die oktavreinheit kann man nur grob einstellen, jeder muss das für sich nachstellen, da der eine fester drückt und der andere nicht ganz so fest. durch das drücken der saite wird die oktave natürlich verschoben und ist bei spieler A gut, bei spieler B muss das nachgestellt werden
Das halte ich nur bedingt für richtig.
Die Oktavreinheit bedeutet ja nun, dass der 12 Bund genau die Mitte der schwingenden Seite darstellt. Das ist erst einmal objektiv und hat nichts mit dem Spieler zu tun.
Wenn der Gitarrist nun so feste greift, dass er die Seite überdehnt, dann würde gefühlt die Oktavreinheit nicht passen, da hast Du Recht. Aber dann hat dieser Spieler generell auf dieser Gitarre ein Problem, weil er dann - jedenfalls in aller Regel - ja in jedem Bund beim Greifen die Seiten überdehnt. Der Spieler muss dann entweder auf niedrigere Bünde umsteigen oder - was immer gut ist - seine Spieltechnik verbessern.
Wie man aber dem Problem mit einer anderen Einstellung der Oktavreinheit nachkommen soll, ist mir da eher schleierhaft. Das kann man dann zwar machen, es würde dem Problem auch ein Stück weit entgegenwirken, die Gitarre ist aber nach wie vor für den Gitarristen ohne Umstellung nicht sauber intonierbar.
Um für StrangeDinner eine Lanze zu brechen: Er hat die Berufspraxis und -erfahrung für seine Aussage. Ohne Frage hätte der Inhalt weniger scharf angehend vorgetragen werden können.
Die - meines Erachtens berechtigte - Kritik von RMB ging aber allein gegen die Form, nicht gegen den Inhalt. Hier im Forum treffen sich eben unterschiedlichste Menschen mit ganz verschiedenem Wissensstand. Es ist OK, in einer Diskussion deutlich Position zu beziehen, aber dabei sollte man immer respektvoll auftreten.
Insbesondere die Aussage "dich als Kunden würde ich nicht ernst nehmen, weil Du keine Ahnung hast" finde ich schräg. Kann man natürlich so machen, wenn man dann noch genug Kunden aus dem elitären Kreis der Erleuchteten hat.
Ein guter Geschäftsmann sollte aber m.E. versuchen, den Kunden in adäquater Zeit einzufangen und mit ein par Tips schlau zu machen. Ist er auch danach noch "blöd", kann man ihm ja nett nochmal den Weg zur Tür erklären.
Zumal tendenziell die Kunden nur eingeschränkt Ahnung haben, weil sie es sonst selber machen würden und eben keine Kunden wären
