Röhrenamp das Maß aller Dinge (Clip: Blindtest Boutique-Röhre vs. Boss Katana)?

von gustavz, 20.08.19.

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pedaltrain
  1. InTune

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    Erstellt: 25.08.19   #101
    Naja, es gibt immer viele Sichtweise und wenn man die „der Ton kommt aus den Fingern“ Brille aufsetzt, klingt Santana über einen Line6 Spider bestimmt 1000mal geiler, als ich über einen Boogie MarkV. So ist es dann auch eh egal welches Equipment man nutzt... man muss halt spielen können.

    Das der Zuhörer Eindruck von „Sound“ ein anderer ist, als der, den der agierende Musiker wahrnimmt, kann man auch in den Bereich der Einbildung schieben, ich bin jedoch schon der Meinung, das mal als Gitarrist beim Spielen sein Rig mit wesentlich mehr Sinnen wahrnimmt, als das Publikum.

    Und Last but not least, fühle ich mich in Jeans auch wohler als in Cordhosen, obwohl beides mich gleich gut wärmt und beides doch ganz schick ist...
    Diesen Gesichtspunkt übertragen auf Röhren- vs. Modeling Amp, wird der eine oder andere im Falle der Röhrenliebhaber als snobistisch ansehen, aber so what? Wem die Glaskolben besser gefallen, darf sie doch nutzen und umgekehrt.
     
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  2. Bass_Zicke

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    Erstellt: 25.08.19   #102
    100% zustimm :great:

    ... zumal der " kinderzimmerwohlfühlamadatretminenkuschelsound " eh oft in der band angepast werden muß . ..... da bleiben nicht viel logische gründe um um milliprozent zu veilschen .

    ..... hatte ich dieses jahr ..... ich sah das erste mal einen kemper und ehrlich gesagt .... im gesamtsound wäre ein brüllwürfel auch vollkommen ausreichend gewesen .

    ... und so bleibt es eben bei den typischen röhrensounds , die entweder aus einem original oder eben aus einem kombuder kommen ..... nicht gerade innovativ .

    .... wenn ich so zurückdenke , haben es eigentlich nur zwei hersteller mal geschafft , was anderes anzubieten ..... das war zum einen HH musician mit ihren amps , wo zumindest marc bolan mal mit versucht hat und eben die legendären JC 120 von roland ..... das waren einfach mal andere amps , die eben nicht versucht haben , röhrensounds nach zu machen ..... die waren irgendwie ganz " eigen " .

    .. auch wäre es ja wichtig , den eigenen sound zu finden und zu gestalten , als immer nur irgendwelchen vorlagen nach zu eifern ..... auch etwas , was nicht gerade für was neues zeugt .

    ... udn wenn ich dann sehe , was sich im bassbereich so die letzten jahrzehnte getan hat ...... das ist doch wenigstens mal was ! ...... mischbestückungen der boxen , fette transenamps ohne röhre ..... wo ist jetzt da der entscheidene punkt ? ...... ist da vielleicht eine " gattung " komplett zurückgeblieben ?

    der aufgeführte test hätte anders aussehen müssen .... und zwar live mit band und allem was dazu gehört .... und dann wäre es eine frage , ob da wirklich noch ein unterschied zu hören wäre ??? ...... oder würde da ev sogar ein guter transamp auch gehen ? *;)
     
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  3. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 25.08.19   #103
    Ja.. und trotzdem ist die Art und Weise der "Interpretation" z.B. auf Vinyl konserviert. Wenn ich eine Schallplatte aus den 60s auflege, klingt die, abgesehen von Abnutzungserscheinungen oder Tonabnehmeränderungen, wie sie damals auch schon geklungen hat.
    Dass manche alten Lieder der Stones mit Kassette aufgenommen wurden, glaubt man Keith Richards z.B. sofort, wenn sie hört. Auf der anderen Seite gibt es sehr gute Produzenten, die Songs erst zum Leben erweckt haben.

    Früher wurde zwar mehr Live gespielt, die großen Gitarrenhelden sahen trotzdem die wenigsten auf der Bühne stehen, daher behalf man sich mit Tonträgern, Radio und dem TV. Unsere Klangvorstellungen haben die Konserven aus den Tonstudios gewiss mehr geprägt als die Liveauftritte.

    Klanglich wird doch auch noch heute ab und zu ins Klo gegriffen und das ist ja auch nicht Verstärkerabhängig. Jeder Amp kann schlecht klingen, wenn man ihn, bezogen auf das eigene Spiel, falsch einstellt bzw. schlecht "falsch" verwendet.
    Bleibt trotzdem die Frage: Braucht man Modeller, wenn man sich ohnehin auf nur 1-3 Ampssounds eingeschossen hat?
     
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  4. -N-O-F-X-

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    Erstellt: 25.08.19   #104
    Man braucht keine Modeller, aber sie haben Vorteile. Wenn man sich auf 3 Ampsounds, lohnt es sich aber.. mir fällt spontan zumindest kein Konzert ein, bei dem jemand 3 Amps verwendet hat.
     
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  5. Der ahnungslose Depp

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    Erstellt: 25.08.19   #105
    Habe sofort bei A auf digital geraten und fand mich nach Anhören der ersten drei Vergleiche bestätigt. Dabei verließ ich mich auf 2 Aspekte. Variante A schien mir das Frequenzspektrum geichmäßiger abzubilden, was man gut finden kann aber nicht muß. Jedenfalls lag es nahe, daß da Sounddesigner ganze Arbeit geleistet haben. Variante klang trotzdem runder, weicher und bisweilen auch wärmer.

    Es scheint zutreffend zu sein, daß die digitalen Amps mittlerweile Defizite ihrer Anfangszeit überwunden haben, viele Vorteile bieten und dabei erschwinglich, praktikabel und vielseitig sind. Für mich bleibt ein Röhrenamp eine gefühlt andere sinnliche Erfahrung. Vielleicht ist mir der designte Sound auch zu eindeutig. Oft besteht der Reiz ja darin, daß es nicht aalglatt rund läuft.
     
  6. JesusCrisp

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    Erstellt: 25.08.19   #106
    Es ging um Ampsounds, nicht unbedingt Amps. Sprich Clean/Crunch/High Gain kriegt man ja aus den meisten 1- und 2-Kanalern raus.
    Live interessiert es wohl die wenigsten, einen 6505, einen ENGL Powerball und einen Mesa Mark V zur Verfügung zu haben, zwischen denen gewechselt werden kann für einen im Bandkontext nur leicht unterschiedlichen Sound.
     
  7. Bassturmator

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    Erstellt: 25.08.19   #107
    Spontan: "Powder for pigeons"! Unbedingt live ansehen!!!
     
  8. OliverT

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    Erstellt: 25.08.19   #108
    Sag das mal Mark Knopfler von den Dire Straits ;)
     
  9. milamber

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    Erstellt: 25.08.19   #109
    Früher war eben alles besser. Da wurde alles noch mit Feenstaub behandelt. Leider gibt es keine Feen mehr und musikalisches Equipment kann nicht mehr so gut gebaut werden wie in den 50ern und 60ern.
    Heute bekommen wir nur billig produzierten Abklatsch von den tollen Gitarren und Verstärkern von damals. Aber wir sind nicht blöd, wir lassen uns nicht täuschen. Jeder, der nur halbwegs Ahnung von Musik hat, kann blind eine richtige 59er LP oder einen richtigen aufgerissenen Plexi riechen. The really right stuff, the holy grail and the only way to make rock'n'roll.

    Aber mal im Ernst und um auch etwas Sinnvolles zum Thema beizutragen: viele Vergessen, dass Lautstärke eine große Rolle spielt. Ich behaupte mal, dass Modeller oft daheim bei niedriger Lautstärke eingesetzt oder zumindest erstmal ausprobiert werden. Da heißt es dann, dass es sich nicht richtig anfühlt und es nicht gut klingt. Ist in dem Fall aber kein fairer Vergleich.
    Klar, wenn die Hose nicht flattert, hast Du entweder keine an oder Du spielst nicht laut genug.
     
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  10. OliverT

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    Erstellt: 25.08.19   #110
    Sicherlich einer der bisher besten Beiträge ...... und PRAXISTAUGLICH ;):great:
     
  11. Bass_Zicke

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    Erstellt: 25.08.19   #111
    ööööh ....... glaub mir , dieser satz ist vom inhalt her nicht ganz richtig *lach

    .... wobei es in den anfangszeiten wirklich ein problem war , denn 1. wurde bis dato nicht so laut musiziert und 2. es gab noch nicht diese pa technik wie heut und / oder es war schon aufwand , eine band mal richtig laut zu machen . ..... und so wurden halt die amps bis zum arsxx aufgerissen .

    ..... aber , ich erlebte in den 70er jahren YES live und das war vom sound her , mehr als nur top ..... aber kein wunder , wenn man(n) , frau , trans sah , was da aufegstapelt war ! ...... indes in den , ich glaub es war so ende der 80er , Ramones ..... ich hab das konzert vorzeitig verlassen , weil es einfach noch grottig schlecht klang ..... undzwar richtig grottelich !!!! ...... und da stand auch noch das zeugs rum , was heute so angebetet wird *ggggg

    ... oft wird aber scheinbar auch vergessen , das zuhause üben angesagt ist und es sich dabei nicht um ein konzert oder auftritt handelt :D .
     
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  12. Marschjus

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    Erstellt: 25.08.19   #112
    Als Ersatz dazu haben wir dafür Feinstaub....wird sogar so ähnlich geschrieben. An einem sinnvollen Einsatz davon wird wahrhscheinlich noch gearbeitet.
    hmm...glaub ich eher nicht. Denn genau das ist doch die Stärke im Vergleich zu einigen (gerade älteren Röhrenamps). Also wer den Modeller daheim nur leise testen kann, kann auch einen kleinen Röhrenamp nicht in der Wohlfühlzone spielen. Hat daher eigentlich auch keinen so richtigen Vergleich.

    Da es hier ja eigentlich nicht um Modelling vs. Röhre (mal wieder) geht, sondern ein Vergleich vom Katana zu einem Friedman sollte man Modelling evtl. nicht über einen Kamm scheren.
    Ich sagte es ja schon einmal in einem anderen Thema. Wenn der Katana die eierlegende Wollmilchsau wäre würde kaum noch einer zu entschieden teureren Produkten greifen.

    Ich habe mir mal spaßeshalber ein Paar Bewertungen zu dem Katana 100 im Netz durchgelesen. Man muss zugegeben das diese überdurchschnittlich gut sind. Aber es wird eben auch oft gesagt "für den Preis...." .
    Und garnicht mal so wenige Nutzer/Tester/Bewerter scheinen erst mit dem Hobby anzufangen oder sich nach einem kleinen Einstiegsbrüllwürfel etwas besseres kaufen zu wollen/ gekauft zu haben.
    Nun...ich sage es mal so, als ich mit 16 oder 17 das erste mal mit Gitarre "spielen" angefangen habe war ich von meinem Marshall MG30 auch sehr angetan.

    Nun dauert es aber, auch wenn mal recht viel üben kann, doch einige Jahre bis man auch vorzeigbar spielen kann und sich evtl. auch eine richtige Soundvorstellung herauskristalliesiert hat. Manch einem reicht genau EIN Sound aus.
    Und nur diesen einen Sound muss sein Traumamp liefern können. Und wenn das ein One-Trick-Pony kann ist es völlig wurscht ob der Verstärker in allen anderen Regionen sogar gegen ein 15 Jahre altes POD abkackt.
    Wenn in der einen Disziplin der Modeller (in dem Fall der Katana) nicht mithalten kann ist es halt der falsche Amp.

    Ich habe allgemein so etwas das Gefühl das die Hardliner in Sachen "Röhre ist das einzig Wahre" eher einen oder sehr wenige bestimmte Soundvorstellungen haben und diese halt mit normalen Röhrenamps besser umsetzen können.
    Das ist aber kein Problem des Modellung an sich, auch nicht die vermeintliche Rückständigkeit der Röhrenverfechter, sondern einfach ein Problem im Einsatzgebiet. Eigenartigerweise muss aber inzwischen immer alles eine Allgemeingültigkeit haben.
    Und so gibt es dann immer wieder die Streitereien.

    Ich persönlich hab ja vor einen Orange TH30 mal anzuspielen, der reizt mich schon eine Weile. Wenn ich mal dazu komme werd ich einfach mal aus neugier so einen Modellingwürfel anspielen.
    Bisher empfinde ich als unbedarfter Lärmerzeuger das meiste was ich so gehört habe einfach,naja irgendwie etwas steril. Ich kann es nicht richtig beschreiben,irgendwas fehlte einfach. Wobei man jetzt nicht sagen kann das es deswegen schlecht klang.
    Dann lag es evtl. einfach nicht am Equipment...:evil:
     
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  13. -N-O-F-X-

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    Erstellt: 25.08.19   #113
    Das habe ich falsch interpretiert, sorry.
    --- Beiträge zusammengefasst, 25.08.19, Datum Originalbeitrag: 25.08.19 ---
    Muss ich mal anhören!
    Vielleicht tourt er deswegen mittlerweile mit dem Kemper.
     
  14. HD600

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    Erstellt: 25.08.19   #114
    Das heißt heute "Vintagestaub".
     
  15. RayBeeger

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    Erstellt: 25.08.19   #115
    Wir reden hier über ein in Halbleitertechnik (CMOS) agierenden Amp, der dafür auch noch Effekte und eine Akustiksimulation bietet. Das Paket gibt es schon für 220 Euro. Den lässt man gegen einen Röhrenboliden antreten, dessen klanglichen Vorzüge auch erst dann hör-und fühlbar werden, wenn er a) richtig eingestellt wurde, b) mit der richtigen Box betrieben wird und c) man selbst davor sitzt. Der Rest ist Propaganda, mehr nicht.

    Und @Marschjus hat es ja schon gesagt, wenn ich im Kämmerlein zu Hause sitze, ist der Katana bestimmt ein klasse Amp, dessen Sounds auch gut bespielbar sind. Selbst auf einer Bühne kann er bestehen, wenn er im kleinen Club gespielt wird oder mikrofoniert an die PA abliefert.

    Wie immer werden Äpfel mit Birnen verglichen, obwohl ein solcher Vergleich unzulässig ist. Der X ist so wie der Y kann nur Murkserei sein, denn jeder Röhrenamp, auch zwei Friedmänner, sind nicht identisch. CMOS und SMD sind möglicherweise mit weniger Toleranzen bei der Fertigung behaftet, aber auch wenn ein Roboter bestückt und verlötet, sind die Bauteile nicht identisch sondern auch nur gleich...

    Für mich geht es um den Ton, den ich haben möchte. Den kann ich von einem Transistoramp (JC120, Rath Amp) oder Mesa Boogie oder Marshall oder Fender oder... bekommen. Habe ich den Ton, muss auch das Gefühl in der Interaktion mit dem Amp und der Box stimmen.

    Ist mir das alles egal, geht selbst ein Brotbüchsenamp mit einem 6" Speaker.

    In einem YT-Video kann ich auch nur eine klangliche Annäherung erwarten, deshalb gebe ich auf derartige Werbeanzeigen in Bild und Ton garnichts.

    Hier mal ein Song-Entwurf von 1998, kompletter Roughmix, ohne EQ und Comp., Main Vox nicht so toll usw. .

    Rhythmusgitarre: Strat
    Solo, ab 1:50: Les Paul

    Wer Lust hat kann raten, womit die Parts jeweils "amptechnisch" eingespielt worden sind.

    https://1drv.ms/u/s!AgxgXtZlJlvthjWspC2peeB3vnNp
     
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  16. Mr.513

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    Erstellt: 25.08.19   #116
    Daumen hoch! Ich schrieb vor ein paar Seiten ja schon, dass der Test lediglich Katana und Friedman vergleicht über dieselbe Box.

    Ein Vergleich Modeller mit einem Röhrenamp würde am zweckmäßigsten so aussehen:
    Röhrenamp ist im Portfolio des Modellers. Realer Röhrenamp Abnahme via Mikro an der Box (die sinnvollerweise auch als IR hinterlegt ist im Modeller), Wiedergabe über PA für Auditorium. Modeller direkt mit PA verbunden.
    Im Zuge der Vorbereitung würde ich drei Sounds definieren, nämlich Clean, Crunch, Lead - und nur durch Manipulation von Drive/Volume. Der EQ realer Amp steht nominal genauso wie EQ Modeller (also der virtuelle Dreiband EQ am Amp Preset, ggf. Presence).
    Um nicht noch durch eine zusätzliche Schallquelle das neutrale Auditorium vorzuprägen, wäre der reale Amp in einem schallgedämpften Nebenraum.
     
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  17. milamber

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    Erstellt: 25.08.19   #117
    aber genau da sehe ich das Problem. Unsere Erwartungshaltung ist vielleicht nicht ganz richtig. Wir akzeptieren, dass Röhrenamps ausgefahren werden müssen um gut zu klingen. So haben wir es über Jahrzehnte "gelernt". Aber beim Modelling (Katana mit eingeschlossen) erwarten wir, dass es auch flüsterleise geil klingen muss. Schließlich werden sie ja zum teil so beworben. Daher werden diese Amps ja auch von vielen eben daheim gespielt.
    Aber so funktioniert es nunmal nicht. Der Mensch empfindet lautere Musik als druckvoller und aufregender. Erst recht wenn der Raum mitvibriert und man die Luftbewegung "spürt". Und das ist (zumindest bei mir) eine Eigenschaft, die ich zum "Spielgefühl", welcher hier oft erwähnt wird, dazuzähle. Auch die Gitarre reagiert auf die Lautstärke und verhält sich anders.

    Daher ist es ja eigentlich nicht unbedingt relevant welche Technik hinter dem Amp steckt, sondern wo und in welchem Kontext man ihn spielt.

    Ich habe lange Zeit in einer Band mit einem billigen Transistorverstärker gespielt. Aber durch die Lautstärke im Proberaum und durch den Adrenalinkick, war das völlig irrelevant. Es klang trotzdem geil und wir dachten, dass wir die beste Band der Welt sind :D. Gut … wir waren schei…

    Haben hier nicht sogar auch schon manche geschrieben, dass sie den Katana eigentlich nicht sooo toll finden, aber im Bandkontext klingt er geil? Warum wohl?
     
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  18. Marschjus

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    Erstellt: 25.08.19   #118
    Je mehr ich darüber nachdenke um so unsicherer bin ich mir inwiefern solche Vergleiche überhaupt zielführend sind. Bzw. in welchem Ausmaß diese betrieben werden müssten.
    Es gibt ja Modellingsamps die einfach einige voreingestellte Amps an Board haben die evtl. an bekannte Verstärker angelehnt sind aber halt auch nicht klar als "digitaler Nachbau" deklariert sind, also jetzt nicht gezielt einen bestimmten Verstärker kopieren.
    Da ist dann die Frage mit was vergleicht man den? Bei denen wo spezielle Amptypen klar definiert sind muss dann in allen Zuständen ein gleichwertiges Ergebnis im Vergleich zum Original kommen?
    Ich finde es irgendwie recht mühselig.

    Ich persönlich kann immer nur von mir ausgehen. Ich versuche für mich daheim etwas Spass zu haben,nicht mehr nicht weniger. Und wenn es der Platz dann zulässt ist es mir völlig wurscht ob da 2, 4 oder 10 Verstärker samt Box herumstehen.
    Transportieren muss ich die nicht wenn ich in keiner Band bin und schick aussehen tuts auch. Also wen juckt es wenn da ne halbe Tonne Equipment vor sich hinoxidiert.
    Dafür kann/könnte ich bei jedem Amp mit seinen "speziellem" Grundsound etwas experimentieren indem ich einfach an den kleinen Potis drehe.
    Dabei ist mir auch klar das es für außenstehende völlig bescheuert wäre, da es für sie eh alles gleich klingt. Ob ich nun Master of Puppets über mein George Dennis,oder einen JCM800 oder nen Fender mit Pedal davor spielen würde ist völlig Latte..wer das Lied kennt erkennt das Lied daran was gespielt wird
    und nicht weil es über einen bestimmten Verstärker läuft.
    Das ist eben ein recht individuelle Sache.

    Naja...gelernt habe ich das nicht. Ja klar macht es mehr Spass wenn es etwas lauter zugeht, aber jeder Amp mit einem brauchbaren MV (egal ob Röhre oder sonst was) kann auch leise/leiser gespielt werden. Außer man braucht die berühmte Endstufenzerre von der immer wieder geschwärmt wird.
    Also ich bin mit meinen beiden Röhrenamps auch bei Zimmerlautstärke zufrieden (100W und 5W) Das ich die ausfahren muss wäre mir ehrlich gesagt neu, ich möchte den 100W Amp auch garnicht bis an seine Grenze bringen, so schnell kann ich garnicht laufen wie ich vor den Nachbarn flüchten müsste.
    Ich sage es mal so, wenn mir ein Hersteller etwas verspricht messe ich das Produkt natürlich anhand dessen was mir versprochen wurde.
    Soll heißen: Wenn Hersteller XY sagt "mit meinem Amp habt ihr den ACDC Sound in Schlafzimmerlautstärke" und dann bringt es der Amp aber nicht rüber,einfach weil es so flüsterleise garnicht geht ist das in Sachen Marketing halt einfach ein Eigentor.
    Hmm, weiß nicht...lustigerweise haben wohl auch ebenso viele gesagt das der Amp daheim im stillen Kämmerlein gut ist, sie sich aber in der Band nicht durchsetzen könnten.
    Es kommt wohl immer auf die Musikrichtung und die gewählten Einstellungen und die Mitmusiker an. Wenn es keinen 2. Gitarristen gibt ist es einfacher. Gibt es einen zweiten und beide sind nicht in der Lage ihren Sound auf einander abzustimmen oder banddienlich zu spielen kann es auch nach hinten losgehen.
    Da nützt dann aber auch kein Luxusamp.

    In der ganzen Diskussion sind einfach zu viele Variablen. Allein schon in dem Video vom Vergleich. Weiß jemand warum gerade der Friedman gewählt wurde und nicht ein Amp von einem Hersteller den auch Leute kennen die in Sachen Equipment nicht sonderlich bewandert sind?
    Also so Nasenbären wie meine Wenigkeit, ich hab absolut keine Ahnung wie so ein Friedman klingen kann,hab also auch nicht die Möglichkeit zu erkennen " Moment, bei dem Vergleichstest wurde bei dem Röhrenamp ordentlich Potential verschenkt."
    Daher sagte ich ja bereits, es ist eine WERBEAKTION. Man erkennt das sehr viel mit der neuen Technik geht, Boss hat es damit geschafft das sich über ihr Produkt unterhalten wird (hier jetzt schon 6 Seiten) und damit ist das Ziel erreicht.
    Den Rest muss jeder für sich im Laden ausmachen. Ich für mein Teil würde es mal versuchen, aber ich denke das ich lieber zu einem eher klassisch aufgebautem Amp greife. (2+x Kanäle,EQ pro Kanal.MV und FX-Loop)
    Weil ich mich freue wenn was neues ins Haus kommt, weil das Thema Transport mir wurscht ist, weil ich nicht 1200 Sounds in einer Kiste haben muss. Weil ich nicht unbedingt einen KH Ausgang, oder Line-In brauche.
    Und weil ich keine Lust habe erst mit nem PC(oder gar dem Blödfon) an die Kiste ran zu gehen um irgendwelche Sachen zu sichern,kopieren oder einzustellen.
    Andere finden das total geil, ich bekomme da ne Meise.
    Da wäre mir dann auch Wurst wie gut der klingt wenn mir die Bedienung auf'n Sack geht. Ob das bei dem Katana der Fall wäre werde ich ja evtl. mal herausfinden.

    Gruß Marcus
     
  19. C_Lenny

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    Erstellt: 25.08.19   #119
    Variablen sind ein -wenn nicht das- Kern"problem" eines (Modelers wie z.B. dem) Katana ;).

    Im Gegensatz zu ihm braucht sich ein (wiederum z.B.) Marshall JCM800 nicht um das Voicing eines (und nochmal z.B.) Fender Twins scheren. Genau dies erwartet aber der jeweilige/bisherige Marshall-/Fender-(egal, welches Modell von denen)-Tube-Nerd nun wieder vom Modeler - nicht anders die eingenordeten Mesa-/Laney-/Friedman-/etcpp. Fanboys. Den Begehrlichkeiten all dieser Tube-Follower inkl. ihrer ausgeprägten Hörindividualitäten bis ins Promille-Detail nachkommen zu müssen, wäre für mich also ein Job, den ich als Modeler glattweg hinschmeissen würde :D. Deswegen muss ich auch immer ein bisschen schmunzeln (oder grübeln?), wenn von Hause aus hochgelobte Amps von Edelschmieden oder in Selbstversuchen modifiziert werden (müssen?). Ist ein "operierter/modifizierter" HotRodDeluxe noch ein HotRodDeluxe oder vielleicht doch ein noch höheres Wesen mit entsprechend aufgelegter Messlatte? Disqualifiziert dies objektive (gilt das Adjektiv hier überhaupt?) besser/schlechter Vergleiche mit seinem Original oder gar den künstlich geschaffenen IC-Klonen? Vielleicht sind ja auch genau aus diesen Gründen die ersten drei Buchstaben in den Begriffen Modeler und Modifikation so identisch gewählt :gruebel: :evil: ?

    Aber mal ehrlich:

    Wenn ich "meinen" Sound für "meine" Umgebung, "mein" Auditorium und "mein" Gigformat gefunden habe, braucht's genau dafür keines Modelers. Was soll ich da mit dem grenzenlosen Varantenreichtum eines Alles-Cloners, der mich noch dazu die Flöhe husten hören lässt? Da setze ich auf den einen Amp, der's "mir macht" und ggfs. das eine oder andere Pedälchen. Der Mucker hingegen, der sich ein breitgefächertes Genre-/Sound-Spektrum bei seinen (z.B. Cover-) Performances auf die Fahne geschrieben hat, wird sich sicherlich eher freuen als darüber jammern, dass er mit dem mittlerweile vorhandenen Potential dieser Objekte verdammt nah ans Original kommt - und das auch noch ohne grosses Gerödel von Schützenfest zu Schützenfest, Ü30- zu Ü60-Party oder Oldienight zu Oldienight. B.t.w.: Letzteren Veranstaltungscharakter hatte ich in der vergangenen Woche noch auf einem Event zu beschallen (ca.400PAX): Drei Gitarreros, zwei mit Röhren-Combos (Marshall DSL401, Palmer FAT50), vor denen sich der dritte Kollege (Lead-Gitarre!) mit seinem Blackstar ID60-Modeling-Amp in keinster Weise verstecken musste :rock:.

    Nun, ich alter Ü60-Sack mit entsprechend degeneriertem Hörpotential muss zugeben, dass ich in dem diesen Thread auslösenden A/B-Vergeich unterm Strich (!) nicht wirklich signifikante besser/schlechter/anders Unterschiede gehört habe - und ja, ich trauere meinem Fender Twin immer noch hinterher :(.

    LG Lenny
     
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  20. OliverT

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    Erstellt: 26.08.19   #120
    Se sehe ich das auch und habe zu Hause Röhren und Modler und bin mit beidem auf seine Weise hochzufrieden ;)
     
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