Roland FP-90 VS RD-2000 Entscheidungshilfe

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Pasci-Oli
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Hallo liebe Musiker,

nach fast 20 Jahren möchte ich wieder mit dem Klavierspielen beginnen. Das Spielen habe ich auf einem klassischen Schimmel-Klavier gelernt, auf welches ich aber momentan kein Zugriff habe. Daher soll jetzt ein e-piano/ Stage-Piano her, gerne mobil.

Nachdem ich mich nun so gut ich kann informiert habe und auch einige Geräte im Geschäft getestet habe, hat sich meine Auswahl auf die Roland-Modelle FP-90 und RD-2000 reduziert.
Ich freue mich schon riesig auf die Möglichkeiten und Vorteile die moderne digitale Tasteninstrumente bieten (z.B. üben mit Kopfhörern, experimentieren und musizieren mit veschiedenen Klängen, Musik machen die auf einem akustischen Klavier einfach nicht möglich ist usw.), kann mich aber zwischen den beiden Modellen einfach nicht entscheiden. Vielleicht könnt ihr mir dabei helfen - mein know-how in diesem Bereich ist nicht besonders gut.

Hier was für die jeweiligen Modelle spricht:

Roland FP-90
+ eingebaute Lautsprecher (Riesen Vorteil!)
+ preislich deutlich günstiger (ca. € 1000 günstiger gegenüber RD-2000, wenn man ca. 500,- für aktive Nahfeldmonitore einkalkuliert)
+ Notenständer dabei
+ Nettes Design

Roland RD-2000
+ eingebaute Begleitrythmen, kein extra ipad notwendig
+ mehr Sounds/ höhere Qualität der Sound
+ mehr direkte Eingriffs- und Steuermöglichkeiten
+ Pitch Bend/ Modulation Hebel


Die große Frage ist eigentlich, ob sich die Mehrausgabe von €1000 für mich lohnt. Werde ich in Zukunft die zusätzlichen Funktionen des RD-2000 vemissen? Ich bin ein "digitaler Tüftler" und kann mir gut vorstellen, dass ich in das Rd-2000 "hinenwachsen" werde. Kann man evtl. fehlende Funktionen beim FP-90 vielleicht "nachrüsten", falls man das eines Tages doch missen sollte? z.B. Modulation über externes Pedal, weitere Sounds und deren Modifikation in Echtzeit am PC oder an anderen externen Geräten?
Die bessere Wohnzimmertauglichkeit des FP-90 (eingebaute Lautsprecher! + Notenständer) sprechen klar fürs FP-90, ebenso wie der deutlich günstigere Preis. Ich sehe das allerdings als langfristige Investition und möchte nix bereuen - mindestens 10 Jahre sollte das Ding schon halten. Gleichzeitig aber möchte ich nicht Geld ausgeben für Dinge, die ich womöglich nie nutzen werde...

Für euer Input wäre ich sehr dankbar!
 
Eigenschaft
 
Das Einzige, was mir am FP 90 eventuell fehlen würde sind die Synthie-Spielhilfen Mod-Wheel und Pitch Bend, aber..., siehe Absatz "Tüfteln".

Wenn Du an allen Klängen weitreichend eingreifen willst, dann führt kein Weg an dafür geeigneten Stage Pianos vorbei, z.B. Roland RD 2000, Kawai MP 7, Dexibell Vivo S7 oder Clavia Nord (Modell je nach genaueren Bedürfnissen).
Das neu Korg Grandstage lässt dagegen anscheinend nur wenig Eingriffe zu, ich habe es allerdings noch nicht angeschaut.

Die Digital Compact Pianos wie Roland FP 30/60/90 sind bewusst nicht auf umfassende Klanganpassungen geschweige denn eine eigene Klangerstellung ausgelegt. Es gibt daher bei Roland lediglich einen Piano Designer bzw. bei Kawai ES 110 / ES8 den "Virtual Technician".
Willst Du das Instrument einschalten und "klavierspielen", dann stellen Roland FP..., Kawai ES... oder Dexibell P3/P7 und möglicherweise einige Casio die derzeit attraktivsten Alternativen dar.


"Tüfteln" kannst Du trotzdem und zwar mit den dafür von m.E. genialen Geistern geschaffenen Instrumenten.
Es gibt es zu diesem Zweck ein reiches Angebot von Synthesizern, sowohl neu, gebraucht oder als Software, sogar in reizvollen Freeware-Ausgaben. Mit der Tastatur des Digitalpianos und der MIDI-Verbdindung zum Notebook/Computer kannst diese virtuellen Instrumente spielen.
Kleine Auswahl einiger Programme:
https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/die-5-besten-freeware-synthesizer.html
https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/die-10-besten-freeware-soft-synthesizer.html
https://www.amazona.de/die-besten-50-freeware-synthesizer-2017

Gruß Claus
 
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Die große Frage ist eigentlich, ob sich die Mehrausgabe von €1000 für mich lohnt.
Ich gehe an solche Fragen zwar nicht streng finanzmathematisch heran, rechne aber doch ein wenig hin und her.
Nehmen wir mal an, du spielst das Ding 10 Jahre und legst die Gesamtkosten auf die Monate der Nutzung um. Dann landest du bei einer monatlichen Differenz von € 16,67. Wenn du ein nettes Feature findest, womit das RD-2000 gegenüber dem FP-90 punkten kann (bei mir wäre es der V-Piano-Prozessor!), dann würde ich bei einer solchen Entscheidung (absolut niedrige Anschaffungskosten bei langer Nutzungsdauer und gleichzeitig häufiger Nutzung) nicht lange grübeln.
 
. Wenn du ein nettes Feature findest, womit das RD-2000 gegenüber dem FP-90 punkten kann (bei mir wäre es der V-Piano-Prozessor!),
ist das denn etwas anderes als die Modelling-Technologie im FP-90?
 
Nehmen wir mal an, du spielst das Ding 10 Jahre und legst die Gesamtkosten auf die Monate der Nutzung um. Dann landest du bei einer monatlichen Differenz von € 16,67.
Statt der Gesamtkosten geht es doch um die 555 EUR Preisdifferenz, umgelegt auf 120 Monate also 4,63 EUR. Nimmt man noch 2 x JBL LSR 305 à 103 EUR als Abhöre dazu komme ich auf ca 6,34 EUR.

Für mich wäre die Entscheidungsfindung aber eine andere. Meine Prüfung wäre, ob die Stage Piano Features des RD 2000 so gut gebraucht werden, dass sich der Mehrpreis und das Setup mit Abhöre lohnen.

Wäre ich mit Digitalpiano auf der Bühne unterwegs, wäre das RD 2000 ein ganz heißer Kandidat für mich. Zu Hause würde ich mir bei höheren Ansprüchen ein Roland FP 90 oder Kawai ES 8 hinstellen, wenn es ums Spielen geht, bei bescheideneren Ansprüchen ein FP 60 oder "nur" FP 30.
Ein RD 2000 für zu Hause müsste sich noch gegen Workstations vergleichen lassen, denn es macht m.E. mehr Sinn, wenn es wesentlich auch zur Musikproduktion mit mehr Aufwand als fundamentalen Piano-, Orgel-, Pads- und Streicherklängen eingesetzt werden soll.
:gruebel:
Gruß Claus
 
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Vielen Dank für euer Input! Sehr hilfreich!
Bei den Möglichkeiten externer Soft- & Hardware Synthesizern eröffnen sich wohl tatsächlich unendliche Möglichkeiten, sofern das FP-90 die notwendigen Midi-Ports hat, was der Fall zu sein scheint.

Was die finanzmathematische Langzeitbetrachtung angeht, Mr. Ruffer, da hast Du sicherlich recht. Auf 10 oder vielleicht sogar 15 Jahre verteilt kann man die Differenz gut vernachlässigen.

Wenn ich jetzt aber den finanziellen Aspekt kurz ausblende, dann würde ja eigentlich nichts gegen das RD-2000 sprechen, bis auf einen (für mich) ziemlich schwerwiegenden Punkt: Keine eingebauten Lautsprecher. Das finde ich macht die Vorteile eines portablen Pianos ein wenig kaputt - mit dem FP-90 ist man wirklich sehr mobil. Und sei es nur im Haus. Mal eben vom Arbeitszimmer ins Wohnzimmer rübertragen - kein Problem - man braucht nicht jedes mal zwei Aktivboxen inklusive Kabelsalat mitzuschleppen.

Auf Bühnen werde ich bestimmt nicht unterwegs sein. Höchstens mal mit Freunden zu einer Session treffen und zusammen Musik machen, das kann ich mir gut vorstellen und habe auch große Lust drauf, dann aber sicherlich nicht auf professionellem Niveau. Aber trotzdem könnte man sich ja einen Porsche 911 gönnen, auch wenn man kein professioneller Rennfahrer ist ;)

Das RD-2000 gibts momentan für €1999,- bei pianoschmitz.de + 2 x JBL LSR 305 à €103,- macht ges. €2205,-.
Die Differenz zum FP-90 (€1580,- bei Thomann) würde somit €625,- betragen. Also nicht sooo dramatisch, aber trotzdem vorhanden - und das für Funktionen die ich wahrscheinlich nicht brauche...

Schwierig, schwierig... Momentan tendiert das Zünglein an der Waage eher Richtung FP-90, wie gesagt, hauptsächlich wegen den integrierten Lautsprechern.
 
Statt der Gesamtkosten geht es doch um die 555 EUR Preisdifferenz,...
Nein, es geht nicht um EUR 555, sondern um EUR 1000:
...(ca. € 1000 günstiger gegenüber RD-2000, wenn man ca. 500,- für aktive Nahfeldmonitore einkalkuliert)
Zur Mehrausgabe der Lautsprecher kommt ja noch die Preisdifferenz der Instrumente selbst. Mit "Gesamkosten" habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte die Differenz über den gesamten Zeitraum....
...umgelegt auf 120 Monate also 4,63 EUR. Nimmt man noch 2 x JBL LSR 305 à 103 EUR als Abhöre dazu komme ich auf ca 6,34 EUR.
Ohne nachzurechnen: Wir sprechen hier von Größenordnungen, die im Verhältnis zu einem Monatsgehalt relativ niedrig sind - jedenfalls für ein intensiv betriebenes Hobby. Eine andere Rechnung: Nehmen wir einen Betrag von EUR 3000,- für ein gutes Instrument (davon können die Violinisten nur träumen). Setzen wir das Geld ins Verhältnis zu den Gesamtkosten des Hobbys (Musikinstrument plus Musikunterricht, Noten, Fahrtkosten, Mitgliedsbeiträge, Wartung/Reparatur des Instrumentes, bzw. was so alles zutrifft), dann macht der Anteil des Instrumentes an den Gesamtkosten des Hobbys im vorliegenden Fall nur einen kleinen Teil aus. Der Anteil wird noch kleiner, wenn man die besagten EUR 1000 spart und (beispielsweise) statt 3000 nur 2000 ausgibt.

Diese Rechnungen sind natürlich nur ein Aspekt einer solchen Entscheidung.

Für mich wäre die Entscheidungsfindung aber eine andere. Meine Prüfung wäre, ob die Stage Piano Features des RD 2000 so gut gebraucht werden, dass sich der Mehrpreis und das Setup mit Abhöre lohnen.
Ich stehe ja selbst gerade vor der Entscheidung und habe das FP-90 noch nicht ganz ausgeschlossen. Das FP-90 habe ich noch nicht gehört, aber das ES8 von KAWAI (ähnliche Leistungsklasse) genügt bei weitem nicht meinen Ansprüchen. Für mich wäre das eingebaute LS-System des FP-90 Ballast, den ich nicht verwenden würde, aber mitbezahlen müsste. Der Fragesteller hingegen schätzt das eingebaute System. Also ein starkes Argument pro FP-90 für ihn. Würde er von einem anderen / besseren Sound-Prozessor überhaupt profitieren, wenn er mit dem Klang der eingebauten LS des FP-90 ohnehin zufrieden ist?
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Und sei es nur im Haus. Mal eben vom Arbeitszimmer ins Wohnzimmer rübertragen - kein Problem - man braucht nicht jedes mal zwei Aktivboxen inklusive Kabelsalat mitzuschleppen.
Das ist ein berechtigter Einwand. In meinem Falle gibt es zwei Plätze, zwischen denen das Digital-Piano wechseln würde: An einem Platz (Wohnzimmer) stehen die Aktivlautsprecher (und würden dort auch stehen bleiben - als Bestandteil meiner normalen HiFi-Anlage). Am anderen Ort (Arbeitszimmer) würde ich auf Kopfhörer zurückgreifen oder auf die Ausgabe über meine PC-Lautsprecher wechseln. Keyboardständer würde ich mir doppelt anschaffen. Also vielleicht etwas andere Voraussetzungen...
 
Die FP- und RD-Baureihen von Roland haben tatsächlich ein etwas unterschiedliches Zielpublikum, was sich z.T. an den Lautsprechern fest macht. Beides sind SEHR gute Instrumente auf aktuellem Stand der Technik. Beide sind (gerade noch so) transportabel und haben durch ihre Anschlussmöglichkeiten noch Upgrade-Potenzial.Wenn Bühne und Klangvielfalt Dein Ziel sind, nimm das RD. Wenn das unkomplizierte Üben von Klavierstücken im Vordergrund steht, nimm das FP.
 
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Ein Grund, warum ich mir dann doch kein FP-90 gekauft habe, ist der fehlende nahtlose Übergang zwischen den Programmen ("Smooth Transition"). Das RD-2000 hat das Problem nicht. Vielleicht könnte sowas per Firmware-Update gefixt werden, aber ob Roland Lust drauf hat?

Das kann man hier gut hören:



Dann noch beim FP-90 die Auslagerung der Begleitung aufs Tablet (die Vorgänger hatten sie noch integriert) ist auch etwas, das mich den Kopf schütteln lässt. Gut, das RD-2000 hat's sowieso nicht, aber beim FP-90 war das nicht unbedingt zu erwarten, dass es nicht integriert ist.
 
Dann noch beim FP-90 die Auslagerung der Begleitung aufs Tablet (die Vorgänger hatten sie noch integriert) ist auch etwas, das mich den Kopf schütteln lässt. Gut, das RD-2000 hat's sowieso nicht, aber beim FP-90 war das nicht unbedingt zu erwarten, dass es nicht integriert ist.

Das RD-2000 hat doch eingebaute Begleitung?
Zumindest sieht es in diesem Video danach aus:



Bzgl. meiner Entscheidung zwischen RD-2000 und FP-90 bin ich nicht wirklich weiter gekommen.

Ich kann mich aber langsam etwas mehr mit dem Gedanken anfreunden, externe Lautsprecher zu verwenden, zugunsten anderer Vorteile, die das RD-2000 mit sich bringen würde. Außerdem wird es in der Praxis wahrscheinlich sowieso nicht so sein, dass ich das Stage-Piano regelmäßig durchs Haus trage, zumal ich ja bereits ein richtiges Klavier besitze, das dann im Wohnzimmer stehen wird (momentan steht es ca. 800km südlich, in Stuttgart - ich beabsichtige es das dann Anfang 2019 hier her transportieren zu lassen, sobald die Sanierungsarbeiten im Haus abgeschlossen sind).

In der Zwischenzeit habe ist mir auch das Korg Grandstage aufgefallen. Getestet habe ich es zwar nicht, aber zumindest auf dem Papier macht es doch einen sehr attraktiven Eindruck. Bei Kirstein für 2299,- zu haben, inklusive Keyboard-Ständer, das entspricht etwa dem Preis des RD-2000 + gutem Ständer + evtl. zusätzlichem Notenhalter.

Was hält ihr denn vom Grandstage, insbesondere im Vergleich zum RD-2000? Eine Überlegung Wert? Was wären denn die größten Pros & Cons?
 
Das Grandstage solltest Du unbedingt antesten. Die Sounds sind hervorragend, Tastatur ist Geschmacksache.

Ich habe zuhause ein FP90 und im Proberaum ein Grandstage 73
Beides für ihre Anwendung super Geräte.

Die Entscheidung kann dir letztlich niemand abnehmen. Alles gute Instrumente auf hohem Niveau.

Testen, testen, testen, drüber schlafen, wieder testen, Kopf oder Bauch entscheiden lassen,
wieder drüber schlafen, entscheiden, kaufen, glücklich sein und dann nicht mehr nach den anderen
Kandidaten schauen....
;-)
 
Bei Kirstein für 2299,- zu haben, inklusive Keyboard-Ständer,...
Angerufen, B-Ware, Ausstellungsstück? Auf der Homepage steht nichts von so einem Angebot.

Du solltest außerdem unterscheiden, ob Du ein 73- oder 88-Tasten Digitalpiano nehmen willst, das Grandstage gibt es in beiden Varianten und beides hat sein für und wider.
Ich weiß es nicht, habe aber bei bonedo gelesen, dass beim Grandstage die Eingriffsmöglichkeiten relativ gering sein sollen, falls das für dich eine Rolle spielt.
https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/korg-grandstage-test/3.html
Wenn nicht, wäre m.E. allerdings das Roland FP 90 perfekt (aber das können andere natürlich ganz anders sehen).

Das RD 2000 hat lt. Roland Homepage 200 Rhythm Patterns
https://www.roland.com/de/products/rd-2000/specifications/

Gruß Claus
 
Habe gerade das RD-800 zum Ausprobieren hier und bin von den Klaviersounds ziemlich enttäuscht.
Ob das Modelling Piano wirklich ein Quantensprung zu dem RD 800 ist?
Die Tastaur im 800 hat mir sehr gut gefallen, aber zum Ansteuern meines Casio Klaviersounds ist mir die Sache zu teuer und aufwändig.
 
Angerufen, B-Ware, Ausstellungsstück? Auf der Homepage steht nichts von so einem Angebot.

Du solltest außerdem unterscheiden, ob Du ein 73- oder 88-Tasten Digitalpiano nimmen willst, das Grandstage gibt es in beiden Varianten und beides hat sein für und wider.

Hi Claus,
ja, ich habe in der Tat vorher bei Kirstein angerufen. Heute vormittag haben sie das Angebot wieder rausgenommen. Das war wohl für eine Woche dort zu dem Kampfpreis erhältlich... naja, zum jetztigen Zeitpunkt gibts noch ein Angebot bei www.musikland-online.de für 2333,-. Scheinbar tauchen hin und wieder vereinzelt günstige Angebote im Internet auf. Guenstiger.de ist da ganz hilfreich.

Was die Tasten angeht, hätte ich gern alle 88 Tasten, wie beim Klavier. Das ist mir wichtig. Ich glaube ich könnte irgendwann verärgert sein, wenn ich feststelle, dass ich die 15 Tasten vemisse. Schließlich kann man die ja nicht nachrüsten :rolleyes: Außerdem kenne ich nur das Spielen mit 88 Tasten, immerhin habe ich 12 Jahre mit 88 Tasten Klavier gespielt & gelernt bzw. wurde mir so beigebracht.



Ich werde mir wohl noch einige Videos bei youtube zur Bedienung der Instrumente anschauen müssen und noch viele Nächte darüber schlafen, bis ich mich entscheiden werde (wie M_G bereits richtig angemerkt hat). Ich würde am liebsten sofort kaufen und losspielen, aber ich bleibe lieber noch vernünftig

Dass ich jetzt zusätzlich zum FP-90 und RD-2000, auch noch das Grandstage ganz nett finde, macht das Ganze nicht einfacher :eek::(

Ein kleines Detail nebenbei, das mich beim RD-2000 ziemlich stört, ist das man dort keinen Notenständer am Instrument anbringen kann, bzw. keiner mitgeliefert wird oder separat erhältlich ist. Ist zwar nur ne Kleinigkeit, aber trotzdem nervig...


Vielen Dank für euer Input. Das ist wirklich goldwert!
 
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Habe gerade das RD-800 zum Ausprobieren hier und bin von den Klaviersounds ziemlich enttäuscht.

Solche Erlebnisse kenne ich. Interessanterweise hat das wenig mit dem Gerät zu tun. Deine Ohren sind momentan (noch) auf die aktuellen Hör-Erfahrungen geeicht. Alles abweichende wird erst einmal als unangenehm empfunden. Wenn Deine Ohren Casio erwarten, kann selbst ein echter Bösendorfer eine Enttäuschung sein. Mein unpopulärer Rat in solchen Fällen ist Geduld. Probiere mehrmals möglichst verschiedene Sachen aus, um die Konditionierung aufzubrechen. Du wirst dann eine bessere Grundlage haben, die für Dich richtige Entscheidung zu treffen.
 
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Dass ich jetzt zusätzlich zum FP-90 und RD-2000, auch noch das Grandstage ganz nett finde, macht das Ganze nicht einfacher
Soweit ich das überblicke, ist deine Ausgangsfrage vom Anfang immer noch die gleiche (Performance oder Klangwerkstatt).
Das Grandstage wäre m.E. dann die richtige Entscheidung, wenn dir die Grundklänge und die Tastatur besser gefallen als beim Roland FP 90.
Auf jeden Fall sind die Klangserzeugungen bei diesen Digitalpianos von Korg und Roland so unterschiedlich, dass sich gerade beim Vergleich der akustischen Pianos ein "top oder hop" ergeben könnte.
Dass beim Korg u.a. ein Fazioli gesampled wurde, finde ich schon richtig interessant, den hätte ich "in groß" auch gern zu Hause. :D
Für mich wäre jedenfalls eine Entscheidung zwischen diesen Beiden, wenn der Mehrpreis keine Rolle spielt.

Sollte das "digitale Tüfteln" aber doch wesentlich sein, dann müsste die Entscheidung eigentlich für das Roland RD 2000 fallen (solange man nicht an Nord denkt).

Ich vemute, Du wirst nur direkt an den Geräten herausfinden können, was für dich am meisten zählt.

Gruß Claus
 
Habe gerade das RD-800 zum Ausprobieren hier und bin von den Klaviersounds ziemlich enttäuscht.
...

Die Tastaur im 800 hat mir sehr gut gefallen ...


Eigentlich ist es ja nebensächlich, da der TE mehrere Pianos ausprobiert hat und sich für Roland entschieden hat (oder Korg), da scheint ihm ja der Klang zu gefallen.

Aber so allgemeine Aussagen kommen mir wenig hilfreich vor. Ich trinke meinen Kaffee nur mit Milch.

Wie hast Du denn das Roland abgehört? Kopfhörer? Aktivboxen? Ich muss sagen vor allem im Probenraum über eine kleine Anlage klingt es wirklich ordentlich. Im Bandkontext fast zu voll, zu mittig, ist das Grandstage aber in den Demos, die ich kenne, auch.

Und schon beim RD kann man sehr schnell den Klang anpassen. Hall drehe ich sofort raus. Dann mit dem Tone Color Knob eine erste Anpassung. Wenn das nicht reicht, kann man mit zwei Knopfdrücken im 5-Band-EQ sein. Oder man probiert erst einen der ca. 50 anderen Piano Sounds, es gibt alles auch als bright Piano etc... Da wird das RD 2000 noch mehr bieten

Und ich muss Klicki Recht geben, es braucht ein paar Tage, dann ist man mit dem Klang vertrauter. Kann ihn nuancierter spielen, und besser einstellen etc. Gilt aber natürlich für jedes Piano / jeden Hersteller.


Gruß Wolfgang
 
Der Vergleich ist kein anderes Digitalklavier, sondern ein Steinway D aus den Fünziger Jahren, den ich seit 28 Jahren vier mal de Woche spiele, weil ich darauf unterrichte.
Daher glaube ich schon, einen Klaviersound und eine Tastatur auf Anhieb beurteilen zu können.

Mein anderes Unterrichtsgerät ist ein alter Bechstein, nicht mein Ding, aber auch der klingt nicht nach Roland :)

Meine Digitalerfahrung sind: eins der ersten Clavinovas überhaupt, CLP-50, Mittte der 80er, dann den Nachfolger, dann das P100,P150, P300, P200, Kawai ES1, Kawai ES6, Kawai ES7, Kawai CS10, Technics PX50 (?), Korg SV1, Casio PX5S...habe bestimmt ein paar vergessen :)
Das Supernatural kannte ich schon von diversen Keyboards (z.B. VR 09)

Ich habe das Gerät sowohl mit Monitoren als auch mit einem sehr hochwertigen Sennheiser KH gespielt.
Den Piano Designer habe ich auch ausprobiert, schließlich ist der ja nicht viel anders als bei Kawai, nur nicht so gut...
Ich finde die Roland 800 Klaviere künstlich und unangenehm.

Das andere Ohren anderes hören ist mir durchaus bewusst...aber ich suche seit dreißig Jahren und glaube, inzwichen
ein gut geschultes Gehör für meinen Anspruch zu haben.
 
Oh, dass das RD-2000 besser ausgestattet ist bzgl. Begleitung ist mir entgangen.

Das Korg Grandstage betreffend: hat 2 USB-Ausgänge, aber mit keinem von beiden ist Direktaufnahme mit USB-Stick möglich. Jedenfalls war nirgendwo in den Datenblättern und auch in Tests etwas angegeben.
Habe gerade gesehen, dass es selbst bei meinem örtlichen Händler schon für 2299 EUR erhältlich ist. Kommt selten vor, dass der mal günstiger als andere Shops ist. :evil:
 
ist das denn etwas anderes als die Modelling-Technologie im FP-90?
Man möge mich korrigieren, falls ich das falsch verstehe, aber leider sind die verschiedenen Darstellungen im Web etwas unübersichtlich, wenn nicht gar widersprüchlich:
FP-90: Alle Sounds werden mittels Supernatural-Technik produziert.
RD-2000: Piano-Sounds werden mittels V-Piano-Technik produziert, E-Piano und Orgel-Sounds werden mittels Supernatural-Technik produziert. Weitere Sounds werden (teilweise?) mittels anderer Technik produziert (?).
Der V-Piano-Prozessor ist nach meinem Verständnis definitiv nicht Sample-basiert und erlaubt unbeschränkte Polyphonie.
Für mich bleiben die Fragen unbeantwortet, ob Supernatural nun im weitesten Sinne doch Sample-basiert ist oder nicht (das konnte ich nirgendwo genau herauslesen) und ob Supernatural im FP-90 gleich Supernatural im RD-2000 ist.
 

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