B
Burkie
Registrierter Benutzer
- 28.10.26
- 15.12.11
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- 9.318
Hallo!
Mangels Geld konnten wir in den 90ern bloß auf Kassettenrekorder, evtl. noch auf DAT oder Hifi-Video-Rekorder aufnehmen. Aber nur in Stereo. Overdubs gingen dann nur mit dem "Ping-Pong-Verfahren".
Das war ein Krampf.
Ein Gitarren-Solo zu overduben hieß, den ganzen Song komplett über Mischpult zu überspielen von einem Tape auf das andere, und beim Solo dann die Solo-Gitarre "live" dazu zu spielen und zu mischen. Bei Fehlern musste alles neu gemacht werden...
Für 30 Sekunden Solo den ganzen 3-Minuten-Song nochmal komplett überspielen, dazu beim Solo dann zu spielen, ....
Um 2010 herum kam die "Befreiung". Phonic und Alesis brachten Mischpulte mit eingebautem Firewire-Interface auf den Markt, mit denen man je nach Modell bis zu 24 Spuren parallel auf handelsüblichen Notebooks aufnehmen konnte; Steinberg* brachte Cubase 5 LE heraus, das (mindestens) 16 Kanäle Audio parallel gleichzeitig aufnehmen konnte.
Damit konnte man durchaus recht professionell für sehr kleines Geld gute Live-Aufnahmen seiner Auftritte live mischen und gleichzeitig mehrspurig aufnehmen. Oder im Heimstudio oder Probenraum durchaus sehr gut klingenden Aufnahmen machen.
Von den Schnittmöglichkeiten der digitalen Aufzeichnung am Notebook ganz zu schweigen. Solos ließen sich ganz einfach einspielen, Fehler per Punch-In ausbessern.
Damit hatte man dann auf dem Notebook praktisch ein professionelles Tonstudio; besser als es die Beatles damals hatten...
Ungefähr auch um diese Zeit kamen recht gute Großmembran-Studio-Mikrofone zu günstigem Preis auf den Markt.
Der Nachteil: Man legt sich u.U. nicht mehr fest, Entscheidungen werden vertagt, schlechte Takes nicht gelöscht, Soundentscheidungen vertagt, ..., weil man ja alles später noch mal durch bessere Takes ersetzen könnte, den Sound ja später beim Mix noch verändern könnte, und man gefühlt unendlich viel Spuren hätte...
Trotzdem: Auf die Kassettenrekorder-Zeit möchte ich nicht zurück gehen.
Grüße
Mangels Geld konnten wir in den 90ern bloß auf Kassettenrekorder, evtl. noch auf DAT oder Hifi-Video-Rekorder aufnehmen. Aber nur in Stereo. Overdubs gingen dann nur mit dem "Ping-Pong-Verfahren".
Das war ein Krampf.
Ein Gitarren-Solo zu overduben hieß, den ganzen Song komplett über Mischpult zu überspielen von einem Tape auf das andere, und beim Solo dann die Solo-Gitarre "live" dazu zu spielen und zu mischen. Bei Fehlern musste alles neu gemacht werden...
Für 30 Sekunden Solo den ganzen 3-Minuten-Song nochmal komplett überspielen, dazu beim Solo dann zu spielen, ....
Um 2010 herum kam die "Befreiung". Phonic und Alesis brachten Mischpulte mit eingebautem Firewire-Interface auf den Markt, mit denen man je nach Modell bis zu 24 Spuren parallel auf handelsüblichen Notebooks aufnehmen konnte; Steinberg* brachte Cubase 5 LE heraus, das (mindestens) 16 Kanäle Audio parallel gleichzeitig aufnehmen konnte.
Damit konnte man durchaus recht professionell für sehr kleines Geld gute Live-Aufnahmen seiner Auftritte live mischen und gleichzeitig mehrspurig aufnehmen. Oder im Heimstudio oder Probenraum durchaus sehr gut klingenden Aufnahmen machen.
Von den Schnittmöglichkeiten der digitalen Aufzeichnung am Notebook ganz zu schweigen. Solos ließen sich ganz einfach einspielen, Fehler per Punch-In ausbessern.
Damit hatte man dann auf dem Notebook praktisch ein professionelles Tonstudio; besser als es die Beatles damals hatten...
Ungefähr auch um diese Zeit kamen recht gute Großmembran-Studio-Mikrofone zu günstigem Preis auf den Markt.
Der Nachteil: Man legt sich u.U. nicht mehr fest, Entscheidungen werden vertagt, schlechte Takes nicht gelöscht, Soundentscheidungen vertagt, ..., weil man ja alles später noch mal durch bessere Takes ersetzen könnte, den Sound ja später beim Mix noch verändern könnte, und man gefühlt unendlich viel Spuren hätte...
Trotzdem: Auf die Kassettenrekorder-Zeit möchte ich nicht zurück gehen.
Grüße
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