Mac: Ärger mit USB

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murmichel

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Ich habe ein neues MacBook Pro, dass ich mit viel Mühe frisch eingerichtet habe. Die Software habe ich hinbekommen, obwohl die verschiedenen Plugin-Hersteller das nicht leicht machen. Dier Hardware macht noch Zicken.

Die kleine Tastatur, M-Audio Keystation Mini 32 MK3 läuft nur noch, wenn sie direkt mit dem MacBook verbunden ist. Aber die Anschlüsse brauche ich schon für andere Geräte, die die Nähe nötiger haben. Überraschend ist das, weil ich am alten Mac damit überhaupt keine Probleme hatte. Nicht mit der Tastatur, nicht mit irgendwelchen anderen USB-Geräten. Egal, welche Kabel und Hubs dazwischen waren.

Hat jemand einen Ansatz für die Ursachenforschung und mögliche Behebung?
 

Verrätst Du noch, worüber das fragliche Keyboard mit dem Rechner verbunden ist? :)
 
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Ich vielleicht ein Problem mit der Stromversorgung. Welchen USB Hub verwendest Du denn?
 
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  • Ersteller
  • #5
Was nicht geht:
Was geht:
Keystation und X-Touch Mini haben jeweils eine Stromaufnahme von 50 bis 60 mA.

Mit den selben Hubs und Kabeln hat es am Mac Studio funktioniert. Ja, ich habe mehrere Ports und verschiedene Kabel an allen Geräten ausprobiert.

"Geht nicht" heißt auch, dass das Gerät in der Ausgabe von ioreg -p IOUSB nicht erscheint.
 
Grund: Ergänzung.
Mehr Informationen wären hilfreich. Was für ein MacBook und welche OS Version?

Tatsächlich haben Hubs erhebliche Unterschiede. Welchen verwendest Du? Ich habe jede Menge durchprobiert. Nur wenig halten was sie versprechen. Gut funktionier der:

Icy Box IB-HUB1454-C31 Hub. USB-C v3.2. Gibt zuverlässig die Daten der angeschlossenen Geräte weiter an den Anschluss des Computers. Mit Netzteil. Preis moderat. Gegebenenfalls werden noch USB- USB A Adapter benötigt.

Bei mir hängen SSD Drives dran. Und ein Native Instruments S61 MK III.
 
  • Ersteller
  • #7
Es ist ein aktuelles MacBook Pro mit tagesaktuellem macOS. Der erste Hub in der Kette ist sogar ein ICY BOX IB-AC6110, wie oben verlinkt. Ich hatte alle anderen Geräte für den Test vom Hub ausgesteckt oder ausgeschaltet.

Ich halte es auch für ziemlich aussichtslos, dass hier jemand die Ursache anhand der spezifischen Geräte diagnostizieren kann. Deshalb finde ich, dass diese Fragen in die falsche Richtung gehen.

Allgemeinere Fragen erscheinen mir dagegen viel zielführender. Etwa ob die Stromversorgung der Hubs und Geräte ausreicht. Antwort: Ja, tut sie. Das ist es leider nicht.

Nochmal der Hinweis: Dieselben Geräte, Hubs und Kabel haben gestern noch an einem Mac Studio anstandslos funktioniert. Ich denke, das schließt einen großen Teil möglicher Fehlerursachen aus.
 
  • Ersteller
  • #8
Mit künstlich intelligenter Hilfe bin ich etwas weiter gekommen. Die Keystation wird vom MacBook gesehen, die Registrierung auf dem USB-Bus funktioniert aber nicht. Wer sich das anschauen will, mit diesem Befehl geht es:

sudo log stream --debug --predicate 'process == "kernel" AND eventMessage CONTAINS[c] "USB"'

Die Hardware, funktioniert einfach in meiner Situation nicht. Wahrscheinlich bin ich irgendwo über die Kante der Spezifikation gefallen.

Die Recherche hat ergeben, dass möglicherweise ein echter, alter USB-2.0-Hub helfen könnte. Wenn da jemand Empfehlungen hat, wäre ich interessiert.
 
Wenn ich USB-Geräte anschließen will, werde ich immer gefragt, ob ich das Zubehör zulassen möchte. Kommt diese Abfrage bei dir?
 
  • Ersteller
  • #10
Für manche Geräte hatte ich sie. Das Problem liegt aber wirklich tiefer. Im Kernel-Log ist zu sehen, dass es Versuche gibt, die Verbindung aufzubauen. Das schlägt aber jedesmal fehl.
 
  • #11
Wie oben erwähnt habe ich viele Hubs durch. Darunter auch einen ähnlichen wie den ICY BOX IB-AC6110. Das ist ein USB 3.0 Super Speed Hub. Theoretische Bandbreite bis 10GB. Problem, die sind alters bedingt nur voll kompatibel mit eben diesem Standard. Der von mir verlinkte Icy Box IB-HUB1454-C31 Hub unterstützt USB-C 3.2. Dieses Protokoll schreibt an jedem Port einen Chips vor der an den Host weitergibt welches Gerät tatsächlich angeschlossen ist. Da steckt mehr "Intelligenz" drin als in den älteren Generationen von Hubs.

Abgesehen davon, dass es am Mac Studio funktioniert hat und das MacBook nicht kann schlecht und ergreifend daran liegen dass der MacBook einen anderen USB Controller verbaut hat als der Mac Studio. Das ist also irrelevant. Ausser man will das im Detail durchleuchten. Dann müsste man nachsehen was für Controller die verbaut haben.

Auf jeden Fall ist es eine Überlegung wert einen Hub auszuprobieren der einen möglichst aktuellen USB Standard unterstützt. Der dienst dann als Puffer zum Host. Und es ist gut möglich dass daran angeschlossen auch die etwas älteren USB 3.0 Hubs wieder klaglos ihren Dienst erledigen.

Was mich noch interessiert:
Aber die Anschlüsse brauche ich schon für andere Geräte, die die Nähe nötiger haben.
welche sind das? Mir sind keine Geräte bekannt die so eine Nähe benötigen würden. Einzige Ausnahme, ein SSD Drive das in einem Thunderbolt Gehäuse steckt. Das bringt nur direkt am Rechner max Speed. Geht aber auch an dem USB-C 3.2 Hub. Nur nicht ganz so schnell.
 
  • Ersteller
  • #12
Meine KI-Beratung hat ergeben, dass gerade die Kombination von USB-2.0-Geräten mit USB-3.x-Hubs zu Schwierigkeiten führen kann und hat zu alten USB-2-Hubs geraten. Was immer daran auch dran sein mag. Ich habe keinen so alten Hub mehr, mit dem ich das testen könnte.

Ich habe es gerade erneut mit einem modernen UGREEN HUB versucht

MacBook -> moderner Hub -> Keystation

$ sudo log stream --debug --predicate 'process == "kernel" AND eventMessage CONTAINS[c] "USB"'
Filtering the log data using "process == "kernel" AND composedMessage CONTAINS[c] "USB""
Timestamp Thread Type Activity PID TTL
2026-07-02 18:12:11.602466+0200 0x1256229 Error 0x0 0 0 kernel: (AppleUSBXHCI) AppleT8142USBXHCICommandRing: AppleUSBXHCICommandRing::executeCommand: command[40] 0x0000010000190000 00000000 03002c01 got result 0x00000100000e0280 04000000 03008401 after 0ms (enqueued 0ms)
2026-07-02 18:12:11.602489+0200 0x1256229 Error 0x0 0 0 kernel: (AppleUSBXHCI) AppleT8142USBXHCICommandRing: AppleUSBXHCICommandRing::setAddress: completed with result code 4
2026-07-02 18:12:11.602582+0200 0x1256229 Default 0x0 0 0 kernel: (IOUSBHostFamily) AppleUSB20HubPort@02140000: AppleUSBHostPort::createDevice: failed to create device (0xe00002bc)
2026-07-02 18:12:11.602589+0200 0x1256229 Default 0x0 0 0 kernel: (AppleUSBHub) AppleUSB20HubPort@02140000: AppleUSB20HubPort::resetAndCreateDevice: failed to address device, disabling port
2026-07-02 18:12:12.682451+0200 0x1256229 Error 0x0 0 0 kernel: (AppleUSBXHCI) AppleT8142USBXHCICommandRing: AppleUSBXHCICommandRing::executeCommand: command[43] 0x0000010000190000 00000000 03002c01 got result 0x00000100000e02b0 04000000 03008401 after 0ms (enqueued 0ms)
2026-07-02 18:12:12.682471+0200 0x1256229 Error 0x0 0 0 kernel: (AppleUSBXHCI) AppleT8142USBXHCICommandRing: AppleUSBXHCICommandRing::setAddress: completed with result code 4
2026-07-02 18:12:12.682572+0200 0x1256229 Default 0x0 0 0 kernel: (IOUSBHostFamily) AppleUSB20HubPort@02140000: AppleUSBHostPort::createDevice: failed to create device (0xe00002bc)

Dagegen

iPad Air -> moderner Hub -> Keystation

funktioniert einfach. Auch andere Geräte funktionieren an diesem Hub am Mac einfach so.
 
  • #13
Ich habe eine etwas längere Recherche betrieben. Das Ergebnis:

Zur Ursache: Dein Kernel-Log zeigt, dass die Enumeration auf unterster Ebene scheitert — das SET_ADDRESS-Kommando des USB-Controllers (AppleT8142, also M4-Silizium) läuft in einen Transaction Error, macOS deaktiviert daraufhin den Port. Das Problem ist keine einzelne defekte Komponente, sondern die Kombination aus drei Faktoren: dem USB-Controller des M4-MacBooks, dem Transaction Translator des Hub-Chipsatzes und der bekannt grenzwertigen USB-Implementierung der Keystation (die Probleme mit USB-3-Hubs sind für dieses Gerät seit Jahren dokumentiert, quer durch mehrere macOS-Generationen).

Dass es die Kombination ist und nicht ein einzelnes Glied, belegen Deine eigenen Tests lückenlos: Direkt am MacBook läuft die Keystation — der M4-Controller ist also nicht defekt, er verarbeitet das Gerät nativ am Root-Port ohne Transaction Translator. Am Mac Studio und am iPad läuft sie hinter denselben Hubs — Keystation, Hubs und Kabel sind also ebenfalls in Ordnung. Und andere Geräte laufen am selben Hub am MacBook problemlos — der Hub funktioniert grundsätzlich auch am M4. Jede Komponente für sich bewegt sich innerhalb der Spezifikation; erst im Zusammenspiel fällt die Kette über die Kante, genau an der Stelle, wo Full-Speed-Transfers per Split Transactions durch den Hub übersetzt werden müssen. Deine Formulierung "irgendwo über die Kante der Spezifikation gefallen" trifft es damit ziemlich genau.

Daraus ergeben sich drei Lösungswege:

1. Direktanschluss

Die naheliegendste Lösung: Die Keystation funktioniert nachweislich direkt am MacBook. Von den Geräten, die Du im Thread genannt hast (X-Touch Mini, Kawai* MP11, iConnectAudio4+), braucht keines zwingend einen direkten Port — das sind alles USB-MIDI- bzw. USB-2.0-Geräte, die spezifikationsgemäß hinter Hubs laufen und das bei Dir ja auch tun. Die Portvergabe umzudrehen kostet nichts und löst das Problem sofort: Keystation direkt, der Rest an die Hub-Kette.

2. USB-2.0-Hub

Falls der Direktanschluss aus praktischen Gründen (Kabellänge, Schreibtisch-Layout) nicht in Frage kommt: Ein reiner USB-2.0-Hub eliminiert den Übergang zwischen SuperSpeed- und Legacy-Domäne — die ganze Kette läuft nativ im USB-2-Protokoll. Genau dieser Workaround ist für die Keystation Mini 32 seit Jahren dokumentiert (die Probleme mit USB-3-Hubs gab es schon unter Sierra und Mojave). Kostenpunkt unter 15 Euro. Einziger Vorbehalt: Manche als "USB 2.0" verkaufte Hubs sind USB-3-Chips mit deaktivierten Lanes. Modelle mit Terminus FE1.1s oder Genesys GL850 Chipsatz sind die sichere Wahl.

3. Thunderbolt-Dock

Die eleganteste, aber teuerste Lösung. Ein echtes TB-Dock (CalDigit TS-Serie, OWC, Belkin Pro) bringt einen eigenen XHCI-Controller mit, der per PCIe-Tunneling angebunden ist. Die Enumeration der USB-Geräte übernimmt dann dieser Controller — der Apple-Controller, an dem das SET_ADDRESS in Deinem Log scheitert, ist komplett raus aus dem Spiel. Löst nebenbei auch Dein Port-Knappheitsproblem. Wichtig: Es muss echtes Thunderbolt sein, kein USB-C-Dock mit DisplayLink — die hängen elektrisch weiter am Mac-Controller und ändern nichts.

Budget-Variante von Punkt 3: Gebrauchte Thunderbolt-Docks von HP oder Lenovo (HP TB Dock G2/G4, ThinkPad TB3/TB4 Dock) gibt es aus Firmen-Ausmusterungen oft für 40–80 Euro. Der Thunderbolt-Kern mit eigenem USB-Controller funktioniert auch am Mac. Einschränkung: Firmware-Updates gehen nur per Windows-Tool, und herstellerspezifische Extras (Power-Button, teils Display-Ausgänge) können am Mac zicken. Für den Zweck "eigener USB-Controller für zickige Peripherie" reicht es aber.


Ich würde Option eins nehmen. Fall erledigt ohne zusätzlichen Aufwand.... (;

Noch eine Korrektur zu dem von mir verwendeten Icy Box IB-HUB1454-C31 Hub. Das war Unsinn. Der hängt bei mir an einem CalDigit Dock. Der MacBook sieht den gar nicht. Der sieht den XHCI-Controller des CalDigit.
 
  • Ersteller
  • #14
Da sagt deine KI ungefähr dasselbe, wie meine.
 
  • #15
Na dann brauchst Du nur noch entschieden was es sein soll. Tip:

OWC Thunderbolt 4 Hub. Klein, macht aus eins drei, eigenes Netzteil Ein Kabel weg vom Mac und gut ist.
 
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  • Ersteller
  • #16
Ich habe schon ein UGREEN Maxidok, das ist aber voll belegt.

Es ist offensichtlich nicht klar gewesen, aber es geht mir nicht darum, die Keystation irgendwie zum Laufen zu bringen, sondern da gibt es noch ein paar andere Constraints, die gleichzeitig erfüllt werden sollen. Nein, die stehen hier nicht zur Diskussion.
 

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