(A-Git!) Richtiges Setup für eine Live-Performance

  • Ersteller Ersteller DocMarten
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  • #42
Ansonsten das kleine Behringer Digipult? Kann das so kleinmaschig EQen wie das X32?
Das Flow 8 kann das, allerdings braucht es dazu eine App auf einem Tablet, das sich per Bluetooth verbindet.
wenn du nur das Pult gegen Digital tauscht würde ich zuerst mit Gate probieren ob du ohne größere Frequenzeinschnitte vermeiden kannst, das wirkt sich nicht so sehr auf den Gesamteindruck aus
Gates sind Kettensägen in der Signalverarbeitung, die alles zerstören aber nichts reparieren. Zum Glück ist Behringer* schlau genug gewesen, den Pulten von ihnen Expander zu gönnen, aber auch die würde ich hier nicht einsetzen wollen. Gerade bei Solo Gitarren kann es niemand gebrauchen wenn bei leiser gespielten Passagen das Signal Mal kommt, Mal verschwindet. Dann lieber mit dem EQ vorsichtig korrigieren.
würde ich erst mal an der Signalquelle ansetzen:
Macht Sinn. Und zu aller erst den Kompressor, jeden Kompressor, weg lassen. Die sind immer eine Quelle für Feedback wenn man sie nicht extrem gut einstellt. Bei wenig Erfahrung lieber ohne Kompression.
Den LR Baggs Para kenne von diversen Floorboards für Akustik Gitarren und kanndem ein gutes Zeugnis ausstellen.
 
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  • Ersteller
  • #43
Okay, dann schau ich mal in Richtung DI-Box, ob mir die günstig angeboten wird. Wie sähe es aus mit einer günstigen, gut transportablen PA (siehe mein letzter Beitrag)?
 

  • #44
In Sachen PA solltest Du besser einen neuen thread starten.

domg
 
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  • #46
Okay, dann schau ich mal in Richtung DI-Box, ob mir die günstig angeboten wird. Wie sähe es aus mit einer günstigen, gut transportablen PA (siehe mein letzter Beitrag)?

Die LR Baggs Para DI Box kann ich auch sehr empfehlen. Wenn man weiß, was welcher Poti macht (und das lernt man recht schnell), ist das schon ein richtig guter Problemlöser bei Soundproblemen.

Wenn man es einfach mag, und Live „nur schnell“ eine Feedback Frequenz aus dem Signal ziehen möchte, ist der Boss AD2 Bodentreter vielleicht noch einen Blick wert. Gitarre anschlagen, den „Notch“ Poti drehen bis man die nervige Koppelfrequenz erwischt hat, und fertig (zumindest in meinem Setup, meistens 😉).

Dank „Ambience“ (eine Art Halleffekt) und „Acoustic Resonance“ (Ähnlich eines Mikrofonsimulators für Piezosignale von Akustikgitarren) kann man den Sound auch gleich noch etwas „veredeln“.

Mir ist das Teil mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Den Para DI habe ich für das ruhige Gewissen im Gepäck, seit dem AD2 aber nicht mehr ernsthaft gebraucht, auch wenn sich damit Soundmäßig und bei der Rückopplungsfestigkeit noch einiges mehr rausholen liesse.

Viele Grüsse
Kai
 
  • Ersteller
  • #47
Der Boss AD-2 hört sich auch gut an. Wäre die Para DI-Box damit obsolet? Preis wäre natürlich auch extrem günstig...
 
  • #48
Wäre die Para DI-Box damit obsolet?
Kommt drauf an, ob du auch noch eine DI-Box haben möchtest. Bei längeren Kabelwegen ergibt das durchaus Sinn.

Aber wie schon empfohlen, solltest du einfach mal dein Equipment zuerst Teil für Teil durchchecken. Den Amp aus dem Signalfluss nehmen, Gitarre direkt ins Pult, den Preamp checken etc.
Generell ist weniger oft mehr. Die Para-DI und das AD2 sidn eher zwei unterschiedliche Geschichten, auch wenn beide einen Notch-Filter haben, von dem wir gar nicht wissen ob du ihn brauchst oder nicht.
 
  • #49
Der Boss AD-2 hört sich auch gut an. Wäre die Para DI-Box damit obsolet?

Wie @Disgracer schon schrieb, sind die beiden Geräte nicht direkt vergleichbar. Die Para DI ist eine -mit einem flexiblen und super einsetzbaren EQ ausgestattete- DI Box. Das AD2 ist eher ein einfaches und m.E. sehr praxistauglich ausgestattetes Bodentreter Effektgerät für Akustikgitarren.

Notchfilter und symmetrischen Ausgang haben beide (beim AD2 als TRS Stereoklinke ausgelegt). Das bieten afaik aber auch viele andere Effektgeräte für Akustikgitarren.

Meine beiden mittlerweile eingesetzten Live Gitarren liefern -abgesehen von der Anfälligkeit für ein niederfrequentes Rückkoppeln in meinem Setup- für mich ein ausgewogenes Signal. Daher komme ich i.d.R. ohne Frequenzanpassungen aus. Die Extras des AD2 (Ambience, Mute Funktion und Acoustic Resonance) nutze ich hingegen durchaus gerne. Und ich schätze die einfache Bedienung sehr. Das hält mir den Kopf besser für das Wesentliche frei.
 
  • Ersteller
  • #50
Ich hoffe, dass ich mit der Abdeckung des Schalllochs die Rückkopplung in den Griff bekomme. Von daher wäre die Frage, welches der beiden Produkte für mich passend wäre...
 
  • #51
Dann erprobe doch erst mal den preiswerten Fedbackbuster, bevor Du an größere Investitionen denkst.
 
  • Ersteller
  • #52
Ist schon auf dem Weg. Nichtsdestotrotz brauch ich eine passende PA...
 
  • #53
  • Ersteller
  • #54
Korrekt... insofern würde ich einfach mal mein Equipment austesten.
 
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  • #55
Ich hoffe, dass ich mit der Abdeckung des Schalllochs die Rückkopplung in den Griff bekomme. Von daher wäre die Frage, welches der beiden Produkte für mich passend wäre...

Zunächst solltest du Dich nochmal mit dem Tonabnehmersystem Deiner Gitarre beschäftigen.
Ginosguitars.com schreibt zum Fishman F1 der Martin OMCPA4 folgendes:

——————————————————————————————————————————
The F1 Analog has 2 control knobs and one display. By pressing the volume button down for 2 seconds the tuner is activated. The innovative one-knob tone control lets you choose between a natural, undersaddle sound with no EQ (fully counter-clockwise) on up to a “mid- scooped” tone with emphasized treble & bass and reduced midrange. Pressing the tone knob repearedly cycles through various phase settings that improve bass response while aiming to suppress unwanted feedback.
——————————————————————————————————————————

Möglicherweise kannst Du damit ja schon den Sound etwas weg von mittig/bauchig/matschig bringen und die Feedback Empfindlichkeit reduzieren. Neue, dünnere Saiten könnten vielleicht auch helfen. Wenn das auch nichts bringen sollte, klingt das für mich danach, als wenn tiefgreifendere Frequenzkorrekturen nötig sind. Das wäre mit dem Para DI grundsätzlich möglich.

Hast Du denn eventuell einen Musikladen in der Nähe, bei dem Du das mal ausprobieren kannst? Den Para DI hatte ich mir mal nach Beratung und probespielen/ausprobieren bei Session gekauft.

Das AD2 hatte ich aus einem Urlaub in Japan mitgebracht. Der Verkäufer im Laden hielt es für minderwertig, da es nicht in Japan hergestellt wurde. Ich war hingegen dort beim anspielen ziemlich begeistert davon, wie sehr es den harten Piezo Klang einer einfachen Gitarre verbessert hat.

Der Deckel fürs Schalloch sollte auf jeden Fall immer dabei sein. Das hilft in schwierigen Situationen recht zuverlässig gegen die Rückkopplungen. Trotzdem sollte das m.E. das letzte Mittel sein, wenn man das nicht mit anderen Mitteln in den Griff bekommt (PA Boxen möglichst nicht zu nah an der Gitarre aufstellen, Monitor nicht zu laut und nicht direkt auf die Gitarre ausrichten, EQ/Notchfilter, etc. verwenden).
 
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  • #56
Neue, dünnere Saiten könnten vielleicht auch helfen.
...ich wollte mich hier nun eigentlich zurũckhalten, aber bei diesem total unsinnigen "Tipp" kann ich nicht mehr an mich halten...Nein, nein und nochmals nein!
Der einzige Grund auf eine Akustik-Steelstring dünnere Saiten aufzuziehen ist wenn die Fingerchen schmerzen...und auch dann sollte man Sätze unter 011er Satz meiden...denn klanglich ergeben sich daraus nur Nachteile!
 
  • #57
denn klanglich ergeben sich daraus nur Nachteile!
Meinst du nicht, dass das einfach individuelle Geschmacksache ist?
Zumal wir gar nicht wissen welche Saitenstärke der Themenstarter spielt. Das kann doch durchaus ein guter Tipp sein um gegen dumpfen Sound anzugehen, wenn er z.B. 13er Saiten drauf hat.
Ich empfinde deine Reaktion mit "unsinnig" und "nein, nein, nein" deutlich übertrieben. Ich kenne jede Menge Leute, die 11er Saiten spielen und hier im Forum gibt es auch einige die 10er Saiten spielen und damit sehr zufrieden sind. Es klingt halt dünner. Das muss aber kein Nachteil sein. Kann man das nicht einfach jedem selbst überlassen?
 
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  • #58
...ich wollte mich hier nun eigentlich zurũckhalten, aber bei diesem total unsinnigen "Tipp" kann ich nicht mehr an mich halten...Nein, nein und nochmals nein!
Durch Deine niedrige Reizschwelle und die kompromisslose, sowie relativ derbe Ausdrucksweise macht es für mich keinen Sinn, das Thema hier zu vertiefen.

@Disgracer hat meine Ansicht dazu bestens beschrieben.

Beim Thema Saitenwahl gibt es ziemlich sicher mehr als nur eine gültige Meinung. „Je dicker, desto besser“ ist IMHO nur eine von mehreren - aber wahrscheinlich die (Urgroß-)Mutter aller Saitenwahl-Meinungen.
 
  • #60
und die kompromisslose, sowie relativ derbe Ausdrucksweise
...die du mir als Totschlagargument in die Schuhe schiebst...klar, jemand der so reagiert kann nicht Recht haben. Wenn jemand sagt "Nein, nein, nein, das ist total unsinnig" dann ist das nicht "relativ derb" dann ist das emotional...sind wir Musiker nicht alle emotional?

Um sachlich zu argumentieren: 010er-Sätze Saiten:

1-haben in der Balance gut wahrnehmbar leisere Mitten und Tiefen als 011er und deutlich weniger als 012er Sätze
2-üben deutlich weniger Druck auf die Stegeinlage aus

Wenn DocMarten nun Feedbackprobleme hat die im Mitten und Tiefenbereich stattfinden (ist üblich bei Akustikgitarren-Pickups und anders als zB bei Mikrofonen)
Dann ist diese Sache komplett kontraproduktiv weil er durch dünnere Saiten:

zu1-in seinem Setup Mitten und Tiefen noch stärker anheben muss um wieder nen vollen Klang zu haben
zu2-Zudem noch die Lautstärke seiner Gitarre anheben muss weil weniger Druck auf die Stegeinlage weniger Ausgangspegel dieser in den Preamp der Gitarre bedeutet.

Insgesamt ist deshalb eine nochmals deutliche Verschlimmerung der Situation in Sachen Feedback durch dünnere Saiten als 011er Satz zu erwarten.
Und wenn das im Endeffekt kein klanglicher Nachteil ist dann weiß ich auch nicht.

Im Übrigen möchte ich den guten Doc nochmal dazu ermuntern (wie ich es schon beschrieben habe) zu überprüfen ob seine Stegeinlage nicht doch allzu stramm in deren Schlitz sitzt und deswegen viel zu wenig Druck auf auf den Pickup darunter ausübt....hatte schon Neugitarren im Laden und Kundengitarren im Service, wo die Stegeinlage den Boden ihres Schlitzes und somit den Pickup kaum berührte weil sie so fest an den Wandungen des Schlitzes eingeklemmt war...logischwerweise mit starken Auswirkungen auf den Pickup-Sound aber auch auf die akustische Klangausbeute.

Wie gesagt, das ist bei Martins öfter der Fall (glaubt mir einfach dass ich das weiß ;)) und diese beschriebene übermäßige Neigung zum Feedback würde da genau ins Bild passen.

Das war mein letzter Versuch...und jetzt könnt ihr mich zerreissen...

Gruß,
Bernie
 
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