Danke fĂŒr MĂŒhe, Interesse und Sorge.
Man sagt, ich sei nicht schwer zu finden. Das beruhigt mich!
Leben verblödelt? Who knows!
Ich möchte ganz kurz ĂŒber ein wichtiges Detail sprechen: Autobiografie durch Dokumentation der Chronologie.
Mein wichtigstes GerÀt hierzu ist ein PCM-Recorder von Sony. Warum? Er vergibt automatisch "Songtitel", und zwar wie folgt:
"260510_03"
Ăbersetzt: am 10. Mai 2026 das dritte Recording eines Wave-Files von ca. 2-5 Minuten LĂ€nge.
Gestern waren es 13 Dateien. Mein Workflow ist folgender:
Ich greife zur Gitarre.
Ich greife den ersten Akkord.
Ich höre mir zu, meistens entstehen drei oder vier Vierergruppen an Takten, oft Call1-Call2-Response.
Das spiele ich 3-6 mal, bis ich es nicht vergesse.
Ich schalte den PCM-Recorder ein.
Nehme die Songidee auf. Diktiere mir alle Anweisungen, was ich spiele am Ende der Aufnahme.
Schalte auf Stopp.
Wiederhole das Spiel.
Habe sofort den fehlenden B-Teil, den fehlenden Refrain, das Interlude, die Modulation, den Rhythmuswechsel, oder was immer dazukommt, in den Fingern.
Das spiele ich insgesamt mehrmals.
Ich korrigiere oft an einer Stelle.
Ăberlege mir einen "Trick" an einer Stelle.
Schalte den Recorder wieder ein und nehme die erweiterte Songidee als "studiofertiges" Demo auf. Pause. Ich diktiere alle Spielanweisungen nochmal ans Ende.
Wenn ich mit der Songidee fertig bin, spiele ich sehr oft sofort die nÀchste Songidee, so wie auf einer unbekannten Schallplatte der nÀchste, unbekannte Titel erscheint, wenn der Plattenteller rotiert.
Ăber den Songtitel mache ich mir keine Sorgen, das erledigt der Sony-Recorder. Sobald ich einen Text auf das Gitarrespiel schreibe, entsteht natĂŒrlich ein passenderer Songtitel. Da notiere ich das Datum der ersten Textidee auf dem Papier, usw.
Bei 13 Dateien an einem beliebigen Tag kann man leicht 5 Stunden verblödeln.
