Recording-Stammtisch

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monsy
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Warum hat eine mp3 eigentlich immer zusätzliche Stille am Anfang? Das nervt mich seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte.
 
Trommler53842
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Wir werden mit unserer Band Soul Seven im Laufe des Juni in der SAE in Köln einrücken. Ein Bekannter einer unserer Sängerinnen muss im Zuge seiner Abschlussarbeit eine Band aufnehmen & abmischen und hat uns freundlich angefragt.
Zutritt natürlich nicht alle auf einmal und gleichzeitig. Der Bassist (durchgeimpft) und ich werden die Vorhut bilden. Zutritt bei Nichtgeimpften natürlich nur mit aktuellem, negativem Test (die haben eine Teststation vorm Gebäude). Also mindestens "Ich".

Dann kommen die anderen Bandmitglieder häppchenweise dran.
Wir werden 1-2 Songs aufnehmen - ich muss jetzt mal langsam wieder üben, die letzte gemeinsame Bandprobe war glaube ich Anfang September 2020. :cry:

Was mich nur wundert (ich stehe im engen Austausch mit dem Studenten): Die müssen scheinbar VORAB einen Produktionsplan beim Dozenten einreichen inkl. der zu benutzenden Mikrofone. Also noch bevor er die Musiker mit Instrument bzw Stimme vor Ort selber gehört hat!! :eek:
Eine Schießbude ist wohl vor Ort vorhanden, werde aber die eigene Snare, BD-Pedal und Becken mitbringen.

Er hat mir dann den Produktionsplan und die gesamte Auswahl-Mikroliste per Mail geschickt.

Fatal: Obwohl wir Funk&Soul machen, will er die BD "nur" mit dem einen AKG-Ei abnehmen und die Snare nur einzeln mit dem SM-57.
Gut, kann man machen, (muss man aber nicht), aber doppelt abgenommen hält besser. Doppelmikrofonierung (Innen/Aussen und oben/unten) beider Kessel: Fehlanzeige. Eine Ambience-Mikrofonierung ist wg. diverser Terminänderungen schlicht vergessen worden. :eek:
Und der Raum in Köln beim SAE ist wirlkich gut klingend - habe mal einen Tag der offenen Tür vor Jahren mit Drum-Recording dort mitgemacht. Kaum rechte Winkel und riesige Deckenhöhe und riesiger Raum. Da weiß man dann, wo die Gebühren der Studis im mittelfristigen bis langfristigen Bereich landen. :gruebel:

Besonders bemerkenswert: Das AKG-Ei soll mit 10cm Abstand (vor der BD oder vor dem Schlagfell?) stehen, das SM-57 für die Snare mit 20cm Abstand (zur Mitte vom Schlagfell oder was), die Toms mit MD-421 sogar mit 30 cm Abstand (zu was?)! Bei der OH-Abnahme wurde auch leicht gepfuscht: Gross, klein, Winkel, gleichmässige Entfernung zur SD bzw. SD/BD wurde auch nicht hinreichend berücksichtigt. Muss man das weiter kommentieren? Ich glaube eher nicht. Jeder der hier Mitlesenden und Schreibenden wird wahrscheinlich eher andere Erfahrungen haben.

Ich habe ihm dann eine eigene Auswahl aus der Mikrofonliste geschickt - er muss jetzt beim Dozenten anfragen, ob das überhaupt geht / erlaubt ist. :hail:

P.S.: Ich bin ja nur ein kleiner Amateur, der sich durch viele Mikro-Shoot-Outs, Artkel in Fachmagazinen, einigen praktischen Erfahrungen und hier im MB weitergebildet hat. (Danke an unsere HCAs in Sachen Mikros.)
Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß man als Laie da manchmal genauso ein wenig Fachwissen über die Jahre angehäuft hat, wie ein mittelmässiger Studi an der SAE. Jetzt wird wahrscheinlch @Signalschwarz wieder herbeihüpfen und in den gleichen Canon schwenken.

Mein aktueller Eindruck:
Die werden mit Theorie geimpft, aber die praktische Erfahrung hinkt hinterher, wenn die sich nicht nach den Schulungen mit praktischen Beispielen über Nacht mittels Trial/Error selbst weiter bilden.

Ist irgendwie mit Hans-Martin Buff und Prince:
Er sagte: "Als ich bei ihm anfing, konnte ich schon einiges, als ich aufhörte konnte ich vieles!"

Ein guter Bekannter hat sich über viele Jahre hochgearbeitet in Sachen Beschallung; Kleine regionale Bands, dann Schagerstars auf Mini-Tournee, dann Technik für BAP, Brings usw.
Der hat sich privat weitergebildet: VA-Techniker, Laserschutzbeauftragter uvm. Der brauchte keine SAE-Ausbildung. Die Praxis hat ihn hochgeleitet. Sein Ruf ist aus meiner Sicht eher: Licht untern Scheffeln stellen, die Show gut machen und gut ist.

So einer ist mir lieber, als ein Theoretiker - der Praktiker hat unsere Band letztes Jahr im Sommer sehr gut abgemischt - Kommentar vom Basser beim Soundcheck): Noch nie so einen gute Live-Sound gehabt!

Soviel Theorie und Praxis aus meinem Umfeld!

VG
 
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monsy
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Ich halte mich mal etwas bedeckt mit meiner Meinung zur sae. :unsure:
 
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Ich hinke da wohl bei Dir nicht hinterher.

Deswegen tue ich mir diesen Spaß jetzt mal bewusst an: Live, in echt und in Farbe!
 
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Na dann berichte mal, wie es war.

Und kannst ja heimlich noch ein paar Mikros an der SAE Security einschleusen. Für den Fall der Fälle....... :evil:
 
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Ziemlich schockierende Einblicke, würde ich sagen. Doch auch wenig verwunderlich. Ich war mal vor einigen Jahren auf einem "Tag der offenen Türe" an der Deutschen Pop und hab mir so ein "Bachelor"-Fach in Tontechnik angesehen. Was sie dort vermittelt haben, wusste ich zu dem Zeitpunkt schon. Gott sei Dank, so habe ich mir 2 Jahre (warum eigentlich nur 2 für einen Bachelor??) und 14.000 € erspart.
Und gut wars: einige Jahre später hab ich als Intensivpfleger ein sicheres und relativ hohes Einkommen, als Musiker müsste ich jetzt am Hungertuch nagen, so wie viele meiner Freunde/Kollegen das tun. Diese Erkenntnis gab es zwar schon vor Covid, hat das ganze aber dann noch bestätigt. Schade, ist Musik doch das schönste Hobby was man haben kann, aber lukrativ ist das nur für gefühlte 1% der Musiker... :(
 
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Offiziell einschleusen wollte ich mein Shure Beta 52A, was die nicht auf der Liste haben.
Eine Kombi aus Sennheiser E901 (innen) und E902 (aussen) stünde zur Verfügung. War mein Gegenvorschlag zum Ei von AKG.
Muss mit dem Dozenten jedoch abgeklärt werden.

Die Tricks mit Federkopfkissen in der Bassdrum geschweige denn Ziegelstein in der BD für veränderten Klangcharakter trafen nur auf Zulterschucken.

Hätte ich jetzt noch Wattebäusche innerhalb der Tomkessel als natürliches Gate vorgeschlagen, hätten die mich wohl vorsorglich als Corona positiv deklariert, mir die päpstliche Bannbulle auferlegt und würden mich gar nicht reinlassen. :engel:

P. S.: Muss ich das dort vorhandene Drumset überhaupt stimmen, wenn nach Produktionsplanung unstimmige Frequenzen begradigt werden und Melodyne zum Einsatz kommen soll?
 
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@adrachin :

Ich könnte die Line Audio CM3 einschleusen, heimlich gegen die lt. Produktionsplan vorgesehenen Oktavas, bzw. von mir vorgeschlagenen KM184 austauschen. Ob es auffällt?
Denen wohl kaum.
Unserem @Basselch wohl eher schon.
 
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Hallo, @Trommler53842 ,

...herrlich, bitte weiterberichten, wenn möglich! Es geht doch nichts über die Realität, die schreibt die besten Stories :great:
Wofür sollten die Oktavas denn genommen werden? Als Overhead müßte man die eigentlich von Neumännchen oder den CM3 unterscheiden können, weil sie, ich sag' mal, recht "erdig" klingen. An den Toms oder an der Snare könnte sich so was "erdiges" aber sogar gut machen... hängt natürlich auch wieder mal vom Set ab....

Viele Grüße
Klaus
 
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Ich bin gerade etwas verwirrt. Bashing bei Institutionen ist pc, bei kleineren Unternehmen oder gar einer Einzelpersonen hingegen nicht?
 
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Am besten lässt man das Bashing ganz, dann ist man auf der sicheren Seite.

Banjo
 
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@Banjo Ah, OK, Danke für die Erklärung.


@Trommler53842 Es ist mir leider nicht möglich an eurer frischen, frommen, fröhlichen aber leider nicht ganz freien Diskussion teilzuhaben.
 
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Es hat schon sehr viel Komisches, wenn du die political-correctness-Keule schwingst.:whistle:
Nein, ich bin weder SAE-Absolvent noch -Hasser.
 
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Wie jetzt? Das ist doch berechtigte Kritik. Mir fallen tausend Gründe ein, warum man ein theoretisches Setup nachträglich ändern sollte. Aber kein einziger, warum man starr daran festhalten muss. Wenn schon so eine Vorgabe gemacht wird, wäre eine Begründung angebracht.

Kritik ist da durchaus angebracht.

Bashing kann ich nicht erkennen.
 
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Die müssen scheinbar VORAB einen Produktionsplan beim Dozenten einreichen inkl. der zu benutzenden Mikrofone.
Kommt mir erst mal auch komisch vor, dann hab ich mir aber überlegt:
Schule ist nicht das echte Leben. da steht dann halt im Lehrplan, dass der Student einen Produktionsplan erstellen soll. Damit man sowas eben lernt oder für was auch immer das dann eben gut sein soll. Macht ja Sinn, sich vorab über die Sachen Gedanken zu machen. Ob das dann nachher auch so umgesetzt wird ist doch Schnuppe. Ich hab in der Schule auch Matheaufgaben gerechnet, die in der Praxis nie vorkommen würden. Der Verkäufer hat drei Gurken und zwei Äpfel...
Ich würde halt mal Mikrofone mitbringen, wenn ich welche vorschlagen will und mich überraschen lassen, wie das abläuft. Ich würde mir auch nicht zu viel davon versprechen, denn das ganze dient wohl eher nicht, eine super Aufnahme zu erhalten, sondern dazu, dass Stoff aus dem Lehrplan behandelt wird bzw eine Praktische Übung als Beispiel abgehandelt wird.
 
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Es hat schon sehr viel Komisches, wenn du die political-correctness-Keule schwingst.:whistle:

Ich schwinge hier gar nichts. Ich habe mich nach einem Sachverhalt erkundigt, da mir die Handhabung dieser Situation durchaus diffus erschien, aber Dank der sehr ausführlichen Erklärung von Banjo ist ja nun alles klar und für jeden verständlich.
 
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Wer sowas als Bashing betrachtet, ist wirklich offensichtlich etwas verwirrt.
 
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Anderes Thema: Was haltet ihr von der These, dass das Erkennen von Humor, wozu im weiteren Sinne natürlich auch satirische(r) Ironie und Sarkasmus zählen, in direktem Zusammenhang mit Intelligenz steht?
 
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Anderes Thema: Was haltet ihr von der These, dass das Erkennen von Humor, wozu im weiteren Sinne natürlich auch satirische(r) Ironie und Sarkasmus zählen, in direktem Zusammenhang mit Intelligenz steht?
Hm. Warte.
Solche Beiträge halte ich für Bashing, falls Dir das weiterhilft.
Und nebenbei für eine ziemlich üble und unnötige Beleidigung.
 
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