Pa aussteuern

von highQ, 13.10.05.

  1. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.10.05   #1
    hallo
    habe über die suchfunktion schon ergebnisse erzielt, bin aber noch nicht ganz zufrieden gestellt.
    meine fragen an euch:

    1) was ist die standartlösung eine band abzunehmen?
    wie stellt man die einzelnen eqs ein? ich hab n 3band in meinem mischer.
    wie laut sollte man die endstufen machen? (gehen wir ma von ner 4000 watt pa, 4 18" bässe, 2 12" tops. die werde ich demnächst benutzen)

    2) gibt es typische anfängerfehler?

    3) habe gehört die eqs werden oft nur neutral eingestellt. und die fader auf null db. aber man kann doch nicht alle fader gleich stellen und den rest mit gain ausgleichen, oder?

    4) gibt es eine standart vorgehendsweiße, eine pa auszusteuern? (ich würde zb sagen:
    erst schlagzeug: snare, toms, base
    dann gesang
    dann gitarre/bass)

    ich freu mich auf eure antworten
    gruß highQ
     
  2. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.10.05   #2
    zu 1:
    es wird alles mikrofoniert was für den job benötigt wird, das ist abhängig von band venue größe etc, im zweifellsfall lieber zu viel als zu wenig mikrofonieren, muten kannste immer noch..
    die einzelnen eqs stellt man so ein wies nötig ist, was für ne frage.. es gibt keine stadart eq einstellung pro kanal das ist abhängig von backline musiker mikrofon pult mischer gewünschtem sound pa etc.. dafür hast du ja deine ohren.. die eqs sind nur das werkzeug um den klang zu erreichen den du dir wünschst und wenn das soweit ist hörst dus ja.. ne 3 band klangregelung ist nciht unbedingt livetauglich 4 band mit semi mitten sollte es doch mindestens seion

    zu 2:
    jede menge, z.b. mit zu wenig know how ohne jemand der dir zu hand gehen kann nen job machen wollen (ich befürchte das hast du vor), falsche materialauswahl, falsches stacking, schlechter pultjob, schlechtes eqing, überforderung, stress, un noch viel viel mehr,,

    zu 3:
    ich gaine grundsätzlich so, das ich eine saubere 0db linie aller fader habe, das erhöt die übersicht und alle fader befinden sich im gleichen empfindlichkeitsbereich (einige pulte reagieren im bereich um 0db deutlich empfindlicher auf veränderungen)
    wenn die eqs keine funktion hätten würde es sie nicht geben, die sind einfach zur klangreglung da nicht mehr und nciht weniger. und damit sind sie eines deiner hauptwerkzeuge.. wenn du mal tatsächlich einen nicht brauchen wirst freu dich, die regel wird das aber nciht sein

    zu 4:
    was du meinst hat nichts mit aussteuern zu tun sondern nennt sich linecheck,,,
    es hat sich dabei so eingebürgert erst die rhytmusfraktion dann alles andere und zum schluß die vocals zu machen.. eine sinnige reihenfolge für eine kleine rock'n'roll combo wäre z.b.
    Base Drum-> Snare->HiHat->TomHi->TomMid->TomLow->OH's->Bass->Guit->Vocals

    Aber ich kann dir nur dringend nahelegen wenn du vorhast einen pultjob zu machen und dir das wissen über so gurndlegende funktionen wie eqs etc fehlen dann besorg dir einen techniker der dir hilft assistriert bzw dem du über die schulter schauen kannst.. unterm strich wirst du dabei für den anfang mehr lernen und die veranstaltung wird ebenfalls davon proftitieren

    LG Tobse
     
  3. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.10.05   #3
    Ich hab auch schon den ein oder anderen Pultjob gemacht aber mit der Aussage komm ich gerade nicht ganz klar. Vielleicht versteh ich dich auch falsch.
    Prinzipiell wird doch so gegaint, dass die Preamps des Pultes optimal ausgesteuert werden, unabhängig davon wo nachhder Fader des einzelnen Kanals steht, oder nicht?
    Was hab ich davon wenn mein Kanalzugfader auf 0db steht aber der Kanalpreamp clippt?
     
  4. lemursh

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    Erstellt: 13.10.05   #4
    Du stellts das Kanalgain auf 0dB ein. Damit ist dein Fader bei der Nulllinie automatisch bei 0dB!
     
  5. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.10.05   #5
    völlig klar das deine preamps nicht clippen sollten:))

    ich kenn auch einige kollegen (allerdings sehr sehr sehr wenige) die alle preamps auf 0db gainen und dann fader chaos haben,, ich persöhnlich finde die 0db linie übersichtlicher und leichter zu handeln..

    ich verstehe nicht wieso da etwas clippen soll..ich glaub wir reden da aneinander vorbei..
    wenn du irgendwo zuviel pegel bekommst dann nimmste halt ein pad...

    lg tobse
     
  6. niethitwo

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    Erstellt: 13.10.05   #6
    ich gleich mit dem gain nur mikros aus, die extrem leise sind (wir ham nur 24V phantom, da sind die Kond. schone twas leiser ;)...

    ich bleib immer etwas unterhalb vn 0dB Linie in den kanalfadern, is ja aber egal...


    wie man mischt, is egal. solange das ergebnis zufriedenstellend ist kannst du von mir aus auch die fader voll auf haben und mit den gainpotis mixen ;)
     
  7. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.10.05   #7
    :D :D :D :D

    Ja geb ich dir recht wenn das ziel das richtige ist kann sich gern jeder seinen eigenen weg suchen...

    LG Tobse
     
  8. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.10.05   #8
    hei, man kann sichs einfach machen oder schwer. mir ist egal ob die fader in einer linie stehen oder nicht. hauptsache es zerrt nirgends und die lautstärkeverhältnisse stimmen :great:
     
  9. Boerx

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    Erstellt: 13.10.05   #9
    Interessant was sich hier für eine Diskussion entwickelt hat.

    Mich würde jetzt interessieren warum hier einige das Gain auf 0db stellen, und die anderen so gainen, das der Kanalfader auf 0db steht.

    Vorallem die Logik von letzterem erschließt sich mir nicht.
    Wo seht ihr die Vor- und Nachteile?
     
  10. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.10.05   #10
    wenn du die gains auf 0 stellst, hast du am fader eine direkte pegelanzeige: 0dB sind auch 0dB.

    wenn du das gnaze auf eine Linie mischst, hast du die verhältnise der kanäle zueinander...

    vorteile und nachteile gibts meienr eminung nach nicht...jeder soll doch nach seiner pfeife mischen....:cool:
     
  11. MIG

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    Erstellt: 13.10.05   #11
    Es gibt wirklich positive Argumente für beide Vorgehensweisen, allerdings ist unter "Rauschaspekten" die 0db-Stellung der Fader besser.

    Wird das Signal durch den Vorverstärker immer auf 0db verstärkt, muss es meist durch den Fader wieder "abgeschwächt" werden, da eine Faderstellung bei 0db zu laut ist. So wird das Signal verstärkt und dann wieder abgeschwächt, was eigentlich nicht nötig ist. Weniger Rauschen erzielt man, indem das Signal nur soweit verstärkt wird, wie es wirklich nötig ist - d.h. wenn der Fader auf 0db-Stellung steht.
    Bei hochwertigen Pulten ist dies kein wirkliches Argument, da die Vorverstärker über den ganzen Regelweg ein niedriges Rauschverhalten aufweisen, bei günstigen Pulten empfinde ich dies schon als wichtiges Argument - auch live!

    Gruß,
    Michael
     
  12. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 14.10.05   #12
    Genau das ist der Punkt! Zudem haben die meisten Fader ein nicht lineares Regelverhalten, d.h. im Bereich 0dB +/-5dB sind sie linear, im restlichen Bereich nicht. Deshalb ist es korrekt, die Fader möglichst in die 0dB Stellung zu bekommen, d.h. die Rauscharmen Preamps sowiet aufzuziehen (ggf. auch über PAD bei hochpegeligen Signale), dass diese bei 0dB liegen.
     
  13. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.10.05   #13
    Wobei dieses Argument eigentlich keines ist. Denn auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht, ist der "Gain" Regler eigentlich i.d.R. kein solcher. Sprich: Wenn man sich das Innenleben der Pulte ansieht, ist da meist ein Vorverstärker mit festem Verstärkungsfaktor (um die 60dB) und dahinter ein passiver Abschwächer, der draussen als "gain" beschriftet ist.
    Der Grund ist das Rauschverhalten: Wenn ich mit dem Poti z.B. direkt im Gegenkopplungszweig des Preamps herumfuhrwerke, ist das Rauschverhalten meist fürchterlich. Deswegen haben ausgefuchstere Preamps mit einer echt variablen Verstärkung auch meist nur eine in einer Handvoll Stufen schaltbaren Vorverstärkung (mit diskreten Widerständen), die Feinanpassung läuft wieder über einen Abschwächer.

    Insofern ist es eigentlich (fast) wurscht, ob man mit dem Gain-Poti oder dem Fader arbeitet. Lediglich für den EQ, die Pre-Auxe und von der Bedienung her macht es einen Unterschied.

    Jens
     
  14. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.10.05   #14
    Was für mich ein echter Grund ist fest auf 0db zu gainen.
    Während der Produktion selber will ich nichts mehr oder nu in den seltensten Fällen am Gain drehen müssen. Lautstärke wird per Kanalfader gesteuert.
    Alle Eingriffe am Gain beeinflussen sämtliche nachgeschalteten Geräte und Wege.
     
  15. highQ

    highQ Threadersteller HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.10.05   #15
    das leuchtet mir ein ;)

    ich werde beides ausprobieren beim soundcheck...

    also noch zur ersten antwort (danke übrigends für die diskusion! so kommt man immer weiter, weil sehr viel info schnell auf "einem haufenliegt"):
    ich habe schon eine gewisse ahnung von eqs. allerdings wollte ich einfach mal meinungen hören was die anderen so einstellen, denn eine live pa hab ich bisher eben noch nicht in dieser größe gemischt. und leider werde ich mit diesem 3-band-eq auskommen müssen, da das geld einfach knapp ist. ich werde mein mischer nutzen, der diese 3band eben "nur" hat. auch ein techniker sprengen den rahmen. über die schulter hab ich schon bei vielen veranstaltungen geschaut, jetzt h´gehe ich selber ran ;)

    ich wollte auch nur ein ca von verschiedenen leuten hören was sie bei gesang zb einstellen. das sind tipps, nach denen man sich orientieren kann. fast zwangsweiße word sich daraus eine diskusion entwickeln und so kann man das beste für sich zusammenreimen, bzw die verschiedenen vorschläge ausprobieren!

    grüße mit hoffnung auf diese diskusion ;o)
    highQ

    Ps: basstop werde ich wohl mit line/DI out abnehmen
     
  16. MIG

    MIG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.05   #16
    Stimmt, während der Veranstaltung drehe ich auch selten am Gain-Regler.
    Dafür ist der Soundcheck - hier eine grundsätzlich richtige Einstellung zu finden. Und die Feinheiten regle ich dann mit dem Fader, von -10db bis +5 db ist eigentlich genug Spielraum, auch ohne den Gain zu verändern.

    @Jens:
    Interessanter Aspekt, das wußte ich so vorher nicht.
    Warum steigt dann der Rauschpegel (gerade bei Mittelkassepulten, z.B. A&H GL) mit dem Aufdrehen des Gainregelers inbesondere "rechts der 12 Uhr-Position" so stark an? Jedenfalls rauscht ein so auf 0 db-ausgesteuerter Kanal mehr als wenn der Fader auf 0db steht und der Gain zurückgenommen wird. Bei gleicher Kanallautstärke!

    Gruß,
    Michael
     
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