- 28.10.26
- 18.10.06
- 6.269
- 96.164
- Bochum
Das würde ich zu 100% unterschreiben und ich glaube es wird sich auch so gut wie niemand finden, der das infrage stellen würdeUm sachlich zu argumentieren: 010er-Sätze Saiten:
1-haben in der Balance gut wahrnehmbar leisere Mitten und Tiefen als 011er und deutlich weniger als 012er Sätze
2-üben deutlich weniger Druck auf die Stegeinlage aus
(Mal abgesehen von Unterschieden zwischen verschiedenen Marken etc)
Auch hier stimme ich total zu, dass es vollkommen kontraproduktiv wäre das zu tun.Dann ist diese Sache komplett kontraproduktiv weil er durch dünnere Saiten:
zu1-in seinem Setup Mitten und Tiefen noch stärker anheben muss um wieder nen vollen Klang zu haben
zu2-Zudem noch die Lautstärke seiner Gitarre anheben muss weil weniger Druck auf die Stegeinlage weniger Ausgangspegel dieser in den Preamp der Gitarre bedeutet.
zu 1: Deswegen würde man das eben auch nicht machen, denn es widerspricht ja genau dem Sinn, wieso man dünnere Saiten aufziehen wollen würde.
Wenn ich dünnere Saiten als vorher aufziehe, dadurch weniger Tiefen und Mitten habe und diese dann am Mischpult wieder anhebe, hab ich ja überhaupt nix gewonnen, sondern das gleiche Problem wie vorher.
Die Idee dünnere Saiten aufzuziehen wäre ja genau dadurch das Klangspektrum der Gitarre zu verändern, hin zu weniger Tiefen und Mitten (was ja auch noch einmal mehr Sinn ergibt, weil der aktuelle Klang ja als "mulmig" und "dumpf" beschrieben wurde), so dass man eben den Bereich in dem das Feedback offenbar besteht generell ausdünnt, damit es eben nicht mehr besteht.
Es geht also überhaupt nicht darum einen vollen Klang zu behalten, sondern den bestehenden Klang zu verändern. Eben hin zu dünner und höhenlastiger. Das kann man natürlich auch mit einem EQ machen, wenn man entsprechend viele Bänder hat, aber Saitenwechsel wäre ein kostengünstiger Alternativplan, bevor man da massig Geld in Extra-Equipment steckt. Außerdem ist es generell sinnvoller Probleme da zu bekämpfen wo sie entstehen, anstatt nachträglich mit mehr Equipment drüber zu bügeln und die Symptome zu bekämpfen.
zu 2: Das spielt im Grunde überhaupt keine Rolle, da die Verstärkung ja eh am Mischpult passiert. Wenn ich jetzt durch den Saitenwechsel 2-3 dB an Lautstärke verliere, ist das ja kein Problem am Pult entsprechend den Input-Gain etwas hochzuregeln. Solange man da nicht am absoluten Limit ist, spielt das wirklich keine Rolle. Und WENN man am Limit ist, hat man noch ganz andere Probleme mit seiner Anlage.
Einziger Mini-Nachteil: Man zieht auch das Rauschen mit hoch, aber ganz ehrlich: Bei dem 200€ Mischer, der hier im Spiel ist, sind die 2-3 dB weniger Rauschabstand dann auch vollkommen egal.
Und eventuell wäre es sogar gut WENIGER Druck im Bassbereich auf dem Pickup zu haben, wenn der Sound aktuell zu dumpf ist. Kann ja durchaus sein, dass die dickeren Bassaiten da im Vergleich zu viel drauf drücken und das mit dünneren Saiten etwas gleichmäßiger ist. Es könnte also durchaus ein klanglicher Gewinn sein.
Jedenfalls sehe ich persönlich nichts, was dagegen spricht, mal 10€ in einen anderen Saitensatz zu investieren und zu gucken ob das was bringt, anstatt von vornhinein so energisch dagegen zu sein.
Zumal der Klang hier generell noch extrem veränderbar ist, weil die Gitarre verstärkt wird und man mindestens den EQ vom Mischpult hat.
ich kann total verstehen, wenn man empfiehlt dickere Saiten zu spielen, wenn man akustisch spielt und einen volleren Klang möchte. Ich spiel auch zumeist 12er auf meinen Gitarren. Aber die Saitenwahl hängt eben auch noch von ganz anderen Dingen ab. Wenn ich viel Bendings spiele, möchte ich vmtl dünnere Saiten, gerade, wenn es über einen Ganzton hinaus geht. Die meisten Leute spielen 10er-Saiten auf ihren 12-String Gitarren, weil dickere Saiten zu anstrengend sind (und stimmen oft noch runter). Die Mensur ist eventuell auch von Bedeutung, etc pp.
Und gerade Saiten zu testen ist so eine billige Möglichkeit seinen Klang zu verändern (wenn man nicht gerade 50€ Saiten spielt, so wie ich...), dass ich da wirklich nicht verstehen kann, wieso man da so vehement gegen sein muss. Lass ihn das einfach testen und wenn es nix bringt hat man 10€ in den Sand gesetzt und was dabei gelernt.
) deutlich mehr anfangen.
