Spannend wird es dann nochmal, wenn die JD-XA alt werden und das Schwächeln anfangen. Wird man sie in irgend einer Weise reparieren können?
Da wirst Du Pech haben. Heutige Technik ist nicht reparaturfreundlich. Das geht schon bei der SMD-Technik los, setzt sich über bleifreies Löten fort und endet bei BGA-Gahäusen, die Du mit einem Lötkolben nicht mehr runter bekommst. Viele PLDs und Prozessoren lassen sich ohne maschinelles Lötpofil, also zeitlich perfekt gesteuerte Aufheizkurze nicht löten, weil entweder Pins nicht sauber kontaktieren oder gleich was kaputt geht. Da geht es um Sekunden. Ich habe täglich mit solchen Themen zu kämpfen, wenn wir Erstplatinen von den Bestückern bekommen. Seit 15 Jahren sehe Ich, dass immer mehr bestellt werden muss, um noch ausreichend funktionable Platinen zu haben. Repatiert wird da nichts mehr. Es wird ein "Motherboard" getauscht.
Das wird man bei eine Reparatur eines Synths auch tun müssen.
Und da solche Geräte aus nicht viel mehr bestehen, als dem MB, kann man gleich das Plastik drum herum und die ausgeleiherten Regeler mit wegschmeissen. Es lohnt auch nicht, es zu reparieren, weil man die alten Sound in Neuem Gewand billiger neu bekommt.
Früher war das anders: Da waren die meisten Teile bedrahtet, hatten gewaltige Abstände und die Platine war mit mächtig Mechanik und Metall unterstützt. Die Regler waren massiv gebaut und alles, was so lose herum luderte, war austauschbar.
Meine Heimorgel aus den 80ern habe Ich sicher 10x repariert, angefangen von Sicherungen, neuem Vorverstärker, neue Lautsprecher und auch Tasten und Pedal.
Heute sind das Wegwerfteile...