Noten üben oder im Flow lernen?

  • Ersteller Klangbutter
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Er verbindet in seiner Methode Hand, Herz und Hirn und nutzt sowohl Noten, Gehör und Verständnis.
Es gibt 14 verschiedene Übearten. Vorspielen wird anders trainiert als das Stück üben, nach Noten anders als nach Gehör spielen, Rhythmus anders als Bassläufe zu etablieren
Bitte beschreibe die "neue Lernmethode" doch nach musikpädagogischen Kriterien oder zumindest anhand eines oder mehrerer Beispielstücke oder Unterrichtsthemen so konkrekt, dass die "neue Methode" tatsächlich erkennbar wird.
In der jetzigen Form passt der Beitrag sonst besser in die "Plauderecke Akkordeon" als in die Musikpädagogik.

Gruß Claus
 
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Er verbindet in seiner Methode Hand, Herz und Hirn und nutzt sowohl Noten, Gehör und Verständnis.
Das macht jeder gute Lehrer.

Also nichts gegen mm, aber man soll bitte nicht so tun, als wären andere Lehrer unfähig...
 
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Sorry, bin noch neu im Forum.
Ich habe leider nicht gesehen, dass ich in der Musikpädagogik gelandet bin.

Ich habe leider bisher keinen Lehrer erlebt, der mir rechts und links zusammen spielen so intuitiv erklärt hat und der mir die Zusammenhänge so anschaulich erklärt hat.

Zum Beispiel bei "Winter ade", da wiederholt sich die Melodie mit einem anderen Text und dann kommt der Text mit einer anderen Melodie,
da kann ich die Erwartung der Zuhörer und mir nutzen, dass beim gleichen Text, die gleiche Melodie kommt und das zweite "Winter ade" mit der Haltung gestalten, dass jetzt eine Erwartung nicht eingehalten wird. Das verändert die Herangehensweise an "einfache" Volkslieder und die Gestaltung.

Dies als Erklärung.

Ich bin jedoch keine Musikpädagogin und werde künftig auf die Kategorien achten.

Zur Ergänzung eine Beschreibung des Kurses.

 
Sorry, bin noch neu im Forum.
Auch Doppelposts sind in Foren unüblich, du hast quasi dasselbe hier nochmal geschrieben


Da es nach Werbung klingt, hat das doch ein bisschen ein Geschmäckle ... finde ich jedenfalls.
Auch die Formulierungen finde ich recht werbetextlastig

Das kann Dein Üben verändern, wenn Du die Methode anwendest. Nicht mehr Stücke ewig durchspielen, sondern gezielt an den Stellen arbeiten, die nicht gehen.

Du trainierst diese Fähigkeit, die gerade nicht geht für alle anderen Stücke, die Du irgendwann mal spielen möchtest. Matthias hilft Dir dabei und zeigt Dir die Schritte, die Du brauchst.

Du kannst mit jedem Stück und mit jedem Problem kommen, Anfänger, Wiedereinsteiger, Mittelstufe, Profi. Die Schwierigkeit derStücke kann mit Dir wachsen.

Hast Du das irgendwo abgeschrieben? Dann bitte die Quelle angeben.

Ich glaube ja nicht, dass MM es nötig hätte, so hier zu werben, aber wie gesagt, sollte man trotzdem diesen Eindruck vermeiden oder es eben als Werbung kennzeichnen.

Inhaltlich muss ich Dir aber wirklich nochmal sagen, dass diese Dinge wie "gezielt an den Stellen arbeiten, die nicht gehen" absolute Basics sind, die jeder ordentliche Lehrer seit mindestens 500 Jahren so unterrichtet.

Ich weiß schon, dass ich da vielleicht etwas zu empfindlich bin, was Formulierungen angeht ... aber auch "Üben wie ein Weltmeister" und dann ist das ein Kurs für Anfänger, ist eigentlich totaler Unsinn.
Ein Anfänger muss ganz anders üben als ein Weltmeister. Ein Anfänger braucht Anfängermethodik, sowohl vom intellektuell-emotionalen Zugang (null Grundwissen vs. viel Erfahrung) als auch vom motorischen her (Basics vs komplexe Übungen, Überlastungsgefahr). Man kann ja gerne etwas übertreiben in der Werbung, aber wenn da falsche Sachen stehen, stellen sich mir immer die Nackenhaare hoch ;)

MM's Akkordeonspiel bewundere ich uneingeschränkt, und vielleicht (vermutlich) hat er die Texte ja auch gar nicht selbst verfasst ... aber solche Werbetexte gehen für mich halt gar nicht
Jeder blutige Anfänger kann sofort so Akkordeon spielen wie ich
oder andere schlechtmachen
Dazu kommt, dass in klassischem Unterricht nicht vermittelt wird, WIE Schüler selbständig Lösungen finden für ihre Herausforderungen.
„Probieren“ trifft’s in dem Fall besser als „Üben“, denn der Fortschritt bleibt dem Zufall überlassen.
Das ist eigentlich eine Frechheit gegenüber sog. "klassischem Unterricht" - dann da wird genau das unterrichtet, jedenfalls wenn es guter Unterricht ist.

alle Zitate von https://accordio.de/academy-smart-statt-hart/

Und natürlich kann der Kurs trotzdem gut sein und MM ein guter Lehrer ...
 
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Das besondere an unserem Kuchen ist das unserer im Gegensatz zu üblichen Kuchen Mehl und Zucker enthält und in einem Backofen gebacken wird 🤓
 
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Danke für Deine Einschätzung zu meinen Texten. Ich habe diese nirgends abgeschrieben.

Das Beispiel Backen ist sehr gut. Analog möchte ich erklären was mir gefällt.
Bevor ich einen Kuchen backe, stelle ich mir Fragen:
Was möchte ich erleben? Meine Antwort: Das genussvolle Geschmackserlebnis auf meiner Zunge, die verschiedenen Geschmacksnuancen erspüren. (Das gibt mir Motivation.)
Was kann ich dafür tun? Meine Antwort: Einen Kuchen backen.
Was für einen? Was brauche ich für Zutaten? Brauche/Habe ich das Rezept? Kenne ich das Verhältnis vom Ei zu den anderen Zutaten?
Habe ich alle Zutaten im Haus? Brauche ich Unterstützung?

Auf das Akkordeon und zum Beispiel die Fingertechnik übertragen:
Was ist mein Ziel?
Ziel für meine Finger ist nicht der Oktavgriff oder die Triole, sondern die Lockerheit der Finger.
Was kann ich dafür machen? Was würde ein Weltmeister tun?
Gezielt die Lockerheit der Finger, der Hand und des Körpers trainieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich Anfänger oder Fortgeschrittener bin.

Ich habe angefangen, den Deckel der Zahnpastatube mit dem Daumen und den kleinen Finger aufzumachen und ab und an zu beobachten, mit welchem Druck meine Hand etwas macht und wieviel Kraft ich tatsächlich aufwenden muss.
Ich übe nicht nur eine halbe Stunde oder 3 mal 10 Minuten am Tag. Ich kann mehrfach über den Tag verteilt meine Finger lockern.
Es begeistert mich, dass ich mir Gedanken im Alltag mache, wie ich mein Ziel "Musik so machen zu können, dass es meine Seele und die Seele von anderen Menschen berührt", mit den verschiedensten Aspekten umsetzen kann.
 
Grund: Überflüssige Leerzeichen entfernt, liest sich besser
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Video ist eher für Schüler und zur Unterhaltung gedacht, stellen aber die wesentlichen Modelle dar.
Glaube ich.

Das Video sagt (glaub ich) mehr über den Typen aus, als über Lernmethodik. Aber ist lustich.
 
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Man hätte halt immer gerne „Patentrezepte“. Gerade Pädagogen suchen häufig nach „dem“ Weg zu unterrichten. Ist die gefundene Methode besonders erfolgreich (oder eben nicht), wird sie entsprechend in den Fokus gerückt. Das Problem ist dabei, jedes Thema und jeder Schüler ist anders. Improvisation, Rhythmik, Technik, Ausdruck,… sind nur einige Beispiele aus der Musik, die man völlig unterschiedlich angehen muss.
Nichtsdestotrotz sind pädagogische Prinzipen, wie vom „Leichtem zum Schweren“ und „Zerlegung von komplexen Abläufen in simple“, Binsenweisheiten, die immer wieder gut funktionieren. Wann man von der didaktischen Reduktion auf „Real“ gehen muss/ kann, ist die spannende Frage, die auch wieder schüler- und themenabhängig ist.
Daher muss ein didaktisches Konzept IMO immer auf das Thema abgestimmt sein und dann noch mal an den Schüler angepasst werden.

Generell habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Musikschulen IMO oft zu wenig Wert auf „Flow“ legen. Da ist richtige „Abarbeiten“ einer Reihenfolge von Tönen oft IMO zu sehr das Ziel. Ob das grooved, eine Emotion weckt oder es schlicht Spaß macht, zu spielen (was ja eigentlich Sinn der ganzen Übung ist), gerät in unserer Welt der Ziele und Meilensteine oft in den Hintergrund. Du kannst das Stück (irgendwie) Ton für Ton vom Blatt spielen? Gut! Next!
 
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Generell habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Musikschulen IMO oft zu wenig Wert auf „Flow“ legen.
Ja und nein (finde ich).
"Flow" setzt ja irgendwo so viel Routine voraus, dass man eben die Hirnkapazität frei hat, neben dem "korrekten abarbeiten" auf eben all die Feinheiten achten zu können.
Ich kenne vor allem den Ansatz:
Du kannst das Stück (irgendwie) Ton für Ton vom Blatt spielen? Gut!
- und jetzt schau mal, da steht was von Dynamiken. Und da bist du immer ein bisschen zu spät ... (usw).

Ich hab auch selbst die Erfahrung gemacht bzw. machen müssen (und mache sie noch immer):
Man muss halt leider einfach viele "Laufmeter" (am besten: vorher nicht bekannter) Noten fressen. Ansonsten passiert folgendes: Die meiste Zeit liest man gar nicht mehr, sondern ich kann die einzelnen Parts eh deutlich schneller auswendig, als ich sie schön und "im flow" von Anfang bis Ende durchspielen kann. Genau diesbezüglich ist eben Stück für Stück möglichst schnell durchprügeln vielleicht sogar didaktisch wertvoll - eben fürs Notenlesen, nicht fürs direkte ("schöne") musizieren.
(Nebenbemerkung: Ein guter Lehrer wird deswegen auch eher beides machen, man kann ja einerseits Übungsstücke nach dem Motto Quantität vor Qualität "Schüler muss es prinzipiell können - und dann kommt das nächste" machen UND einzelne Stücke genau umgekehrt, die dann idR. aufgeführt oder auch gemeinsam mit anderen aufgeführt werden auf möglichst "schön & gehaltvoll" ausüben)

Macht man bei Kindern, die lesen lernen ja auch nicht anders. Hauptsache, sie kriegen jeden Tag neues Futter, das sie es auch wirklich schön (vor-)lesen können ist dann eher erst ein Thema, wenn das lesen an sich flüssig genug geht. Hat halt nur den Unterschied: Keines dieser Kinder wird ab diesem Zeitpunkt zum lesen und lesen lernen aufhören und die Textmengen, die es inhaliert werden jedes Jahr größer, ziemlich egal, was es in seinem Leben weiter macht und damit ist dieses "erstmal möglichst viel durchpressen" ja schon ziemlich gerechtfertigt.

Die wenigen Musikschüler, die das in derselben Intensität mit Noten machen sind die Musiklehrer, Philharmoniker, Komponisten und Musikwissenschaftler von morgen - aber wo soll denn eben diese Basis gelegt werden wenn nicht in der Musikschule?
 
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.Generell habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Musikschulen IMO oft zu wenig Wert auf „Flow“ legen. Da ist richtige „Abarbeiten“ einer Reihenfolge von Tönen oft IMO zu sehr das Ziel. Ob das grooved, eine Emotion weckt oder es schlicht Spaß macht, zu spielen (was ja eigentlich Sinn der ganzen Übung ist), gerät in unserer Welt der Ziele und Meilensteine oft in den Hintergrund.
Das machen Coverbands aber mindestens genauso stark. Auch da sind die zu reproduzierenden Strukturen eng festgelegt.

Das ist in der gesamten Laienmusik so, dass es Mühe und Schweiß kostet, die richtigen Töne zu spielen, und dass eine gewisse Freiheit erst nach sehr oftmaligem Wiederholen eintritt.

Ist bei Profis übrigens auch nicht so viel anders, spielt sich nur auf einem anderen Level ab.
 
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@Palm Muter Ich habe das aus der Warte von jemandem geschrieben, der durch einen genial, verrückten Musiklehrer zum Musikmachen gekommen ist - da waren „Laufmeter“ (so wichtig das am Ende zum „Gut-Werden“ das auch ist…) überhaupt kein Thema, sondern purer Spass am Machen - und als Vater und Beobachter von Leuten, die eine eher „klassische“ Musikausbildgung in der Musikschule genossen haben (bei meinen Kindern war aber auch klares Ziel, den Musikanforderungen der Schule gut gerecht werden zu können, was auch super geklappt hat. Musik machen meine beiden Kinder heute jedoch nicht mehr...), wobei ich dann eher - wieder nur aus Lust und intrinsischer Motivation - zu 99% autodidaktisch gelernt habe.

Das mein Sichtfenster da nur ein kleinen Teil der Wirklichkeit ausleuchtet ist mir wohlbewust.

@HaraldS Das kommt IMO sehr darauf an, wie die Bandkonstellation ist. Von relativ freier Interpretation und CD-genauer Reproduktion ist da ja alles dabei. Auch der Anteil, ob nur „diszipliniert“ geprobt oder auch mal ergebnisoffen gejamt wird, ist unterschiedlich.
Fakt ist aber natürlich, das hier „Flow“ noch mal eine andere Bedeutung bekommt, denn „Flow“ in einer Band (z.B. wenn die Band zusammen „besser“ klingt, als die Summe der Fähigkeiten der Einzelmusiker (…was für mich die absoluten Edelstein-Momente sind, wenn man das selber erlebt…), kommt natürlich idR erst, wenn man auf einander eingespielt ist und jeder das betreffende Stück auch „kann“.
 
Das mein Sichtfenster da nur ein kleinen Teil der Wirklichkeit ausleuchtet ist mir wohlbewust.
Das ist mir schon klar - man schreibt ja in Foren ja auch immer irgendwie ein bisschen für jedermannfrau mit, die von google und co. hierher geleitet wird, gerade in der Rubrik Musikpädagogik muss man ja irgendwo damit rechnen, dass hier ein musisch gänzlich unbedarftes Elternteil drüber stolpert.

Da schien mir bezüglich deines Statements zu Musikschulen der Hinweis sehr angebracht, dass man das halt schon auch so sehen muss, dass eine Musikschule immer ein bisschen in dem Spannungsfeld arbeitet "Wir bilden zu 99% stümperhafte bis begeisterte Hobbyisten aus, viele springen auch ab, viele schauen auch ihr ganzes restlichen Leben nie mehr ein Instrument an - sind aber gleichzeitig eigentlich die einzige Rutsche zum akademischen, professionellen Musiker wenn klein Max, der leider nicht aus einem Vollblut-Musiker-Elternhaus kommt hier angemeldet wird und sich im Laufe der Jahre herausstellt: Puuuuh ist der Junge gut!".

Und wie es so schön ist, gibt es dann noch immer unendlich viel dazwischen. Mir etwa hat Notenlesen gefallen, warum auch immer. Profi bin ich zwar keiner geworden, Musikuni hab ich auch nie von innen gesehen, zehren tu ich trotzdem bis heute massiv davon.

LG
 
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