Mikrofon für Reden

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Flo2205

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Guten Abend zusammen,

ich bin derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Mikrofon für Reden, das an einem Mikrofonstativ vor oder neben einem Rednerpult eingesetzt werden kann.

Bisher habe ich folgende Mikrofone verwendet:

Sennheiser* e 845 Evolution
Shure* SM58 LCE
Sennheiser* XSW 2-865-A Vocal Set (Funk)

Leider habe ich immer wieder das Problem, dass die Redner – trotz entsprechender Hinweise – nicht nah genug an das Mikrofon herangehen. Dadurch lässt sich der Pegel oft nicht ausreichend ausgleichen, und es kommt schließlich zu Rückkopplungen.

Habt ihr einen Tipp, wie ich dieses Problem am besten lösen kann? Gibt es Mikrofone, die für diesen Einsatzzweck besser geeignet sind, oder würdet ihr eher eine andere Vorgehensweise empfehlen?

Vielen Dank im Voraus!
 

Mikrofonstativ vor Redner:
SM58 würde ich nicht nehmen, das spielt seine Vorteile vor allem bei direkter Nahbesprechung aus

e845 ist Superniere, könnte etwas besser sein

das 865er Sennheiser* ist recht gut auch bei größerer Entfernung (20cm) ...

Mir würde da noch ein Audio Technica AT2010 einfallen, das geht auch gut bei Abstand

Oder gleich ein Kleinmembran - Kondensatormikrofon
Günstig? Lewitt LTC040 Match

Ebenfalls hatte ich schon ein AKG C1000 erfolgreich im Einsatz (das war da vor Ort und hat funktioniert)

Eventuell so ein unauffälliges Schwanenhalsmikrofon, das nicht so wuchtig aussieht und weniger Angst macht. HIlft aber nicht, wenn der Redner sich abwendet.

Bei handgehaltenem Mikro: da taugen alle oben angeführten dafür:
Den Rednern sagen, sie sollen das Mikro ans Kinn halten und "drüber weg" sprechen. Das sorgt für eine einigermaßen gute Mikrofonposition.

Oder Headsetmikrofon. Da ist die Position auch festgetackert.
 
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Ich habe Mal bei einer sehr lauten Band und leisem Sänger zum Gesangsmikrofon zusätzlich noch 2 instrumental Superniere Microphone über Kreuz aufgebaut und über 3 Kanäle.
Das einpfeifen/EQ Einstellung hat dabei eine große Rolle gespielt.
Die Prisanten Frequenzen heraus ziehen.
So konnte ich den Pegel etwas anheben.
 
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Hallo Flo2205,

von den vorhandenen Mikrofonen würde ich das Sennheiser* e865 präferieren.
Für solche Anwendungen nutze ich in den meisten Fällen entweder ein Shure Beta87A (Kondensator, Superniere), wenn das Mikro auf ein Stativ soll oder alternativ ein Schwanenhals Mikro (z.B. Sennheiser ME36 oder dpa 4098).

Was benutzt ihr denn für ein Mischpult? Der entscheidende Punkt bei solchen Anwendungen, ist meiner Erfahrung nach, die "Koppelfrequenzen" in einem EQ zu ziehen. Dadurch kann man noch ein paar db an Pegel rausholen.
 
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Frage an die Schwarmintelligenz: Könnte man derartige Pegelsprünge beim Sprechen möglicherweise mit einem aggressiv eingestellten Kompressor in den Griff kriegen?
 
@Flo2205 hat die Probleme nicht im Detail beschrieben, im Zusammenhang mit dem Pegel war vor allem von Rückkopplungen die Rede - da hilft ein Kompressor wohl nicht.
 
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Als Rednerpultmikrofone werden besser Kondensatormikros verwendet. Sehr verbreitet ist das Sennheiser SE 36. Ein Klassiker für Sprachanwendungen als Handheld ist das Shure Beta 87.
 
Vorher mit den Rednern eine kurze Praxiserfahrung machen? Vielleicht sind manche es nicht gewohnt, so laut zu sein, und gehen deswegen zuweit vom Mikrofon weg?
 
  • #10
Headset?
Ansteck Mikro?
 
  • #11
Das 865er Sennheiser, das schon empfohlen wurde, ist ein Kleinmembran - Kondensatormikrofon. Ich benutze es für Gesang und Ansagen auf der Bühne. Ein Abstand von 20cm ist überhaupt kein Problem.
 
  • #12
Ich bin hier größtenteils bei den Kollegen. Als erstes wäre natürlich die Position der Lautsprecher Entscheidend, danach würde ich, bei größeren Abständen, eher zum Kondesator greifen, gerne dann Superniere.
Auf ein Rednerpult stelle ich normalerweise Schwanenhälse. Ich bin seit jeher großer Fan der Electro Voice Polarchoice. Aber auch die DPA 4098 sind super.
Falls Headset geht, dann ist das bezüglich Abstand natürlich kompromisslos. Grade bei ungeübten Sprechern meist die beste Wahl.
Von Lavalier würde ich generell eher abraten. Der Abstand ist meist zu groß und der GBF ist viel zu klein.
Ansonsten hilft noch ein Primary Source Enhancer und als absoluten Gamechanger habe ich bei meinen letzten Veranstaltungen das "De-Feedback"-Plugin von Alphalabs erlebt. Damit holt mal locker flockig noch mal 5-8 dB mehr raus bevor es anfängt komisch zu werden.

Edit: Natürlich sollte die richtige Mikrofontechnik das Mittel der Wahl sein aber auch ich kennen leider die ungeübten Sprecher die das auf der Bühne gerne wieder vergessen was man ihnen 5 Minuten zuvor noch erzählt hat. Die haben dann meist ihren Text im Kopf und sind aufgeregt.
 
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  • #13
Am Rednerpult nutze ich ein
*

Klingt wirklich super. Wenn man das Mikro auch mal in der Hand halten soll, ist das Audio Technica AT2010 eine super Empfehlung, das nutze ich da auch gerne. Kann man bei Bedarf auch auf einen Schwanenhals packen: https://www.thomann.de/de/gravity_ma_goose_l.htm* (sieht dann halt nicht ganz so schick aus).

Abgesehen davon zitiere ich mich mal aus einem anderen Thema: https://www.musiker-board.de/threads/wider-besseres-wissen-wie-geht-man-mit-so-etwas-um.767556/page-3#post-9972744

Bei Veranstaltungen mit mehreren Redner:innen - Hochzeiten, Firmenveranstaltungen, Demos.. - gibt es von mir, wenn irgendwie möglich, eine kurze 2-Minuten-Ansprache:
  • In welchem Bereich kann ich mich bewegen und was sind No-Go-Areas?
  • Wie halte ich das Mikro in der Hand? (mit genau dem "An-das-Kinn-pressen"-Tipp)
  • Wie schalte ich das Mikro ein und aus (bei VA ohne technische Betreuung)?
  • Wie funktioniert das Mikrofonstativ? (habe für solche Fälle mittlerweile extra einhandverstellbare Mikrofonstative).
 
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  • #14
Blöd wird es, wenn die Sprecher leiser werden, sobald sie sich verstärkt hören. (Hilfe, man könnte mich ja hören)
Kann man vorher trainieren ("ja, das muss so laut") oder man gibt irgendwann auf.
HIer hilft das beste Mikro nichts.

Bei nur Sprache (bei Musik geht es gar nicht!! ) kann man mit einem kleinen Pitch Shift Feedback vermeiden.

Hab's mal gerade mit dem Pitch Shifter im XR 18 probiert, Insert im Kanal :cool:

Pitch.webp
 
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  • #15
Wenn gemäß Beschreibung eh ganz klassisch ein Mikrofon mit Klammer auf einem Stativ sitzend gefordert ist: Definitiv Audio Technica AT2010. Funktioniert einfach. Ich hab es ehrlich gesagt noch mit keinem anderen erlebt, egal ob Sennheiser e965 oder auch deren vielgepriesene Schwanenhälse (speziell das ME36 kann ich lustigerweise überhaupt nicht ab; wenn unbedingt Schwanenhals, dann lieber ein ME34), dass ich außer dem obligatorischen Hochpass wirklich überhaupt nichts machen muss und die Nummer klingt einfach bereits. Völlig egal welche Stimmlage und ob der das Ding frisst oder gefühlt einen halben Meter weggeht. Wenns genau das jetzt noch als Funk gäbe...
 
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  • #16
Das Problem sitzt/steht vor dem Mikro:

Einfach einbläuen, daß man einen kurzen Weg zur Mikrokapsel haben sollte und in dieselbige in direktem Winkel hineinsprechen möge!

Die paar Sekunden für die Mikroeinweisung sollten doch noch möglich sein...
 
  • #17
Das Problem sitzt/steht vor dem Mikro:

Genau.

Einfach einbläuen, ... Die paar Sekunden für die Mikroeinweisung sollten doch noch möglich sein...

Ich muss an die 100 oder mehr solcher Einweisungen gegeben haben. Resultat: 95% Fehlerquote.

Was funktioniert hat (seitdem über 90% Erfolgsquote), den Rednern zu sagen, dass sie sich das Mikro in die Kuhle am Kinn legen sollen - dann spüren sie, wenn es weg ist, und ich muss nur kurz mit zwei Fingern an mein Kinn tippen, so als wollte ich über einen rauchenden Colt pusten, und schon ist das Mikro wieder in Position.
 
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  • #18
Das bringt so nix.
Allein wenn ich die Quellen lese vermute ich, dass es sich um eine low budget Sache handelt und kein echtes KnowHow da ist.
Also was soll denn abgenommen werden. Rede kann sein in der Kirche in der Schulaula, im Plenarsaal, im Theater oder einer Mehrzweckhalle, drinnen oder draussen. Und was steht auf der anderen Seite, also die andere Seite der Schallwandlung?
 
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  • #19
Das bringt so nix.
Hmm, da kann ich nur zustimmen, aber nicht so wie du dir das denkst.
Das Hauptproblem wurde genannt
Leider habe ich immer wieder das Problem, dass die Redner – trotz entsprechender Hinweise – nicht nah genug an das Mikrofon herangehen.
Dazu wird auch noch kommen, dass besagte Redner wohl auch zu leise bleiben.

Da hilft es genau gar nicht, über den Anwendungsfall, die "andere Seite der Schallwandlung" oder das Budget und das Knowhow viel rum zu diskutieren. Die Signalquelle ist einfach nicht gut genug.
Da muss man ansetzen. Da ist das größte Potential drin, das Problem zu lösen Andere Mikros zu benutzen kann ein klein wenig helfen da ein paar wenige dB mehr Gain before Feedback raus zu kitzeln. Und auch der technisch noch so versierte Bediener wird da extrem viel mehr zustande bringen. Das ist alles Illusion. Die Leute müssen ans Mikro und lauter reden. Sonst wird das alles nichts.
Ok, ich halte auch das AT2010 für sehr geeignet, nicht nur bei Rednern, einfach generell. Man kann auch was mit EQ am Pult (sofern es einen hinreichend guten EQ hat, z.B bei momentan üblichen Digitalpulten) und der Lautsprecheraufstellung machen. Oder man schickt den Redner in den Nebenraum oder noch weiter weg. Das würde auch viel bringen, nur muss dann wer dem Publikum erklären, warum man den Redner gar nicht sehen kann :rofl: Und selbst da wird es schwierig weil der, der das erklärt wird sich wieder nicht ans Mikro trauen, ein Teufelskreis.

also das AT2010 macht ohnehin viel Sinn, gehört meiner Meinung nach in jeden Mikrokoffer rein, aber der Rest sollte mal durch wirklich ernsthafte Ermahnung der Redner gelöst werde. "Wenn du da nicht nah ran gehst, laut und deutlich sprichst, wird dich niemand hören und verstehen!!!! Das ist deine Verantwortung, die Physik kannst du nicht austricksen!!!!!1"
 
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  • #20
"Wenn du da nicht nah ran gehst, laut und deutlich sprichst, wird dich niemand hören und verstehen!!!! Das ist deine Verantwortung, die Physik kannst du nicht austricksen!!!!!1"
"... Wieso, im Fernsehen geht das doch auch immer..." 🙄

Manche Leute kapieren es einfach nicht, oder sind so aufgeregt, dass sie es einfach vergessen. Da hilft auch kein noch so deutlicher Hinweis. Schuld ist immer der Mensch an der Technik,.
 
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