Mit welcher Gitarre in meiner neuen Band (Hochzeit, Party u.ä.) und warum ?

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mr.coleslaw
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HSS Strat, da hast du alle sounds die du bei solchen Anlässen benötigts. Im Gegensatz zu der Annahme vieler Gitarristen das sie der wichtigste und damit dominierende Teil einer Combo sind (mag ja bei Rock, Blues Crunch und Metal zutreffen) ist bei einer Hochzeitscombo eher die Gitarre als Hintergrund und Rhythmusinstrument gefragt. Hierzu eignet sich eine Strat sehr gut. Sollte mal ein Gitarrensolo vonnöten sein kannst du problemlos mit dem Umschalten auf den Steghumbucker deiner Stimme mehr Gewicht geben.
 
audioslave
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@PapaFleischi

Na da bin ich auf jeden Fall an Berichten interessiert, es ist ja nicht so dass das Thema grundsätzlich unspannend wär.
Da ich mir dich nur aufgrund deiner Posts in diesem Forum vorstellen kann hätte ich vermutet, dass du zum Einen weißt was mit Amp und Gitarre gehen (im Bandgefüge) und zum Anderen hätte ich eigentlich darauf spekuliert, dass du zur ersten Zusammenkunft mit neuen Kollegen direkt eher ne Gitarre mehr mitnimmst. Ich selber hätte sofort drei unterschiedliche Gitarren eingepackt um rumprobieren zu können. :)
Das war mein Ansatz diese Herangehensweise etwas spitz zu hinterfragen. Ich selber habe in Bands gespielt, jedoch noch nicht in einer Hochzeitscombo mit x Auftritten im Jahr, trotzdem habe ich hier noch nichts gelesen was ich nicht von ganz allein ausprobiert hätte. Ehrm, und nein, ich glaube keineswegs ein herausragendes Talent in all den zusammenhängenden Themenkomplexen zu sein ;) Aber ich weiß wann ich am Amp was regeln muss und wann es doch besser im soundcraft passieren sollte wenn situationsbedingt gerade mal der Mix schief klingt. Tonal passe ich mit meiner MiM an der bridge zu nicht sehr vielen anderen Gitarren bei uns im Proberaum. Kann ich fies zurechtbiegen, aber der Griff zur anderen Gitarre ist sehr viel einfacher.
Hätte die nen geilen HB, puh, dann würde ich die sehr, sehr viel mehr spielen. Kommt noch. :D
 
PapaFleischi
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@audioslave :
Natürlich hätte ich das machen können und mehrere Gitarren mitnehmen können, aber da hätte ich mich nicht wohlgefühlt weil ich es selbst nicht leiden kann wenn jemand ankommt und mir sofort zeigen muss was er denn alles so hat.... :)

Aber du hast natürlich dahingehend recht, das man am ausprobieren nie vorbeikommt.

Ich finde es aber sehr toll, dass soviele ihre Meinung zu dem Thema äußern und doch eine interessante Diskussion entstanden ist.

Eine weitere Frage habe ich noch, da wir ja ohne Keyboard spielen, wäre es da nicht interessant hier die Melodie der Songs mit der E-Gitarre mitzuspielen und so den Gesang zu unterstützen?
Oder ist das eher den Songs (überwiegend Tanzmukke) nicht dienlich?
Was meint ihr?
 
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Tiefschwarz
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Die Songs sollten schon relativ original widergegeben werden, damit die Feiernden sie sofort erkennen und dazu tanzen. Es geht nicht darum, eine eigene Note reinzubringen oder besonders originell zu spielen. Auch nicht, dass ein Musiker besonders in den Vordergrund tritt. Im Zweifel lieber einen zusätzlichen Sänger oder Sängerin engagieren oder eben einen Keyboarder oder zu Backingtracks spielen.
 
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Markusaldrich
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Hochzeit/Partyband ohne Keyboard? Das ist eher selten anzutreffen. Gerade bei Tanzmukke ist das doch das tragende Instrument.
 
BeWo
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Natürlich hätte ich das machen können und mehrere Gitarren mitnehmen können, aber da hätte ich mich nicht wohlgefühlt weil ich es selbst nicht leiden kann wenn jemand ankommt und mir sofort zeigen muss was er denn alles so hat.... :)
Einfach die anderen Gitarren im Auto lassen und nur holen wenns nicht passt?
Man darf immer Ersatz dabei haben. Ich hätte jetzt auch keinen Bock auf eine Probe zu verzichten weil einer kein Ersatzkabel hat oder 10 Minuten warten wegen Saitenwechsel oder sowas ...

Eine weitere Frage habe ich noch, da wir ja ohne Keyboard spielen, wäre es da nicht interessant hier die Melodie der Songs mit der E-Gitarre mitzuspielen und so den Gesang zu unterstützen?
Es gibt einige wenige Songs wo das so ist, aber in der Regel pflasterst du alles zu. Die besten Musiker sind in meinen Augen die, die sich zurücknehmen können und auch einfach mal nicht spielen um dem Gesang Raum zu geben. Ich würde wenn dann ganz klassisch einer tragend die Akkorde, der andere ausschmücken. Oder der eine spielt Akkorde und der andere Rifft dazu (so haben wir Pop Songs ange´metal´t) wir hatten sogar ein paar Udo Jürgens Songs die wir eingebaut haben wenn ein paar reifere Semester da waren.

Ich würde einfach mal den ein oder anderen Pop Song nach Live Performance Tuben. Viele von denen spielen Live ganz normal mit Band und da hörst auch wie die das machen.
 
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weil ich es selbst nicht leiden kann wenn jemand ankommt und mir sofort zeigen muss was er denn alles so hat.... :)
Du hast zu wenige Gitarren. Wenn du 30 besitzt sind selbst drei davon auch noch sehr wenig und die Entscheidung, welche mitkommen ist hart. ;)
Und ich hatte schon Gigs auf die ich mit fünf ankam und nichts davon war wirklich überflüssig. :D
 
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PapaFleischi
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Du hast zu wenige Gitarren. ...

Das ist ein interessanter Punkt ! :D:D:D
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Welchen Songs wäre das denn überhaupt dienlich?

z. B. "Himbeereis zum Frühstück" oder "Rote Lippen soll man küssen". Da könnte ich mir schon vorstellen dass man da die Melodie mitspielt.
Natürlich nicht in Solo-Lautstärke aber die Melodie mit im "Mix" zu hören könnte ich mir da gut vorstellen....
 
Fenderman64
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Hochzeit/Partyband ohne Keyboard? Das ist eher selten anzutreffen. Gerade bei Tanzmukke ist das doch das tragende Instrument.

Das sehe ich auch so!!

Wie weiter oben schon geschreiben wurde. Die einzelnen Instrumentalisten spielen bei der Art von Musik nicht so eine große Rolle. Aber der Gesang!!
Habe die Erfahrung gemacht, dass ein wirklich super gespieltes Solo auf eine Hochzeit keinen vom Stuhl reißt, aber ein schöner 2-3 stimmiger Gesang!!
Daher einen Keyborder suchen und am mehrstimmigen Gesang arbeiten!!
 
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Natürlich hätte ich das machen können und mehrere Gitarren mitnehmen können, aber da hätte ich mich nicht wohlgefühlt weil ich es selbst nicht leiden kann wenn jemand ankommt und mir sofort zeigen muss was er denn alles so hat....

Also das halte ich mit Verlaub nicht nur für übertriebene Bescheidenheit, sondern auch für Leichtsinn. Du fährst doch auch nicht nach Italien mit einem Auto ohne Reserverad (oder doch wenigstens ein Pannenset, wobei ich davon nicht so überzeugt bin...). Gerade in einer Hochzeitsband will kein Mensch was davon hören, das halt gerade eine Saite gerissen oder eine Lötstelle gebrochen ist. Da muss die Show weitergehen, das ist das oberste Gesetz. Gitarre schnell im Song wechslen, und in der Pause vor dem nächsten Set die Saite wechseln.

Wenn man fürs Musikmachen bezahlt wird (und das will ich bei einer Hochzeitsband doch sehr hoffen), sind solche Vorbereitungen ein Gebot der professionellen Höflichkeit gegenüber Kunden, Bandkollegen und Gästen. Deshalb sollte man nicht nur immer - mindestens, der Teufel ist ein Eichhörnchen - eine weitere Gitarre dabei haben, sondern auch ein kleines Notfallbesteck als Ersatz für Amp oder Modeller. Das kann ein altes GT-8 oder Pod sein, aber iregndwas muss man für den Fall der Fälle haben. Und natürlich einen zweiten Gitarrengurt (ja, die können auch mal kaputtgehen) und ein bisschen Werkzeug für losgedrehte Schrauben und dergleichen.
Okay, soweit zur Abteilung:opa:, aber das musste ich loswerden, man möge es mir verzeihen. Hab ich halt alles schon hinter mir. Also jetzt zu Deinem eigentlichen Anliegen:

Eine HSS-Strat ist eine prima Sache für fast alle Songs, aaaber: auch wieder bezogen auf speziell diese Sorte Gigs sollte sie wirklich frei von Verstimmungsproblemen sein. Den einen oder anderen falschen Ton hört kein Mensch, aber eine verstimmte Gitarre lässt die ganze Band sehr bescheiden klingen, und das merken sehr wohl auch feiernde Nichtmusiker. Ich persönlich würde nie einen Gig ohne mindestens eine Gitarre ohne Tremolo oder wenigstens einem Floyd Rose machen. Aufliegend eingestellt kann auch reichen, aber da sollte man sich wirklich sehr sicher sein. Auch hier spreche ich aus der Erfahrung, dass eine Strat, die sonst immer sehr stimmstabil war, bei einem Gig einfach nicht in Stimmung bleiben wollte.

Dazu kommt: Natürlich kann man auch mit einer Les Paul einen kompletten Gig machen. Es muss nicht mal eine mit Coil Splitting etc. sein, aber ich würde dabei zu PAF-mäßigen HB raten, die auch Cleansounds gut abdecken. Mein heißgeliebtes 50s Wiring würde ich dabei auch dringend ans Herz legen, weil man damit mMn die schlankeren Sounds einfach in besserer Qualität erzeugen kann. Und man muss weniger mit den Füßen arbeiten, weil man bei passender Verstärkung schon eine Menge Sounds einfach mit den Potis hinregeln kann. Gewicht ist allerdings auch ein Faktor, wenn Deine Paula eine 5 kg-Bohle ist. Da werden 5 Stunden-Auftritte u.U. schon ein wenig anstregend, selbst mit Pausen zwischen den Sets. Auch wenn man Paulas liebt, ist es gar nicht verkehrt, dann mal ein Set mit einer 3 kg-Gitarre einschieben zu können.

Würde mich jemand zwingen, einen solchen Gig mit nur einer Gitarre zu spielen, wäre ich erstens stinksauer, und würde zweitens weder Strat noch Paula oder PRS mitnehmen - meine persönliche Wahl wäre meine Squier Superstrat mit durchgehendem Hals und aufliegend eingestelltem Takeuchi-Floyd Rose. Mit der kann man Wände einreißen, Sie verstimmt sich nicht (auch nicht, wenn mal eine Saite reißen sollte), und eine neue Saite ist mit passendem Werkzeug erstaunlich schnell aufgezogen und gestimmt. Dazu sind die beiden HB (Tonerider Generator Neck mit A2-Magnet und ein '59/Custom Trembucker) mit 50s Wiring und einer Partial Split-Schaltung auch zu sehr guten SC-Sounds fähig. Es ist natürlich weder der perfekte Vintage-Stratsound, noch klingt es wie eine Les Paul; aber wenn man seinen Kram spielen kann ;), kann man damit alles überzeugend klingen lassen, was einer Partyband so abverlangt word.

Zuletzt wollte ich nochmal auf die Außenwirkung zurückkommen. Du bewegst Dich da im mindestens semiprofessionellen Bereich, und da ist auch der Blickwinkel ein anderer. Eben ganz anders, als wenn Du beim Kleinstadt-Festival in einem 45 Minuten-Set vor der örtlichen Muckerpolizei fünfmal die Gitarre wechselst. Bei einer gebuchten Band sehe ich einen Multiständer mit 3 Gitarren nicht als Koketterie, sondern eigentlich als die Untergrenze an, und die Leute, die für Euch zahlen, bekommen höchstens den Eindruck, dass sie für ihr Geld auch was geboten bekommen und sich jemand für Sie Mühe gibt.

Die sind nicht neidisch, sondern freuen sich, wenn Du "Still Got The Blues" auf der Paula und "Smoke On The Water" auf der Strat spielst!

--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Eine weitere Frage habe ich noch, da wir ja ohne Keyboard spielen, wäre es da nicht interessant hier die Melodie der Songs mit der E-Gitarre mitzuspielen und so den Gesang zu unterstützen?
Oder ist das eher den Songs (überwiegend Tanzmukke) nicht dienlich?
Was meint ihr?

Klar, bei manchen Songs geht das schon, aber es könnte auch nerven, wenn man es zu oft macht. Ich gebe Dir aber völlig recht, wenn Du Dir bei der Art Musik Gedanken über die Rolle von zwei Gitarren machst.

Eine Idee ware es vielleicht auch, an und zu mit "Pad"-Sounds zu arbeiten, wie man sie in vielen MultiFX findet. Dort werden über Delays und Modulationen Sounds erzeugt, die sich Keyboard-ähnlich einblenden. Da kann man auch mal einfach einen Akkord stehen lassen, und es füllt schön den Hintergrund. Mit dem kleinen Bonus, dass es das gleichzeitige Singen und Spielen sehr erleichtert, falls das zu Deinem Job in der Band gehört.

Auch nicht schlecht für sowas sind die (wenn auch monophonen) Synthis, die heute oft in Multis integriert sind. Das macht den Bandsound wieder ein Stück vielfältiger, wenn man zB eine Melodielinie spielt. Wobei ich da weniger an die Gesangsmelodie denke, als an wiederkehrende rhythmische Kontrapunkte oder kleine Fills. Es gibt inzwischen aber sogar polyphone Synthis, die man mit dem normalen Gitarrensignal ansteuern kann, etwa von EHX oder Boss. Wenn mal die ersten Gagen kommen, wäre das vielleicht eine Investition in den Bandsound. Ich persönlich spiele einfach gern viel, und auch wenn ich ein alter Rocker bin, würde ich wohl immer noch lieber Synthiesounds mit der Gitarre spielen als Pausen :D.

Gruß, bagotrix
 
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Tja, tja, wir Gitarristen sind einfach sehr verschieden ;)

@bagotrix
Deine Anmerkungen habe sicherlich ihre Berechtigung, aber ich habe bei all den Gigs das doch anders gehandhabt - Ob vor 100 oder 1.000 Leuten:

- EINE Gitarre habe ich zum Gig gebracht (nicht zu jedem, aber oft bei kleinen Gigs) ;) Ohne Netz und doppelten Boden, da ich wusste, ich zereisse keine Saite ;) und wenn, dann hätte unser Frontmann das charmant in eine kurze Pause gewuppt
- keine mit Tremolo? In unserer Bluesband hätte mich unser SVR Verschnitt gefragt ob ich eine Meise habe ;()
- als früherer leidenschaftlicher Les Paul Spieler war mir der Tonabnehmer völlig wuppe, denn das habe ich über den Amp geregelt
- Eine Hochzeitsband muss keine semiprofessionelle Band ,) Kenn einen der macht seit knapp 35 Jahren Tanz/Hochzeitsmusik und würde als Anfänger in Sachen Gitarre durchgehen ......

Wenig Gigs gespielt oder sehr nervös vor einem Auftritt? ;) Sei ENTSPANNTER ;)
 
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Also das halte ich mit Verlaub nicht nur für übertriebene Bescheidenheit, sondern auch für Leichtsinn. Du fährst doch auch nicht nach Italien mit einem Auto ohne Reserverad (oder doch wenigstens ein Pannenset, wobei ich davon nicht so überzeugt bin...). Gerade in einer Hochzeitsband will kein Mensch was davon hören, das halt gerade eine Saite gerissen oder eine Lötstelle gebrochen ist.

Du fährst echt mit 2. Ersatzauto nach Italien?! Das Äquivalent zu Ersatzrad sind wohl eher Ersatzsaiten und vielleicht noch -kabel...

Und eine gebrochene Lötstelle in einer Gitarre kann nur vorkommen, wenn man sein Instrument nicht richtig pflegt, und Potis, Schalter oder Buchsen so stark rumwackeln, dass dann irgendwann Kabel oder Lötstellen brechen. Das kündigt sich aber auch meistens an. So eine Vernachlässigung zu Gunsten einer Zweit- oder Drittgitarre wäre dann in der Tat fahrlässig...

Und wenn es dann doch mal zu einem unerwarteten Ausfall irgendeines Instrumentes kommt, und die Band damit souverän umgeht, wird das von den meisten „Kunden“ sicher eher positiv aufgenommen...

Gruß,
glombi
 
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...B. C. Rich Warlock :D
 
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Eine Hochzeitsband muss keine semiprofessionelle Band ,) Kenn einen der macht seit knapp 35 Jahren Tanz/Hochzeitsmusik und würde als Anfänger in Sachen Gitarre durchgehen ......

Da magst Du Recht haben, aber ich meinte auch weniger die spielerische Qualität als das, was vom Kunden an (möglichst reibungslosen, denn auf seiner Hochzeit hat man genug anderes um die Ohren...) Abläufen erwartet wird. Letzteres kann er meist auch wesentlich besser beurteilen als die Qualitäten eines Instrumentalisten, also ist es das, was hängen bleibt.

Das kommt jetzt alles vielleicht ein bisschen nüchtern und vielleicht sogar spießig rüber. Ich selber habe durchaus schon auf Gigs ausgiebig Strat gespielt und natürlich auch mal nachgestimmt und dabei die Leute vollgequatscht etc., das waren dann aber typische Rock-Events von der Kneipe bis zum Festival. Trotzdem hätte mich persönlich auch da die Vorstellung mehr gestresst, dass ich keinen Ersatz für Gitarre und Amp habe, als ein, zwei weitere Instrumente zu schleppen. Ich bastle ja nun gern und viel an meinen Gitarren rum, aber Hand aufs Herz: Wer schraubt schon regelmäßig seine Klampfe auf und kontrolliert, ob die Klinkenbuchse oder ein Poti etwas locker geworden ist, oder ob eine Lötstelle schon ab Werk nicht ganz so toll war? Wenn dann doch mal was passieren sollte, dann garantiert beim Gig. Ich sag nur Spinal Tap...

Bei einem Konzert steht die Band im Mittelpunkt, und um die zu hören und zu sehen, sind die Leute gekommen. Im Zweifelsfall finden sie es dann auch völlig in Ordnung und vielleicht sogar als Teil einer unterhaltsamen Show, wenn der Sänger mal einen Schwank aus seinem Leben erzählt, während ich mal schnell nachstimme oder sogar eine neue Saite aufziehen. "Voodoo Chile" klingt ein bisschen schräg, weil mans mit den Bendings ein bisserl übertrieben hat? Kein Problem, bei einer Rock- oder Bluesband gehören solche Sachen ja schon irgendwie zur Folklore - bei einem bezahlten musikalischen Dienstleister aber eher nicht. Bei einer Hochzeit oder sonstigen privaten Festen wollen die Leute nicht der Band zuhören, sondern tanzen, am besten Nonstop. Und "Atemlos" ist halt im Original so gar nicht bluesig angeschrägt...:D

Ich finde es jedenfalls ganz vernünftig, dass sich der TE darüber Gedanken macht, was er bei einer Hochzeitsband vielleicht anders anpacken sollte als bei 100% Rock'n'Roll. Das mag heute vielleicht auch ein bisschen lockerer genommen werden als vor 20 Jahren, aber man sollte die Toleranz der Gäste nicht überschätzen. Und schon gar nicht die der Brauteltern...

Gruß, bagotrix
 
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Wenn man fürs Musikmachen bezahlt wird (und das will ich bei einer Hochzeitsband doch sehr hoffen), sind solche Vorbereitungen ein Gebot der professionellen Höflichkeit gegenüber Kunden, Bandkollegen und Gästen. Deshalb sollte man nicht nur immer - mindestens, der Teufel ist ein Eichhörnchen - eine weitere Gitarre dabei haben, sondern auch ein kleines Notfallbesteck als Ersatz für Amp oder Modeller. Das kann ein altes GT-8 oder Pod sein, aber iregndwas muss man für den Fall der Fälle haben. Und natürlich einen zweiten Gitarrengurt (ja, die können auch mal kaputtgehen) und ein bisschen Werkzeug für losgedrehte Schrauben und dergleichen.
.....

Hallo @bagotrix, erstmal danke für deine ausführlichen Gedanken zu diesem Thema.
Hier liegt ein Mißverständniss vor, auf einen Auftritt würde ich natürlich immer mit Backup Equipment fahren, meine Aussage bezog sich auf die Probe. Hier wollte ich nicht gleich mit dem kompletten Fuhrpark aufmarschieren... :)
 
mr.coleslaw
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Zum Thema Backup: wir (2 Gitarristen) haben i.d.R. 4 Gitarren dabei (3x6 saitig, davon einen als Backup und 1x12Saitig) sowie einen Preamp damit man evtl. beim Ampausfall direkt in die PA gehen kann.
 
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Was die Parts angeht, das ist eine individuelle Abstimmungsfrage. Es gibt immer mehr Songs, die haben im Original gar keine Gitarre, und es gibt welche die haben 3 Gitarrrenparts und man muss sich überlegen welcher davon am wichtigsten ist. Das ist immer eine Abstimmungsfrage. Manche Gitarrensachen lassen sich mit einer fetten Rockorgel ersetzten, und man sollte als Gitarristen auch ein paar flächige Keyboard-artige Sounds liefern könnn wenn nötig. Ich habe aber, grade im Bereich Party/Bierzelt schon viele Gitarristen gesehen die einfach alles gandenlos mit einem fetten Brett spielen, hauptsache es schiebt. Das kann schon auch funktionieren. Auf einer Hochzeit vll wieder weniger.

Ich schließe außerdem mich @bagotrix weitgehend an. Ich verstehe es auch als verpflichtung gegenüber dem Kunden, dass man auf solche Sachen vorbereitet ist. Ich nehme da auch so allerhand mit. Ersatzkabel, Röhren, Lötkolben, bissl Werkzeug. Nettzeile können einen auch schnell mal im Stich lassen, die Kabel sind oft empfindlicher als man meint. bWichtig ist wie gesagt auch eine Alternativlösung, insbesondere wie von @mr.coleslaw erwähnt. In meinem Fall ein Preamp der in eine Boxensimulation geht. Damit kann man zur not den Abend fertig bestreiten. Es ist nicht wahrscheinlich, dass man das benötigt, aber keiner hat Lust dass auf seiner Hochzeit die Musik aufhört, weil jemand Bier in deinen Amp gekippt hat oder was es auch immer sei....

Was die Gitarrenfrage angeht. Ich würde auch eine HSS-Strat favorisieren. Ich persönlich habe keine, überlege mir aber eine dedizierte Coverband-Gitarre anzuschaffen. Momentan spiele ich Telecaster, Strat und Es-335, wobei ich die meiste Zeit wohl auf der Tele unterwegs bin. Die Gitarrenwechsel sollten schnell und lautlos gehen, damit nicht zu lange Pausen entstehen. Das kann man üben, auch das schnell Sitmmen. Keiner hat in dem Fall Lust sich irgendwelches Genudel anzuhören um die Sounds zu checken. Man sollte da sein Equipment weitgehend im Griff haben.

Ich bin mir nicht, wie das mit der Publikumswahrnehmung so ist. Sicherlich wird sich keiner sagen: Wow, ein schönes dotted-eight Delay mit einem Hauch Modulation drauf, die Band gefällt mir... ;) Aber die Leute merken schon instinktiv ob man gute Sounds anbietet. Ich glaube der Optikfaktor ist schon auch einer: Oh, jetzt hat er eine blaue Gitarre und vorher hatte er doch eine rote.... :rolleyes: Viele Leute hören mit den Augen.

grüße B.B
 
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Ich würde eine HSS-Strat bevorzugen, mit einem etwas heißerem PAF am Steg (aber nicht überzüchtet!) und vintage Tremolo. Klanglich sehr flexibel; für Hochzeiten (und ähnliche Veranstaltungen) braucht man die brutalen dropped oder heavy Sounds eh nicht - also eher vintage orientierte Pickups verbauen, die "klingeln" einfach schöner!
Anstatt der normalen Singlecoils würde ich persönlich brummfreie Singlecoils verbauen oder schwache Humbucker im Singlecoilformat mit genügend Höhenanteilen im Frequengang.

Evtl. könnte man noch den Steghumbucker mit einem push-pull Poti splitbar machen, wenn man drauf steht oder es unbedingt braucht. Wobei ich eher die Erfahrung gemacht habe, dass ein gesplitteter Humbucker nicht so toll klingt...

Und das ganze Projekt ist natürlich 'ne Preisfrage, hängt von Deinem Budget ab.

Die Music man Silhouette Special wäre zum Beispiel ein optimaler Kandidat; das hauseigene vintage-style Tremolo ist sehr stimmstabil, der Humbucker am Steg ist ein etwas heißerer PAF (Virtual PAF) und die beiden Singlecoils sind auch brummfrei (Silent Circuit system).
 
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