabung der Kameras vor Ort selbst auszuprobieren.
Genau da liegt imho auch der Grund, warum Smartphones als quasi-Photoapparat so beliebt sind.
Es gibt (Kamera) Menu-Systeme, die einen in den Wahnsinn treiben können - oder festgelegte Abläufe, die nerven. In meinem Fall zB das automatische Einfahren des Objektivs nach einer Zeit x.

Die empfohlene RX100 hat eine hohe Reputation und wäre eine gute Referenz zum Testen und ggf vergleichen (wenn sie nicht direkt überzeugt).
 
Natürlich klingt es erst einmal toll, was für Brennweitenbereiche die schafft.

[...]

Hauptursache ist der viel kleinere Sensor

Achso, das leuchtet natürlich ein. Aus irgend einem Grund war ich der Meinung, etwas von einem 3" Sensor gelesen zu haben :weird:
 
Direkt mal einen Verbesserungsvorschlag an die Hersteller einreichen:

Wir wollen 3"!! :tongue:
 
Gibt es auch schon, das entspricht ganz grob dem APS-C Format. ;)
 
Na den habe ich ja schon in meiner Sony Alpha 58.
Reicht mir für meine Bedürfnisse allemal.
Hatte mich mal vor ein paar Jahren im Urlaub mit einem Fotografen unterhalten:

Der ist i. S. Reiseequipment auch auf die RX-100 "runtergegangen" und bereute nichts.
 
Meine Ex-Lebensgefährtin ist Reisereporterin und sie nutzt auch nur die RX 100.

Ich selbst bin eher APS-C - Fan, was eigentlich verrückt ist, da es bei mir nur Hobby und bei ihr Beruf ist.^^
 
Bei aller Technikaffinität bezüglich Sensorgröße, Pixelzahl, Brennweiten etc. sollte man nicht vergessen, es ist der Kopf dahinter, der die Fotos macht!
 
Wahre Worte...
obwohl es in diesem speziellen Fall wohl eher um die Software der Kamera geht, da sich @madMusician wenig Gedanken um die Schnappschüsse machen möchte. ;)
Früher habe ich mit einer Mittelformat Mamiya 645 ausschliesslich Kodachrome und Fuji Velvia Material benutzt - heute ist es eine Olympus Pen3 mit MFT 12 Mpixel.
Die Bilder sehen exakt so aus, wie die alten Farbabzüge in Din A4 :D
 

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