Also, ich hatte den Gaia mal. Das schöne an dem ist, dass die Bedienung sehr direkt ist, viele Knöppe, Fader etc.
Der Klang gefiel mir nicht sehr gut, sehr Dance-lastig... Aber man kann ja auch ohne Supersaw Sounds basteln

. Kann aber auch an mir gelegen haben. War mein erster VA und ich wusste noch nicht so recht damit umzugehen. Die Tastatur ist jedenfalls völlig in Ordnung.
Den Blofeld habe ich mir danach geholt, der hat eine weniger direkte Bedienung. Es gibt eine Parametermateix, in der die wichtigsten Funktionen relativ schnell angewählt werden können, allerdings bei weitem nicht alle. Der Blofeld hat MASSIV mehr Möglichkeiten in der Synthese als der Gaia (oder der Sledge), die muss man aber erstmal kapieren, z.B. FM, div. Hüllkurventypen, mehrere Filter, Wavetable, Sample-RAM, internes Routing, Multimode, Aftertouch + multiple Modulationsziele etc.
Man kann aus dem Blofeld sehr viel mehr rausholen als aus dem Gaia, wenn man weiß, wie....

Für den Blofeld gibt es auch diverse Presets nach zukaufen, von denen sich einige Bänke wirklich lohnen. Ich verstehe nicht so ganz, warum du dem Prinzip Presets so ablehnend gegenüber stehst. Ist ja auch möglich, ein Preset als Grundlage zum Soundbasteln zu verwenden, allein schon um überhaupt eine Ahnung zu bekommen, WAS alles möglich ist...
Nachteile beim Blofeld: er ist recht schwer, da aus Blech gekantet, das OS ist in manchen Modi nicht 100℅ stabil und eben die Komplexität, die einen erschlagen kann (aber man muss ja auch nicht alle Features nutzen). Ach ja, die Effektsektion taugt nicht viel, da ist die vom Gaia besser (und auch einfacher einsetzbar).
Was die Schraubbarkeit in Live Situationen angeht: das wird glaube ich etwas über bewertet. Letztlich braucht man doch selten mehr als den Zugriff auf Cutoff, Resonanz und vielleicht noch die Hüllkurven, oder?