Sammelthread zum Nord Electro 2/3/4/5/6/7

Danke nochmal euch allen. Vielleicht habe ich da was grundlegend falsch verstanden. Meine Vorstellung war: Ich kann auf einem Speicherplatz (den ich mir für einen bestimmten Song einrichte) vier verschiedene Sounds einrichten, auf Programm, Live 1, Live 2, Live 3 (bzw. A, B, C und D). Wenn ich diesen Speicherplatz aufrufe, hätte ich gerne diese vier Sounds ztum Abrufen, weil ich die für das Stück brauche. Die "halten" sich aber auf Live 1 bis 3 nicht, da ist immer nur das drauf, was ich zuletzt dort gemacht habe, nicht das, was ich auf dem Speicherpatz will. Ins Handbuch habe ich geschaut, habe aber keine Lösung gefunden.
 
Ich kann auf einem Speicherplatz (den ich mir für einen bestimmten Song einrichte) vier verschiedene Sounds einrichten, auf Programm, Live 1, Live 2, Live 3 (bzw. A, B, C und D)
Das ist genau der Verständnisfehler!
Mit den drei Tastern Live 1, Live 2 und Live 3 greifst du immer auf die gleichen drei verfügbaren Live-Programme zu. Es gibt genau drei solcher Programme, daher ist das völlig unabhängig davon, welches normale Programm zuvor ausgewählt wurde. Das Electro 5 enthält also 400 Programs + 3 Live-Slots.

Das, was du vor hast (Auswahl von vier Programmen mit den vier Buttons A, B, C und D) lässt sich mit dem Set List Mode realisieren. Hier werden im Prinzip Verknüpfungen zu Programmen gespeichert. Die Hierarchie ist:
  • Set List -> enthält Songs (jeder Speicherplatz beinhaltet einen Song)
  • Song -> enthält Programs (jeder Song enthält vier Programs A, B, C und D)
  • Program
Wichtig hierbei ist: Im Set List Mode werden die Programme nur verknüpft. Wird ein Programm editiert, ist es auch in allen Songs, welche das Programm nutzen ("referenzieren"), verändert.
 
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Super, vielen Dank, ich glaube, jetzt habe ich es verstanden (und auch meinen Denkfehler). Ich setz mich ran.
 
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Das passiert. Die Programmierer dokumentieren ihre Arbeit oft in Programmierer-Denke, nicht in Musiker-Denke :) (Betriebsanleitung)
 
Danke dir, das ist nett (man zweifelt ja doch zunehmends an sich selbst)
 
Dass man über die eine Taste Zugriff auf 400 Sounds, über die anderen aber nur 1 Sound hat, ist ja durchaus ein schräges Konzept. Nord hat den Zweck dieser 3-8 Tasten (je nach Modell und Generation) nach dem Electro 5 auch geändert und dem Live-Mode eine eigene Taste zum Umschalten spendiert (Electro 6, Stage 2/3/4). Während das mit dem Set List Mode (oder Song Mode) in den neueren Generationen schon wieder herausgeflogen ist (Electro 6, Stage 4).

Es wird m.E. am Ende bei fast allen Produkten passieren, dass ich als Nutzende/r eine andere Erwartung an die Funktion habe als die Machenden es sich ausgedacht haben. Die intuitive Verwendung kann also immer mal in genau so einer Sackgasse landen wie jetzt passiert. Aber klar: Wenn man mit derselben Erwartung an die Bedienungsanleitung herangeht, kommt es vor, dass man sie nur 'komisch geschrieben' findet, aber nicht versteht. Und wenn du es dann mal verstanden hast, hast du womöglich nach einem halben Jahr Nicht-Benutzung nur noch deine ursprüngliche Erwartung im Kopf, die tatsächliche Erklärung schon wieder vergessen und fängst wieder von vorn an zu verzweifeln...
 
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Aber Yamaha yc bediene ich intuitiv, hammond sk pro ist Menütauchen mit vielen Details.
 
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Tach zusammen,

ich habe den Electro 5d 73, den ich eigentlich nur zu sessions, open stages oder evtl. mal für castings bei einer interessierten Band mitnehme und auch dafür angeschafft habe.
Ich wollte mich mal umhören, was andere User (auch natürlich Electro 4 oder 6) für Ihre Performances an Samples oder Pianos geladen
oder ausgetauscht haben.
Jetzt hatte ich mal etwas Zeit, um mit dem Nord Sound Manager zu arbeiten und mir ein eigenes Setup zusammen zu stellen. Letztlich stellt sich aber immer wieder die Frage der Speicherkapazität (die in allen Modellen unterschiedlich ist) und somit muss man oft auch Kompromisse eingehen.
Was habt Ihr z.B. an Pianos geladen? Oder auch Samples. Wo liegt bei Euch der Schwerpunkt?
Mein NE5 (gebraucht gekauft) hatte bis auf die Programms, Setlist die werksseitige "Füllung". Somit habe ich erstmal bei den
Grandpianos angefangen. Danach E-Pianos und zuletzt die Hybrid-Pianos (bei Clavinet gibt es nur die 4 Typen ohne Mix und Harpsichords
brauche ich gar nicht, weswegen dort alles gelöscht wurde).
Bei den Grands habe ich fürs Erste möglichst extrem unterschiedliche Klangcharaktere ausgesucht in bestmöglicher Auflösung XL und
so wurden es das Silver Grand, Grand Imperial (Bösendorfer) als Extreme. Daneben war ich mit dem Italian (Fazioli) nicht so ganz zufrieden, weshalb ich es gegen das White Grand (erstmal) getauscht habe. Allerdings geht es doch eher klanglich Richtung Silver Grand und liegt nicht unbedingt in der Mitte der beiden erstgenannten. Das Amped E-Grand habe ich gegen eine moderatere Variante E-Grand 3 getauscht, die nicht so scharf scheppert und diese 80'er Balladen mit viel Chorus & Reverb besser meistert.
Was sollte ich eurer Meinung mal probieren? Die Demos helfen da nicht unbedingt weiter und alle Pianos nacheinander zu laden und auszuprobieren ist dann doch ein ermüdend langer Weg. Vielleicht gibt es eines, was ich nicht so richtig auf dem Schirm habe und, sagen wir mal, sehr aus "ausgewogen" daherkommt.
Bei den Uprights habe ich auch alles eliminiert und mich, weil ich die auch, wie alles, eher im Bereich Blues, Rock, Pop einsetzen werde und nicht für Klassik oder Jazz, dort für das Blue Swede und das Rain Piano entschieden, die für meinen Geschmack Rock'n'Roll, Rockabilly oder Boogie ganz gut hergeben.
Auch bei den E-Pianos ist so gut wie alles herausgeflogen bis auf die 2 Wurlis (sind jetzt keine Highlights), das Amped EP7 und das einzige vernünftige DX Full Tines.
Dort sind jetzt das Stockholm EP9, das EP8 dazugekommen, die für mich nicht so crunchy, mulmig in den Bässen und etwas dynamischer daherkommen.
Zusätzlich das Ballad EP1, Hybrid und Silver EP, die zumindest meinem Faible für die 80'er eher entgegen kommen, da ich nicht so der große Rhodes-Purist und User bin.
Die Samples sind leider nur nette Zugaben, lassen sich aber als Pad für meine Zwecke einsetzen oder der ein- oder andere Butter-und-Brot-Sound wie Bläsersätze, Solosynths (die man aber leider nur pitchen kann, was für sessions meist ausreicht. Im Bandgefüge mit festem Programm wird man die kaum benutzen oder nur ganz spezielle, songbezogene Sounds von Drittanbietern wie Synthcloud, die dann auch teilweise "Multisamples" anbieten, also verschiedene Sounds über die Tastatur verteilt als 1! Sample.
Ich habe auch auch dort etliches gelöscht und vor allem durch Choir, Synth Pads oder String sections ersetzt. Vornehmlich von den bekannten Stringmachines der 70'er. Die meisten Kategorien wie Bells, Soloblasinstrumente, Gitarren, Bässe, Akkordeon, weitere Orgeln, Pianos, sind alle raus und für meine Zwecke nicht einsetzbar.
Wo gibt es da noch beachtens- oder hörenswerte Ausreißer, die ich übersehen habe? Wie setzt Ihr den Sample-Player trotz seiner
Limitiertheit ein?
 
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Nord bringt den Electro 7 auf der NAMM:


Die Sample-Sektion wurde um Analog- und FM-Synth ergänzt. Aber ohne Pitch-Bend und Modwheel? Echt?

Und anscheinend kein vergrößerter Sample-Speicher für Piano- und Synth-/Sample-Library? Jedenfalls nicht angegeben!

Das HP-Modell hat nun eine Triple Sensor Hammer Action-Tastatur von Kawai.
:unsure:
 
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:cool: jetzt muss zuallererst der Titel angepasst werden 2/3/4/5/6/7 :LOL:

Liest sich sehr gut, nur beim "lightweight" bin ich direkt schon zusammen gezuckt.
Ob man da die "bewährten" Tastaturen wieder verbaut....
 
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In dem Electro7 HP ist jetzt die Kawai Tripple Sensor verbaut! Der Listenpreis von 2999Eur ist dabei deutlich unter meiner 3000Eur Schallgrenze.
 
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Listenpreis von 2999Eur
Wo kommt der denn her?

Grundsätzlich gefällt mir die Richtung ganz gut:
- FX/EQ/Amp Sim per Sektion => eeeendlich!
- eine dedizierte Synth-Sektion => bisher war das sehr spartanisch;
- Zugriegel-LEDs => konnte man bisher schon im Display ablesen, macht jetzt mehr Sinn;

Was mich brennend interessieren würde:
- Welche Waterfall-Tastatur ist verbaut? Bitte bitte bitte was orgeligeres! :rock:
- Wie ist die Anbindung eines zweiten Manuals implementiert? (Beim Electro 5 ist es zwangsweise das obere, was ziemlich weltfremd ist...)
- Was geht alles per MIDI? (Beim Electro 5 kann man die oberen und unteren Zugriegel nicht separat ansteuern, die lauschen auf denselben Kanal und dieselben CCs...)
 
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In dem Electro7 HP ist jetzt die Kawai Tripple Sensor verbaut!
Das macht die NE-Serie nach längerer Zeit wieder richtig interessant! Ich bin gespannt 😊

Wie es aussieht, bleibt Nord aber konsequent bei einigen Dingen (kein integriertes Audiointerface, festgelegte Split-Punkte etc.)...

Der Listenpreis von 2999Eur
Das ist schon eine Hausnummer, mein NS3 hatte ich vor ein paar Jahren noch für 2499 € bekommen... Mal sehen wie dann der finale Preis in DE dann ist.
 
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Im Vergleich zum NS4 zwar günstiger, aber keine 7 Layer Option - und das ist schon sehr cool beim NS4

Dafür würde mich die erweiterte Amp Simulation interessieren, inwiefern sie die E-Pianos im Vergleich zum NS4 aufwerten…🤔 - und dann wieder gefährlich für mich werden…🫣
 
..... keine Angaben zur Speichererweiterung !
😉🤣
 
Na dann sind die 2999,- ja ein Schnäppchen.

Hut ab!
Ne Plattform so lange auslutschen schafft nicht mal Korg mit dem Kronos.

USB Audio kann sogar ein CK61 für paar Kröten im Vergleich.....
 
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Da habe ich mich auch lange Zeit gewundert, aber inzwischen kann ich Nords Strategie sogar verstehen, das ist allerdings nur spekuliert.

Es gibt ein seit den Anfangserfolgen bis heute ein wunderbar funktionierendes, anhaltendes und dabei scheinbar vergleichsweise kostengünstiges Marketing, sobald eine Produkterneuerung stattfindet.
Es gibt vermutlich ausreichend stabilen Absatz für das wirtschaftlich überschaubare Unternehmen und eine solide Kundschaft einschließlich deren Generationswechsel - tutto bene. 🥂🍾

Auf der anderen Seite gibt es nur wenig Wettbewerbsdruck durch Roland und Yamaha, die Details ihrer "Konkurrenzprodukte" offenichtlich nicht clever genug gestalten können. Bisher gibt es keine umwerfende Alternative, die bei einer erweiterten Zielgruppe massive G.A.S.-Anfälle auslöst und Reviewer schlicht vom Hocker haut.
Korg oder Kawai scheinen es noch nicht einmal auf dem Zettel zu haben, Nord "anzugreifen".

Also, warum genau sollte Nord die Risiken zeitgemäßer Programmierung auf modernen ICs eingehen?
Das würde einen Haufen Geld kosten und vielleicht müsste man dafür sogar Investoren an Board holen, was leicht zu neuen Problemen führen kann.
Am Ende könnten aber irgendwelche Reviewer einen Flächenbrand auslösen, wenn ihnen einfällt, dass der echt-neue Nord nicht mehr so ganz das Mojo der alten Nord hat.
So etwas muss nicht einmal einhellige Meinung sein, aber es kann den sehr hohen Imagewert heftig beschädigen.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Besitzer von Nord in ihrem weit fortgeschrittenen Alter die Aussicht auf so eine Erfahrung als "unternehmerische Herausforderung" abtun würden.

Gruß Claus
 
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