Mikrofongrundausstattung für Homestudio

rusher
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Hi Leute,
ich versuche zur Zeit etwas zu expandieren und möchte mir deshalb ein kleines Arsenal an Mikros zulegen, auch weil es mich immer mehr reizt, Bands und Ensembles aus der Umgebung aufnehmen zu können. Das ganze ist eher als Langzeitinvestition und -planung gedacht, weil mir auch noch einiges an Equipment fehlt. Ohne Grundausstattung geht natürlich aber gar nichts.

Was soll gemacht werden?
Komplette Bandaufnahmen, primär also:
- Gesang (auch Vocal-Ensembles und Chöre)
- Gitarre (elektrisch und akustisch)
- Flügel/Klavier
- Bass
- Drums

sowie sekundär:
- Blasinstrumente (Trompete / Sax)
- Percussion
- eventuell Streicher

Was ist bisher vorhanden?
Studio-Basis
- Absolut ausreichender Rechner + Laptop
- Cubase 5
- RME Fireface
- Rode NT1a
- Neumann KM184 Stereopaar

Amps:
- Axe-FX (Gitarrenmodelling)
- Markbass Little Mark II + Box


Bisherige Planung:
1. Anschaffung eines 8Kanal Mikrofonpreams, weil das Fireface nur 2 Preamps hat. Mikrofone kann man immer irgendwo ausleihen (ich studiere Musik und habe deshalb genügend Musiker um mich, die alle ein bisschen was haben), bei nem Preamp sieht das schwieriger aus. Dafür würde ich aber gerne erst mal am wenigsten ausgeben, auch weil ich außer Drumaufnahmen alles über das Fireface machen kann. Gesucht ist ein zuverlässiger Preamp, der nicht nach einem Jahr auseinanderfällt und das Signal einfach nur laut macht. Hat hier jemand Erfahrungen mit dem SM Pro Audio PR 8 E gemacht?

2. Bassdrum: Ich habe keine Erfahrung mit Bassdrummikros. Häufig wird hier ja das AKG D112 genommen. Ich habe mich 3 Stunden durch Youtubeaufnahmen gewühlt und bin auf das Shure Beta52a und Sennheiser e902 gestoßen, die einen superguten Eindruck auf mich machen. Alle drei sollten sich ja auch gut vor einem Bassamp machen, um zusätzlich zum DI-Signal noch etwas Amp-Klang einfangen zu können.

3. Snaremikro: Ich denke, ein SM58 ist da immer eine gute Wahl. Bis auf den Korb ist das ja quasi baugleich mit dem SM57, ich kann es aber zusätzlich noch als Live-mik für Gesang einsetzen. Damit wären schon mal einfache Drumaufnahmen möglich (Kick, Snare (evtl zusätzlich mit dem Rode NT1a von unten), 2x OH (KM184). Außerdem taugt das SM58 dann für einen Gitarrenamp bei Recordings für andere Bands (ich habe ja mein Axe-FX).
Hat jemand Erfahrung mit dem Sennheiser e905. Auch das scheint mir einen guten Job zu machen! Wie verhält sich das am Gitarrenamp?

4. Hi-Hat: da habe ich leider keine Ahnung. Ein Kondensator wäre vermutlich nicht schlecht. Im "Drum Recording Handbook" wird ein Neumann KM84, Shure KSM137 / 141, Shure SM81 oder AKG 451 empfohlen und in der niedrigeren Preisklasse das MXL 2003. Wie schaut es mit einem Stereoset Rode NT5 oder Oktava MK12 aus (gerade mit den wechselbaren Kapseln wäre man ja ultraflexibel)? Da könnte man auch eines für den Snareteppich verwenden, oder? Hat damit jemand Erfahrungen gemacht?

5. Gitarre: Neben dem SM58 kann ich mir das tbone RB500 sehr gut vor einem Amp vorstellen (Auch wenn ich damit in der Hochschule bisher nur Erfahrungen als Posaunenmik machen konnte. Der Klang war sehr entzückend). Vor der Akustikgitarre machen die KM184 ja einen ausgezeichneten Job.

6. Danach dann alles andere. Also Tom-Mikros, evtl. weitere dynamische Mikrofone für Gitarrenamps und irgendwann natürlich auch noch ein besseres Vocalmikrofon (für die genannten Vocal-Ensembles kann ich auch Mikrofone aus dem Studio leihen, sowie Bläsermikros. Außerdem wäre das dann die größte Anschaffung. Steht also auch am Schluss, zumindest solange ich noch keinen großen Gewinn daraus ziehe).


In der Reihenfolge macht das für mich am meisten Sinn, zumal ich an Tommikrofone übergangsweise über Kollegen auch ganz gut herankomme. Ich brauche also nicht alles sofort, will aber mit der Zeit unabhängig sein von meinen Kollegen.

Über neue Mikro und Preamp- Vorschläge oder Hinweise zu den genannten wäre ich sehr dankbar. Ein Budget existiert nicht. Ich werde sparen, bis ich mir die Sachen leisten kann. Dennoch geht es mir wie gesagt erst mal um die Grundausstattung. Da gibt es ja genügend Mikrofone, die sich als Standard durchgesetzt haben und nicht die Welt kosten. Speziellere Geschichten, die auch mehr Geld kosten stehen natürlich am Schluss an.

Am besten schreibt ihr immer in den Titel eures Posts, um welche Art von Mikrofon es sich handelt, dann bleibt der Thread übersichtlich.
 
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Hallo!

Ich beziehe mich nun erstmal auf deine Prioritätenliste bzw. zur Auswahl der Mikros im allg.!

1. Für Gesang empfiehlt sich ein Großmembraner, also ein Kondensatormikrofon. Da hast du das NT1A. Denke ich ein Standart und auch daher gute Wahl. Vocals: Done.
2. Für Akkustische Gitarre würde ich ein Kleinmembraner nehmen. Dein Neumann-Paar ist vermutlich okay hierfür.
3. Für E-Gitarrenabnahme benötigst du am besten eine DI-Box, um sowohl Amp-Signal, als auch "pre-amp"-Signal (ich meine damit ein Gitarrensignal, welches noch VOR dem Amp ist xD) aufzunehmen. Zusätzlich Dann ein dyn. Mikrofon. Das SM58 ist bestimmt keine schlechte Wahl. Doch, da du bereits die Vocals mit dem Großmembraner abgedeckt hast, kjannst du denke ich auch zur Instrumentenausführung greifen: SM57. Als Alternative möchte ich dir noch das Beyer TGx 47 (wie Sm57) oder sonst das TGx 48/58 (wie SM58, ohne und mit Schalter) vorschlagen. Auf jedenfall mal antesten. Es gibt wohl Menschen, die die TGxe (Plural?) den SM57ern vorziehen. Zusätzlich kann man im Raum ein zweites mic aufstellen (bin noch bei Gitarre). Dann allerdings ein Kondensator. Davon hast du ja bereits ein Großes und zwei kleine.
4. Bass: Jo, über DI-Box, über'n Line-Out des Amps und sonst noch mit einem dyn. Mic, welches z.b. gleichzeitig dein Kickdrum-Mikro ist. Schriebst du ja schon.

5. Drums:
GANZ wichtig: Overheads. Zwei kleinkondensator-Mikros. Hast du aber ja.
Dann Kickdrum: Du hast ein paar Mikros vorgeschlagen. Okay, wunderbar, davon musst du wohl tatsächlich eins kaufen. Würde am besten mal in den Laden gehen und ausprobieren. Dabeiauch mal vor einem Bass-Amp ausprobieren, wenn du ein Mikro mit "doppeltem Einsatz" wünschst.
Dann die Snare: Warum nicht das gleiche Mikro, wie bei der E-Gitarre. SM58/57 oder eines der vorgeschl. Beyerdynamiken.
Snare-Bot: Joa, hier scheiden sich glaube ich die Geister. Manche leute bevorzugen Kondensator-Mikros, andere Dynamische. Das Großmembraner scheint mir gerade das einzig "noch freie" zu sein,. ich würde es hier aber nicht verwenden. also das Snare-Bot-Mikro muss gekauft werden.
Hihat / Ride wird typischerweise auch mit einem Kleinkondenesatormic abgenommen. Aber gar nicht so laut dem Mix beigefügt wenn ich da richtig informiert bin. Hihat hat man nämlich auch zu Hauf auf den Overheads drauf. Du müsstest dir also ein weiters Kleinkondensator-Mic kaufen. MK12 ist definitiv kein untypisches Mikro - und die verschiedenen Kapseln lassen dieses Mikro auch flexibel für andere 'Anwendugen' sein. Aber ist denke ich kein Muss, das hihat-mikro. Eher hinten auf der Prioritäten-Liste.
Später kann man auch noch die Toms einzeln mit Mikros bestücken - je nach Musikstil.


Also, ich fasse zusammen. Summa Summarum:
-ein dynamisches Mikro a la TGx und SM57
-ein Bassdrum-Mikro
-ein Snare-Bot-Mikro
-evtl ein Hihat-Mikro.

und ganz wichtig: DI-Box!


Hoffe, ch konnte etwas "aufräumen".
Grüße,
LUKN-134
-
 
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Deine KM-184 sind super für alles Mögliche. Gute Wahl! Ob Overheads oder A-Gitarre etc. Das NT-1a ist auch eine tolle Ergänzung und für Gesang schon ganz gut. Was Dir hauptsächlich fehlt ist die Abteilung dynamischer Mikrofone und Preamps. Viele gute Preamps haben einen DI Eingang und man braucht dann keine extra DI-Box mehr.

Ein SM-57 gehört eigentlich in jede Grundausstattung. Und ein Mikro, mit dem man von der Bassdrum über Toms, Amps, Bläser unheimlich viel machen kann, ist das MD421.

Es gibt Leute, die meinen Preamps wären nicht so wichtig, aber ich finde schon ziemliche Unterschiede und nicht umsonst geben Leute auch mal über 1000.- pro Kanal für einen guten Preamp aus. Deshalb würde ich von einem billigen 8-fach Pre eher abraten.
Die Preamps im Fireface sind nicht schlecht, aber eher gute Mittelklasse (ich hab FF800). Wenn Du das ernster betreiben willst, würde ich in mind. einen richtig guten Preamp investieren. Welcher ist wiedermal Geschmackssache. Für die restlichen Kanäle würde ich eher ein kleines Mischpult wie Mackie 1402 hernehmen. Das leistet Dir auch gute Dienste als Monitor-Controller bei der Aufnahme.
 
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2. Für Akkustische Gitarre würde ich ein Kleinmembraner nehmen. Dein Neumann-Paar ist vermutlich okay hierfür.
Meine Custommade Western klingt ganz vorzüglich darüber

3. Für E-Gitarrenabnahme benötigst du am besten eine DI-Box, um sowohl Amp-Signal, als auch "pre-amp"-Signal (ich meine damit ein Gitarrensignal, welches noch VOR dem Amp ist xD) aufzunehmen. Zusätzlich Dann ein dyn. Mikrofon. Das SM58 ist bestimmt keine schlechte Wahl. Doch, da du bereits die Vocals mit dem Großmembraner abgedeckt hast, kjannst du denke ich auch zur Instrumentenausführung greifen: SM57. Als Alternative möchte ich dir noch das Beyer TGx 47 (wie Sm57) oder sonst das TGx 48/58 (wie SM58, ohne und mit Schalter) vorschlagen. Auf jedenfall mal antesten. Es gibt wohl Menschen, die die TGxe (Plural?) den SM57ern vorziehen. Zusätzlich kann man im Raum ein zweites mic aufstellen (bin noch bei Gitarre). Dann allerdings ein Kondensator. Davon hast du ja bereits ein Großes und zwei kleine.
DI-Box steht natürlich an, habe ich in der Aufzählung vergessen. Von der Beyer-Alternative habe ich gehört, muss ich mal ausprobieren, wobei wie gesagt ein SM57 in die Standardausstattung einfach gehört. Das SM58 deswegen, weils nur 20€ mehr kostet, denselben Job liefert und zusätzlich LIVE als Gesangsmikro eingesetzt werden kann. Da bleibe ich flexibel für einen überschaubaren Mehrpreis.


Dann Kickdrum: Du hast ein paar Mikros vorgeschlagen. Okay, wunderbar, davon musst du wohl tatsächlich eins kaufen. Würde am besten mal in den Laden gehen und ausprobieren. Dabeiauch mal vor einem Bass-Amp ausprobieren, wenn du ein Mikro mit "doppeltem Einsatz" wünschst.
Doppelten Einsatz wünsche ich nur ohne Kompromisse. Ich will ein gutes Kickdrummikro und wenn das vor nem Bassamp auch noch gut klingt, ists super, sonst kommt irgendwann später ein zweites dazu.

Hihat / Ride wird typischerweise auch mit einem Kleinkondenesatormic abgenommen. ... MK12 ist definitiv kein untypisches Mikro - und die verschiedenen Kapseln lassen dieses Mikro auch flexibel für andere 'Anwendugen' sein. Aber ist denke ich kein Muss, das hihat-mikro. Eher hinten auf der Prioritäten-Liste.
Später kann man auch noch die Toms einzeln mit Mikros bestücken - je nach Musikstil.
HiHat-mikro finde ich schon sehr wichtig. Außerdem würden die MK12 wie gesagt auch gute Raummikros abgeben. Vor einem Kontrabass machen die sich übrigens auch verdammt gut.
Danke für deine Hilfe !

Ein SM-57 gehört eigentlich in jede Grundausstattung. Und ein Mikro, mit dem man von der Bassdrum über Toms, Amps, Bläser unheimlich viel machen kann, ist das MD421.
Von dem MD421 habe ich auch schon einiges gehört. Klar darf man den Soundbeispielen im Internet nicht groß trauen, aber so für die Snare oder Amps gefällt mir eigentlich das SM57 besser. Aber hängt das natürlich auch von der Situation und den Instrumenten ab. Das genannte tbone RB500 Bändchenmikro macht aber wie gesagt (zumindest vor Posaunen) auch einen super Job. Ich denke, das werde ich mir auch zulegen, kostet ja nicht die Welt.

Es gibt Leute, die meinen Preamps wären nicht so wichtig, aber ich finde schon ziemliche Unterschiede und nicht umsonst geben Leute auch mal über 1000.- pro Kanal für einen guten Preamp aus. Deshalb würde ich von einem billigen 8-fach Pre eher abraten.
Die Preamps im Fireface sind nicht schlecht, aber eher gute Mittelklasse (ich hab FF800). Wenn Du das ernster betreiben willst, würde ich in mind. einen richtig guten Preamp investieren. Welcher ist wiedermal Geschmackssache. Für die restlichen Kanäle würde ich eher ein kleines Mischpult wie Mackie 1402 hernehmen. Das leistet Dir auch gute Dienste als Monitor-Controller bei der Aufnahme.
Ich fühle mich selbst nicht so 100% wohl bei dem Billigpreamp, allerdings kommt das Teil bis auf absehbare Zeit vermutlich nur sehr spärlich zum Einsatz (eben nur bei Drums, für alles andere reichen gewöhnlich die zwei Preamps im FireFace. Einen guten Preamp für Gesang und so brauche ich natürlich auch noch, aber das steht ganz am Schluss auf der Liste. Da machen alle anderen Glieder in der Kette nen größeren Unterschied. Das mit dem Pult muss ich noch mal überdenken. Ein 19" Preamp passt halt gut ins Rack, Monitorcontrol kann ich per TotalMix softwareseitig lösen, das geht beim Fireface ja einwandfrei. Gibt es denn andere empfehlenswerte 8Kanal Preamps so im Preisbereich bis 400 oder 500?
 
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Bei dem Preamp wäre es super, wenn der nen Adat Ausgang hätte. Ich habe gerade festgestellt, dass das Fireface ja nur 6 LineIns hat (+ 8 Adateingänge). Es würde also ein 6Kanalpreamp genügen. Besser allerdings wäre natürlich die Alternative mit 8 Kanälen und Adat Ausgang, dass ich 10 Mikrofonvorverstärker Nutzen kann. Der genannte SM Pro Audio würde damit dann aus der Liste rausfallen.
Hat jemand Erfahrungen mit diesen Preamps:
https://www.thomann.de/de/focusrite_octopre_mkii.htm
https://www.thomann.de/de/presonus_digimax_d8.htm
https://www.thomann.de/de/presonus_digimax_fs.htm (schön, dass die Eingänge alle vorne liegen. Im mobilen Einsatz im Rack verschraubt ist das angenehmer)
 
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So, ich habe mich mit dem Billigpreampgedanken abgefunden. Der günstigste wäre der Digimax D8 für 333. Allerdings habe ich ein super Angebot gefunden über einen Audient ASP008 mit Adat und AES, das ich nicht ablehnen konnte. Ich denke, die Kiste sollte taugen. Zumindest sagen Testberichte im Internet das. Außerdem habe ich mich nach intensiver Auseinandersetzung (gestern 10 Stunden im Netz verbracht) als Bassdrummikrofon das Shure Beta 52a bestellt, das SM58 wie angekündigt als Snare- und Gitarrenamp-Mikro. Dabei bleibt es erst mal. Mein Rode NT1a muss übergangsweise als HiHatmikro herhalten.

Mit dem Kram werde ich mich in diversen Proberäumen einschließen und ausprobieren. Wenn jemand von euch noch Vorschläge zu HiHat / Tom / Snare Bottom / Bläser-mikros hat, kann er die gerne posten.
 
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Schau dir mal dass hier an wenns günstiger sein darf:
https://www.thomann.de/de/focusrite_octopre_le.htm

ich hab zufälligerweise ein ähnliches setting wie du und werde mir auch für drum recording einen solchen adat preamp zulegen müssen, da ist die wahl auf den focusrite octopre le gefallen, da er laut den bewertungen ein gutes preisleistungsverhältnis bietet (jedoch vorsicht bei der vorverstärkung, diese scheint manchmal schon bei 0 Gain ein Pad vorher haben zu müssen, sonst gibts Peak)

und mal ehrlich wie oft wirst du den einsetzen ?
das ganze muss ja rentabel sein, bei mir spielt vll. jede 3te band die drums über ein echtes A-drum ab und nicht meine E-drum eigenkonstruktion (auch wenns besser klingen würde)
deshalb darfs bei mir relativ günstig sein...

außerdem ist da die frage nach qualität an anderen stellen viel wichtiger, akustik, können des drummers (hab da fast ausschließlich schlechte erfahrungen gemacht... )
und schließlich das instrument und die mikrofonierung an sich, da klingt ne 1cm verschiebung des mics deutlich mehr als die eines Preamps /AD-wandlers...
 
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Schau dir mal dass hier an wenns günstiger sein darf:
https://www.thomann.de/de/focusrite_octopre_le.htm
ich hab zufälligerweise ein ähnliches setting wie du und werde mir auch für drum recording einen solchen adat preamp zulegen müssen, da ist die wahl auf den focusrite octopre le gefallen, da er laut den bewertungen ein gutes preisleistungsverhältnis bietet (jedoch vorsicht bei der vorverstärkung, diese scheint manchmal schon bei 0 Gain ein Pad vorher haben zu müssen, sonst gibts Peak)
Das war für mich das Kriterium, den nicht zu kaufen, weil er primär für Schlagzeug eingesetzt wird.

und mal ehrlich wie oft wirst du den einsetzen ?
das ganze muss ja rentabel sein, bei mir spielt vll. jede 3te band die drums über ein echtes A-drum ab und nicht meine E-drum eigenkonstruktion (auch wenns besser klingen würde)
deshalb darfs bei mir relativ günstig sein...
Ist mir klar, dass an andere Qualitätsmerkmale die Aufnahme deutlich stärker beeinflussen. Allerdings habe ich auf die beim mobilen Recording keinen oder kaum Einfluss. Ich gehe davon aus, dass der PreAmp recht häufig zum Einsatz kommen wird, weil es hier neben einigen Gesangsensembles auch Jazzcombos gibt, die verständlicherweise gerne zusammen und nicht nacheinander spielen wollen. Außerdem kaufe ich ungerne Zwischenlösungen. Bei der Kiste kann ich mir relativ sicher sein, dass die einige Zeit hier bleiben wird.
 
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Ist mir klar, dass an andere Qualitätsmerkmale die Aufnahme deutlich stärker beeinflussen. Allerdings habe ich auf die beim mobilen Recording keinen oder kaum Einfluss. Ich gehe davon aus, dass der PreAmp recht häufig zum Einsatz kommen wird, weil es hier neben einigen Gesangsensembles auch Jazzcombos gibt, die verständlicherweise gerne zusammen und nicht nacheinander spielen wollen. Außerdem kaufe ich ungerne Zwischenlösungen. Bei der Kiste kann ich mir relativ sicher sein, dass die einige Zeit hier bleiben wird.

Na dann isses der falsche für deinen zweck :)
du könntest aber mal in der bucht schaun, dort habe ich z.b. erst vor kuzem einen Focusrite Platinum Adat Preamp gesehn für ca. 400€ aber leider war der für meine zwecke zu überdimensioniert...
 
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Hat sich jetzt alles geklärt. Das Audient-Angebot erwies sich leider als Fehler. Dafür habe ich beim Musikgeschäft meines Vertrauens ein vernünftiges Angebot für das RME Octamic II bekommen und mit einem wehmütigen Blick in den Geldbeutel bestellt. Ich hatte mir irgendwann mal geschworen keinen Billigmist mehr zu kaufen, weil ich gerade im Bereich der Interface schlechte Erfahrungen gemacht habe. Das Vorhaben will ich jetzt nicht über den Haufen werden. Ich denke der Octamic und mein Fireface werden sich hervorragend ergänzen. Alles weitere folgt.

Wie gesagt, Vorschläge für Tom / HiHat / Snare Bottom / Bläser-Mikros sind gerne gesehen!
 
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Alles Geschmackssache. Ich mag:

Toms und Bläser: MD421, MD441, RE20
Hihat: C451
Snare Bottom: ?, da würde ich mal ein M201 probieren
 
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Ich war gestern mit nem Tontechnikinteressierten Schlagzeug-Kommilitonen in der Hochschule und hab ihn ein bisschen trommeln lassen und dabei Mikros geschoben. Das Ergebnis wollte ich euch nicht vorenthalten. Wir haben ca 5 Stunden verschiedenes ausprobiert und anschließend ein paar Takes aufgenommen.
Leider waren die Bedingungen nicht ganz optimal:
Wir hatten ein Mikrostativ zu wenig, und mussten deshalb bei der HiHat improvisieren, siehe Fotos (hat mich selbst gewundert, dass das gehalten hat). Die Bassdrum hatte kein Loch, musste folglich von außen mikrofoniert werden. Wir könnten während der Aufnahme leider auch nur über eine Stereoanlage in dem Proberaum abhören.

Das Setup:
- Kick: Shure Beta 52a
- Snare: Shure SM58
- HiHat: Rode NT1a
- OHs: 2x Neumann KM184

Alle Mikros wurden über den RME Octamic II aufgenommen.

Zur Aufnahme gehts hier


Die Aufnahme ist bis auf Panning, Lautstärkeanpassung und einen LowCut bei ca 150 Hz auf der HiHat unbearbeitet. Außerdem wurde bei der Aufnahme der RME Octamic II eigene Lowcut (80 Hz) für die Snare und HiHat zugeschaltet. Ich habe zwar einen Maximizer auf die Stereosumme gelegt, aber nur um die Lautstärke zu erhöhen, komprimieren tut der nicht.

Ich finde den Bassdrumsound super, dafür dass die Bassdrum wie gesagt von außen Mikrofoniert wurde und noch dazu so klein war (siehe Fotos). Es ist allerdings eine Raummode oder eine Eigenfrequenz bei ca. 109 Hz zu hören. Die Snare gefällt mir mega gut, klingt schön ausgewogen. Allerdings steht der nächste Kauf fest: Ein HiHatmikro. Das Rode klingt wirklich beschissen in Verbindung mit HiHat, was vermutlich auch an unserer Konstruktion lag, wir konnten das Mikro nicht wirklich genau justieren. Allerdings ist das Crash-Becken über der HiHat tierisch (!) laut über das Rode zu hören (habe das Rode in dem File nur leise zu den OHs dazugemischt). Die Overheads haben wie erwartet auch einen sehr sehr feinen Job erledigt. Allerdings hört man das Stickgeräusch der HiHat zu stark, ich hätte die Mikros beim nächsten mal also etwas anders platziert. Das Ride klingt auch nicht so super, was aber auch an dem Ride liegt, das einfach nicht zu dem Set passt (ist eben ein Jazzbeckensatz der Hochschule). Das ist aber hauptsächlich auf den anderen Aufnahmen zu hören.

Ich freue mich über Kommentare.

PS: Das Olympus LS-11 Aufnahmegerät ist nicht in dem File zu hören, ich wollte nur mal sehen, wie das dann darüber klingt, habs aber noch nicht ausgewertet.
 

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Hey! Danke für den Post :) Find ich immer toll wenn vom Fragesteller was zurück kommt :great:

Klingt wirklich nicht schlecht! An der hihat mangelts wirklich noch ein bisschen - aber das war dir ja sicher klar, dass mit dem Rode da nichts bombiges rauskommt. Die Bassdrum klingt mir zu lange nach - ist wahrscheinlich die von dir genannte Eigenfrequenz.

Bin grad wieder mal überrascht mit wie wenig Geld (bis auf die OH's) man ne gute Drumaufnahme hinbringt ;)
 
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Hey! Danke für den Post :) Find ich immer toll wenn vom Fragesteller was zurück kommt :great:

Klingt wirklich nicht schlecht! An der hihat mangelts wirklich noch ein bisschen - aber das war dir ja sicher klar, dass mit dem Rode da nichts bombiges rauskommt. Die Bassdrum klingt mir zu lange nach - ist wahrscheinlich die von dir genannte Eigenfrequenz.

Bin grad wieder mal überrascht mit wie wenig Geld (bis auf die OH's) man ne gute Drumaufnahme hinbringt ;)

Die Mikrofonierung war tatsächlich nicht zu teuer, aber das ist ja bei weitem nicht der ganze Kuchen ;) Ich werde das auf jeden Fall noch häufiger versuchen. Bei einer Bassdrum mit Loch wird man in dem Stil sicherlich bessere Ergebnisse bekommen. Für Jazzaufnahmen sollte das allerdings wunderbar taugen so. Nach nem HiHatmikro werde ich mich wie gesagt als nächstes Umsehen, ich wollte es nur erst mal so versuchen.
 
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Probieren ist sowieso immer gut. Nach Erfahrungen ergänzen macht mehr Sinn als einfach blind Sachen zu kaufen.

Im übrigen hast du ja auch ausser Low Cut noch nichts daran bearbeitet. Da kannst du auch nochmal ziemlich viel rausholen!

Bin gespannt auf Weiteres :great:
 
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Probieren ist sowieso immer gut. Nach Erfahrungen ergänzen macht mehr Sinn als einfach blind Sachen zu kaufen.

Im übrigen hast du ja auch ausser Low Cut noch nichts daran bearbeitet. Da kannst du auch nochmal ziemlich viel rausholen!

Bin gespannt auf Weiteres :great:

Ja, das ist mir klar. Ich wollte nur erst einmal ein unverfälschtes Ergebnis zeigen. Aber weil du es gerade ansprichst, hier gehts zur gemischten Version. Ich habe mich nur ein paar Minuten dafür hingesetzt. Ich habe die Resonanz in der Bassdrum beseitigt, die Snarespur kopiert, um sie einmal separat für den Teppich bearbeiten und zumischen zu können. ein bisschen EQ auf BD, Snare, Hihat, ein bisschen Kompression und etwas Hall dazu, das wars.
 
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Ich wollte damit auch nicht sagen dass du das irgendwie vergessen hast.

Klingt gut! (kommt dann natürlich auf den gesamten Song an). Die Bassdrum klingt aber irgendwie komisch :gruebel: Fast schon künstlich. Sie hat irgendwie niciht wirklich Attack aber trotzdem so ein Tonähnliches schwingen...
 
rusher
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Jo, das Mikro steht eben am Resonanzfell, die Bassdrum hat einen ziemlichen Eigenton und die Fußmaschine ist laut Drummer eben auch auf Jazz getrimmt, dass eben ein möglichst runder Ton rauskommt. Ich finde sie trotzdem ganz ansprechend.
 
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An der hihat mangelts wirklich noch ein bisschen - aber das war dir ja sicher klar, dass mit dem Rode da nichts bombiges rauskommt.
Sorry, aber wenn das NT1 dort nicht gut klingt, wirds auch kein anderes -wenig färbendes- Mic dort an dieser Position tun.
Bitte nie vergessen, die Position ist immer wichtiger als das Mic selbst.
Gerade bei der HH sind die Unterschiede echt nicht gering.
Ich bezweifle mal, das ihr mit dieses Ständerkonstruktion viel an positionen ausprobieren habt können.

Allgemein zum Thema HH-mic:
Ich bin eher ein "Gegner" von HH mics. Aus 3 Gründen:
- Es gibt immer übersprechen zwischen HH und Snare, das bekommt man mit einem HH mic nicht besser in den Griff, eher häufen sich die Probleme.
- Die HH wird von sehr vielen Drummern so und so ziemlich verdroschen (klarerweise nicht allen), aber bis jetzt waren bei mir die OH immer vollkommen ausreichend
- Wenn man HH und Snare nicht sauber getrennt bekommt (was mit reinen Nieren Mics so gut wie unmöglich ist), macht dir das HH mic das Panorama kaputt.
Hinstellen kannst du das Mic auf alle Fälle, mach ich idR auch, aber wirklich verwenden... :redface:

Zum Thema BD:
Von außen klingt die BD soch sehr verschieden als von innen. Der Naturklang ändert sich ja auch ziemilch.
In diesem Bsp: hört man (vermutlich eben wegen dieser geschlossenen Art) dass die BD komisch "nachflattert".
Vom Frequenzgang ist alles okay, aber präziese und klar ist sie halt nicht.

OH:
Egal was wie du die Mics aufstellst, aber es empfiehlt sich darauf zu achen, dass die Snare und die DB schon auf den OH in der Mitte des Panoramas klingen.
Wenn dem nicht so ist, kann das später mein Mischen störend sein..

Wegen dieser OH und HH - panorama Geschichte rutscht übrigens auch dein gesammtes Ergebniss nach Rechts.

EDIT weil ichs gerade gelesen hab:
die Snarespur kopiert, um sie einmal separat für den Teppich bearbeiten und zumischen zu können.
Hä? warum kopiert man spuren?
Entweder du kriegst den Sound aus einer Spur raus, oder garnicht. Spuren kopieren lässt nur alles unübersichtlicher werden..
Aber wenns einem Ergebnis zuträglich ist, naja. Ich wollte nur drauf hinweisen, dass es vermutlich eine Augenauswischerei ist.

Lg Jakob
 
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rusher
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Danke für deine Einschätzung, Jakob. Mit der Ständerkonstruktion konnten wir wirklich sogut wie nichts ausprobieren, den Stuhl etwas vor und zurückschieben war im Prinzip alles (wobei sich dadurch sowohl der "abgenommene Bereich" als auch die Entfernung zur HiHat änderte. Ich muss demnächst noch mal eine Bestellung tätigen und noch ein Mikrofonstativ mitbestellen, dann probier ich das noch mal aus.

Zu deinen Punkten:
- Übersprechen gab es zwischen dem Crash und der HiHat viel mehr, als zw. Snare und HiHat. Ich muss mal sehen, ob man das in den Griff bekommen kann beim Recorden.
- Laut genug ist die Hihat meistens auch über die OHs, das stimmt schon. Allerdings kann man meiner Meinung nach durch das Extramikro noch eine andere Farbe in den Klang bringen. Die HiHat ist neben der Snare immerhin das wichtigste Instrument am Schlagzeug.
- Bei dem Panoramapunkt stimme ich dir zu, das ist schwierig unter einen Hut zu kriegen.

Thema Bassdrum:
Wir wollten eigentlich auch noch mal versuchen, die Bassdrum am Schlagfell abzunehmen und das Mikro dann entweder auf der Fußmaschinenseite zu positionieren, oder das Resonanzfell abzuschrauben, haben das aber aus Zeitgründen nicht mehr geschafft. Das sollte zu wesentlich präziseren Ergebnissen führen. Vielleicht nehmen wir beim nächsten mal noch ein paar Jazzrhythmen auf und versuchen dann auch mit weitern verschiedenen Positionen zu experimentieren.

Thema Snarespur:
Da hast du sicherlich recht, ich hätte das bestimmt auch mit einer Spur und EQ hinbekommen.

War mein erstes Drumrecording. Ich dachte, dass ich nach dem Verschlingen einiger hundert oder tausend Seiten mal ans ausprobieren gehe. Auf die mittige Platzierung von Bassdrum und Snare über die OHs habe ich tatsächlich vergessen zu achten. Hätte ich meinen Kopfhörer nicht vergessen, wäre mir das sicherlich aufgefallen. Naja, beim nächsten mal dann. Danke für den Hinweis!
 

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