weil weniger schnickschnack....energie+power+einfach LAUT und Vollgas und eben rockmusik. Von daher hast du recht

und das finde ich eher nicht - wobei es hier natürlich Geschmacksache ist. Ich finde die ausufernden Soli und das "Hippie-Gedudel" und das psychodelische Abgedrifte ins Unstrukturierte eher ziemlich nervig, gerade live - und das war früher bei fast jeder Rockband so. Ganz schlimm war es dann im Art-Rock Bereich.
Da gehörte es ja zum guten Ton ( Genesis und Konsorten )
Nichts gegen ein gutes Solo oder einen expliziten Jam, aber wenn ich im Konzert stehe und mir 10 Minuten druffenes Solo Abgewichse anhören muss, kriege ich die Krise. Früher war ich fast nur auf solchen Konzerten ( Vai, Satriani, Gilbert, Malmsteen etc ), da wurde auch viel rumgedudelt - aber ohne den Hippie Touch - da war es eher "ich spiele schneller" Gepose ;-)
Aber das Zeug von ganz früher klingt mir eher wie "Stück Zucker auf die Zunge, alles wird bunt im Tunnel und die Musik trägt mich mit ihren Schwingungen ..."
Ich habe letztens ein Konzert von Chic gesehen, da wurde auch minutenlang gejammt - aber im Song-Kontext. D.h. man hat einfach gegrooved und ist aber in der Songstruktur geblieben - und zwar die ganze Band.
Da gab es kein extatisches Gejaule von Robert Plant oder Ian Gillan oder sonstwem. Wie gesagt, volle Geschmacksache - aber die 60er 70er Rockmucke isrt nicht so mein Ding - obwohl es da auch seeehr cooles Zeug gibt, aber dann eher auf Platte und mit Struktur.
Aber um nochmal zum Thema zu kommen.
Ich habe mir letztens für zuhause so einen kleinen Fender Mustang Amp geholt. Gebraucht, 60 €. Ich muss sagen wie das Teil für DAS Geld klingt ist der Knaller. Klar klingt ein echter Fender Bassman cooler - aber 60 € ! Was hätte ich vor 25 - 30 Jahren an Amps für 120 DM bekommen ? nur kompletten Schrott !
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Das waren jetzt nur einmal 3 Beispiele. Auf den Urthread zurückzukommen, Ja es war damals besser was um das kreieren neuer sounds und genre angeht.
Früher war es auch einfacher das Telefon zu erfinden, weil es eben noch keines gab ;-)
Wenn es mal ein neues Instrument gibt, dann sind auch die Möglichkeiten darauf neue Klänge zu kreieren irgendwann ausgeschöpft.
Hendrix war und ist cool, aber die Kollegen von früher hatten einfach nur die Gnade der frühen Geburt und konnten sich an Instrumenten austoben, die es vorher so noch nicht gab. Jemand der später geboren ist MUSS immer wie ein Plagiat wahrgenommen werden.
Irgendwann ist man eben beim "brutalsten" Gain angekommen, ist jedes Riff gespielt, jeder Phaser eingesetzt.
Der einzige, der eigentlich auf der E Gitarre mal etwas neues gemacht hat war dann Eddie Van Halen mit seinem Tapping.
Das was Page, Townsend, Hendrix und Co gemacht haben, war einfach nur lauter gespielt als davor die 50er Jahre Beatbands. Dadurch hat sich der Sound verändert und es wurde verzerrter. Das hat den Wunsch nach noch mehr Fuzz angetriggert. Noch mehr Gain führte zu Powerchords, weil es sonst nicht mehr definiert klang - und daraus wurde dann so was wie the Who oder Led Zep, also RocknRoll.
Aber am Ende haben die alle "nur" Blues / Rock gespielt und hatten dabei ihre mehr oder weniger filigranen, spielerischen Fähigkeiten.
Nimm Kraftwerk oder Tangerine Dream. Vorher KONNTE man gar keine pur elektronische Musik machen. Klar war Kraftwerk genial, auch was die Vermarktung anbelangt - aber sie hatten zu ihrem Talent einfach nur Glück zur richtigen Zeit an einem neuartigen Instrument zu stehen.
So ist das nun mal mit Pionieren - die wenigsten erschaffen neues mit technischen Möglichkeiten die es schon seit 50 Jahren gibt, sondern Ihnen wurden die neuen Möglichkeiten vor die Nase gestellt und sie haben sie genutzt.
Sehr euch Grandmaster Flash an - gilt auch als Pionier - eben weil er einer der ersten war, die ein neues Tool ( das DJ-ing ) genutzt haben um darüber zu rappen.