"Richtiger" Amp + Two Notes Torpedo oder Modelling Amp?

von Revision, 27.06.16.

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pedaltrain
  1. Revision

    Revision Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.16   #1
    Hallo,
    schon seit längerem spiele ich mit dem Gedanken, mir ein gutes Homerecoring Studio einzurichten. Da ich mich musikalisch im Rock bis Metallbereich bewege, ist es für mich besonders wichtig, gute Gitarrenaufnahmen zu machen. Wie der Titel schon sagt, schwanke ich zwischen einem Modeller (Kemper oder AxeFx) oder einer Reload Box, wobei ich hier das Two Notes Tropedo Reload in Betracht gezogen hab.
    Es geht mir vor allem darum, den bestmöglichen Sound zu erzielen und mit der Zeit vielleicht sogar an Studioqualität ranzukommen. Hat also jemand Ahnung oder Erfahrung mit beiden Systemen? Gibts qualitätliche Unterschiede oder relativiert sich das Ganze wenn ich meine Amps übers Reload laufen lasse?
    Zu sagen ist wohl noch, das ich Verstärkermäßig gut ausgerüstet bin (Mesa, Oragne, Fender etc.) und deswegen im Grunde nicht auf die Modellingsoftware von AxeFx oder Kemper angewiesen wäre.

    Gruß
     
  2. Roli78

    Roli78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.16   #2
    Hallo,

    Ganz ehrlich? Idealerweise kaufst du dir ein gutes interface mit einem HighZ-Eingang oder eine gute DI-Box. Idealerweise nimmt man DI-Signale auf, die dann entweder "gereampt" werden oder du nutzt Plugins. Die Qualität von diesen Plugins machen eigenlich jedes Outboard-Equipment hinfällig.


    Ich persönlich nutze alle möglichkeiten: Ich nehm immer ein DI-Signal mit auf, aber auch zusätzlich direkt entweder über den Amp mit Mic oder MicSim oder über den Modeller (Helix).

    Solltest du mit Plugins spielen wollen, empfehle ich dir ein UA Interface, da hast du keine Latenz und unglaublich gute Sounds, gerade für den Rockbereich.

    Gruss
    Roli
     
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  3. exoslime

    exoslime Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.07.16   #3
    Hallo,

    Studiotaugliche Qualität wirst du mit allen dieser 3 Geräte hinbekommen, da brauchst du dir diesbezüglich keine Sorgen machen, da du ja schon ein paar tolle Röhrenverstärker besitzt, würde ich persönlich richtung Torpedo tendieren (und das sage ich dir als begeisterter Kemper und Axe FXII Spieler), einfach weil du das bestehende dann auch schon gut verwenden kannst und der Signalfluss dann recht überschaubar und geradlinig ist.

    Ich hab mal einen etwas längeren Text zu Axe FX und Kemper geschrieben, siehe meine Signatur, da kannst du ja mal reinlesen wenn du etwas Zeit übrig hast

    Was du mitbringen mußt, wenn du dich auf den Kemper oder Axe FX einlässt, ist grundsätzlich viel Zeit zum einstellen und tweaken (AXE FX) und passende Profile suchen (Kemper)

    Und grundsätzlich würde ich hier mal sagen, entscheide dich für das System was besser zu deinem Workflow passt.
    mit deiner Amp-Sammlung ist das Torpedo wohl das System was am einfachsten und gerade aus ist.
    bist du eher der Soundbastler bzw hast Freude am Sound rumschrauben und vielleicht magst du auch direkt von der Picke auf deine Sounds basteln und auch tief in den Einstellungen der Modellings zu wühlen? dann ist das Axe FX die Richtige Wahl.

    der Kemper überzeugt mit "fertigen" (auch unter anderdem schon "mixready" ) profilen, wie eben mit dem Mikrofon abgenommen Verstärker klingen, das Problem ist aber die schiere Auswahl an unterschiedlichen Profile durch die man sich erst mal durchackern und einarbeiten muß.
    oder du erstellst deine Eigenen Profile mithilfe deiner Vestärker, deiner Boxen und Mikrofon.

    lg
    Chris


    Guter Tip, aber das stimmt nur eingeschränkt, nämlich die nahezu Null Latenz beschränkt sich ausschliesslich auf Plugins die in der UA Console laufen, welche ausschliesslich eben auf UAD-2 Plattform veröffentliche Plugins sind (also kein Lepou, kein Amplitube, etc) ausserdem sind die UAD-2 Plugins doch relativ teuer (auch wenn sie gut klingen. sag ich als UA Fanboy ;) )
    Möchte man durch die DAW monitoren, als zb Amplitube oder Revalver spielen, dann tritt serwohl die systemtypische Latenz auf.
     
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  4. smello

    smello Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.16   #4
    Da du ja schon Verstärker hast und diese bestimmt auch gerne magst würde ich dir auch zum Torpedo raten.
    Man muss zwar auch da bissel mit den IRs ausprobieren (oder selbst welche erstellen) aber es ist weniger Aufwand als z.B. beim Axe.

    Wenn du jetzt sagst du hast auch eine (oder mehrere) gute Box(en) und willst auch live alle deine Amps nutzen, nimm den Kemper und erstelle deine eigenen Profiles.
    Dann kannst du damit aufnehmen und hast auch alles live dabei. Dazu sollte man natürlich ein gewisses Know How was Mikrofonierung angeht haben.
     
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  5. Captain-P

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    Erstellt: 08.07.16   #5
    - gelöscht -
     
  6. bagotrix

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    Erstellt: 10.07.16   #6
    Hi,

    wenn Du wirklich gute Amps hast und mit denen glücklich bist, nimm auch mit ihnen auf. Auch wenn Spielgefühl und Sound heute bei den Spitzen-Modellern schon wirklich sehr, sehr gut sind, bleibt ein letztes Quäntchen, dass Dir wahrscheinlich fehlen wird. Wer mehrere gute Amps besitzt, ist ja meistens einer der gefühlsmäßig viel "Sound mit dem Amp macht". Nach meiner Erfahrung gibt es viele Gitarristen, die entweder so ticken und eher eine Hauptgitarre bzw. ein paar recht ähnliche haben, oder eben einen Amp, den sie als flexibel genug einschätzen, und dafür ein Dutzend Gitarren von der Tele über Shred-Gitarren bis zur Semiakustik. Wenn Du Dich eher im ersten Bereich wiedererkennst - bleib bei Deinen Amps.

    Im Prinzip sind natürlich auch LS-Simulationen nie das Gleiche wie ein Amp, vor dem man steht, ABER: das gilt auch für die Abnahme per Mikro. Da muss einer schon sehr viel Fachkenntnis und Erfahrung haben, diese so gut hinzukriegen wie das Torpedo. Das ist auf dem Gebiet schon "State Of The Art". Auch ist der Lautsprecher zwar schon wichtig, aber halt nur ein einziger Teil der Übertragungskette, der Rest bleibt eben"echt".

    Nicht zuletzt wirken auch Klang- und Gainregler bei jedem Exemplar eines Röhrenamps etwas anders, geschweige denn bei Models und Profilen. Du hast also einige Baustellen weniger, wenn Du die gewohnten Einstellungen beibehalten bzw. in Dir vertrauter Weise anpassen kannst.

    Gruß, bagotrix
     
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  7. Revision

    Revision Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.16   #7
    Danke erst mal für die Tipps. Dann wirds wohl das Torpedo reload. Was mich vorallem dran fasziniert ist, das ich damit Reampen kann. Setzt natürlich ein gutes DI Signal Voraus.

    Die UA Interfces sind schon teurer als mein Steinberg UR44. Gibt's da starke Qualitätsunterschiede bezogen auf gute DI Signale aufzunehmen?
     
  8. stonarocka

    stonarocka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.16   #8
    Wenn du deine "echten" Amps nutzen willst ist die Aufnahmequalität des Steinberg absolut ausreichend, das tolle am UA ist die Modellingsoftware.
     
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  9. Burndown

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    Erstellt: 18.07.16   #9
    als Gitarrist würde ich Dir auf jedenfall zu Deinen Amps raten... als Aufnahmetechniker würde ich Dir auf jeden Fall zu Modelingsoftware raten...
     
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