Lexicon Omega Studio

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Sir Taki
Sir Taki
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Wie versprochen schreib ich heute ein bisschen was zum Lexicon.
Ich werd die Features des Studio insoweit beschreiben, wie ich sie bereits gebraucht habe und Erfahrungen sammeln konnte.

Auf Los gehts Los!


Die Installation war schnell erledigt (ich gebs zu, ich hab vorher das Handbuch gelesen ;))

Also gleich weiter zum Thema Aufnehmen:
LexiKasten per USB mit dem PC verbinden und das mitgelieferte Cubase anschmeißen.
Nach erfolgreicher Konfiguration (so ca 5 Mausklicks, wie's geht, steht mal wieder im Handbuch!) stehen dann 4 Aufnahmekanäle zur Verfügung.
Was über diese Kanäle kommt, wird mit den Assign-Knöpfen an der Vorderseite des Gerätes eingestellt.


Omegafrontfeat.jpg



Dazu ein kleines Beispiel:
Ist an jedem Mikroeingänge (zu finden auf der Rückseite) jeweils ein Mikrofon angeschlossen, dann Kommt Mikro 1 in Cubase auf IN1, Mikro 2 auf IN2 an, wenn bei "USB assign" die LED bei "1-2" leuchtet. Ist "USB assign" auf "3-4" gesetzt, dann kommt Mikro 1 auf IN3 und Mikro 2 auf IN4 an.

Gleiches gilt für die die Eingänge Line1 bis Line4.

Was ich schade finde, ist dass Lexicon dem Omega nur 2 Mikro Preamps spendiert hat, wenn schon 4 Eingänge vorhanden sind.
Für Aufnahmen im Bandbetrieb hab ich also ein bisschen "tricksen" müssen.

Ich hab das Problem dann so gelöst, dass ich die Insertbuchsen von unserem Mischpult als Line-ausgänge "missbraucht" hab.

Für unsere Vorproduktion hatte ich dann jeweils einen Kanal für Gesang,Bass,Gitarre und Schlagzeug. Natürlich hätte ich auch nur 2 Mikro-Preamps vom Mischpult nehmen können und die anderen 2 vom Lexicon. Letztendlich wars mir dann so lang wie breit...

Einpegeln war auch kein großer Stress dank dem integrierten VU-Meter sowie den Peak-Anzeigen.

Aufnahmen im "quasi-live-Bertieb" waren dann auch schnell im Kasten.

Richtig interessant wirds aber doch erst, wenn es darum geht, Einzelspuren über die laufende Grundspur einzuspielen (ich sag nur Latenzzeiten!!!)
Was soll ich sagen, das Lexicon hat mich auch in dieser Disziplin nicht enttäuscht.
Ein riesen Vorteil ist hier die im Lexicon direkt integrierte Abhörmöglichkeit.
Diese spart den "Umweg" über die Monitorfunktion des Aufnahmeprogramms und ermöglicht so latenzfreies Abhören.
Ich erinner mich noch an unseren ersten Recordingversuch mit ner einfachen Soundblaster und den enormen Latenzen.
Das Lexicon schont in dieser Beziehung eindeutig die Nerven! :great:

Die Schlagzeugabnahme war dann nochmal ein Konfigurationsfall für sich.
Das Lexicon hat zwar nur 4 Recording-Eingänge, aber 6 Anschlüsse (4 x Line, 2 Mics) ich Habs dann schließlich so gemacht, dass ich 2 tom-mikros und 2 Overheads auf jeweils einen (Recording-)Eingang gelegt hab, sowie Basedrum und Snare auf jeweils einen eigenen. Das schränkt zwar beim Abmischen etwas ein, aber dafür fängt man mit mehr Mikros das Schlagzeug eben besser ein.

Den Bass haben wir über die im Bassverstärker integrierte DI-Buchse abgenommen. Dazu brauchte ich nicht mal ein Kabel XLR-Stecker auf Klinkenstecker sondern ich habe einfach ein XLR-Mikrokabel genommen und den Bass an den Mikro-Eingang vom Lexicon gehängt.
"Ja geht das denn?"
"Aber hallo geht das"
Die Lösung dazu heißt: -20dB Pad.
Mit diesem unauffälligen aber äußerst nützlichen Schalterchen kann man die Mikro-Eingänge ruck zuck in Line-Eingänge verwandeln. Pratisch, gelle? :D

Über die Line-Ausgänge hab ich das Lexicon dann noch an unsere Proberaum-Pa gehängt, damit wir nicht nur über Kopfhörer hören konnten, was wir zuvor eingespielt haben.

Fazit: Ich bin mit meinem Recordingkasten sehr zufrieden. Das Lexicon funktioniert genau so wie es soll, bei den Aufnahmen brummt oder rauscht nix (außer die schrottigen Mikros vielleicht oder die grausamen Vorverstärker von unserem Mischpult... :D)
Für meine Bedürfnisse reicht das Lexicon allemal und die Aufnahmequalität kann sich sehen/hören lassen.

Achja ehe ich es vergesse: Im Lieferumfang ist auch noch ein Lexicon Hall-Plugin enthalten, das DEN Lexico-typischen Hall liefern soll. Allerdings hab ich davon recht wenig Ahnung, da werd ich mich dann vor dem Abmischen einarbeiten müssen.

mfg
Taki
 

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